Autor -Gerhard Schmid

SPÖ-Bundesbildungskonferenz – Schmid: Klare Positionen sind besser als keine Positionen – Babler plädiert für wehrhafte Demokratie

SPÖ-Bundesbildungskonferenz „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ in Innsbruck – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid mit 96,56 Prozent wiedergewählt

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz am Samstag in Innsbruck stand unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ Auf dem Programm standen Reden von u.a. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem stellte, und SPÖ-Vorsitzendem, Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte kamen von LH-Stv., gf. Tiroler SPÖ-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth, der Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (per Videobotschaft) und der SPD-Bildungsvorsitzenden Meike Jensen. Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidat:innen mehr als 95 Prozent der Stimmen. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz stand am Samstag, 31. Jänner 2026, in Innsbruck unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“. Etwa 150 Delegierte und 69 Gäste diskutierten aktuelle demokratiepolitische Herausforderungen und die Rolle politischer Bildungsarbeit. In der über 150-jährigen Geschichte der Bildungsorganisation fand die Bundeskonferenz erstmals in Tirol, konkret in Innsbruck, statt.

Auf dem Programm standen unter anderem Reden von SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl stellte, sowie von SPÖ-Bundesparteivorsitzendem und Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte überbrachten LH-Stv. und Tiroler SPÖ-Vorsitzender Philip Wohlgemuth, Dritte Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts Doris Bures (per Videobotschaft) sowie Meike Jensen, Bildungsvorsitzende der SPD.

Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidatinnen und Kandidaten mehr als 95 Prozent der Stimmen. Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent erneut zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden gewählt. SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan wurde einstimmig in seiner Funktion bestätigt.

SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler betonte in seiner Rede die zentrale Rolle von Bildung für die Demokratie und das sozialdemokratische Selbstverständnis: „Bildungsgerechtigkeit schafft die Voraussetzung dafür, sich zu verwirklichen und Träume zu ermöglichen.“ Demokratie beruhe auf zwei Säulen – der liberalen und der sozialen. „Nur im Zusammenspiel dieser beiden Säulen entwickelt sie ihre volle Kraft. Eine wehrhafte Demokratie braucht standhafte Organisationen“, so Babler. Politik müsse nicht nur reden, sondern handeln. Als Beispiele nannte er unter anderem die geplante weisungsfreie Bundesstaatsanwaltschaft, den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen sowie die Neuausrichtung der Medienförderung auf Qualitätskriterien.

Der wiedergewählte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid unterstrich die zunehmenden Gefährdungen demokratischer Strukturen. Umso wichtiger sei es, sich geografisch wie thematisch zu vernetzen und Bildungsarbeit breit aufzustellen:
„Im Kampf gegen Populismus müssen wir über den Tellerrand schauen. Klare Positionen sind besser als keine Positionen.“ Aufgabe der Bundesbildungsorganisation sei es daher auch, kontroverse gesellschaftliche Fragen aufzugreifen – wie etwa bei der Enquete zur Neutralität im Oktober des Vorjahres. Die SPÖ-Bundesbildung werde sich auch künftig mit wissenschaftlicher Unterstützung intensiv mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war der Rückblick auf die umfangreiche Bildungsarbeit der vergangenen Jahre, den Gerhard Schmid in seiner Rede sowie in einem rund 20-minütigen Video präsentierte. Zahlreiche Projekte konnten gemeinsam mit der SPÖ-Bundesgeschäftsführung, den Landesbildungsorganisationen, dem Karl-Renner-Institut, der Wiener Bildungsakademie sowie weiteren Partnerinnen und Partnern umgesetzt werden.

„Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass wir gemeinsam mit so vielen Partnerinnen und Partnern zahlreiche großartige Projekte und wertvolle Veranstaltungen realisieren konnten. Bildungsarbeit heißt für uns, Menschen innerhalb und außerhalb der Partei zum Denken, zur Weiterentwicklung und zum gesellschaftlichen Dialog anzuregen“, so Schmid.

Für die kommenden Jahre sind sowohl die Fortführung bewährter Projekte – etwa der „Zeitgespräche“ – als auch neue Beteiligungsformate geplant.

