Autor -Gerhard Schmid

Gedenken an Prof. Rudolf Gelbard

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid: „Rudi Gelbard hat als Mahner wider das Vergessen Unschätzbares für die Erinnerungskultur geleistet“

Der am 24. Oktober 2018 verstorbene österreichische Antifaschist, Zeitzeuge und KZ-Überlebende Rudolf Gelbard hätte am 4. Dezember seinen Geburtstag gefeiert. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation hat aus diesem Anlass dem unvergesslichen Rudolf Gelbard gedacht. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid betonte, dass „Rudi Gelbard ein wichtiger Mitstreiter der SPÖ-Bundesbildungsorganisation war. Als aktiver Zeitzeuge hat er seine Erfahrungen und sein Wissen an Schulen in ganz Österreich vermittelt. Rudi Gelbard hat als unermüdlicher Mahner wider das Vergessen Unschätzbares für die so wichtige Erinnerungskultur geleistet“, so Schmid.

Auch Ernst Woller, Vorsitzender der SPÖ Wiener Bildung, erinnerte an das Wirken von Rudolf Gelbard: „Rudolf Gelbard hat mit seinem beeindruckenden Engagement enorm viel für die Demokratie, die Erinnerungsarbeit und die antifaschistische Arbeit in Schulen geleistet“, so Woller beim Gedenken an den Freund der SPÖ-Bildungsorganisation.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan: „Aus all diesem Anlass haben wir uns entschlossen, ein regelmäßigen ‚Prof. Rudolf Gelbard-Symposium‘ ins Leben zu rufen, um seine Ideen und Ideale weiterleben und weiterdiskutieren zu können. Am 9. Mai 2022 wurde das ‚1. Prof. Rudolf-Gelbard-Symposium: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ein Kampf, der nie zu Ende geht‚ und am 29. Jänner 2024 das ‚2. Prof. Rudolf Gelbard Symposium – Dialog der Religionen‘ erfolgreich durchgeführt. Rudi, der 1956 bis 1958 die Wiener Parteischule besuchte und seit dieser Zeit als steter Vortragender erhalten blieb, fehlt!“

Rudolf Gelbard – KZ-Überlebender und Zeitzeuge

Rudolf Gelbard wurde am 4. Dezember 1930 in Wien geboren. 1942 wurde er mit seinen Eltern ins KZ Theresienstadt deportiert und überlebte als eines der wenigen Kinder. Nach seiner Befreiung engagierte er sich als Mitglied der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und setzte sich unermüdlich für die Aufklärung über NS-Verbrechen ein. Er hielt Vorträge an Schulen, Universitäten und auf Symposien und war Mitglied der Kulturkommission der Israelitischen Kultusgemeinde.

Für seine Verdienste wurde Gelbard mit dem Berufstitel Professor sowie weiteren Auszeichnungen, darunter die Joseph-Samuel-Bloch-Medaille, geehrt. Seit 2008 wird der „Rudolf Gelbard Preis“ für den Einsatz gegen Faschismus und Antisemitismus verliehen. In der Spielzeit 2013/14 wirkte er an der Theaterproduktion Die letzten Zeugen mit, die international Anerkennung fand.

Neben seiner Vortragstätigkeit beobachtete er Neonaziprozesse und dokumentierte Zeitgeschichte als Redakteur. Sein antifaschistisches Engagement umfasste Proteste gegen Holocaustleugner*innen und den Kampf gegen rechtsextreme Ideologien. Gelbard betonte stets die Verantwortung der Überlebenden, die Erinnerung wachzuhalten und kommende Generationen zu sensibilisieren. Sein Lebenswerk wurde in mehreren Dokumentationen und Theaterstücken gewürdigt, darunter Der Mann auf dem Balkon und Die letzten Zeugen. 2022 wurde ein Teilabschnitt des 12.-Februar-Platzes im Döblinger Karl-Marx-Hof in der Rudolf-Gelbard-Gasse benannt.

