Autor -Gerhard Schmid

Schmid: Wien bleibt Brücke für Frieden und Dialog

Das Wiener Bezirksblatt berichtet über die Rede des Dritten Wiener Landtagspräsidenten Gerhard Schmid im Wiener Landtag zur österreichischen Neutralität und die Bedeutung Europas:

Schmid: Wien bleibt Brücke für Frieden und Dialog

Im Wiener Landtag hat der Dritte Präsident des Landtages, Gerhard Schmid (SPÖ), die Bedeutung Europas, der österreichischen Neutralität und Wiens als internationalen Standort des Dialogs betont. Anlass war die Mitteilung von Vizebürgermeisterin Barbara Novak zum Thema „Starke Städte und Regionen. Starkes Europa.“.

Für Schmid ist die Europäische Union vor allem ein Friedensprojekt. Die europäische Einigung sei geschaffen worden, um nationale Konflikte zu überwinden und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten zu stärken. Gerade angesichts der Geschichte Europas komme der EU dabei eine besondere Rolle zu.

Neutralität und EU schließen einander nicht aus

Schmid verwies darauf, dass Österreich bereits bei seinem Beitrittsgesuch zu den Europäischen Gemeinschaften seine Neutralität ausdrücklich festgehalten habe. Der EU-Beitritt im Jahr 1995 sei daher unter klaren Voraussetzungen erfolgt.

Für den Landtagspräsidenten stehen Neutralität und europäische Zusammenarbeit nicht im Widerspruch. Auch eine sicherheitspolitische Kooperation innerhalb Europas sei mit der österreichischen Neutralität vereinbar. Gleichzeitig könne sich Österreich weiterhin an humanitären Einsätzen, Rettungsmissionen und friedenserhaltenden Maßnahmen beteiligen.

Wien profitiert von seiner Rolle als Dialogstandort

Besonders hob Schmid die internationale Bedeutung der Bundeshauptstadt hervor. Wien habe sich über Jahrzehnte als Ort des Austauschs etabliert und sei heute Sitz zahlreicher internationaler Organisationen wie der UNO, der OSZE, der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) und der OPEC. Diese Entwicklung sei eng mit dem neutralen Status Österreichs verbunden.

Nach Ansicht Schmids bringe die Neutralität auch heute eine Verantwortung mit sich. Sie bedeute nicht Passivität, sondern aktives Engagement für Frieden und internationale Zusammenarbeit. Konflikte könnten nicht durch Krieg gelöst werden, sondern nur durch Dialog und Diplomatie.

Bekenntnis zu aktiver Außenpolitik

Abschließend sprach sich Schmid für eine aktive österreichische Außenpolitik im Rahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union aus. Gleichzeitig bekannte er sich zur umfassenden Landesverteidigung und einem starken Milizsystem. Neutralität und EU-Mitgliedschaft seien heute beide in der Bundesverfassung verankert und würden sich gegenseitig nicht ausschließen, sondern gemeinsam die Grundlage für Österreichs Rolle in Europa bilden.

Quelle: Wiener Bezirksblatt, Ausgabe 8. Juli 2026

https://wienerbezirksblatt.at/schmid-oesterreichische-neutralitaet/?fbclid=IwY2xjawS7B8RleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEe9QosI0bqj2–W-n2lBSu8CmqJ_hjVsuQ5YlgM8t7RzuFATMrTKvtcTWb_dA_aem_0hE-9Xtdo1LTbyTX6FLYAg

Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch an Oliver Jens Schmitt

Die Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch stand auch heuer ganz im Zeichen von Geschichte, Demokratie und politischer Bildung. Als Mitinitiatorin und Mitveranstalterin war selbstverständlich auch die SPÖ-Bundesbildungsorganisation vertreten. Gemeinsam mit Mitgliedern des Bundesbildungspräsidiums nahm sie an der Preisverleihung im Bruno-Kreisky-Forum für Internationalen Dialog teil.

Mit dem Hauptpreis wurde der Historiker Oliver Jens Schmitt für sein Buch “Moskaus westliche Rivalen. Eine europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer” ausgezeichnet. Einen Anerkennungspreis erhielt Martin Prinz für seinen Tatsachenroman “Die letzten Tage”, der Verlag Jung und Jung wurde für seine besonderen verlegerischen Leistungen geehrt.