Talk „Wie sichern wir die Demokratie?“

Im Rahmen eines Talks diskutierten Selma Yildirim (Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Justizsprecherin des SPÖ Parlamentsklub), Elisabeth Fleischanderl (Klubobfrau SPÖ Tirol), Nicole Heinlein, MA (SPÖ-Tirol-Landesbildungssekretärin), Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (ehem. OeNB-Gouverneur) sowie Prof. Dr. Gerhard Schmid. Einigkeit bestand darüber, dass Bildung eine zentrale Voraussetzung für demokratische Teilhabe ist und Bildungseinrichtungen die Aufgabe haben, Menschen zur gleichberechtigten Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben zu befähigen.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan zog eine äußerst positive Bilanz der Konferenz:
„In der 150-jährigen Geschichte unserer Bildungsorganisation, die bis zum 8. Dezember 1867 zurückreicht, konnten wir erstmals eine Bundeskonferenz in Tirol und in Innsbruck abhalten. Dass dies in so hervorragender Zusammenarbeit – insbesondere mit der SPÖ Tirol und der Tiroler Bildungsorganisation – gelungen ist, erfüllt mich mit großer Freude.“

Alle Fotos: Christian Bader

Alle Fotos der SPÖ-Bundesbildungskonferenz gibt es hier

 

 

SPÖ-Schmid: „Der größte Feind des Populismus ist die Zufriedenheit“

Die SPÖ-Bundesbildung lud zur Diskussionsveranstaltung unter dem Motto „Wie sicher ist unsere Demokratie?“

Am Freitagabend fand im Theater praesent in Innsbruck eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Wie sicher ist unsere Demokratie?“ statt. Die Veranstaltung versteht sich als thematische Einleitung zur SPÖ-Bundeskonferenz am Samstag, 31. Jänner, die unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ steht. Es diskutierten SPD-Bildungsvorsitzende Meike Jensen, die Innsbrucker Vizebürgermeisterin, Bezirksbildungsvorsitzende Mag.a Elisabeth Mayr, der Vorsitzende der SPÖ-Bildung Tirol, Gemeinderat Markus Prajczer und SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender, Dritter Präsident des Wiener Landtags, Prof. Dr. Gerhard Schmid. Moderiert wurde der Abend von SPÖ-Tirol-Landesbildungssekretärin, Gemeinderätin Nicole Heinlein, MA. Bürger:innenbeteiligung ist ein Grundaspekt der Demokratie, dementsprechend hatte auch das Publikum die Möglichkeit, mittels Kärtchen in den Ampelfarben konkreten Aussagen zuzustimmen, abzulehnen oder unentschlossen zu sein.

Die große Frage des Abends: „Wie kann der Aushöhlung unserer Demokratie durch rechten Populismus entgegengewirkt werden?“ SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid brachte das Kernthema auf den Punkt: „Der größte Feind des Populismus ist die Zufriedenheit. Wenn sich die Menschen ihr Leben leisten können und keine Sorgen haben müssen, wie sie über die Runden kommen.“ Meike Jensen ergänzte: „Demokratien funktionieren am besten, wenn es den Menschen gut geht. Aber das geht heute nicht mehr so einfach.“ Ein weiterer wichtiger Aspekt einer funktionierenden Demokratie ist Bürger:innenbeteiligung. Markus Prajczer: „Gemeinsam mit den Menschen Projekte entwickeln und umsetzen: So funktioniert partizipative Demokratie“ und fügte hinzu: „Wir dürfen das aber nicht am Bürokratismus scheitern lassen.“ Das sah auch Mag.a Elisabeht Mayr so, die aus ihren Erfahrungen in Innsbruck sprechen konnte: „Beteiligung muss gelebt werden.“ Auch Meike Jensen verwies auf eine oft leidvolle Tatsache: „Demokratie ist oft langwierig. Von der Idee bis zur Umsetzung dauert es oft lange“. Und da setzen Rechtspopulisten an, indem sie gegen demokratische Grundprinzipien agitieren und negieren.

