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SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Günter Sidl zur einstimmigen Wahl zum Bürgermeister von Petzenkirchen

Großer Festakt mit zahlreichen Ehrengästen – Altbürgermeisterin Lisbeth Kern zur Ehrenbürgerin ernannt

Dr. Günter Sidl, Abgeordneter zum Europäischen Parlament, wurde am gestrigen Abend einstimmig zum neuen Bürgermeister der Marktgemeinde Petzenkirchen gewählt. Zahlreiche Ehrengäste sowie viele Bürgerinnen und Bürger wohnten diesem besonderen Anlass bei. Angeführt wurde die Delegation des SPÖ-Bundesbildungspräsidiums vom SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden und Wiener Landtagspräsidenten Professor Dr. Gerhard Schmid sowie vom SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, die nach Petzenkirchen gereist waren, um diesem denkwürdigen Moment beizuwohnen. Im Rahmen der feierlichen Sitzung wurde auch die bisherige Bürgermeisterin Lisbeth Kern für ihre herausragenden Verdienste gewürdigt. Nach 30 Jahren im Amt – als längstdienendste Ortschefin Österreichs – wurde sie zur Ehrenbürgerin der Marktgemeinde Petzenkirchen ernannt.

Professor Dr. Gerhard Schmid betonte in seiner Ansprache: „Günter Sidl ist ein aufrichtiger Politiker, der tief in seiner Heimat verwurzelt ist. Er hat diese verantwortungsvolle Aufgabe mit großer Demut angenommen und wird neben seinen Tätigkeiten im Europäischen Parlament nun die Geschäfte der Marktgemeinde Petzenkirchen mit Weitblick und Verantwortungsbewusstsein steuern.“

Auch Wolfgang Markytan würdigte sowohl den neuen Bürgermeister als auch die Verdienste seiner Vorgängerin: „Für mich war es besonders eindrucksvoll, Lisbeth Kern persönlich kennenzulernen. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Konsequenz und Weitsicht sie 30 Jahre lang als Bürgermeisterin tätig war. Zu ihren größten Herausforderungen zählte die umfassende Kanalsanierung zu Beginn ihrer Amtszeit, die mit einer erheblichen Schuldenlast verbunden war. Diese Erfahrung hat sie nachhaltig geprägt und motiviert, alles daranzusetzen, die Gemeinde finanziell zu konsolidieren. Heute steht Petzenkirchen mit einem soliden finanziellen Reservoir da und hat sich unter ihrer Führung hervorragend entwickelt.“

Mit der Wahl von Dr. Günter Sidl beginnt für Petzenkirchen ein neues Kapitel, das auf einem starken Fundament aufbaut. Die Gemeinde blickt mit Zuversicht in die Zukunft. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert sehr herzlich und freut sich, dass Günther auch weiterhin seine Aufgaben im SPÖ-Bundesbildungspräsidium wahrnehmen wird.

SPÖ-Bundesbildungskonferenz – Schmid: Klare Positionen sind besser als keine Positionen – Babler plädiert für wehrhafte Demokratie

SPÖ-Bundesbildungskonferenz „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ in Innsbruck – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid mit 96,56 Prozent wiedergewählt

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz am Samstag in Innsbruck stand unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ Auf dem Programm standen Reden von u.a. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem stellte, und SPÖ-Vorsitzendem, Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte kamen von LH-Stv., gf. Tiroler SPÖ-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth, der Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (per Videobotschaft) und der SPD-Bildungsvorsitzenden Meike Jensen. Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidat:innen mehr als 95 Prozent der Stimmen. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz stand am Samstag, 31. Jänner 2026, in Innsbruck unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“. Etwa 150 Delegierte und 69 Gäste diskutierten aktuelle demokratiepolitische Herausforderungen und die Rolle politischer Bildungsarbeit. In der über 150-jährigen Geschichte der Bildungsorganisation fand die Bundeskonferenz erstmals in Tirol, konkret in Innsbruck, statt.