Neben den ausgezeichneten Werken hinterließen vor allem die Wortmeldungen des Abends einen bleibenden Eindruck. Besonders die abschließenden Gedanken über die Verantwortung von Literatur und Wissenschaft machten deutlich, dass Wissen nicht in Fachkreisen oder wissenschaftlichen Kommentarspalten verbleiben darf. Gute Bücher, verständlich aufbereitete Forschung und politische Bildung müssen möglichst viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen.

Der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation und Dritte Präsident des Wiener Landtags, Prof. Dr. Gerhard Schmid, betonte:

„Der Bruno-Kreisky-Preis zeigt Jahr für Jahr, welche Kraft politische Literatur entfalten kann. Bücher schaffen Orientierung, fördern kritisches Denken und machen Geschichte als Grundlage demokratischen Handelns begreifbar. Deshalb ist dieser Preis auch ein wichtiges Bekenntnis zur politischen Bildung.“

Bundesrat Wolfgang Markytan, Bundesbildungsgeschäftsführer der SPÖ, hob besonders den Schlussgedanken der Veranstaltung hervor:

„Mich hat besonders die Botschaft beeindruckt, dass Wissen nicht für einige wenige geschrieben werden darf. Gute Texte sollen gelesen werden, Forschung muss verständlich vermittelt werden und Erkenntnisse müssen ihren Weg in die Gesellschaft finden. Politische Bildung bedeutet, Wissen zugänglich zu machen – damit möglichst viele Menschen an demokratischen Debatten teilhaben können.“

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert allen Preisträgern herzlich und bedankt sich bei den Organisatorinnen und Organisatoren für eine gelungene Veranstaltung, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie wichtig Literatur, historische Aufklärung und politische Bildung für eine lebendige Demokratie sind.

 

Europa und Neutralität gemeinsam als Fundament für Frieden und Dialog verstehen

Dritter Landtagspräsident Prof. Dr. Gerhard Schmid betont Wiens besondere Verantwortung als Ort des internationalen Dialogs und die Bedeutung einer aktiven Außenpolitik

Anlässlich der Mitteilung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Barbara Novak zum Thema „Starke Städte und Regionen. Starkes Europa“ hat der Dritte Präsident des Wiener Landtages, Gerhard Schmid, die Bedeutung der europäischen Einigung, der österreichischen Neutralität und Wiens als internationaler Standort des Dialogs hervorgehoben. Für Schmid ist die europäische Idee vor allem ein Friedensprojekt.

Der Dritte Landtagspräsident verwies darauf, dass Österreich seinen Neutralitätsstatus bereits im Beitrittsgesuch zu den Europäischen Gemeinschaften ausdrücklich hervorgehoben habe und unter diesen Voraussetzungen am 1. Jänner 1995 der Europäischen Union beigetreten sei. Die Neutralität und die europäische Zusammenarbeit seien dabei kein Widerspruch.

„Die europäische Integration ist schon immer angedacht worden als Überwindung, als ein Modell zur Überwindung nationaler Konflikte“, betonte Schmid. Gerade vor dem Hintergrund der Geschichte Europas sei die Europäische Union ein entscheidender Beitrag für Frieden und Zusammenarbeit.

Besonders hob Schmid die internationale Bedeutung Wiens hervor. Als Sitz zahlreicher internationaler Organisationen habe sich die Bundeshauptstadt über Jahrzehnte als Ort der Begegnung und des Austauschs etabliert. Die Ansiedlung internationaler Organisationen wie der OSZE, der UNO, der IAEA und auch der OPEC wäre ohne den neutralen Status Österreichs nicht möglich gewesen.

In seiner Rede widmete sich Schmid auch dem Verhältnis von österreichischer Neutralität und europäischer Zusammenarbeit. Dabei stellte er klar: „Eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene auch im sicherheitspolitischen Sinn steht nicht im Widerspruch zur Neutralität. Im Gegenteil, erst die Kooperation mit unseren europäischen Partnerländern und der gemeinsame europäische Appell an den Multilateralismus im Sinne der europäischen Werte, das sind wirklich die tatsächlichen Garanten für die Beständigkeit der österreichischen Neutralität.“ Für Schmid sei klar, dass sich auch ein neutrales Österreich vorbehaltlos an humanitären Aufgaben und Rettungseinsätzen sowie friedenserhaltenden Maßnahmen beteiligen kann. Die wesentlichen Bestimmungen der Neutralität sind mit dem Gemeinschaftsrecht und daraus resultierenden Verpflichtungen vereinbar.