In den letzten Jahren habe sich auch die Struktur der Wähler:innen rechter Parteien geändert. Waren es früher in erster Linie Menschen mit schlechter Bildung und geringem Einkommen, seien es heute immer mehr Akademiker:innen und gut situierte Menschen, die rechts wählen. Bildung sei jedoch nach wie vor die Basis für politisches Verständnis, politische Bildung ganz besonders. Mag.a Elisabeht Mayr stellte klar: „Wir müssen eine Sprache finden, die alle verstehen. Bildung bedeutet Inklusion.“ Prof. Dr. Gerhard Schmid brachte dazu ein Beispiel aus Wien: „Im 15. Bezirk mit einem hohen Ausländer:innenanteil ist inklusive Pädagogik eine tagtäglich gelebte Praxis und es ist der Bezirk, wo die FPÖ ihr schlechtestes Ergebnis gehabt hat.“

Unsere Demokratie steht unter Druck, fasste Moderatorin Nicole Heinlein, die Diskussion des Abends zusammen, aber: „Wir schauen nicht zu, wie unsere Demokratie ausgehöhlt wird, sondern setzen uns ein für unsere Demokratie und für die Menschen.“

Alle Fotos: Christian Bader

SPÖ-Bildungsorganisation gratuliert Petra Bayr zur Wahl zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

Die SPÖ-Bildungsorganisation gratuliert der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Petra Bayr herzlich zu ihrer Wahl zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE). Die Wahl Bayrs stelle ein klares Bekenntnis zu einer demokratischen, solidarischen und sozialdemokratischen Europapolitik dar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie sich im ersten Wahlgang deutlich gegen eine rechte Kandidatin durchsetzen konnte. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont die besondere historische und politische Dimension der Wahl: „Es ist ein starkes Zeichen für die sozialdemokratische Europapolitik, dass mit Petra Bayr erneut eine überzeugte Sozialdemokratin dieses bedeutende Amt übernimmt. Sie steht in einer Reihe mit Karl Czernetz, der von 1975 bis 1978, sowie Peter Schieder, der von 2002 bis 2004 als Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Verantwortung getragen haben. Mit Petra Bayr wird diese Tradition fortgesetzt – getragen von klaren Werten, internationaler Erfahrung und einer tiefen Verankerung in der politischen Bildungsarbeit.“

Wolfgang Markytan unterstreicht die besondere Bedeutung der engen Verbindung von Politik und politischer Bildung: „Die Wahl von Petra Bayr zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ist eine außerordentlich erfreuliche und wichtige Entscheidung. Sie zeigt, wie zentral es ist, dass europäische Spitzenfunktionen von Persönlichkeiten übernommen werden, die aus der Bildungsarbeit und der demokratischen Bildungsbewegung kommen. Petra Bayr bringt diese Erfahrung seit vielen Jahren als Präsidentin des Kuratoriums der Wiener Bildungsakademie sowohl in der inhaltlichen Auseinandersetzung als auch in der konkreten Umsetzung politischer Bildungsangebote ein. Ein wesentlicher Teil der Bildungsarbeit der SPÖ basiert auf der intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Wiener Bildungsakademie und Petra Bayr – dafür bedanken wir uns ausdrücklich und freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit.“

Der Europarat mit seinen 46 Mitgliedsstaaten ist eine zentrale Institution zur Stärkung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Petra Bayr folgt in dieser Funktion auf den griechischen Politiker Theodoros Rousopoulos. Sie ist die 36. Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung und die fünfte Frau, die dieses Amt bekleidet.

Bischofsweihe und Amtseinführung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl

Am 24. Jänner fand im Wiener Stephansdom die feierliche Bischofsweihe und Amtseinführung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl stett. Unter den zahlreichen Gästen dieser bewegenden Feier war auch der Dritte Landtagspräsident von Wien und SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid. Schmid, der sich seit Jahren für einen Dialog der Religionen und für ein Miteinander aller Konfessionen im Sinne von Gerechtigkeit und Humanität einsetzt, betonte nach den Feierlichkeiten:”Kardinal Christoph Schönborn hat in einer unglaublich berührenden Weise mit vielen Kindern und Jugendlichen und unter größter öffentlicher Aufmerksamkeit den neuen Bischof geweiht. Die besten Wünsche an den begeisterten Musiker und Seelsorger Josef Grünwidl für dieses wichtige Amt und für ein großes Miteinander im Kampf um Humanität und für soziale Gerechtigkeit in einer Welt voller Spannungen.”
Foto: Copyright Erzdiözese Wien/Florian Feuchtner