Auf dem Programm standen unter anderem Reden von SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl stellte, sowie von SPÖ-Bundesparteivorsitzendem und Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte überbrachten LH-Stv. und Tiroler SPÖ-Vorsitzender Philip Wohlgemuth, Dritte Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts Doris Bures (per Videobotschaft) sowie Meike Jensen, Bildungsvorsitzende der SPD.

Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidatinnen und Kandidaten mehr als 95 Prozent der Stimmen. Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent erneut zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden gewählt. SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan wurde einstimmig in seiner Funktion bestätigt.

SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler betonte in seiner Rede die zentrale Rolle von Bildung für die Demokratie und das sozialdemokratische Selbstverständnis: „Bildungsgerechtigkeit schafft die Voraussetzung dafür, sich zu verwirklichen und Träume zu ermöglichen.“ Demokratie beruhe auf zwei Säulen – der liberalen und der sozialen. „Nur im Zusammenspiel dieser beiden Säulen entwickelt sie ihre volle Kraft. Eine wehrhafte Demokratie braucht standhafte Organisationen“, so Babler. Politik müsse nicht nur reden, sondern handeln. Als Beispiele nannte er unter anderem die geplante weisungsfreie Bundesstaatsanwaltschaft, den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen sowie die Neuausrichtung der Medienförderung auf Qualitätskriterien.

Der wiedergewählte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid unterstrich die zunehmenden Gefährdungen demokratischer Strukturen. Umso wichtiger sei es, sich geografisch wie thematisch zu vernetzen und Bildungsarbeit breit aufzustellen:
„Im Kampf gegen Populismus müssen wir über den Tellerrand schauen. Klare Positionen sind besser als keine Positionen.“ Aufgabe der Bundesbildungsorganisation sei es daher auch, kontroverse gesellschaftliche Fragen aufzugreifen – wie etwa bei der Enquete zur Neutralität im Oktober des Vorjahres. Die SPÖ-Bundesbildung werde sich auch künftig mit wissenschaftlicher Unterstützung intensiv mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war der Rückblick auf die umfangreiche Bildungsarbeit der vergangenen Jahre, den Gerhard Schmid in seiner Rede sowie in einem rund 20-minütigen Video präsentierte. Zahlreiche Projekte konnten gemeinsam mit der SPÖ-Bundesgeschäftsführung, den Landesbildungsorganisationen, dem Karl-Renner-Institut, der Wiener Bildungsakademie sowie weiteren Partnerinnen und Partnern umgesetzt werden.

„Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass wir gemeinsam mit so vielen Partnerinnen und Partnern zahlreiche großartige Projekte und wertvolle Veranstaltungen realisieren konnten. Bildungsarbeit heißt für uns, Menschen innerhalb und außerhalb der Partei zum Denken, zur Weiterentwicklung und zum gesellschaftlichen Dialog anzuregen“, so Schmid.

Für die kommenden Jahre sind sowohl die Fortführung bewährter Projekte – etwa der „Zeitgespräche“ – als auch neue Beteiligungsformate geplant.

Talk „Wie sichern wir die Demokratie?“

Im Rahmen eines Talks diskutierten Selma Yildirim (Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Justizsprecherin des SPÖ Parlamentsklub), Elisabeth Fleischanderl (Klubobfrau SPÖ Tirol), Nicole Heinlein, MA (SPÖ-Tirol-Landesbildungssekretärin), Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (ehem. OeNB-Gouverneur) sowie Prof. Dr. Gerhard Schmid. Einigkeit bestand darüber, dass Bildung eine zentrale Voraussetzung für demokratische Teilhabe ist und Bildungseinrichtungen die Aufgabe haben, Menschen zur gleichberechtigten Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben zu befähigen.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan zog eine äußerst positive Bilanz der Konferenz:
„In der 150-jährigen Geschichte unserer Bildungsorganisation, die bis zum 8. Dezember 1867 zurückreicht, konnten wir erstmals eine Bundeskonferenz in Tirol und in Innsbruck abhalten. Dass dies in so hervorragender Zusammenarbeit – insbesondere mit der SPÖ Tirol und der Tiroler Bildungsorganisation – gelungen ist, erfüllt mich mit großer Freude.“

