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SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Günter Sidl zur einstimmigen Wahl zum Bürgermeister von Petzenkirchen

Großer Festakt mit zahlreichen Ehrengästen – Altbürgermeisterin Lisbeth Kern zur Ehrenbürgerin ernannt

Dr. Günter Sidl, Abgeordneter zum Europäischen Parlament, wurde am gestrigen Abend einstimmig zum neuen Bürgermeister der Marktgemeinde Petzenkirchen gewählt. Zahlreiche Ehrengäste sowie viele Bürgerinnen und Bürger wohnten diesem besonderen Anlass bei. Angeführt wurde die Delegation des SPÖ-Bundesbildungspräsidiums vom SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden und Wiener Landtagspräsidenten Professor Dr. Gerhard Schmid sowie vom SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, die nach Petzenkirchen gereist waren, um diesem denkwürdigen Moment beizuwohnen. Im Rahmen der feierlichen Sitzung wurde auch die bisherige Bürgermeisterin Lisbeth Kern für ihre herausragenden Verdienste gewürdigt. Nach 30 Jahren im Amt – als längstdienendste Ortschefin Österreichs – wurde sie zur Ehrenbürgerin der Marktgemeinde Petzenkirchen ernannt.

Professor Dr. Gerhard Schmid betonte in seiner Ansprache: „Günter Sidl ist ein aufrichtiger Politiker, der tief in seiner Heimat verwurzelt ist. Er hat diese verantwortungsvolle Aufgabe mit großer Demut angenommen und wird neben seinen Tätigkeiten im Europäischen Parlament nun die Geschäfte der Marktgemeinde Petzenkirchen mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein steuern.“

Auch Wolfgang Markytan würdigte sowohl den neuen Bürgermeister als auch die Verdienste seiner Vorgängerin: „Für mich war es besonders eindrucksvoll, Lisbeth Kern persönlich kennenzulernen. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Konsequenz und Weitsicht sie 30 Jahre lang als Bürgermeisterin tätig war. Zu ihren größten Herausforderungen zählte die umfassende Kanalsanierung zu Beginn ihrer Amtszeit, die mit einer erheblichen Schuldenlast verbunden war. Diese Erfahrung hat sie nachhaltig geprägt und motiviert, alles daranzusetzen, die Gemeinde finanziell zu konsolidieren. Heute steht Petzenkirchen mit einem soliden finanziellen Reservoir da und hat sich unter ihrer Führung hervorragend entwickelt.“

Mit der Wahl von Dr. Günter Sidl beginnt für Petzenkirchen ein neues Kapitel, das auf einem starken Fundament aufbaut. Die Gemeinde blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert sehr herzlich und freut sich, dass Günther auch weiterhin seine Aufgaben im SPÖ-Bundesbildungspräsidium wahrnehmen wird.

SPÖ-Bundesbildungskonferenz – Schmid: Klare Positionen sind besser als keine Positionen – Babler plädiert für wehrhafte Demokratie

SPÖ-Bundesbildungskonferenz „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ in Innsbruck – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid mit 96,56 Prozent wiedergewählt

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz am Samstag in Innsbruck stand unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ Auf dem Programm standen Reden von u.a. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem stellte, und SPÖ-Vorsitzendem, Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte kamen von LH-Stv., gf. Tiroler SPÖ-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth, der Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (per Videobotschaft) und der SPD-Bildungsvorsitzenden Meike Jensen. Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidat:innen mehr als 95 Prozent der Stimmen. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz stand am Samstag, 31. Jänner 2026, in Innsbruck unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“. Etwa 150 Delegierte und 69 Gäste diskutierten aktuelle demokratiepolitische Herausforderungen und die Rolle politischer Bildungsarbeit. In der über 150-jährigen Geschichte der Bildungsorganisation fand die Bundeskonferenz erstmals in Tirol, konkret in Innsbruck, statt.

Auf dem Programm standen unter anderem Reden von SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl stellte, sowie von SPÖ-Bundesparteivorsitzendem und Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte überbrachten LH-Stv. und Tiroler SPÖ-Vorsitzender Philip Wohlgemuth, Dritte Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts Doris Bures (per Videobotschaft) sowie Meike Jensen, Bildungsvorsitzende der SPD.

Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidatinnen und Kandidaten mehr als 95 Prozent der Stimmen. Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent erneut zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden gewählt. SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan wurde einstimmig in seiner Funktion bestätigt.

SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler betonte in seiner Rede die zentrale Rolle von Bildung für die Demokratie und das sozialdemokratische Selbstverständnis: „Bildungsgerechtigkeit schafft die Voraussetzung dafür, sich zu verwirklichen und Träume zu ermöglichen.“ Demokratie beruhe auf zwei Säulen – der liberalen und der sozialen. „Nur im Zusammenspiel dieser beiden Säulen entwickelt sie ihre volle Kraft. Eine wehrhafte Demokratie braucht standhafte Organisationen“, so Babler. Politik müsse nicht nur reden, sondern handeln. Als Beispiele nannte er unter anderem die geplante weisungsfreie Bundesstaatsanwaltschaft, den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen sowie die Neuausrichtung der Medienförderung auf Qualitätskriterien.

Der wiedergewählte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid unterstrich die zunehmenden Gefährdungen demokratischer Strukturen. Umso wichtiger sei es, sich geografisch wie thematisch zu vernetzen und Bildungsarbeit breit aufzustellen:
„Im Kampf gegen Populismus müssen wir über den Tellerrand schauen. Klare Positionen sind besser als keine Positionen.“ Aufgabe der Bundesbildungsorganisation sei es daher auch, kontroverse gesellschaftliche Fragen aufzugreifen – wie etwa bei der Enquete zur Neutralität im Oktober des Vorjahres. Die SPÖ-Bundesbildung werde sich auch künftig mit wissenschaftlicher Unterstützung intensiv mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war der Rückblick auf die umfangreiche Bildungsarbeit der vergangenen Jahre, den Gerhard Schmid in seiner Rede sowie in einem rund 20-minütigen Video präsentierte. Zahlreiche Projekte konnten gemeinsam mit der SPÖ-Bundesgeschäftsführung, den Landesbildungsorganisationen, dem Karl-Renner-Institut, der Wiener Bildungsakademie sowie weiteren Partnerinnen und Partnern umgesetzt werden.

„Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass wir gemeinsam mit so vielen Partnerinnen und Partnern zahlreiche großartige Projekte und wertvolle Veranstaltungen realisieren konnten. Bildungsarbeit heißt für uns, Menschen innerhalb und außerhalb der Partei zum Denken, zur Weiterentwicklung und zum gesellschaftlichen Dialog anzuregen“, so Schmid.

Für die kommenden Jahre sind sowohl die Fortführung bewährter Projekte – etwa der „Zeitgespräche“ – als auch neue Beteiligungsformate geplant.

Talk „Wie sichern wir die Demokratie?“

Im Rahmen eines Talks diskutierten Selma Yildirim (Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Justizsprecherin des SPÖ Parlamentsklub), Elisabeth Fleischanderl (Klubobfrau SPÖ Tirol), Nicole Heinlein, MA (SPÖ-Tirol-Landesbildungssekretärin), Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (ehem. OeNB-Gouverneur) sowie Prof. Dr. Gerhard Schmid. Einigkeit bestand darüber, dass Bildung eine zentrale Voraussetzung für demokratische Teilhabe ist und Bildungseinrichtungen die Aufgabe haben, Menschen zur gleichberechtigten Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben zu befähigen.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan zog eine äußerst positive Bilanz der Konferenz:
„In der 150-jährigen Geschichte unserer Bildungsorganisation, die bis zum 8. Dezember 1867 zurückreicht, konnten wir erstmals eine Bundeskonferenz in Tirol und in Innsbruck abhalten. Dass dies in so hervorragender Zusammenarbeit – insbesondere mit der SPÖ Tirol und der Tiroler Bildungsorganisation – gelungen ist, erfüllt mich mit großer Freude.“

Alle Fotos: Christian Bader

Alle Fotos der SPÖ-Bundesbildungskonferenz gibt es hier

 

 

SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet 60. Lehrgang der Wiener Parteischule