Schmid zum Verbindungsbahn-Urteil: Freie Fahrt für die S80 – Hietzing gewinnt an Tempo, Anbindung und Lebensqualität

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Ausbau der Verbindungsbahn bestätigt. Damit kann die Attraktivierung der S80 zwischen Hütteldorf, Hietzing und Meidling in die Umsetzung gehen. Die Linie stärkt die West-Ost-Verbindung bis zum Hauptbahnhof und weiter Richtung Simmering und Donaustadt, schafft neue Umsteigemöglichkeiten zu allen fünf U-Bahnlinien und bildet einen wichtigen Baustein für den künftigen S-Bahn-Ring.

SPÖ-Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Gerhard Schmid betont die Bedeutung der Entscheidung für den Bezirk und die gesamte Stadt: “Das Bundesverwaltungsgericht hat den Weg freigemacht: Die Verbindungsbahn bekommt endlich das positive Signal, das dieses Projekt seit Jahren verdient.” Mit dem Ausbau werden neue Stationen und Verbesserungen entlang der Trasse möglich. Gerade für viele Pendler:innen im Bezirk entstehen zusätzliche, verlässliche Wege: schneller, klimafreundlicher und mit dichterem Takt. “Nach zwei Jahrzehnten Debatten, Verhandlungen und Prüfungen ist das ein klarer Schritt nach vorne – für eine S80, die die West-Ost-Verbindung stärkt”. Während der Bauphase braucht es zugleich transparente Informationen, eine gut sichtbare Anlaufstelle und echte Erreichbarkeit, damit Anliegen aus der Nachbarschaft nicht im Lärm untergehen. “Ich möchte allen danken, die dieses Vorhaben mit Ausdauer gestützt haben: In meiner Fraktion den Verkehrsminister:innen Werner Faymann, Doris Bures, Jörg Leichtfried und Gerald Klug, dem früheren Wiener Bürgermeister Michael Häupl, unserem Bürgermeister Michael Ludwig, den Stadträtinnen Renate Brauner und Ulli Sima, den engagierten Beamt:innen sowie unseren Bezirksvorsteher-Stellvertretern Reinhard Feistritzer, Friedrich Unterwieser, Matthias Friedrich und Marcel Höckner – gemeinsam mit allen aktiven und ehemaligen Bezirksrät:innen sowie vielen Freund:innen im Bezirk.”

“Respekt gilt ebenso allen weiteren Verkehrsminister:innen und allen Fraktionen, die diese Stärkung des öffentlichen Verkehrs mitgetragen haben.” Auch die Umsetzungspartner werden ausdrücklich gewürdigt: “Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen der ÖBB, insbesondere der Infrastruktur AG, vor allem Magister Franz Hammerschmid sowie den Projektleitern für Geduld, Ausdauer und Zielstrebigkeit.”

Abschließend unterstreicht Schmid den sozialdemokratischen Anspruch: Mobilität soll verbinden, nicht trennen und Wien, eine der lebenswertesten Städte, noch alltagstauglicher machen: “Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Mobilität in Wien. Es wird die Lebensqualität vieler Hietzinger*innen heben und wir bleiben dran, damit die Umsetzung verlässlich, fair und mit Rücksicht gelingt.”

Gedenken an Bruno Kreisky: SPÖ-Bundesbildungsorganisation würdigt „großen Sozialdemokraten und visionären Staatsmann“

Schmid und Markytan: „Kreisky hat Österreich gerechter, moderner und chancenreicher gemacht“ – Fortschrittliche Bildungspolitik als Reformmotor der Kreisky-Ära