Zugleich verwies Schmid darauf, dass Neutralität auch heute aktives internationales Engagement bedeute. „Neutralität muss heute nach wie vor Friedensgesinnung bedeuten und die Überzeugung, dass Probleme durch Krieg nicht gelöst werden können, sondern dass sie durch Krieg nur verschärft und verschlimmert werden können“, sagt Schmid.

Abschließend sprach sich Schmid für eine aktive österreichische Außenpolitik im Rahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union aus: „Die Neutralität steht auch aktuell in keinerlei Widerspruch zu einer aktiven Außenpolitik und sollte sich meiner Auffassung nach sehr stark im System der Vereinten Nationen orientieren.“ Dabei solle die Rolle Wiens als Sitz der Vereinten Nationen nicht vernachlässigt werden. Österreich habe sich stets zur militärisch bewaffneten und umfassenden Landesverteidigung mit starkem Milizsystem bekannt. Die Verteidigungsidee habe dabei die gesamte Bevölkerung zu erfassen und muss unverrückbarer Teil des demokratischen Gesellschaftsgefüges sein. „Heute sind die Neutralität und auch die EU-Mitgliedschaft in unserer Verfassung verankert und wir verstehen unser konstruktives Mitwirken an einer gemeinsamen europäischen Außenpolitik nicht als Gegensatz zur Neutralität”, schloss Schmid.

Das Video der Rede des Dritten Landtagspräsidenten von Wien, Prof. Dr. Gerhard Schmid im Wiener Landtag (26.6.2026):

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Nachruf auf Jean Ziegler:  Ein unermüdlicher Kämpfer für Gerechtigkeit und Menschlichkeit ist verstummt

Mit großer Betroffenheit haben die SPÖ-Bildungsorganisationen vom Tod des Schweizer Soziologen, Politikers, Autors und Menschenrechtskämpfers Jean Ziegler erfahren. Erst im vergangenen Jahr wurde Jean Ziegler von den SPÖ-Bildungsorganisationen mit dem Marie-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse ausgezeichnet. Damit wurde er für sein Lebenswerk gewürdigt, das Wissenschaft stets mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden hat. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid würdigt Ziegler als einen der wichtigsten politischen Denker der Gegenwart: „Jean Ziegler hat Generationen von Menschen gelehrt, die Welt nicht als gegeben hinzunehmen. Seine große Stärke war es, komplexe globale Zusammenhänge verständlich zu machen und dabei niemals den Blick auf die konkreten Schicksale der Menschen zu verlieren. Er hat uns daran erinnert, dass Hunger, Armut und Ausgrenzung keine Naturgesetze sind, sondern politische Entscheidungen. Sein Leben war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Wissenschaft in den Dienst von Humanität und sozialem Fortschritt gestellt werden kann.“

Mit Ziegler verliert die internationale sozialdemokratische Bewegung einen ihrer bedeutendsten Intellektuellen, einen unermüdlichen Anwalt der Entrechteten und einen Menschen, der über Jahrzehnte hinweg die Debatte über Hunger, Armut und globale Ungleichheit geprägt hat. Jean Ziegler hat wie kaum ein anderer Wissenschafter gesellschaftliche Missstände sichtbar gemacht und gleichzeitig nie aufgehört, an die Veränderbarkeit der Welt zu glauben. Seine Bücher wurden millionenfach gelesen, seine Vorträge begeisterten Generationen von politisch engagierten Menschen und seine Tätigkeit als UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung machte ihn weltweit zu einer moralischen Instanz im Kampf gegen Hunger und soziale Ungerechtigkeit.