Jubiläumslehrgang nach Widerstandskämpfer*innen Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak benannt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie und dem Karl-Renner-Institut den 60. Lehrgang der Wiener Parteischule, der erstmals nach zwei herausragenden Persönlichkeiten des antifaschistischen Widerstands und der sozialdemokratischen Bildungsarbeit benannt ist: Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak. Mit der Benennung dieses Jubiläumslehrgangs würdigt die SPÖ zwei Menschen, deren Lebenswege untrennbar mit dem Kampf gegen Faschismus, mit politischer Bildung und mit demokratischer Verantwortung verbunden sind. Die Erinnerung an Prof.in Käthe Sasso, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, Zeitzeugin und jahrzehntelange Wegbegleiterin der sozialdemokratischen Bildungsarbeit, ist dabei Verpflichtung und Auftrag zugleich. „Käthe Sasso hat ihr Leben dem Widerstand, der Aufklärung und der Menschlichkeit gewidmet. Sie war eine unbeugsame Antifaschistin, die bis zuletzt ihre Stimme erhoben hat – gegen das Vergessen, gegen Relativierung und für eine lebendige Demokratie. Politische Bildung ohne Haltung war für sie undenkbar. Ihr Vermächtnis ist Mahnung und Ermutigung zugleich, gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte wieder stärker unter Druck geraten“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid.

Auch die Benennung nach Friedrich Pollak ist ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung und der Sichtbarmachung. Pollak war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, engagierter Sozialdemokrat und ein prägender Akteur der Bildungs- und Erinnerungspolitik. Dennoch blieb sein Wirken lange Zeit eher „unter dem Radar“ der breiten öffentlichen Erinnerung. „Friedrich Pollak ist eine jener Persönlichkeiten, die sich ein ehrendes Andenken mehr als verdient haben, die aber im kollektiven Gedächtnis zu wenig präsent waren. Durch die engagierte Aufarbeitung seiner Familie und durch die Arbeit des Lokalhistorikers Alexander Karazman kommt nun neuer Schwung in die Gedenkarbeit. Mit der Benennung dieses Lehrgangs holen wir Pollak bewusst zurück auf unseren Erinnerungsschirm und schenken ihm jene Achtung, die seinem Einsatz für Demokratie und Bildung entspricht“, erklärt SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Besonders bedeutsam war, dass bei der Eröffnung des Lehrgangs auch die Stieftochter Friedrich Pollaks sowie sein Enkel Herbert Oplustil anwesend waren. Ihre Teilnahme unterstrich die persönliche Dimension der Erinnerung und machte deutlich, dass politische Bildungsarbeit immer auch Verantwortung gegenüber den Lebensgeschichten jener trägt, die für Freiheit und Demokratie eingetreten sind.

Die Wiener Parteischule ist eine der traditionsreichsten politischen Bildungseinrichtungen Österreichs. Seit 1947 wird sie ohne Unterbrechung geführt und ist damit eine echte Erfolgsgeschichte sozialdemokratischer Bildungsarbeit. Mehr als 1.000 Absolventinnen und Absolventen haben den Lehrgang bislang abgeschlossen.

Aus der Wiener Parteischule entwickeln sich unterschiedliche Formen politischer Teilhabe. Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen übernimmt politische Funktionen oder Mandate: Derzeit haben neun Abgeordnete des Wiener Gemeinderats und Landtags die Wiener Parteischule absolviert – darunter auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Andere wirken als Funktionärinnen und Funktionäre in Partei, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft oder tragen demokratische Werte als politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger in ihr Umfeld.

Mit dem 60. Lehrgang setzen die SPÖ-Bundesbildungsorganisation, die Wiener Bildungsakademie und das Karl-Renner-Institut ein gemeinsames Zeichen: Politische Bildung, Erinnerungskultur und antifaschistische Haltung gehören zusammen – und sind Voraussetzung für eine starke, solidarische Demokratie.

SPÖ-Bundesbildungsorganisation zu Besuch in Hamburg und Berlin

Der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid besuchte gemeinsam mit dem SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan sowie Mitarbeiter Dieter Hammer Hamburg und Berlin, um sich mit sozialdemokratischen Politikerinnen und Politikern über aktuelle bildungspolitische Themen auszutauschen.

