Hans Peter Trost, langjähriger Sportchef des ORF und renommierter Sportjournalist, ist der aktuelle Gast der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“. Als erfahrener Sportjournalist und ausgewiesener Experte im Bereich Sport und Journalismus gibt er spannende Einblicke in die Welt des Sports. Nach 15 Jahren an der Spitze des ORF-Sports und insgesamt 40 Jahren beim ORF zieht er Bilanz über Frauenfußball, Sportrechte und die WM in Katar. “Frauenfußball sollte einen noch höheren Stellenwert haben”, betont Hans Peter Trost. Natürlich geht es auch um die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft und um die Fragen: Wer wir Europameister und wie weit kommt Österreich?
Am Dienstag, 7. Mai wurde auf Einladung des Wiener Bürgermeisters Dr. Michael Ludwig im Stadtsenatssitzungssaal des Wiener Rathauses zu Ehren der Leistungen der kürzlich verstorbenen Prof.in Käthe Sasso ein Symposium abgehalten.
Im vollbesetzten Saal wurde dieses Gedenken mit Ausblick auf die weitere Arbeit im Sinne von Käthe Sasso durch den SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden, dem Wiener Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Gerhard Schmid eröffnet. In einer ersten Gesprächsrunde begeisterten die Bundesministerin für Europa und Verfassung Mag.a Karoline Edtstadler und der Wiener Gemeinderat Niki Kunrath, in einer zweiten die deutsche Historikerin Dr.in Cornelia Domaschke-Prochnow und der Vorsitzende des Bundes der Freiheitskämpfer*innen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen Dr. Gerald Netzl. Eine besonders persönliche Note wurde vor allem im Gespräch mit der Lebensfreundin Brigtte Fenko eingebracht. Auch fast die komplette Familie von Käthe Sasso war zugegen, als im Abschluss die Erste Frau im Staat, die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures über die gemeinsame Arbeit an der Entstehung der „Gruppe 40“ erzählte.
Abgeschlossen im gemütlichen Zusammensein wurde der Abend, moderiert vom SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, mit vielen persönlichen Anekdoten sowie einigen neuen Arbeitsaufträgen an die Anwesenden – im Sinne von Prof.in Käthe Sasso unter dem Motto „Niemals vergessen!“
Gast in der aktuellen Ausgabe der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist Marcus Franz, Bezirksvorsteher des 10. Wiener Gemeindebezirks, Favoriten. Der Bezirksvorsteher verweist auf die Vielfalt und positiven Aspekte von Favoriten, trotz manch negativer Berichterstattung in den Medien. Er berichtet von den vielfältigen Industriezweigen in seinem Bezirk, darunter führende Unternehmen wie OctoPharma und Frequentis.
Marcus Franz erzählt von den Herausforderungen und Zielen im Bezirk, wie die Schaffung von positivem Image, die Vielschichtigkeit und historische Bedeutung von Favoriten sowie den Wert von sozialer Integration. Ein funktionierendes Gesundheitswesen, Chancengleichheit im Bildungsbereich, leistbares Wohnen, intakte Infrastruktur und vielfältige Freizeiteinrichtungen sind ihm ebenso wichtig wie die Unterstützung lokaler Sportvereine.
In seiner Freizeit kocht er gerne, fährt Rad, ist in den Bergen unterwegs und liebt es, neue Orte zu entdecken.
Am Mittwoch, dem 24. April, fand am Friedhof von Winzendorf die feierliche Verabschiedung der Zeitzeugin, Widerstandskämpferin und Patriotin, Prof.in Käthe Sasso statt. Mit einem letzten Freundschaft legten der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildung, Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, MA, und der Direktor der Wiener Bildungsakademie, Cappar Hajo, einen Kranz der sozialdemokratischen Bildungsorganisationen nieder. Unter den Trauergästen befanden sich Bundesministerin Dr.in Karoline Edtstadler, Bundeskanzler a.D. Werner Faymann und Bundesminister a.D. Dr. Josef Ostermayer.
Prof.in Käthe Sasso war Widerstandskämpferin, Überlebende des Nazi-Regimes und Zeitzeugin. Bis zuletzt hat sie mit ihren Erzählungen über ihr Leben dazu beigetragen, dass die Gräuel der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten. „Wehret den Anfängen“ war für sie nie eine bloße Parole, sondern sie hat ihr Leben in den Dienst der Erinnerungsarbeit gestellt. Damit diese schreckliche Zeit niemals wiederkehrt. Sie hat dafür gekämpft, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein unantastbares Gut sein müssen.
Auf Einladung von Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig findet am 7. Mai 2024 ein Symposium zu Ehren von Prof.in Käthe Sasso statt.
Hinweis: Als Gast der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ hat Prof.in Käthe Sasso von ihrem bewegten Leben erzählt. Hierist das Video abrufbar.