Schmid erinnert insbesondere an Zieglers Fähigkeit, kritisches Denken zu fördern: „Eine der wichtigsten Botschaften, die Jean Ziegler uns mitgegeben hat, war die Aufforderung, immer wieder nach dem ,Warum?‘ zu fragen. Warum entstehen Ungleichheiten? Warum gibt es Hunger in einer Welt des Überflusses? Warum werden manche gehört und andere übersehen? Dieses beharrliche Hinterfragen gesellschaftlicher Verhältnisse war der Kern seines Wirkens. Gerade für die politische Bildungsarbeit bleibt diese Haltung von unschätzbarem Wert.“

Auch Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, erinnert an die persönliche Begegnung mit Ziegler: „Wir durften Jean Ziegler erst vor kurzem in seinem Zuhause besuchen. Gemeinsam haben wir Kuchen gegessen, uns über Politik, Bildung und gesellschaftliche Entwicklungen ausgetauscht und viele Stunden miteinander gesprochen. Dabei hat er uns auch sein letztes Buch persönlich mit einer Widmung überreicht. Diese Begegnung werden wir als etwas ganz Besonderes in Erinnerung behalten.“

Für Schmid zeigt gerade diese persönliche Erfahrung die außergewöhnliche Persönlichkeit Zieglers: „Trotz seiner internationalen Bekanntheit und seines beeindruckenden Lebenswerks blieb Jean Ziegler stets bescheiden, zugewandt und interessiert an anderen Menschen. Er war ein großer Intellektueller, aber zugleich jemand, der zuhören konnte und der den persönlichen Austausch suchte. Genau diese Verbindung aus wissenschaftlicher Brillanz und menschlicher Wärme hat ihn ausgezeichnet.“

Die SPÖ-Bildungsorganisationen sprechen der Familie des Verstorbenen ihr tief empfundenes Mitgefühl aus. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Besonders seiner Frau gilt in diesen schweren Stunden unsere Anteilnahme. Sie hat Jean Ziegler über viele Jahrzehnte begleitet und unterstützt. Wir wünschen ihr und der gesamten Familie viel Kraft und Zusammenhalt für die kommende Zeit“, betont Schmid.

Mit Jean Ziegler verliert die Welt eine Stimme, die nie aufgehört hat, auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen und an die Möglichkeit einer besseren Gesellschaft zu glauben. Sein Werk wird weit über seinen Tod hinaus wirken – in seinen Büchern, seinen Analysen und vor allem in der Haltung, die er unzähligen Menschen vermittelt hat: niemals aufzuhören, nach dem „Warum?“ zu fragen. Die SPÖ-Bildungsorganisationen verneigen sich vor einem außergewöhnlichen Humanisten, Sozialdemokraten und Aufklärer. Sein Vermächtnis bleibt Auftrag und Inspiration zugleich.

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #121: Peter Schöttel, Sportdirektor des ÖFB

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA rückt näher – und Österreich ist mit dabei. Im aktuellen „ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid“ spricht der Sportdirektor des ÖFB, Peter Schöttel, über die Vorbereitungen des ÖFB, die organisatorischen Herausforderungen eines Turniers auf einem ganzen Kontinent und die große Vorfreude auf das wichtigste Fußballereignis der Welt. Und er blickt auf seine beeindruckende Karriere zurück: von seinen Jahren bei Rapid Wien als Spieler, Kapitän und Vereinslegende über seine Tätigkeit als Trainer und Sportmanager bis zu seiner heutigen Rolle als Sportdirektor des Österreichischen Fußball-Bundes.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist der neue ÖFB-Campus in Aspern nahe der Seestadt. Die moderne Anlage vereint Verband, Nationalteams, Trainer:innenausbildung, Schiedsrichter:innenwesen und Nachwuchsförderung an einem Standort und gilt als Meilenstein für die Zukunft des österreichischen Fußballs.

Zum Abschluss richtet Peter Schöttel einen klaren Wunsch an Politik und Gesellschaft: mehr Sportplätze, bessere Infrastruktur für Kinder und Jugendliche sowie langfristige Investitionen in den Sportstandort Österreich.

Ein spannendes Gespräch über die Fußball-WM 2026, die Zukunft des österreichischen Fußballs, den ÖFB-Campus Aspern und die Bedeutung von Teamgeist, Verantwortung und Visionen.

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Foto: Richard Tanzer

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind auf allen gängigen Kanälen als Video bzw. Podcast abrufbar!