Austausch in Hamburg

In Hamburg kam es zu einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft, Frank Schmitt, sowie mit dem Landtagsabgeordneten Arne Platzbecker. Im Kurt-Schumacher-Haus fand zudem ein Gespräch mit der stellvertretenden SPD-AfB (Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD) Bundesvorsitzenden Meike Jensen statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen der Bildungspolitik und der Demokratieförderung. Besonders diskutiert wurde, wie es gelingen kann, demokratiefeindlichen Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzutreten und gemeinsame Strategien zu entwickeln, um diese nachhaltig zu überwinden. Abends wurde ein Zusammentreffen mit den in der Elbphilharmonie auftretenden Wiener Symphonikern ermöglicht.

Begegnungen in Berlin

Am zweiten Tag führte die Reise nach Berlin. Dort standen Gespräche mit dem Vizepräsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Dennis Buchner, sowie mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bärbel Kofler, auf dem Programm.

Im Deutschen Bundestag wurden zahlreiche gemeinsame Projekte und künftige Kooperationen besprochen, die in den kommenden Monaten weiterentwickelt werden sollen. Ebenso wurden in einem Austausch mit dem Leiter der SPD-Parteischule Klaus Tovar aktuelle Herausforderungen im parteipolitischen Bildungsbereich besprochen und auf gemeinsame Projekte hingewiesen.

Zum Abschluss nahm die Delegation an einer sportpolitischen Veranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft teil. Der Austausch in Hamburg und Berlin unterstrich die Bedeutung des Dialoges zwischen sozialdemokratischen Bildungsorganisationen, um voneinander zu lernen, gemeinsame Herausforderungen zu erkennen und gemeinsame Wege für die Zukunft festzulegen.

Fotos: Wolfgang Markytan/SPÖ Bildung

 

2. November: Gedenken an den Terroranschlag in Wien

Am heutigen Tag gedenken wir der Opfer des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt in der Nacht vom 2. auf den 3. November 2020. Dieser Tag markiert nicht nur einen tiefen Einschnitt in die Geschichte unserer Stadt, sondern ist auch eine Mahnung an Solidarität, Zusammenhalt und Wachsamkeit.

Bei dem Anschlag wurden vier Menschen getötet und mehr als zwanzig teils schwer verletzt. Der Täter wurde wenige Minuten nach Beginn der Tat durch Einsatzkräfte gestoppt. Die Überlebenden und ihre Angehörigen tragen bis heute die Folgen dieser grausamen Nacht – physisch, psychisch und emotional.

Wir erinnern uns an die Opfer, deren Namen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Wir würdigen die Einsatzkräfte und all jene, die in einer Extremsituation Mut und Zivilcourage bewiesen haben. Der Anschlag hat uns gezeigt, wie verletzlich unsere Gesellschaft sein kann – aber auch, wie stark das gemeinsame „Wir“ ist, wenn wir einander beistehen. Trotz Terror und Gewalt wollen wir als offene und solidarische Gemeinschaft leben.

Fünf Jahre nach dieser schrecklichen Nacht bleibt die Aufgabe, aus der Erinnerung heraus Verantwortung zu übernehmen. Bildung und Prävention müssen gestärkt werden, um Radikalisierung – besonders im digitalen Raum – frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Ebenso wichtig ist eine lebendige Erinnerungskultur, die Raum für Gedenken, Aufarbeitung und Unterstützung für Betroffene schafft.

Auch die Zivilgesellschaft spielt eine zentrale Rolle: Jede und jeder Einzelne kann durch Haltung, Mitmenschlichkeit und Wachsamkeit dazu beitragen, dass sich solche Taten nicht wiederholen. Der Schutz unserer Demokratie, die Bewahrung von Vielfalt, Meinungsfreiheit und Respekt, sind keine Selbstverständlichkeit – sie müssen täglich neu gelebt und verteidigt werden.

Heute sind unsere Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und allen, die sich seit jenem Tag mit Engagement und Mitgefühl für eine sichere und solidarische Gemeinschaft einsetzen. Wir lassen uns nicht durch Gewalt spalten. Wir stehen füreinander ein – heute, morgen und in Zukunft.

