Tag -Wiener Bildungsakademie

Schmid: Bildung ist wesentliche Voraussetzung für eine starke Demokratie

Gelungener Auftakt zum Herbstausbildungsprogramm der Wiener Bildungsakademie

Mit einem voll besetzten Saal und knapp 100 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist die Wiener Bildungsakademie in ihr Herbstausbildungsprogramm gestartet. Der traditionelle Semesterauftakt bot Gelegenheit, das umfangreiche Bildungsangebot kennenzulernen, mit Vortragenden und Trainern ins Gespräch zu kommen und sich direkt für die unterschiedlichen Angebote anzumelden.

Zum Auftakt hielt SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid ein kurzes inhaltliches Referat über den Stellenwert politischer Bildung und die Bedeutung eines breiten Zugangs zu Wissen. „Politische Bildung bedeutet, Menschen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie zu befähigen, Entwicklungen kritisch einzuordnen, eigene Positionen zu entwickeln und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Gerade in Zeiten großer Veränderungen ist Bildung eine wesentliche Voraussetzung für eine lebendige und starke Demokratie“, betonte Schmid.

Im Anschluss präsentierten die Trainer:innen, Vortragenden und Bereichsleiter:innen ihre jeweiligen Angebote. Dabei konnten sich die Teilnehmer unmittelbar informieren, Fragen stellen und sich für die verschiedenen Formate des neuen Ausbildungsprogramms anmelden.

Der Semesterauftakt ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der politischen Bildungsarbeit der Wiener Bildungsakademie. Auch diesmal stand neben der Vorstellung des Programms vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Bei Gulaschsuppe, Chili und dem einen oder anderen Getränk wurde bis spät in die Nacht diskutiert – über aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen und darüber, welchen Beitrag politische Bildung zu ihrer Bewältigung leisten kann.

Das Herbstprogramm 2026 umfasst wieder ein breites Spektrum an Lehrgängen, Ausbildungsserien, Workshops, Gedenkveranstaltungen und politischen Bildungsreisen. Inhaltliche Schwerpunkte liegen unter anderem auf künstlicher Intelligenz, Arbeit und Arbeitsmarktpolitik, Frauenbildung, politischer Kommunikation sowie auf der Weiterführung technischer Ausbildungsangebote. Auch der österreichische Bundesrat, internationale politische Entwicklungen und Bildungsreisen – unter anderem zu den Midterm-Elections in den USA – finden sich im Programm.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, der in der Wiener Bildungsakademie für das Ausbildungsprogramm verantwortlich ist, unterstrich den Anspruch, das Angebot laufend an den tatsächlichen Bedürfnissen der Teilnehmer auszurichten:

„Seit einigen Jahren entwickeln wir dieses umfangreiche Ausbildungsprogramm kontinuierlich weiter. Gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versuchen wir, politische Bildung genau dort anzusetzen, wo sie unmittelbar gebraucht wird. Deshalb fragen wir immer wieder nach: Wo gibt es Bedarf? Welche Themen beschäftigen die Menschen? Welche neuen Kompetenzen werden benötigt? Diese Rückmeldungen greifen wir auf und übersetzen sie möglichst rasch in konkrete Bildungsangebote.“

Einen besonderen Schwerpunkt bildet in diesem Semester der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Dabei sollen sowohl die Chancen der neuen Technologien als auch die damit verbundenen gesellschaftlichen und demokratiepolitischen Herausforderungen thematisiert werden.

„Künstliche Intelligenz verändert bereits heute, wie wir arbeiten, lernen, kommunizieren und Informationen aufnehmen. Wir wollen zeigen, welche enormen Möglichkeiten darin liegen und wie wir diese sinnvoll nutzen können. Gleichzeitig müssen wir aber auch über die Gefahren sprechen – etwa über Manipulation, Desinformation und darüber, was passiert, wenn diese Technologien missbräuchlich eingesetzt werden oder in die Hände falscher Kräfte geraten. Politische Bildung muss Menschen das Wissen und die Werkzeuge geben, mit diesen Veränderungen selbstbestimmt und kritisch umzugehen“, so Markytan.

Der gelungene Abend zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an politischer Bildung, Austausch und Weiterbildung ist. Mit knapp 100 Teilnehmern und intensiven Gesprächen bis spät in die Nacht war der Semesterauftakt ein starker Start in einen vielfältigen Bildungsherbst der Wiener Bildungsakademie.

Hier geht es zum gesamten Ausbildungsprogramm Herbst 2026 mit allen Veranstaltungen, Lehrgängen, Workshops, Ausbildungsserien und Bildungsreisen.