Bruno Kreisky Buchpreis 2026 – Preisverleihung im Dr. Karl-Renner-Institut in Wien

Am 1. Juni wurde im Dr. Karl-Renner Institut der Bruno Kreisky Buchpreis verliehen. Der Preis für das Lebenswerk wurde an Michael Köhlmeier und Monika Helfert verliehen. Als Laudator fungierte Bundesminister a.D. Josef Ostermayer. Der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, Prof. Dr. Gerhard Schmid stellte den Spezialpreis für die Arbeitswelt vor: Das Buch über den großen Gewerkschafts-Bildungsfunktionär im Wien der Moderne, Robert Richard Wagner, geschrieben von Johann Dworak, Sabine Lichtenberger und der unvergessenen, kürzlich verstorbenen Brigitte Peller. „Gemeinsam mit Sascha Obrecht, dem Direktor des Karl Renner Instituts, seinem Stellvertreter Michael Rosecker und deren Team war es wieder ein gelungener Beweis, dass sich der Kreisky-Buchpreis zu einem der bedeutendsten Preise im deutschsprachigen Raum bzw. in Europa entwickelt hat. Allen PreisträgerInnen die allerbesten Glückwünsche“, resümierte Gerhard Schmid.

Fotos: Karl Renner Institut

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #120: Gerhard Heilingbrunner, Jurist und Umweltaktivist

Im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist eine der prägendsten Stimmen der österreichischen Umweltbewegung zu Gast: der Jurist und Umweltaktivist Gerhard Heilingbrunner.

Im Mittelpunkt stehen die historischen Proteste rund um Hainburg 1984, die Entstehung des Nationalparks Donau-Auen sowie aktuelle Herausforderungen zwischen Naturschutz, Energieversorgung und gesellschaftlicher Verantwortung. Heilingbrunner erzählt von seinem Engagement gegen Kraftwerks- und Verbauungsprojekte, von der Aubesetzung in Hainburg, den dramatischen Ereignissen rund um Polizeieinsätze und der Bedeutung von Protest und Demokratie.

Darüber hinaus spricht er über seinen Wechsel vom Aktivismus in die Politik und Verwaltung, seine Zeit als Kabinettschef im Umweltministerium und seine jahrzehntelange Arbeit als Präsident des Umweltdachverbandes.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist das „Himmel“-Areal am Rand Wiens – ein einzigartiger Ort aus Natur, Kultur, Weingarten und Lebensbaumkreis, den Heilingbrunner als Krönung seines Lebenswerks bezeichnet.

Außerdem geht es um erneuerbare Energien, Geothermie, Raumplanung, öffentlichen Verkehr, den Ausstieg aus fossilen Energien und die Frage, wie Österreich ökologische Verantwortung und Zukunftssicherheit verbinden kann.

Ein persönliches, historisches und hochaktuelles Gespräch über Umweltpolitik, Zivilgesellschaft, Verantwortung und die Zukunft unserer Lebensräume.

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Foto: Richard Tanzer

Voller Erfolg für das Streckerparkfest in Hietzing

Zahlreiche Besucher:innen waren bei strahlendem Wetter am  30. Mai zum bereits traditionellen Familienfest im Streckerpark gekommen. “Wie jedes Jahr ist es dem Hietzinger Urgestein Ing. Harry Höckner mit seinem großartigen Team gemeinsam mit dem Kulturverein Hietzing gelungen, ein wunderbares und einzigartiges Kultur- und Familienfest im Streckerpark zu veranstalten”, resümierte der Vorsitzende der SPÖ-Hietzing, Dritter Landtagspräsident von Wien, Prof. Dr. Gerhard Schmid. Mit Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Mag. Marcel Höckner, den Bezirksrätinnen und Bezirksräten, der  Mietervereinigung, der Organisationslegende Harry Höckner und dem Kulturverein Hietzing trugen alle Mitwirkenden zu einem unterhaltsamen und erfolgreichen Parkfest für alle Generationen bei.

Fotos: SPÖ Hietzing

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #119: Manuel Ortega, Künstler und ehemaliger Song Contest-Teilnehmer

Gast im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist Manuel Ortega, der Österreich 2002 beim Eurovision Song Contest in Tallinn vertrat. Vom Arbeiterkind aus Oberösterreich über den großen Durchbruch mit „El Amor La Vida“ bis auf die Bühne des Eurovision Song Contest: Manuel Ortega spricht offen über seine außergewöhnliche Karriere, den Druck des ESC und warum der Song Contest bis heute eine besondere Bedeutung für ihn hat. Dabei erzählt er ehrlich von Euphorie, Überforderung und den Erfahrungen hinter den Kulissen eines der größten Musikwettbewerbe der Welt.