SPÖ-Bundesbildungsorganisation: Politische Bildung muss mehr in den Fokus rücken

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan fordern nach dem erschütternden Terroranschlag in Wien, die politische Bildung und die demokratiepolitische Erziehung in Österreich zu stärken: „Der furchtbare Terroranschlag in Wien war ein Angriff auf unsere Demokratie und unsere Werte wie Humanität, Respekt, Toleranz und Weltoffenheit. Die schrecklichen Ereignisse haben uns eindringlich vor Augen gehalten, wie sehr wir ständig für Demokratie kämpfen und bereit sein müssen, diese zu schützen und zu verteidigen.“ Schmid betont: „Hass und Intoleranz dürfen niemals Platz in unserer Gesellschaft finden. Das Recht auf Meinungsfreiheit etwa ist ein wesentlicher Eckpfeiler der demokratischen Verfassung, die von den Generationen vor uns mit Blut und Leid erkämpft wurden.“ Diese Werte müssen daher in besonderer Weise geschützt werden. „Neben allen Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung sind Bildungsmaßnahmen wie Demokratieerziehung und Wertevermittlung von essenzieller Bedeutung“, bekräftigt Markytan.

„Es war ermutigend zu sehen, wie sehr die Bevölkerung und die Einsatzkräfte nach dem Anschlag ein funktionierendes und couragiertes Miteinander gezeigt haben“, sagt Markytan. Um unsere funktionierende, gelebte Demokratie nachhaltig zu schützen, müssen die Anstrengungen im Bereich der politischen Bildungsarbeit aber verstärkt werden. „Die Forderung nach mehr politischer Bildung in Österreich ist aktueller denn je!“, so Markytan.

Demokratiepolitische Bildung ist ein wesentlicher Pfeiler der Arbeit der SPÖ-Bildungsorganisation. Schmid fordert, die politische Bildung sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich sowie in der Erwachsenenbildung in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken: „So wie Bruno Kreisky einst in Anspielung auf den großen französischen Staatsmann und Philosophen Herriot gemeint hat: Die Demokratie sichert man am besten, indem man sie ununterbrochen in Bewegung hält.“ Er stellt klar: „Jeder Mensch, der unsere Gesellschaft zerstören möchte, soll wissen, dass er an der Macht der Demokratie und der Kraft des Verstandes scheitern wird.“

Zum Tag des Friedens – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid: „SPÖ steht für Demokratie, Verständigung und Frieden“

Am heutigen Internationalen Tag des Friedens erinnert die SPÖ-Bildungsorganisation an die Verantwortung, Frieden zu bewahren und aktiv zu gestalten. Der von den Vereinten Nationen 1981 ausgerufene Weltfriedenstag ist ein weltweites Zeichen gegen Krieg und Gewalt – und für ein gutes Zusammenleben der Völker. „Krieg ist das Schlimmste, was es gibt. Er trifft fast immer diejenigen, die keinerlei Schuld tragen, und reißt sie in Leid, Zerstörung und Vertreibung. Die Sozialdemokratie hat niemals die Waffen gegen den politischen Gegner erhoben, um ihn zu unterdrücken. Diese Haltung ist ein klares und bleibendes Zeichen: Unsere Bewegung steht für Demokratie, für Verständigung, für Frieden“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid.

Die Vereinten Nationen, denen mittlerweile mehr als 190 Staaten angehören, sind das zentrale internationale Friedensprojekt. Sie haben die Aufgabe, Konflikte zu verhindern, Dialog zu fördern und eine friedliche Kooperation zu ermöglichen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass viele Regionen, die derzeit nicht direkt in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt sind, sich in aktuellen politischen Diskussionen dennoch in Richtung einer Parteinahme bewegen. Anstatt die Bedingungen für Frieden voranzutreiben, lassen sie sich von einer gefährlichen Kriegsrhetorik mitreißen und leisten damit wenig zu einer dauerhaften Friedenssicherung.