Alle Fotos: Christian Bader

Alle Fotos der SPÖ-Bundesbildungskonferenz gibt es hier

 

 

SPÖ-Bildungsorganisation gratuliert Petra Bayr zur Wahl zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates

Die SPÖ-Bildungsorganisation gratuliert der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Petra Bayr herzlich zu ihrer Wahl zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE). Die Wahl Bayrs stelle ein klares Bekenntnis zu einer demokratischen, solidarischen und sozialdemokratischen Europapolitik dar – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie sich im ersten Wahlgang deutlich gegen eine rechte Kandidatin durchsetzen konnte. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont die besondere historische und politische Dimension der Wahl: „Es ist ein starkes Zeichen für die sozialdemokratische Europapolitik, dass mit Petra Bayr erneut eine überzeugte Sozialdemokratin dieses bedeutende Amt übernimmt. Sie steht in einer Reihe mit Karl Czernetz, der von 1975 bis 1978, sowie Peter Schieder, der von 2002 bis 2004 als Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung des Europarates Verantwortung getragen haben. Mit Petra Bayr wird diese Tradition fortgesetzt – getragen von klaren Werten, internationaler Erfahrung und einer tiefen Verankerung in der politischen Bildungsarbeit.“

Wolfgang Markytan unterstreicht die besondere Bedeutung der engen Verbindung von Politik und politischer Bildung: „Die Wahl von Petra Bayr zur Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates ist eine außerordentlich erfreuliche und wichtige Entscheidung. Sie zeigt, wie zentral es ist, dass europäische Spitzenfunktionen von Persönlichkeiten übernommen werden, die aus der Bildungsarbeit und der demokratischen Bildungsbewegung kommen. Petra Bayr bringt diese Erfahrung seit vielen Jahren als Präsidentin des Kuratoriums der Wiener Bildungsakademie sowohl in der inhaltlichen Auseinandersetzung als auch in der konkreten Umsetzung politischer Bildungsangebote ein. Ein wesentlicher Teil der Bildungsarbeit der SPÖ basiert auf der intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Wiener Bildungsakademie und Petra Bayr – dafür bedanken wir uns ausdrücklich und freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit.“

Der Europarat mit seinen 46 Mitgliedsstaaten ist eine zentrale Institution zur Stärkung von Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit in Europa. Petra Bayr folgt in dieser Funktion auf den griechischen Politiker Theodoros Rousopoulos. Sie ist die 36. Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung und die fünfte Frau, die dieses Amt bekleidet.

Schmid zum Verbindungsbahn-Urteil: Freie Fahrt für die S80 – Hietzing gewinnt an Tempo, Anbindung und Lebensqualität

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Ausbau der Verbindungsbahn bestätigt. Damit kann die Attraktivierung der S80 zwischen Hütteldorf, Hietzing und Meidling in die Umsetzung gehen. Die Linie stärkt die West-Ost-Verbindung bis zum Hauptbahnhof und weiter Richtung Simmering und Donaustadt, schafft neue Umsteigemöglichkeiten zu allen fünf U-Bahnlinien und bildet einen wichtigen Baustein für den künftigen S-Bahn-Ring.

SPÖ-Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Gerhard Schmid betont die Bedeutung der Entscheidung für den Bezirk und die gesamte Stadt: “Das Bundesverwaltungsgericht hat den Weg freigemacht: Die Verbindungsbahn bekommt endlich das positive Signal, das dieses Projekt seit Jahren verdient.” Mit dem Ausbau werden neue Stationen und Verbesserungen entlang der Trasse möglich. Gerade für viele Pendler:innen im Bezirk entstehen zusätzliche, verlässliche Wege: schneller, klimafreundlicher und mit dichterem Takt. “Nach zwei Jahrzehnten Debatten, Verhandlungen und Prüfungen ist das ein klarer Schritt nach vorne – für eine S80, die die West-Ost-Verbindung stärkt”. Während der Bauphase braucht es zugleich transparente Informationen, eine gut sichtbare Anlaufstelle und echte Erreichbarkeit, damit Anliegen aus der Nachbarschaft nicht im Lärm untergehen. “Ich möchte allen danken, die dieses Vorhaben mit Ausdauer gestützt haben: In meiner Fraktion den Verkehrsminister:innen Werner Faymann, Doris Bures, Jörg Leichtfried und Gerald Klug, dem früheren Wiener Bürgermeister Michael Häupl, unserem Bürgermeister Michael Ludwig, den Stadträtinnen Renate Brauner und Ulli Sima, den engagierten Beamt:innen sowie unseren Bezirksvorsteher-Stellvertretern Reinhard Feistritzer, Friedrich Unterwieser, Matthias Friedrich und Marcel Höckner – gemeinsam mit allen aktiven und ehemaligen Bezirksrät:innen sowie vielen Freund:innen im Bezirk.”