Fotos: Christian Bader

Schmid: „Demokratie braucht politische Bildung“

Eröffnung des 61. Lehrgangs der Wiener Parteischule

Der 61. Lehrgang der Wiener Parteischule wurde eröffnet. Der neue Jahrgang der Wiener Bildungsakademie, benannt nach Franziska Fast und Franz Siegel, startete mit einem Eröffnungswochenende in Neudörfl und einem offiziellen Eröffnungsabend in Wien. Im Mittelpunkt standen die Geschichte der Sozialdemokratie, aktuelle politische Herausforderungen und internationale Entwicklungen. Dabei betonte der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildung Prof. Dr. Gerhard Schmid: „Demokratie braucht politische Bildung. Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher und internationaler Veränderungen müssen Menschen politische Zusammenhänge erkennen, unterschiedliche Positionen einordnen und ihre eigenen Überzeugungen argumentieren können. Genau dafür steht die Wiener Parteischule seit Jahrzehnten.“

Für den Vorsitzenden der SPÖ-Bundesbildung ist die Verbindung von Wissen und politischem Engagement entscheidend: „Politische Bildung darf nicht bei der Vermittlung von Fakten stehen bleiben. Sie soll Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, sich einzumischen und unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Mit dem 61. Lehrgang setzen wir diese wichtige sozialdemokratische Bildungstradition fort.“

Mit Neudörfl wurde bewusst ein historischer Ausgangspunkt gewählt: Bürgermeister Dieter Posch führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Gründungsgeschichte der österreichischen Sozialdemokratie und die Bedeutung des Neudörfler Parteitages von 1874 ein. SPÖ-Burgenland-Klubobmann Roland Fürst analysierte aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen. Der ehemalige Bürgermeister von Wiener Neustadt, Dr. Bernhard Müller, zeigte anhand seiner eigenen politischen Erfahrungen, welche Entwicklungen oftmals hinter der öffentlichen Wahrnehmungsgrenze politischer Ereignisse stattfinden, und spannte dabei den Bogen bis zur internationalen Politik.

Beim offiziellen Eröffnungsabend in der Wiener Parteischule richtete Petra Bayr, Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und Präsidentin des Kuratoriums der Wiener Bildungsakademie, Grußworte an den neuen Lehrgang. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerdem von Mag. Marcus Schober, Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Absolvent des 28. Lehrgangs der Wiener Parteischule, Dr. Sascha Obrecht, Direktor des Dr.-Karl-Renner-Instituts und Abgeordneter zum Wiener Landtag, sowie Prof. Dr. Gerhard Schmid, Vorsitzender der SPÖ-Bundesbildung und 3. Präsident des Wiener Landtages.

Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und seit 2006 Leiter der Wiener Parteischule, verwies dabei auf das Motto der Wiener Bildungsakademie: „Die Menschen zum Denken zu bringen, zum Sehen und Hören zu bringen – das ist unsere Aufgabe. Genau diesen Anspruch versuchen wir mit der Wiener Parteischule umzusetzen. Wir wollen Geschichte dort kennenlernen, wo sie stattgefunden hat, genau hinsehen und zuhören und gleichzeitig über jene Fragen diskutieren, die uns heute und in Zukunft beschäftigen.“

Die Benennung des 61. Lehrgangs nach Franziska Fast und Franz Siegel soll dabei auch die Auseinandersetzung mit Persönlichkeiten und Traditionen der sozialdemokratischen Bewegung fördern. „Die Wiener Parteischule soll keine fertigen Antworten vorgeben. Unser Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissen, unterschiedliche Perspektiven und das politische Handwerkszeug mitzugeben, um selbst Fragen zu stellen und Entwicklungen kritisch zu beurteilen. Denn politische Bildung bedeutet für uns, Menschen zum eigenständigen Denken zu ermutigen und sie dazu zu bringen, genau hinzusehen und hinzuhören“, so Markytan.

Mit dem Eröffnungswochenende beginnt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Ausbildungsjahr mit Vorträgen, Diskussionen, Exkursionen und Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Damit setzt die Wiener Parteischule auch in ihrem 61. Lehrgang den Anspruch der Wiener Bildungsakademie fort: Menschen zum Denken, Sehen und Hören zu bringen.

Fotos: Wiener Bildungsakademie

1. Hietzinger Kommunalakademie

Mit großem Erfolg wurde die 1. Hietzinger Kommunalakademie der SPÖ Hietzing abgeschlossen. Durchgeführt wurde diese Bildungsreiche gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie. An sechs Abenden wurden grundlegende Fragen im Wechselspiel Partei -Stadt – Bezirk unter Einbeziehung vieler Expert*innen behandelt, verbunden mit Diskussionen, vielen Ideen und Möglichkeiten der Umsetzung. „Ein schöner Erfolg für alle Mitwirkenden! Besonders erfreulich war, dass viele junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgemacht haben. Von Politikverdrossenheit der Jugend war nichts zu spüren – im Gegenteil: großes Interesse an aktuellen Themen und Freude am Erarbeiten von Projekten“, freut sich SPÖ Hietzing-Vorsitzender, LAbg. Prof. Gerhard Schmid.  Die Abschlussfeier mit der Dekretüberreichung an die Teilnehmer*innen fand  gemeinsam mit der Vizedirektorin der Wiener Bildungsakademie, Mag.a Elisabeth Kaiser statt.