Anlässlich des Geburtstags des ehemaligen Bundeskanzlers und langjährigen SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Bruno Kreisky hat die SPÖ-Bundesbildungsorganisation die Bedeutung des „großen Sozialdemokraten und visionären Staatsmanns Bruno Kreisky und seines umfassenden Reformwerks“ betont. „Bruno Kreisky war nicht nur der ‚Jahrhundertkanzler‘, sondern er war ein Ausnahmepolitiker, der Österreich mit seinen beispiellosen Reformen gerechter, moderner und chancenreicher gemacht hat“, sagte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid, der unterstrich, dass „fortschrittliche und chancengerechte Bildungspolitik Kernelement und Reformmotor der Kreisky-Ära“ gewesen sei. „Mit Bruno Kreisky ist die österreichische Arbeiterbewegung in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist sein politisches Vermächtnis und unsere Verpflichtung. Bruno Kreisky wird immer im Zentrum unserer Parteigeschichte stehen“, sagten SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Schmid würdigte auch die Errungenschaften Kreiskys in Sachen Sozialstaat: „Getragen von einer tiefen sozialdemokratischen Grundhaltung, die sehr stark von den großen Denkern wie Otto Bauer und seinen persönlichen, dramatischen und tragischen Erfahrungen mit beiden Faschismen geprägt war, war der Aufbau des Sozial-und Wohlfahrtsstaates für Kreisky das zentrale und wesentliche Kriterium für Demokratie und Freiheit. Kreisky und sein Team haben das neutrale Österreich aus der provinziellen, kleingeistigen und kulturellen Abgeschiedenheit herausgeführt und zu einem weltoffenen, international wahrgenommenen Partner für Frieden und Demokratie gemacht und Österreich und vor allem Wien als Ort der Begegnung positioniert“, so Schmid.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Markytan unterstrich Kreiskys unentwegtes Streben nach Demokratie und vor allem sozialer Demokratie: „Dieses Streben nach mehr Demokratie hat mit der Gründung der Politischen Akademien wie dem Dr. Karl-Renner-Institut eine ganz neue Dimension erhalten. „Politische Bildungsarbeit auf der Höhe der Zeit, den intellektuellen Dialog und Austausch zu fördern und in die Ausbildung von MandatarInnen und FunktionärInnen zu investieren – all das war Kreiskys zutiefst sozialdemokratisches Anliegen“, so Markytan.

Winterwanderung 2026 im Lainzer Tiergarten

Gemeinsam mit dem Kulturverein Hietzing und den Naturfreunden Hietzing lud der Vorsitzende der SPÖ Hietzing und Dritte Präsident des Wieber Landtages, Prof. Dr. Gerhard Schmid zur traditionellen Winterwanderung im Lainzer Tiergarten ein. Trotz eisiger Kälte waren zahlreiche Wanderfreund:innen, darunter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Bildung, gekommen um gemeinsam zum Rohrhaus zu spazieren. Mitarbeiter:innen der MA 49 beantworteten Fragen zum Lainzer Tiergarten und den Forstbetrieben. Für das leibliche Wohl sorgten Punsch, Glühwein, Maroni und heißer Leberkäse. Das Bläserquartett Dockner und Freunde sorgte für eine stimmige musikalische Begleitung.

„Eine wunderbare Veranstaltung mit anregenden Gesprächen in entspannter Atmosphäre. Vielen Dank an den Vize-Forstdirektor von Wien, Senatsrat Ing. Günther Annerl, dem Vorsitzenden der Naturfreunde Hietzing, Manfred Annerl, MA, der Präsidentin des Kulturvereins Hietzing, Schulrätin Evelyne Bauer und dem Kultursprecher, Bezirksrat Flavio Schily, BA“, zog Schmid eine erfreuliche Bilanz der Winterwanderung.

Hier geht es zum Beitrag auf W24

SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet 60. Lehrgang der Wiener Parteischule

Jubiläumslehrgang nach Widerstandskämpfer*innen Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak benannt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie und dem Karl-Renner-Institut den 60. Lehrgang der Wiener Parteischule, der erstmals nach zwei herausragenden Persönlichkeiten des antifaschistischen Widerstands und der sozialdemokratischen Bildungsarbeit benannt ist: Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak. Mit der Benennung dieses Jubiläumslehrgangs würdigt die SPÖ zwei Menschen, deren Lebenswege untrennbar mit dem Kampf gegen Faschismus, mit politischer Bildung und mit demokratischer Verantwortung verbunden sind. Die Erinnerung an Prof.in Käthe Sasso, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, Zeitzeugin und jahrzehntelange Wegbegleiterin der sozialdemokratischen Bildungsarbeit, ist dabei Verpflichtung und Auftrag zugleich. „Käthe Sasso hat ihr Leben dem Widerstand, der Aufklärung und der Menschlichkeit gewidmet. Sie war eine unbeugsame Antifaschistin, die bis zuletzt ihre Stimme erhoben hat – gegen das Vergessen, gegen Relativierung und für eine lebendige Demokratie. Politische Bildung ohne Haltung war für sie undenkbar. Ihr Vermächtnis ist Mahnung und Ermutigung zugleich, gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte wieder stärker unter Druck geraten“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid.