“Respekt gilt ebenso allen weiteren Verkehrsminister:innen und allen Fraktionen, die diese Stärkung des öffentlichen Verkehrs mitgetragen haben.” Auch die Umsetzungspartner werden ausdrücklich gewürdigt: “Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen der ÖBB, insbesondere der Infrastruktur AG, vor allem Magister Franz Hammerschmid sowie den Projektleitern für Geduld, Ausdauer und Zielstrebigkeit.”

Abschließend unterstreicht Schmid den sozialdemokratischen Anspruch: Mobilität soll verbinden, nicht trennen und Wien, eine der lebenswertesten Städte, noch alltagstauglicher machen: “Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt für die Mobilität in Wien. Es wird die Lebensqualität vieler Hietzinger*innen heben und wir bleiben dran, damit die Umsetzung verlässlich, fair und mit Rücksicht gelingt.”

Winterwanderung 2026 im Lainzer Tiergarten

Gemeinsam mit dem Kulturverein Hietzing und den Naturfreunden Hietzing lud der Vorsitzende der SPÖ Hietzing und Dritte Präsident des Wieber Landtages, Prof. Dr. Gerhard Schmid zur traditionellen Winterwanderung im Lainzer Tiergarten ein. Trotz eisiger Kälte waren zahlreiche Wanderfreund:innen, darunter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Bildung, gekommen um gemeinsam zum Rohrhaus zu spazieren. Mitarbeiter:innen der MA 49 beantworteten Fragen zum Lainzer Tiergarten und den Forstbetrieben. Für das leibliche Wohl sorgten Punsch, Glühwein, Maroni und heißer Leberkäse. Das Bläserquartett Dockner und Freunde sorgte für eine stimmige musikalische Begleitung.

„Eine wunderbare Veranstaltung mit anregenden Gesprächen in entspannter Atmosphäre. Vielen Dank an den Vize-Forstdirektor von Wien, Senatsrat Ing. Günther Annerl, dem Vorsitzenden der Naturfreunde Hietzing, Manfred Annerl, MA, der Präsidentin des Kulturvereins Hietzing, Schulrätin Evelyne Bauer und dem Kultursprecher, Bezirksrat Flavio Schily, BA“, zog Schmid eine erfreuliche Bilanz der Winterwanderung.

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Gründungstag der Ersten Republik – SPÖ-Bundesbildung: „Demokratische Errungenschaften gegen neue Bedrohungen verteidigen“

Schmid und Markytan erinnern an Bedeutung von Republik und Demokratie und warnen vor neuen Formen gesellschaftlicher Ungleichheit

Am 12. November 1918 wurde in Wien die Erste Republik ausgerufen – ein historischer Wendepunkt, der das Ende der Monarchie und den Beginn der demokratischen Selbstbestimmung markierte. Mehr als ein Jahrhundert später erinnert SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender und Dritter Präsident des Wiener Landtags Gerhard Schmid an die bleibende Bedeutung dieses Tages und mahnt zugleich, die demokratischen Errungenschaften gegen neue Bedrohungen zu verteidigen. „Das Vermächtnis der Männer und Frauen, die 1918 für die Gründung der Republik gekämpft haben, ist untrennbar mit unserem heutigen Verständnis von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit verbunden“, erklärt Schmid am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. „Sie haben unter schwierigsten Bedingungen für eine demokratische Republik gestritten – und uns damit den Weg geebnet, in Freiheit und sozialem Frieden leben zu können.“