Bild: Von Christian Michelides – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36768091

 

Jean Ziegler mit dem 4. Marie-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse geehrt

SPÖ-Bildungsvorsitzender Schmid: „Zieglers Werk steht für kritische Vernunft, Mut zur Wahrheit und eine unerschütterliche Menschlichkeit“

Die Sozialdemokratischen Bildungsorganisationen haben den international bekannten Soziologen, Autor und ehemaligen UNO-Sonderberichterstatter Jean Ziegler mit dem 4. Marie-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse ausgezeichnet. Mit einer kleinen Delegation reisten Vertreter:innen der Sozialdemokratischen Bildungsorganisationen in die Nähe von Genf, wo Jean Ziegler sie in seinem Haus persönlich empfing. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid überreichte Ziegler die Auszeichnung. Für Schmid verkörpert Ziegler „jene intellektuelle und moralische Haltung, die Wissenschaft und politisches Denken miteinander verbindet. Sein Werk steht für kritische Vernunft, Mut zur Wahrheit und eine unerschütterliche Menschlichkeit. Er ist ein Vorbild für alle, die Bildung als Werkzeug der Emanzipation verstehen“.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan betont: „Diese Begegnung war eine große Ehre und zugleich eine tief bewegende Erinnerung daran, wie sehr Wissenschaft und politisches Engagement einander brauchen. Jean Ziegler hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, immer wieder nach dem Warum zu fragen – nach den Ursachen von Ungerechtigkeit, nach dem Sinn von Solidarität und nach dem, was uns als Gesellschaft zusammenhält.“ Auch im hohen Alter verfolge Ziegler die politischen Entwicklungen weltweit mit wachem Interesse und ungebrochener Leidenschaft.

Jean Ziegler zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten kritischen Intellektuellen Europas. Mit Werken wie „Das Imperium der Schande“, „Der Hass auf den Westen“ oder „Die Schande Europas – Von Flüchtlingen und Menschenrechten“ hat er den globalen Kapitalismus, seine moralischen Abgründe und seine sozialen Folgen scharf analysiert. In seinem jüngsten Buch „Trotz alledem! Warum ich die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgebe“ fasst Ziegler sein lebenslanges Engagement für Gerechtigkeit, Solidarität und Menschlichkeit zusammen – ein Werk, das Mut macht und aufrüttelt.

Foto: Bernd Herger

SPÖ Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid: Wertvoller Austausch in Oberösterreich

Gemeinsam mit dem SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan traf sich der SPÖ Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid zu einem inhaltlichen Austausch mit Oberösterreich SPÖ-Landesparteivorsitzendem, Landesrat Martin Winkler sowie dem dritten Landtagspräsidenten Peter Binder.

Im Mittelpunkt des Treffens standen der Dialog zwischen Wien und Oberösterreich auf Landtagsebene sowie die aktuellen Herausforderungen der Sozialdemokratie – sowohl im politischen Alltag als auch im Bereich der Bildungsarbeit. In konstruktiver Atmosphäre wurden die Chancen einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Landesorganisationen ausgelotet und über Möglichkeiten gesprochen, sozialdemokratische Bildungsangebote noch gezielter an aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen.

Prof. Schmid betonte die Bedeutung regelmäßiger Gespräche und Kooperationen zwischen den Ländern: „Nur durch offenen Austausch und gemeinsame Perspektiven können wir politische und gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich gestalten. Bildungspolitik ist und bleibt ein zentrales Werkzeug, um soziale Gerechtigkeit zu fördern und Demokratie zu stärken.“

Auch Landesrat Martin Winkler unterstrich die Notwendigkeit, die Sozialdemokratie weiterzuentwickeln und gleichzeitig ihre Grundwerte im Alltag spürbar zu machen: „Die Sozialdemokratie muss aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen. Man muss bei den Menschen sein – in ihren Lebensrealitäten, mit ihren Sorgen und Hoffnungen.“

Der dritte Landtagspräsident Peter Binder ergänzte, dass die politische Bildungsarbeit in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle spiele: Sie ermögliche es, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, solidarisches Handeln zu stärken und Demokratie erfahrbar zu machen.

SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan hob die langjährige Verbundenheit der Beteiligten hervor: „Alle Beteiligten kennen und schätzen sich seit vielen Jahren und haben in unterschiedlichen Projekten bereits erfolgreich zusammengearbeitet. Der ständige Austausch ist uns wichtig – und wir kommen mit der Wiener Parteischule bald wieder, um beide zu besuchen und den Dialog weiterzuführen.“

Das Treffen machte deutlich, dass gegenseitige Vernetzung, gemeinsame Reflexion und inhaltlicher Austausch zentrale Voraussetzungen für eine starke, zukunftsorientierte Bildungsarbeit und eine lebendige Sozialdemokratie sind.

Gerhard Schmid: Herzliche Gratulation an Richard Cocket zum Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2024

Für sein Werk „Stadt der Ideen. Als Wien die moderne Welt erfand“, erhielt der britische Journalist und Historiker Richard Cockett den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2024. Als Laudator fungierte niemand geringerer als Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, selbst ein Historiker. Der Vorsitzende der der SPÖ Bundesbildungsorganisation, Dritter Landtagspräsident von Wien, Gerhard Schmid, würdigt den Preisträger und sein Werk: „Zurecht hat diese Huldigung der Geistesmetropole des 20. Jahrhunderts diesen so wertvollen Preis gewonnen.“

Richard Cockett führt uns in seinem umfassenden Werk „Stadt der Ideen“ auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung Wiens als intellektuelles und kulturelles Zentrum von Weltrang vor Augen. Wien sei eine Innovationsmatrix gewesen, deren Beitrag für die Geistesgeschichte der Welt des 20. Jahrhunderts mit politischer Innovation und gesellschaftlicher Vision nicht zu überschätzen sei.

Dieses Buch ist nicht nur ein Loblied auf Wien, sondern auch ein Plädoyer für die Bedeutung von Städten als Orte des Dialogs, der Kreativität und des Fortschritts. In der geistigen Tradition von Bruno Kreisky betont Cockett die Notwendigkeit eines offenen, pluralistischen, kosmopolitischen und solidarischen Denkens, das weit über nationale Grenzen hinausweist.

SPÖ Hietzing: Spannender Abend mit SPÖ-Klubvorsitzendem Philip Kucher

Kürzlich war SPÖ Klubvorsitzender Philip Kucher bei der SPÖ Hietzing zu Gast, um mit den Mitgliedern und Funktionär:innen über die aktuellen politischen Herausforderungen zu diskutieren. Moderiert wurde der Abend vom Vorsitzenden der SPÖ Hietzing, LAbg. Gerhard Schmid.

Ein wichtiges Thema der Diskussion war der Erhalt der Demokratie, denn immer öfter werden demokratische Normen in Frage gestellt oder offen angegriffen. Eines ist klar: antidemokratische Tendenzen müssen in die Schranken gewiesen werden und die Demokratie verteidigt werden.  Ein weiterer Schwerpunkt war die Mietpreisbremse, eine Maßnahme, die von der SPÖ in der Bundesregierung durchgesetzt werden konnte und für sehr viele Menschen eine enorme Erleichterung bringt. Denn Wohnen darf kein Luxus sein. Ebenso wie Lebensmittel und Energie. Auch hier waren sich alle einig: Der Teuerung muss ein Riegel vorgeschoben werden, das Leben muss leistbar sein. Und die Bevölkerung muss sich auf eine funktionierende Gesundheitsversorgung verlassen können, die für alle Menschen gleichermaßen zugänglich ist, unabhängig vom Geldbörsel der Patient:innen. Auch das Bildungssystem steht vor großen Bürden, die mit Weitblick bewältigt werden müssen.