Aufgenommen wurde das Gespräch im Statt-Beisl im WUK – einem Ort voller Musik, Kultur, Gastfreundschaft und Solidarität. Ein Platz, der seit vielen Jahren Künstler,:innen Musiker:innen und Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammenbringt und damit perfekt zu diesem sehr persönlichen Gespräch passt.

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Internationale Befreiungsfeier in Mauthausen: Starkes Zeichen für Erinnerungskultur und Demokratie

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation mit SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem und Wiener Landtagspräsident Prof. Dr. Gerhard Schmid sowie SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer und Mitglied des Bundesrates Wolfgang Markytan nahm gemeinsam mit Vertreter:innen der Wiener Parteischule an der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil. Mit der Teilnahme am internationalen Gedenken bekräftigte die sozialdemokratische Bildungsorganisation ihr klares Bekenntnis zu Demokratie, Antifaschismus, Menschenrechten und aktiver historisch-politischer Bildungsarbeit.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung sprach Sozialministerin Korinna Schumann am Grab des oberösterreichischen Widerstandskämpfers Richard Bernaschek über die historische Verantwortung der Sozialdemokratie im Kampf gegen Faschismus, autoritäre Entwicklungen und gesellschaftliche Ausgrenzung. Dabei wurde die Bedeutung des politischen Erinnerns und der demokratischen Bildungsarbeit besonders hervorgehoben.

Die Internationale Befreiungsfeier begann mit der mehrsprachigen Verlesung des „Mauthausen-Schwurs“ durch Jugendliche sowie der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ), Willi Mernyi. Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens stand der Themenschwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ und die Verantwortung der Gesellschaft im Umgang mit demokratiefeindlichen Entwicklungen in der Gegenwart.

Zu den Redner:innen zählten unter anderem der Präsident des Comité International de Mauthausen (CIM), Guy Dockendorf. Die Feier wurde von Mercedes Echerer und Konstanze Breitebner mehrsprachig moderiert und von Sabine Zeller in österreichische Gebärdensprache übersetzt.

Für die SPÖ-Bundesbildung ist die Teilnahme an der Befreiungsfeier Teil eines umfassenden bildungspolitischen und gesellschaftspolitischen Auftrags. Die Organisation setzt österreichweit zahlreiche Initiativen zur Förderung demokratischer Bildung, historischer Aufarbeitung und politischer Teilhabe um. Dazu zählen Seminare, Zeitzeug:innenprojekte, Gedenkfahrten, Diskussionsveranstaltungen, internationale Bildungskooperationen sowie Programme gegen Antisemitismus, Rassismus und Extremismus.

Der SPÖ-Bundesbildungsvorsitze Professor Dr. Gerhard Schmid unterstrich die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur und eines konsequenten gesellschaftlichen Eintretens gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit und Geschichtsrelativierung. „Die Beiträge bei der eindrucksvollen Befreiungsfeier haben deutlich vor Augen gehalten, aus welcher vermeintlichen Normalität der Faschismus entstanden ist und wozu Menschen fähig waren. Daher ist es unsere heutige Pflicht, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie soziale Sicherheit in allen Bereichen unseres Wirkens und Lebens einzutreten.“

„Erinnerungsarbeit ist kein Blick zurück allein, sondern ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft. Demokratie muss täglich verteidigt, vermittelt und gelebt werden. Gerade politische Bildungsarbeit trägt Verantwortung dafür, Menschen für Solidarität, Menschenwürde und demokratische Werte zu sensibilisieren“, betonte Wolfgang Markytan im Rahmen der Gedenkveranstaltung. Die SPÖ-Bundesbildung versteht die Teilnahme an der Internationalen Befreiungsfeier in Mauthausen als wichtigen Bestandteil ihrer kontinuierlichen Arbeit für eine offene, demokratische und solidarische Gesellschaft sowie als klares Zeichen gegen das Vergessen.