Die Gründung der Republik war auch ein Triumph über alte Herrschaftsstrukturen. Sie bedeutete das Ende der Privilegien des Adels und den Beginn einer neuen Epoche politischer Teilhabe und sozialer Verantwortung. Besonders hebt Schmid die oft übersehene Rolle der Frauen hervor, die für Gleichberechtigung und politische Mitbestimmung kämpften: „Dieses Vermächtnis der Frauen wollen wir in Würdigung unserer Geschichte und in Kenntnis der Unterbrechung der Demokratie durch zwei Faschismen ganz besonders hochhalten“, betont Schmid. Gerade die Erfahrungen der autoritären Regime des 20. Jahrhunderts zeigen, wie zerbrechlich Demokratie sein kann. Umso wichtiger sei es heute, sie aktiv zu leben und zu verteidigen.

„Heute geht es wieder darum, die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit zu sichern, für Sozialität, Gerechtigkeit und die Erhaltung beziehungsweise Weiterentwicklung des Wohlfahrtsstaates einzutreten“, so Schmid weiter. „Das sind wir den Männern und Frauen schuldig, die damals die Republik unter schwierigsten Bedingungen erkämpft haben.“

Die soziale Demokratie bleibt damit nicht nur ein historisches Projekt, sondern eine tägliche Verpflichtung. Sie fordert, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und allen Menschen gleiche Chancen auf Teilhabe zu ermöglichen.

Einen aktuellen Blick auf diese Entwicklung wirft SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan, der auf den tiefen Wandel seit 1918 hinweist und die Verbindung zu den Herausforderungen des digitalen Zeitalters herstellt: „Mit dem Ende der Herrschaft des Adels kam es 1918 zur Ausrufung einer Republik. Das bedeutet, dass keine Herrschaftssysteme aufgrund von Vererbung mehr möglich sind, sondern aufgrund demokratischer Wahlen und der Möglichkeit, dass sich alle Menschen am politischen Prozess beteiligen.“

Markytan warnt zugleich vor einer neuen Form gesellschaftlicher Ungleichheit: „Heute sprechen wir von einer Form des digitalen Feudalismus, wenn es darum geht, dass wir immer weniger Menschen die Möglichkeit geben, an den normalen Prozessen teilzunehmen, die zunehmend von digitalen Algorithmen gesteuert werden.“ Damit knüpft Markytan an seine Analyse im Beitrag „Feudalismus – die Rückkehr eines überholten Herrschaftssystems“ in der Zeitschrift „Zukunft“ an, in dem er beschreibt, wie wirtschaftliche Machtkonzentration und algorithmische Kontrolle neue Abhängigkeiten schaffen. Demokratie, so Markytan, müsse sich auch im digitalen Raum behaupten, um ihrer Grundidee treu zu bleiben.

Am Ende steht ein gemeinsames Bekenntnis, das Schmid mit Nachdruck formuliert: „Es lebe die Republik.“

Fotos: Bernd Herger

Prof. Dr. Gerhard Schmid besuchte wichtige Organisationen und Einrichtungen in Genf

Sowohl Wien als auch Genf sind Sitz der Vereinten Nationen – mit all den Herausforderungen für und Auswirkungen auf die Städte. Daher galt der erste Besuch Prof. Dr. Gerhard Schmids in seiner Funktion als Dritter Landtagspräsident von Wien der Stadt Genf. Auf dem Programm standen unter anderem der Besuch des UN- Flüchtlingskommissariats UNHCR und der Weltgesundheitsorganisation WHO. Bei deinem Treffen mit dem WHO-Direktor für Finanzen und Partnerschaften, Dr. Gaudenz Silberschmidt wurden Fragen der Global Health Governance, vor allem der Seuchen- und Pandemiebekämpfung besprochen.

Beim Treffen mit dem Präsidenten der Kantonsregierung, Thierry Apothéloz wurde einem ausführlichen Austausch über die politische Lage und der Situation der beide Städte als Sitz der Vereinten Nationen gesprochen.