Zu Ostern, dem höchsten Fest der Christenheit, ist traditionellerweise ein christlicher Vertreter Gast der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“: Univ. Prof. Dr. Elmar Kuhn ist Theologe und Generalsekretär von „Christen in Not“. Er setzt sich für die Rechte verfolgter Christen auf der ganzen Welt ein. Seine Motivation dazu entspringt den Erfahrungen, die er während seines Studiums in Argentinien gemacht hat, wo er Zeuge von Gewalt und Verfolgung wurde. Durch seine Arbeit in verschiedenen Organisationen und Initiativen versucht er, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten und für Toleranz und Respekt einzutreten.
Anlässlich des Osterfestes betont Elmar Kuhn die Bedeutung von Hoffnung und Glauben: Trotz der Herausforderungen und Verfolgung, mit der viele Menschen konfrontiert sind, symbolisiert Ostern die Möglichkeit eines Neuanfangs und einer positiven Zukunft.
Kurz vor ihrem 98. Geburtstag, den sie am 18. März feierte, wurde Käthe Sasso der Marie-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse überreicht
Zeitzeugin Käthe Sasso hat am 16. März den Marie-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse und ihren Einsatz für historische Aufklärung von der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Gerhard Schmid und SPÖ-Bundesbildungssekretär Wolfgang Markytan bei sich zu Hause überreicht bekommen. „Als österreichische Widerstandskämpferin trotzte Käthe Sasso schon als junge Frau dem Terror und der Gewalt der Nationalsozialisten. Bis heute kämpft sie gegen das Vergessen. Ihre antifaschistische Unbeugsamkeit und ihr tiefer Humanismus sind bis heute ein leuchtendes Beispiel und Vorbild“, betonte Doris Bures. „Käthe Sassos Lebenswerk ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie eine einzelne Person durch ihre Taten und ihre Stimme einen bedeutenden Beitrag zur Gestaltung einer besseren Welt leisten kann. Ihre Geschichte erinnert uns daran, dass die Vergangenheit nicht vergessen werden darf und dass wir alle die Verantwortung haben, uns gegen Ungerechtigkeit und Intoleranz zu stellen“, ergänzt Gerhard Schmid.
Käthe Sasso wurde 1926 in Wien geboren. Geprägt von ihren bereits im Widerstand gegen den Austrofaschismus aktiven Eltern, trat sie 1941 mit nur 15 Jahren der Widerstandsgruppe „Gustav Adolf Neustadl“ bei. 1942 wurde sie denunziert, verhaftet und von der Gestapo gefoltert. Als einzige aus ihrer Widerstandsgruppe entging sie der Hinrichtung und wurde 1944 ins KZ-Ravensbrück deportiert. Während eines Todesmarsches in den letzten Kriegswochen gelang ihr die Flucht. Nach dem Krieg engagierte sich Sasso in unterschiedlichen Funktionen für Bildung und Frauenrechte. Sie kämpfte unermüdlich für die Anerkennung der Widerstandskämpfer*innen der “Gruppe 40”, was 2015 in der Enthüllung einer Gedenktafel am Wiener Zentralfriedhof mündete. Für ihr Engagement auch als Zeitzeugin erhielt sie unter anderem das „Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich“ und wurde mit dem Professorinnen-Titel ausgezeichnet.
Der Marie-Jahoda-Preis wurde 2022 von der SPÖ-Bundesbildung, der Wiener SPÖ-Bildung und der Wiener Bildungsakademie ins Leben gerufen. Er ehrt Persönlichkeiten, die herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse über das Wechselspiel von Arbeit und Gesellschaft erbringen. Benannt nach der österreichischen Sozialpsychologin Marie Jahoda zeichnet der Preis Menschen aus, die jenseits des neoliberalen Mainstreams den Wirtschaftsfaktor Arbeit in seinen sozialen und individualpsychologischen Funktionen betrachten, neue Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Umbruchs in der Arbeitswelt finden und sich über die Welt der Wissenschaft hinaus aktiv in politische Debatten einbringen. Marie Jahoda selbst verkörperte diese Werte beispielhaft. Als eine der jüngsten Doktorinnen der Universität Wien verfasste sie den Haupttext der weltbekannten Studie “Die Arbeitslosen von Marienthal” und leistete somit Pionierarbeit in der Erforschung der Auswirkungen von Arbeitslosigkeit.