Philip Kucher skizzierte die von der SPÖ angeregten Maßnahmen und berichtete über die Zusammenarbeit innerhalb der Bundesregierung sowie über die Herausforderungen einer Koalition, die aus drei sehr unterschiedlichen Parteien besteht. „Ein informativer Abend mit spannenden Themen und angeregten Diskussionen“, freut sich SPÖ-Hietzing Vorsitzender, LAbg. Gerhard Schmid, der dem SPÖ Klubvorsitzenden für den Besuch und die interessanten Ausführungen dankte.

Fotos: SPÖ Hietzing

Herzliche Gratulation zum 87. Geburtstag, lieber Heinz Fischer!

„Heinz Fischer hat sein Leben dem Dienst an Österreich, an der Demokratie und an der Sozialdemokratie gewidmet. Seine ruhige, integre und vorausschauende Art hat unser Land in entscheidenden Phasen geprägt. Wir sind stolz, ihn als Weggefährten und Vorbild zu wissen”, betont der Vorsitzende der SPÖ Bundesbildungsorganisation, Prof. Dr. Gerhard Schmid anlässlich des 87. Geburtstags von Bundespräsident a.D. Heinz Fischer.

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Dr. Heinz Fischer herzlich und würdigt damit eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben Österreichs über Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt hat.

Heinz Fischer, am 9. Oktober 1938 in Graz geboren, begann seine politische Laufbahn bereits früh als engagiertes Mitglied der sozialistischen Schüler- und Studentenorganisationen. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien und seiner Promotion zum Dr. iur. im Jahr 1961 führte ihn sein Weg rasch in die Reihen des SPÖ-Parlamentsklubs, wo er ab 1963 als Klubsekretär tätig war. 1971 zog er als Abgeordneter in den Nationalrat ein und blieb über viele Jahre hinweg eine der wichtigsten Stimmen der österreichischen Sozialdemokratie.

Von 1983 bis 1987 bekleidete Heinz Fischer das Amt des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung. In dieser Funktion initiierte er wegweisende Maßnahmen für die österreichische Forschungs- und Hochschullandschaft, darunter die Einführung der Erwin-Schrödinger-Auslandsstipendien, eine Erweiterung der steuerlichen Forschungsförderung und das Museumskonzept 1985. 1990 wurde er Präsident des Nationalrates, ein Amt, das er über ein Jahrzehnt innehatte, bevor er 2004 zum Bundespräsidenten der Republik Österreich gewählt wurde.

Zwei Amtsperioden lang, von 2004 bis 2016, stand Heinz Fischer als Staatsoberhaupt an der Spitze des Landes. In dieser Rolle setzte er sich unermüdlich für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und den gesellschaftlichen Dialog ein. Seine Präsidentschaft war von einer ruhigen, vermittelnden und dennoch klaren Handschrift geprägt. Mit seiner Wiederwahl 2010, bei der er fast 80 Prozent der Stimmen erhielt, bestätigte das österreichische Volk sein großes Vertrauen in ihn.

Auch nach dem Ende seiner Amtszeit ist Heinz Fischer in vielfältiger Weise aktiv geblieben. Besonders eng verbunden ist er bis heute mit der Erwachsenenbildung: Er ist Präsident des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen, eine Funktion, die er bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten innehatte und nach 2016 wieder aufnahm. Damit bekräftigt er seine Rolle als großer Erwachsenenbildner Österreichs. Darüber hinaus engagierte er sich als Koordinator des Gedenkjahres 2018 und bringt sein Wissen und seine Erfahrung regelmäßig in aktuelle gesellschaftspolitische Debatten ein.

Heinz Fischer ist Ehrenbürger der Städte Wien und Graz, Träger zahlreicher nationaler und internationaler Auszeichnungen und Verfasser vieler Publikationen zur österreichischen Zeitgeschichte, zur Demokratie und zur Sozialdemokratie. Werke wie Die Kreisky-JahreReflexionenErinnerungen oder 100 Jahre Republik dokumentieren nicht nur sein tiefes Wissen, sondern auch seine persönliche Perspektive auf das Werden und Wachsen der Zweiten Republik.