Eine intensive Diskussion mit international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern –  darunter viele Österreicherinnen und Österreicher, vor allem Wienerinnen und Wiener –  statt. Vor allem Exponenten der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Technischen Universität Wien, aber auch anderer Einrichtungen. Ziel war ein grundlegender Austausch bzw. Informationen über Fragen der Grundlagenforschung. Dabei wurde auf der französischen Seite ein Einstieg in die in 100 m Tiefe liegende und im Umfang 27 km lange Anlage des Teilchenbeschleunigers ermöglicht. Dabei konnten besondere Eindrücke in eine nahezu, in ihrer Dimension unvorstellbare Forschungswelt gewonnen werden.

Treffen mit:

Dr. Michael Benedikt – Leiter, Future Circular Collider Feasibility Study

Dr. Markus Brugger – Verbindungsstelle für Österreich am CERN

Dr. Peter Cochula – Leiter Mitgliedsstaatenbeziehungen

Dr. Manfred Krammer – Leiter, Abteilung für experimentelle Physik

Fotos: Bernd Herger

 

 

SPÖ Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid: Wertvoller Austausch in Oberösterreich

Gemeinsam mit dem SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan traf sich der SPÖ Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid zu einem inhaltlichen Austausch mit Oberösterreich SPÖ-Landesparteivorsitzendem, Landesrat Martin Winkler sowie dem dritten Landtagspräsidenten Peter Binder.

Im Mittelpunkt des Treffens standen der Dialog zwischen Wien und Oberösterreich auf Landtagsebene sowie die aktuellen Herausforderungen der Sozialdemokratie – sowohl im politischen Alltag als auch im Bereich der Bildungsarbeit. In konstruktiver Atmosphäre wurden die Chancen einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Landesorganisationen ausgelotet und über Möglichkeiten gesprochen, sozialdemokratische Bildungsangebote noch gezielter an aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen.

Prof. Schmid betonte die Bedeutung regelmäßiger Gespräche und Kooperationen zwischen den Ländern: „Nur durch offenen Austausch und gemeinsame Perspektiven können wir politische und gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich gestalten. Bildungspolitik ist und bleibt ein zentrales Werkzeug, um soziale Gerechtigkeit zu fördern und Demokratie zu stärken.“

Auch Landesrat Martin Winkler unterstrich die Notwendigkeit, die Sozialdemokratie weiterzuentwickeln und gleichzeitig ihre Grundwerte im Alltag spürbar zu machen: „Die Sozialdemokratie muss aus den Fehlern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen. Man muss bei den Menschen sein – in ihren Lebensrealitäten, mit ihren Sorgen und Hoffnungen.“

Der dritte Landtagspräsident Peter Binder ergänzte, dass die politische Bildungsarbeit in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle spiele: Sie ermögliche es, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, solidarisches Handeln zu stärken und Demokratie erfahrbar zu machen.

SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan hob die langjährige Verbundenheit der Beteiligten hervor: „Alle Beteiligten kennen und schätzen sich seit vielen Jahren und haben in unterschiedlichen Projekten bereits erfolgreich zusammengearbeitet. Der ständige Austausch ist uns wichtig – und wir kommen mit der Wiener Parteischule bald wieder, um beide zu besuchen und den Dialog weiterzuführen.“

Das Treffen machte deutlich, dass gegenseitige Vernetzung, gemeinsame Reflexion und inhaltlicher Austausch zentrale Voraussetzungen für eine starke, zukunftsorientierte Bildungsarbeit und eine lebendige Sozialdemokratie sind.