Auch die Benennung nach Friedrich Pollak ist ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung und der Sichtbarmachung. Pollak war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, engagierter Sozialdemokrat und ein prägender Akteur der Bildungs- und Erinnerungspolitik. Dennoch blieb sein Wirken lange Zeit eher „unter dem Radar“ der breiten öffentlichen Erinnerung. „Friedrich Pollak ist eine jener Persönlichkeiten, die sich ein ehrendes Andenken mehr als verdient haben, die aber im kollektiven Gedächtnis zu wenig präsent waren. Durch die engagierte Aufarbeitung seiner Familie und durch die Arbeit des Lokalhistorikers Alexander Karazman kommt nun neuer Schwung in die Gedenkarbeit. Mit der Benennung dieses Lehrgangs holen wir Pollak bewusst zurück auf unseren Erinnerungsschirm und schenken ihm jene Achtung, die seinem Einsatz für Demokratie und Bildung entspricht“, erklärt SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Besonders bedeutsam war, dass bei der Eröffnung des Lehrgangs auch die Stieftochter Friedrich Pollaks sowie sein Enkel Herbert Oplustil anwesend waren. Ihre Teilnahme unterstrich die persönliche Dimension der Erinnerung und machte deutlich, dass politische Bildungsarbeit immer auch Verantwortung gegenüber den Lebensgeschichten jener trägt, die für Freiheit und Demokratie eingetreten sind.

Die Wiener Parteischule ist eine der traditionsreichsten politischen Bildungseinrichtungen Österreichs. Seit 1947 wird sie ohne Unterbrechung geführt und ist damit eine echte Erfolgsgeschichte sozialdemokratischer Bildungsarbeit. Mehr als 1.000 Absolventinnen und Absolventen haben den Lehrgang bislang abgeschlossen.

Aus der Wiener Parteischule entwickeln sich unterschiedliche Formen politischer Teilhabe. Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen übernimmt politische Funktionen oder Mandate: Derzeit haben neun Abgeordnete des Wiener Gemeinderats und Landtags die Wiener Parteischule absolviert – darunter auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Andere wirken als Funktionärinnen und Funktionäre in Partei, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft oder tragen demokratische Werte als politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger in ihr Umfeld.

Mit dem 60. Lehrgang setzen die SPÖ-Bundesbildungsorganisation, die Wiener Bildungsakademie und das Karl-Renner-Institut ein gemeinsames Zeichen: Politische Bildung, Erinnerungskultur und antifaschistische Haltung gehören zusammen – und sind Voraussetzung für eine starke, solidarische Demokratie.

ZEITGESPRÄCHE – Jahresrückblick 2025: Stimmen, die unsere Gesellschaft prägen

Das Jahr 2025 war ein außergewöhnliches Jahr für die ZEITGESPRÄCHE. In diesem Jahresrückblick blicken wir auf zentrale Themen, prägende Diskussionen und eindrucksvolle Persönlichkeiten zurück, die Wien, Österreich und Europa in Kultur, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft mitgestalten.

Wien hat sich 2025 als eine der wichtigsten Metropolen Europas positioniert – wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. In den ZEITGESPRÄCHEN wurde deutlich, wie sehr Fragen von Stadtentwicklung, Bildung, Klimaschutz, kultureller Verantwortung, sozialem Zusammenhalt und demokratischer Offenheit miteinander verbunden sind.