Vor wenigen Tagen wurde ein neues Video zu den Themen „aktive Neutralitäts- und Friedenspolitik“ erstellt, in dem er sein Wissen und die Aktualität dieser Herausforderungen verbunden hat.

Hier klicken, um den Inhalt von spoe-bildung.at anzuzeigen.

 

SPÖ-Bundesbildung trauert um Dr. Anton Pelinka

Prof. Dr. Gerhard Schmid: „Anton Pelinka war mahnende Stimme für Demokratie und Freiheit – ein Aufklärer im besten Sinne des Wortes“
Mit dem Tod von Dr. Anton Pelinka am 3. Oktober 2025 verliert Österreich eine seiner bedeutendsten Stimmen der Politikwissenschaft und einen leidenschaftlichen Verteidiger der Demokratie. Sein Wirken reichte weit über den Hörsaal hinaus – als Forscher, Lehrender und öffentlicher Intellektueller hat er über Jahrzehnte das politische Denken in Österreich und Europa geprägt.
Anton Pelinka war nicht nur langjähriger Professor an der Universität Innsbruck, wo er das Institut für Politikwissenschaft aufbaute und prägte, sondern später auch Lehrender an der Central European University in Budapest und Wien. Er verstand Wissenschaft immer als gesellschaftliche Verantwortung – als Beitrag zu Aufklärung, Vernunft und Demokratie. Seine Vorlesungen und Seminare waren nicht bloß Wissensvermittlung, sondern Anregung zum Denken, Widersprechen und Mitgestalten.Kaum jemand hat die Ausbildung von Studierenden der Politikwissenschaft in Österreich so nachhaltig geprägt wie er. Generationen von Studierenden sind mit seinen Lehrbüchern groß geworden. Werke wie „Grundzüge der Politikwissenschaft“, „Vergleich politischer Systeme“ oder „Österreichische Politik. Grundlagen – Strukturen – Trends“ gehören zum festen Bestandteil des Faches. Diese Bücher bilden bis heute das Fundament politikwissenschaftlicher Ausbildung und tragen seine Handschrift: Klarheit, Präzision, argumentative Stärke und unerschütterliche Demokratieüberzeugung. Anton Pelinka war ein außergewöhnlich fleißiger Schreiber, der es verstand, komplexe Sachverhalte in zugänglicher Sprache zu vermitteln – eine Kunst, die er als akademischer Lehrer wie als öffentlicher Denker meisterte.Sein schriftliches Werk reicht weit darüber hinaus: In „Die gescheiterte Republik“, „Die unheilige Allianz. Die rechten und die linken Extremisten gegen Europa“, „Europa. Ein Plädoyer“, „Wir sind alle Amerikaner“ oder „Israel. Ausnahme- oder Normalstaat“ verknüpfte er wissenschaftliche Genauigkeit mit gesellschaftspolitischer Verantwortung. Seine Texte bleiben Grundlagen für das Verständnis von Politik, Macht und Demokratie in einer komplexen Welt.

Prof. Dr. Gerhard Schmid würdigte ihn mit den Worten: „Anton Pelinka war eine mahnende Stimme für Demokratie und Freiheit – ein Aufklärer im besten Sinne des Wortes. Er forderte stets einen offenen, direkten und zugleich kritischen Umgang mit unserer Geschichte, ohne je die Grundprinzipien von Demokratie und Menschenwürde aus den Augen zu verlieren. Als großer Pionier der politischen Bildung hat er in Österreich Maßstäbe gesetzt. Sein Name steht für den Aufholprozess, den unser Land in diesem Bereich gegenüber anderen westlichen Staaten gemacht hat, in denen die Bedeutung der politischen Bildung früher erkannt wurde. Er hat entscheidend dazu beigetragen, die Politikwissenschaft als eigenständige und anerkannte Disziplin in der österreichischen Universitätslandschaft zu verankern – und damit ein Fundament gelegt, auf dem wir bis heute aufbauen.“