Gerhard Schmid: Herzliche Gratulation an Richard Cocket zum Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2024

Für sein Werk „Stadt der Ideen. Als Wien die moderne Welt erfand“, erhielt der britische Journalist und Historiker Richard Cockett den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2024. Als Laudator fungierte niemand geringerer als Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, selbst ein Historiker. Der Vorsitzende der der SPÖ Bundesbildungsorganisation, Dritter Landtagspräsident von Wien, Gerhard Schmid, würdigt den Preisträger und sein Werk: „Zurecht hat diese Huldigung der Geistesmetropole des 20. Jahrhunderts diesen so wertvollen Preis gewonnen.“

Richard Cockett führt uns in seinem umfassenden Werk „Stadt der Ideen“ auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung Wiens als intellektuelles und kulturelles Zentrum von Weltrang vor Augen. Wien sei eine Innovationsmatrix gewesen, deren Beitrag für die Geistesgeschichte der Welt des 20. Jahrhunderts mit politischer Innovation und gesellschaftlicher Vision nicht zu überschätzen sei.

Dieses Buch ist nicht nur ein Loblied auf Wien, sondern auch ein Plädoyer für die Bedeutung von Städten als Orte des Dialogs, der Kreativität und des Fortschritts. In der geistigen Tradition von Bruno Kreisky betont Cockett die Notwendigkeit eines offenen, pluralistischen, kosmopolitischen und solidarischen Denkens, das weit über nationale Grenzen hinausweist.

Zum Tag des Friedens – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid: „SPÖ steht für Demokratie, Verständigung und Frieden“

Am heutigen Internationalen Tag des Friedens erinnert die SPÖ-Bildungsorganisation an die Verantwortung, Frieden zu bewahren und aktiv zu gestalten. Der von den Vereinten Nationen 1981 ausgerufene Weltfriedenstag ist ein weltweites Zeichen gegen Krieg und Gewalt – und für ein gutes Zusammenleben der Völker. „Krieg ist das Schlimmste, was es gibt. Er trifft fast immer diejenigen, die keinerlei Schuld tragen, und reißt sie in Leid, Zerstörung und Vertreibung. Die Sozialdemokratie hat niemals die Waffen gegen den politischen Gegner erhoben, um ihn zu unterdrücken. Diese Haltung ist ein klares und bleibendes Zeichen: Unsere Bewegung steht für Demokratie, für Verständigung, für Frieden“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid.

Die Vereinten Nationen, denen mittlerweile mehr als 190 Staaten angehören, sind das zentrale internationale Friedensprojekt. Sie haben die Aufgabe, Konflikte zu verhindern, Dialog zu fördern und eine friedliche Kooperation zu ermöglichen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass viele Regionen, die derzeit nicht direkt in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt sind, sich in aktuellen politischen Diskussionen dennoch in Richtung einer Parteinahme bewegen. Anstatt die Bedingungen für Frieden voranzutreiben, lassen sie sich von einer gefährlichen Kriegsrhetorik mitreißen und leisten damit wenig zu einer dauerhaften Friedenssicherung.

„Der Weltfriedenstag erinnert uns daran, dass Frieden kein Zustand ist, der von selbst besteht. Er muss gestaltet, verteidigt und immer wieder neu errungen werden. Für die Sozialdemokratie bedeutet das: Wir bringen uns ein – in Debatten, in Bildungsarbeit, in der konkreten politischen Auseinandersetzung. Denn Frieden ist kein fernes Ideal, sondern eine tägliche Aufgabe“, unterstreicht SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Die SPÖ sieht sich historisch wie aktuell als Teil einer Friedensbewegung. Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Regionen der Welt in Konflikte geraten oder durch kriegsrhetorische Begeisterung zusätzlich destabilisiert werden, wird die Aufgabe umso wichtiger, durch Politik und Zivilgesellschaft aktiv für Frieden einzutreten.

SERVICE: Im Geist des Weltfriedenstages lädt die SPÖ-Bildungsorganisation zu zwei Veranstaltungen:

Neutralitätssymposium am Freitag, 24. Oktober 2025, vormittags, im Wiener Bildungszentrum (Praterstraße 25a)

3. Prof.-Rudolf-Gelbard-Symposium 2025 am Mittwoch, 26. November 2025, 18.00 Uhr: „Wie sicher ist unsere Demokratie?“

Beide Veranstaltungen setzen ein starkes Zeichen für Dialog, Demokratie und Frieden. Nähere Informationen folgen!

Bild: Von Käthe Kollwitz – https://www.kollwitz.de/plakat-nie-wieder-krieg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=137640351