„Der Weltfriedenstag erinnert uns daran, dass Frieden kein Zustand ist, der von selbst besteht. Er muss gestaltet, verteidigt und immer wieder neu errungen werden. Für die Sozialdemokratie bedeutet das: Wir bringen uns ein – in Debatten, in Bildungsarbeit, in der konkreten politischen Auseinandersetzung. Denn Frieden ist kein fernes Ideal, sondern eine tägliche Aufgabe“, unterstreicht SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Die SPÖ sieht sich historisch wie aktuell als Teil einer Friedensbewegung. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Regionen der Welt in Konflikte geraten oder durch kriegsrhetorische Begeisterung zusätzlich destabilisiert werden, wird die Aufgabe umso wichtiger, durch Politik und Zivilgesellschaft aktiv für Frieden einzutreten.

SERVICE: Im Geist des Weltfriedenstages lädt die SPÖ-Bildungsorganisation zu zwei Veranstaltungen:

Neutralitätssymposium am Freitag, 24. Oktober 2025, vormittags, im Wiener Bildungszentrum (Praterstraße 25a)

3. Prof.-Rudolf-Gelbard-Symposium 2025 am Mittwoch, 26. November 2025, 18.00 Uhr: „Wie sicher ist unsere Demokratie?“

Beide Veranstaltungen setzen ein starkes Zeichen für Dialog, Demokratie und Frieden. Nähere Informationen folgen!

Bild: Von Käthe Kollwitz – https://www.kollwitz.de/plakat-nie-wieder-krieg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=137640351

 

 

Abschied von Fritz Edlinger

Mit Fritz Edlinger verliert die politische Bildungs- und Friedensarbeit in Österreich einen bedeutenden Vordenker und Akteur. Der 75-Jährige, der am 4. Dezember 2024 verstarb, hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk, das geprägt war von seinem Engagement für Dialog und Verständigung, insbesondere in konfliktreichen Regionen wie dem Nahen Osten. Zeit seines Lebens war er ein wichtiger Teil der sozialdemokratischen Arbeiter*innen-Bewegung, der er sich schon in jungen Jahren anschloss und in der es sich bis zum Lebensende treu und intensiv engagierte. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid: „Fritz Edlinger war langjähriger Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen und setzte sich intensiv für Frieden und Gerechtigkeit im arabischen Raum ein. Sein umfassendes Wissen und sein Netzwerk machten ihn zu einem unverzichtbaren Brückenbauer zwischen den Kulturen. Er kritisierte vehement die einseitige Berichterstattung über den Nahen Osten und widmete sich mit der von ihm herausgegebenen Zeitschrift International einer ausgewogenen Darstellung globaler politischer Zusammenhänge. Diese Publikation gilt als einzigartige Quelle kritischer Analyse und hat Generationen von Politikern, Journalisten und Wissenschaftlern geprägt.“

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan erinnert sich: „Neben seiner journalistischen Tätigkeit organisierte Edlinger zahlreiche Konferenzen und Veranstaltungen, die den Diskurs über Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit förderten, viele davon in den Räumlichkeiten der Bildungsorganisationen der SPÖ. Er war bekannt für seine klare Haltung gegen Krieg und Imperialismus, was sich in seinen Reden und Schriften widerspiegelt.“ Seine Beiträge zur österreichischen und internationalen Friedensbewegung sowie sein Einsatz für eine differenzierte Sicht auf die arabische Welt werden unvergessen bleiben. Fritz Edlinger hinterlässt eine große Lücke, nicht nur in der politischen Landschaft, sondern auch in den Herzen all jener, die ihn als Mentor, Kollegen und Freund geschätzt haben.

“Lieber Fritz, einige Jahre nachdem wir schon deinen Bruder Rudi unerwartet verloren haben, müssen wir nun auch von dir Abschied nehmen. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation bedankt sich für deine Zusammenarbeit, deine Loyalität und deine so unzähligen, wertvollen Beiträge für eine gerechtere und Friedliche Welt”, so Gerhard Schmid.

Foto: https://www.nachdenkseiten.de/

Ein letztes Freundschaft für Prof.in Käthe Sasso

Am Mittwoch, dem 24. April, fand am Friedhof von Winzendorf die feierliche Verabschiedung der Zeitzeugin, Widerstandskämpferin und Patriotin, Prof.in Käthe Sasso statt. Mit einem letzten Freundschaft legten der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildung, Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, MA, und der Direktor der Wiener Bildungsakademie, Cappar Hajo, einen Kranz der sozialdemokratischen Bildungsorganisationen nieder. Unter den Trauergästen befanden sich Bundesministerin Dr.in Karoline Edtstadler, Bundeskanzler a.D. Werner Faymann und Bundesminister a.D. Dr. Josef Ostermayer.