Auch Wolfgang Markytan von der Wiener Bildungsakademie erinnert sich mit großer Wertschätzung: „Lieber Dr. Pelinka, wir vermissen dich. Du warst ein Vorbild in der politischen Bildung, an Universitäten ebenso wie in der gesellschaftlichen Bildungsarbeit. Du hast uns gezeigt, dass Wissen erst dann lebendig wird, wenn es geteilt, diskutiert und mit Verantwortung verbunden wird. Wir danken dir für deine klare Stimme, deine Leidenschaft für Bildung und Demokratie und dafür, dass du uns immer wieder daran erinnert hast, was politische Bildung im Kern bedeutet: Haltung, Respekt und Teilhabe.“

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden. In dieser schweren Zeit stehen wir zusammen – in Trauer, aber auch in großer Dankbarkeit für das, was Anton Pelinka hinterlässt: das Vermächtnis eines Lebens für Demokratie, Wissenschaft und politische Bildung.

Foto: Universität Innsbruck

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #112: Mag.a Sonja Brandtmayer, stellvertretende Vorsitzende der Wiener Städtischen Versicherung AG

In dieser Ausgabe der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist Mag.a Sonja Brandtmayer, stellvertretende Vorsitzende der Wiener Städtischen Versicherung AG, zu Gast. Sie spricht über ihren Karriereweg, Führungsverantwortung und die Zukunft der Versicherungsbranche. Weitere Themen des Gesprächs sind Digitalisierung, Klimawandel, Gesundheitsvorsorge und die Kraft einer positiven Unternehmenskultur.

Sonja Brandmeier erzählt außerdem über ihr soziales Engagement, ihre persönlichen Werte – und darüber, wie sie gesellschaftliche Verantwortung im Berufsalltag lebt.

Ein Gespräch über Haltung, Wandel und die Kraft einer klaren Vision – in Unternehmen und darüber hinaus.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind u.a. auf folgenden Kanälen abrufbar:

 

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Großer Erfolg für Kulturwanderung im Lainzer Tiergarten

Der Kulturverein #WIENKULT und der Hietzinger Kulturverein luden am 20. September zum spätsommerlichen Kulturwandern in den Lainzer Tiergarten. Fast 200 Naturliebhaber:innen sind der Einladung gefolgt und haben am bereits traditionellen Wandertag teilgenommen. Unter den Wander:innen waren u.a. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Wiens Dritter Landtagspräsident, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid, SPÖ Wien-Landesparteisekretär Jörg Neumayer, die ehemaligen Kulturminister Rudolf Scholten und Josef Ostermayer, Kulturstadtrat a.D. Andreas Mailath-Pokorny, Forstdirektorin Petra Wagner sowie zahlreiche Vertreter:innen aus der Wiener Stadtpolitik. Star-Percussionist Martin Grubinger und die Pianistin und Komponistin Alma Deutscher nahmen ebenso an der Wanderung teil, wie zahlreiche weitere Künstler:innen, etwa Thomas Brezina und Billie Thanner. Auch Vertreter:innen aus Journalismus, Religion und Wirtschaft freuten sich über wunderbares Sommerwetter und ein abwechslungsreiches Programm.

Die traditionelle Wanderung verlief diesmal dank #WIENKULT kunstvoll. Denn die Wiener Gesellschaft für Kulturpolitik veranstaltete unter dem Motto WIEN.LIED.WALD. ihr erstes Open Air Event. „Ziel war es, zwei ganz wesentliche Aspekte von Wien – nämlich Kultur und Natur – aufs Harmonischste zu verbinden“, erläutert #WIENKULT-Präsident Christoph Hirschmann. „Denn von beiden gibt es in unserer Kultur- und Natur-Hauptstadt – immerhin kann Wien mit 53% Grünfläche aufwarten – so viel, wie das Herz begehrt.“

Das künstlerische Programm gestalteten vier Bläser der Wiener Symphoniker, der Wiener Soul-Zampano Romantic Slivo (Sommerhit: „HOLIDAY“), Rudi Dolezal mit einer kurzweiligen Lesung über „100 Jahre Austropop“ sowie der Ausnahme-Schauspieler Michael Dangl mit seiner Gemahlin, der Flötistin Maria Fedotova, und drei weiteren jungen Flötist:innen.