Zu Gast waren unter anderem:

  • DI Roland Geyer, Intendant des STRAUSS-Jahres 2025 und ehemaliger Direktor des Theaters an der Wien, der über Kultur als identitätsstiftende Kraft sprach.
  • Alexander Wrabetz, ehemaliger ORF-Generaldirektor sowie Präsident des SK Rapid Wien und der Wiener Symphoniker, über Medien, Sport und öffentliche Verantwortung.
  • Kurt Gollowitzer, Generaldirektor der Wien Holding und Präsident des FK Austria Wien, über Wirtschaft, Kultur und Standortpolitik.
  • Michael Stampfer, Geschäftsführer des WWTF, über Forschung, Innovation und die Rolle Wiens als Wissenschaftsmetropole.
  • Ioanna Apostolakis und Thomas Schindl, Betriebsräte der Wiener Symphoniker und Orchestervorstand, über Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Kulturarbeit.
  • Martin Grubinger, Weltstar am Schlagwerk, über Musik, Bildung und gesellschaftliche Wirkung von Kunst.
  • Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, über Erinnerungskultur, Stadtgeschichte und neue Zugänge zur Geschichte.
  • OSR DI Andreas Januskovecz, Forst- und Klimadirektor der Stadt Wien, über den Wald als wichtigste „Klimaanlage“ der Stadt.
  • Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien, über Stadtentwicklung, soziale Verantwortung und die Rolle Wiens in Europa.
  • Ernst Woller, Erster Präsident des Wiener Landtages, über Demokratie, Kulturpolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Katja Gürtler, Cheftrainerin der Frauenmannschaft des SK Rapid Wien, über Frauenfußball, Nachwuchsarbeit und Chancengleichheit im Sport.
  • Sonja Brandtmaier, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, über Führung, Unternehmenskultur und Verantwortung.
  • Carla Amina Baghajati, Leiterin des Schulamtes der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs und Religionsinspektorin in Wien, über interreligiösen Dialog, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Martina Sennebogen, CEO von Capgemini Austria, über Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Bildung der Zukunft.
  • -Prof. Dr. Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, über Kunst, Antidiskriminierung und Bildung als soziale Kraft.
  • Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 aspern Development AG, über die Seestadt Aspern als Reallabor für nachhaltige Stadtentwicklung.

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Der Jahresrückblick zeigt eindrucksvoll, wie breit die Themen der ZEITGESPRÄCHE 2025 waren: von Musik und Kunst über Forschung und Technologie, von Klimaschutz und Stadtentwicklung bis hin zu Religion, Sport, Medien und Demokratie. Immer im Mittelpunkt: der Mensch, der Dialog und der Anspruch, gesellschaftliche Entwicklungen verständlich, kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Mit diesem Rückblick endet ein intensives Jahr – und zugleich beginnt der Ausblick auf ein ebenso ambitioniertes Programm 2026 mit neuen Perspektiven, neuen Stimmen und neuen Gesprächen.

Hinweis: „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind auf allen gängigen Kanälen als Video bzw. Podcast abrufbar!

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid #116: Mag.a Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 AG  

In dieser Ausgabe der ZEITGESPRÄCHE spricht Prof. Dr. Gerhard Schmid mit Mag.a Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 aspern Development AG, über die Entwicklung der Seestadt Aspern – eines der größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas.

Sabine Müller gibt Einblicke in die strategische Gestaltung eines neuen Stadtteils für rund 25.000 Bewohner:innen und zahlreiche Arbeitsplätze. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Stadtentwicklung, leistbarer Wohnraum, moderne Mobilität, Bildungseinrichtungen sowie die Bedeutung von Freiräumen, Grünflächen und Kunst im öffentlichen Raum.

Das Gespräch zeigt, dass Stadtentwicklung weit mehr ist als das Errichten von Gebäuden: Es geht um Lebensqualität, soziale Durchmischung, wirtschaftliche Perspektiven und die Frage, wie Städte zukunftsfit, klimaresilient und lebendig gestaltet werden können. Sabine Müller spricht zudem über internationale Aufmerksamkeit für die Seestadt, über Herausforderungen bei Wirtschafts- und Arbeitsplatzansiedlungen sowie über neue Technologien als Grundlage für die Stadt der Zukunft.

Ein ZEITGESPRÄCH über Verantwortung, Visionen und darüber, wie urbaner Raum zum Lebensraum wird.

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Foto: Richard Tanzer