Prof.in Käthe Sasso war Widerstandskämpferin, Überlebende des Nazi-Regimes und Zeitzeugin. Bis zuletzt hat sie mit ihren Erzählungen über ihr Leben dazu beigetragen, dass die Gräuel der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten. „Wehret den Anfängen“ war für sie nie eine bloße Parole, sondern sie hat ihr Leben in den Dienst der Erinnerungsarbeit gestellt. Damit diese schreckliche Zeit niemals wiederkehrt. Sie hat dafür gekämpft, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein unantastbares Gut sein müssen.

Auf Einladung von Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig findet am 7. Mai 2024 ein Symposium zu Ehren von Prof.in Käthe Sasso statt.

Hinweis: Als Gast der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ hat Prof.in Käthe Sasso von ihrem bewegten Leben erzählt. Hier ist das Video abrufbar.

Gerhard Schmid am 46. Ordentlichen Bundesparteitag der SPÖ: „Sozialdemokratie ist immer auf Seite der Demokratie“

„Die Sozialdemokratie ist immer auf der richtigen Seite, sie ist in ihrer gesamten Geschichte immer auf der Seite der Demokratie gestanden,“ unterstrich der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid in seiner Rede am 46. Ordentlichen Bundesparteitag der SPÖ.  Daher sei es auch für die Bildungsarbeit so notwendig, „dass wir uns mit den Fragen der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit beschäftigen. Wenn es Länder in unserer Umgebung gibt, wo die Medienrechte eingeschränkt werden, wo man versucht, in die Justiz einzugreifen, dann ist es notwendig, dass man dem etwas entgegensetzt.“ Und das setzt voraus, dass man auch in Bildung investiert. „Wir brauchen einen humanistischen, demokratischen Bildungsbegriff. Das ist die DNA der Sozialdemokratie. Die Bildung ist das Vehikel für den Sozial- und Wohlfahrtsstaat, die Bildung ist das Vehikel für die Emanzipation der Menschen“, hielt Gerhard Schmid fest.

Hier das Video der gesamten Rede von SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden LAbg. Gerhard Schmid am 46. Ordentlichen Bundesparteitag der SPÖ:

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SPD – Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in Berlin

Eine Delegation der SPÖ-Bundesbildung unter der Leitung des Vorsitzenden der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, Prof. Dr. Gerhard Schmid, besuchte auf Einladung des Vorsitzenden Ulf Daude die Bundeskonferenz der Partnerorganisation Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB) im Willy Brandt-Haus in Berlin. Auf dem umfangreichen Programm standen zahlreiche Gespräche, unter anderem mit Bundestagsabgeordneten Ruppert Stüwe (Bildung, Forschung) im Bundestag sowie mit dem Vizepräsidenten Dennis Bucher. Außerdem auf der Tagesordnung der Besuch des Berliner Abgeordnetenhauses (Preußischer Landtag) und der österreichischen Botschaft sowie Gespräche mit der Gesandtin Elisabeth Riederer und Botschafter Michael Linhart. Es folgte ein Treffen mit dem SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert und der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken. Darüber hinaus nahm der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid im Rahmen der Bundeskonferenz der AfB an einer spannenden internationalen Podiumsdiskussion teil. Gerhard Schmid gratulierte Ulf Daude herzlich zu dessen Wiederwahl als AfB-Vorsitzender.

Anschließend an die Bundeskonferenz der AfB besuchte die Delegation der SPÖ-Bundesbildungsorganisation unter anderem die Gedenkstätte für die in der NS-Zeit ermordeten und verfolgten Roma und Sinti und die Gedenkstätte T4 für die Opfer der NS-Euthanasieprogramme. „Ein Pflichtprogramm jedes Berlin-Besuchs ist das große Holocaust Mahnmal, das uns immer klar macht, dass wir überall für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und soziale Sicherheit eintreten müssen“, hielt Gerhard Schmid fest.