“Allen Dank und Respekt an den Präsidenten der Wiener Gesellschaft für Kulturpolitik, Professor Christoph Hirschmann”, zeigte sich Wiens Dritter Landtagspräsident und Vorsitzender der SPÖ Hietzing sowie SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender, Gerhard Schmid, beeindruckt vom künstlerischen Programm der Wanderung.

Hier geht es zum Bericht auf W24

Hier geht es zum Bericht auf der Homepage von #WIENKULT

Alle Fotos: #WIENKULT Hans Hofer

Zum Tag des Friedens – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid: „SPÖ steht für Demokratie, Verständigung und Frieden“

Am heutigen Internationalen Tag des Friedens erinnert die SPÖ-Bildungsorganisation an die Verantwortung, Frieden zu bewahren und aktiv zu gestalten. Der von den Vereinten Nationen 1981 ausgerufene Weltfriedenstag ist ein weltweites Zeichen gegen Krieg und Gewalt – und für ein gutes Zusammenleben der Völker. „Krieg ist das Schlimmste, was es gibt. Er trifft fast immer diejenigen, die keinerlei Schuld tragen, und reißt sie in Leid, Zerstörung und Vertreibung. Die Sozialdemokratie hat niemals die Waffen gegen den politischen Gegner erhoben, um ihn zu unterdrücken. Diese Haltung ist ein klares und bleibendes Zeichen: Unsere Bewegung steht für Demokratie, für Verständigung, für Frieden“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid.

Die Vereinten Nationen, denen mittlerweile mehr als 190 Staaten angehören, sind das zentrale internationale Friedensprojekt. Sie haben die Aufgabe, Konflikte zu verhindern, Dialog zu fördern und eine friedliche Kooperation zu ermöglichen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass viele Regionen, die derzeit nicht direkt in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt sind, sich in aktuellen politischen Diskussionen dennoch in Richtung einer Parteinahme bewegen. Anstatt die Bedingungen für Frieden voranzutreiben, lassen sie sich von einer gefährlichen Kriegsrhetorik mitreißen und leisten damit wenig zu einer dauerhaften Friedenssicherung.

„Der Weltfriedenstag erinnert uns daran, dass Frieden kein Zustand ist, der von selbst besteht. Er muss gestaltet, verteidigt und immer wieder neu errungen werden. Für die Sozialdemokratie bedeutet das: Wir bringen uns ein – in Debatten, in Bildungsarbeit, in der konkreten politischen Auseinandersetzung. Denn Frieden ist kein fernes Ideal, sondern eine tägliche Aufgabe“, unterstreicht SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Die SPÖ sieht sich historisch wie aktuell als Teil einer Friedensbewegung. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Regionen der Welt in Konflikte geraten oder durch kriegsrhetorische Begeisterung zusätzlich destabilisiert werden, wird die Aufgabe umso wichtiger, durch Politik und Zivilgesellschaft aktiv für Frieden einzutreten.

SERVICE: Im Geist des Weltfriedenstages lädt die SPÖ-Bildungsorganisation zu zwei Veranstaltungen:

Neutralitätssymposium am Freitag, 24. Oktober 2025, vormittags, im Wiener Bildungszentrum (Praterstraße 25a)

3. Prof.-Rudolf-Gelbard-Symposium 2025 am Mittwoch, 26. November 2025, 18.00 Uhr: „Wie sicher ist unsere Demokratie?“

Beide Veranstaltungen setzen ein starkes Zeichen für Dialog, Demokratie und Frieden. Nähere Informationen folgen!

Bild: Von Käthe Kollwitz – https://www.kollwitz.de/plakat-nie-wieder-krieg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=137640351