Heutiger Gast der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist Mag. Daniel Landau, Pädagoge und Bildungskoordinator der Bundesregierung. Im Gespräch geht es unter anderem um die Stärkung der Gemeinschaft durch Bildung, um persönliche Überzeugungen und Glauben. Und es geht auch um Missstände im Bildungssystem, um Druck auf Schüler*innen und Lehrende. Landau beschreibt, wie wichtig Solidarität und individuelle Förderung sind und fordert eine breite gesellschaftliche Zusammenarbeit, um bessere Bildung für alle zu gewährleisten. Bildung und offene Kommunikation sind für den Pädagogen essenziell im Kampf gegen Vorurteile. Neben vielen weiteren Themen wird auch die verbindende Kraft der Musik angesprochen, denn: Daniel Landau ist auch ausgebildeter Dirigent.
Ein inspirierendes Gespräch voller Einblicke und Perspektiven für eine bessere Zukunft.
Gast in dieser Episode der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist die renommierte Innenpolitik-Journalistin und Politikexpertin Dr.in Daniela Kittner. Im Gespräch geht es unter anderem um die aktuelle politische Landschaft in Österreich, die bevorstehenden Wahlen, den „Kampf um das rechte Lager“ und das Schwinden eines pro-europäischen Bewusstseins in Österreich. Auch die Frage „In welche Richtung soll die EU gehen?“ wird erörtert, ebenso die Rolle der nationalen Volksvertreter*innen im vereinten Europa.
Neben politischen Aspekten sind auch die Herausforderungen im Journalismus, insbesondere die finanzielle Krise und die Abhängigkeit von Geldgebern Thema. Auch die Bedeutung von Bildung und kritischem Denken bei der Informationsaufnahme und die Wichtigkeit von Ethik in der Kommunikation werden diskutiert.
Abschließend gibt Dr.in Daniela Kittner einen Einblick in ihr Leben außerhalb des Journalismus.
Im aktuellen „ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid“ ist der vielseitige Künstler Roman Gregory – bekannt vor allem als Mastermind der Kultband „Alkbottle“ – zu Gast. Er erzählt von seinem abwechslungsreichen Leben als Reprotechniker, Amateurboxmeister, Musiker und Präsident des Fußallklubs Wiener Viktoria. Darüber, wie wichtig Sport für die Integration benachteiligter Kinder ist und wie wichtig Humor auch in der Musikbranche ist. Mit Wiener Schmäh und Wiener Dialekt hat er seine Band „Alkbottle“ zum Erfolg geführt und die Fans zum Lachen gebracht. Nebenbei war er an zahlreichen Projekten beteiligt oder hat sie initiiert, wie zum Beispiel den Band Fußball Cup zugunsten der Wiener Frauenhäuser.
Weitere Themen: Sein soziales Engagement, seine Ansichten über Umweltschutz, gesellschaftlichen Zusammenhalt und seine Liedtexte, die zum Nachdenken anregen. Zum Beispiel auf seinem aktuellen Album „Wödscheibm“ (2023).
Das waren die “ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” 2023 – ein Jahr voller fesselnder Dialoge, inspirierender Einblicke und bemerkenswerter Persönlichkeiten! In diesen Gesprächen, geprägt von Anstand und Respekt, haben wir gemeinsam Raum geschaffen für Erfahrungen, Persönlichkeiten und bedeutsame Augenblicke. Die “ZEITGESPRÄCHE” stehen für Zeit, die wir uns nehmen, um zuzuhören, das Gespräch zu suchen und zu finden. Gerhard Schmid hat durch diese Serie geschafft, was im hektischen Alltag oft zu kurz kommt: Die Verbindung von Erfahrung und Persönlichkeit.
Ein zentrales Anliegen der Gespräche war und ist die Vernetzung von Politik und Zivilgesellschaft, getragen von einer Haltung in bewegten Zeiten. Unsere herausragenden Gäste wie Michael Bünker, Prof. DDr. Johannes Huber, Atilla Ceylan, Korinna Schumann, Tanja Prušnik, Otto Retzer, Landeshauptmann Peter Kaiser, Edward Strasser, Hannah Lessing, Barbara Teiber, Ulrich Elling, Kid Pex, Paulus Manker, Johanna Schwanberg, Peter Schipka, Miki Liebermann, Felix Okon, Waltraud Barton und Thomas Schäfer-Elmayer haben nicht nur eine Rückschau ermöglicht, sondern auch in die Zukunft geblickt.
Die “ZEITGESPRÄCHE” waren und sind eine bunte Mischung aus spannenden Einblicken, klugen Gedanken und vergnüglichen Momenten im Leben außergewöhnlicher Persönlichkeiten. Ein herzliches Dankeschön an alle Gäste, die mit ihren Geschichten und Erfahrungen dieses Jahr zu etwas Besonderem gemacht haben.
Gerhard Schmid: “Ich freue mich auf ein weiteres Jahr voller interessanter Gespräche und hoffe, dass wir zusammen unsere demokratischen Werte stärken können. Möge das kommende Jahr genauso reich an inspirierenden Momenten sein wie das vergangene!”
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