Tag -Kultur

Schmid: “Mit Alexander Kluge verliert Europa einen der bedeutendsten Intellektuellen der Gegenwart”

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid ist tief betroffen über das Ableben von Alexander Kluge, der am 25. März 2026 verstorben ist. „Mit Alexander Kluge verliert Europa einen der bedeutendsten Intellektuellen der Gegenwart. Als Schriftsteller, Filmemacher, Philosoph und öffentlicher Denker prägte Kluge über Jahrzehnte hinweg den gesellschaftlichen Diskurs und setzte sich intensiv mit Fragen von Demokratie, Öffentlichkeit und Bildung auseinander“, so Schmid, der betont: „Wir verabschieden uns von einem der großen Denker unserer Zeit. Sein Zugang zur Welt – geprägt von Neugier, kritischer Reflexion und einem tiefen Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge – ist heute aktueller denn je. Gerade in einer Zeit, in der Wissen schnelllebig erscheint, müssen seine Werte und sein Denken besonders beachtet werden. Es ist unsere Aufgabe, dieses intellektuelle Erbe lebendig zu halten“, so Schmid..

Schmid verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung von Auszeichnungen für intellektuelle Leistungen: „Wir freuen uns, dass wir mit dem ‚Maria-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse‘ einen Rahmen geschaffen haben, um das Lebenswerk bedeutender Vordenkerinnen und Vordenker zu würdigen. In immer kürzeren Abständen verabschieden wir uns von großen Persönlichkeiten – umso wichtiger ist es, ihr Denken weiterzutragen“, so Schmid.

Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, ergänzt: „Alexander Kluge war Zeit seines Lebens ein kritischer Denker, der unbeirrt nach dem ‚Warum‘ gefragt hat. Es war für ihn selbstverständlich, sich auch gegen den Mainstream zu positionieren und neue Perspektiven einzubringen. Gerade diese Haltung ist für die politische Bildung und Erwachsenenbildung von unschätzbarem Wert.“

Alexander Kluge wurde 2008 mit dem „Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch” für sein publizistisches Gesamtwerk ausgezeichnet – ein Ausdruck seiner herausragenden Bedeutung für den politischen und gesellschaftlichen Diskurs, wie auch der Direktor des Karl-Renner-Instituts Dr. Sascha Obrecht betont: „Alexander Kluge war ein intellektueller Grenzgänger – ein präzise denkender Analytiker gesellschaftlicher Wirklichkeit und demokratischer Prozesse und zugleich ein witziger, oft lakonischer Erzähler, der große politische Fragen in eigensinnige, überraschende Geschichten übersetzte.”

Alexander Kluges Wirken reicht weit über Kunst und Kultur hinaus und hat auch die Erwachsenenbildung nachhaltig beeinflusst. Kluge verstand Bildung stets als offenen, kritischen Prozess – als kontinuierliches Hinterfragen von gesellschaftlichen Entwicklungen und als Einladung zum eigenständigen Denken. Gerade in der Erwachsenenbildung bleibt dieser Zugang von zentraler Bedeutung. „Mit seinem Tod verliert die Öffentlichkeit eine unverwechselbare Stimme. Sein Werk jedoch bleibt – als Aufforderung zum Denken, zum Zweifel und zum Dialog. Wir sagen: Danke und herzliches Adieu“, so Schmid und Obrecht.

Feierliche Eröffnung der renovierten Räumlichkeiten der Villa Beer in Hietzing

„Ein großer Tag für Hietzing, Wien und ganz Österreich. Ein weltweit beachtetes Juwel wird seiner neuen Bestimmung übergeben“, freute sich der Vorsitzende der SPÖ Hietzing, Dritter Landtagspräsident von Wien, Prof. Dr. Gerhard Schmid, anlässlich der Eröffnung der Villa Beer in Hietzing, die nach ihrer Renovierung der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht wird.

Die Villa Beer ist ein viergeschossiges Villengebäude in der Wenzgasse 12 im 13. Wiener Gemeindebezirk, Hietzing, mit rund 650 m² Wohnfläche. Das von Josef Frank und Oskar Wlach von Oktober 1929 bis 1931 errichtete Gebäude gilt als wichtiger architektonischer Vertreter der Moderne in Wien. 2021 erwarb die „Villa Beer Foundation gemeinnützige GmbH“ unter der Leitung von Lothar Trierenberg das Haus.  Nach einer mit dem Bundesdenkmalamt und Fachleuten abgestimmten Sanierung ist die Villa Beer ab März 2026 der Öffentlichkeit zugänglich. Die Stadt Wien unterstützt die umfassende Sanierung der Villa Beer und fördert die museale Öffnung des denkmalgeschützten Gebäudes. „Sogar Übernachtungen in der Villa werden möglich sein, um das Feeling der Wiener Moderne zu erleben“, so Schmid, der darauf hinwies, dass die Villa Beer ein kulturhistorischer Magnet sein wird.

Infos: www.villabeer.wien

Auf dem Foto v.l.:  BV-Stv. Mag. Marcel Höckner, Kulturstadträtin Mag.a Veronica Kaup-Hasler, Bezirksrätin Helga Baumann (Foto: privat)

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #117: Nienke Latten, Sopranistin

Zu Gast im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist Nienke Latten, die am Ronacher die Titelrolle im Musical „Maria Theresia“ verkörpert – übrigens eine Produktion der Vereinigten Bühnen Wien. Die niederländische Sopranistin erzählt von ihrem Weg zur internationalen Musicalkarriere, von Engagements wie West Side Story, Aladdin und Rebecca bis zur Weltpremiere von „Maria Theresia“ in Wien.

Was bedeutet es, eine so starke Frau glaubwürdig zu spielen? Wie viel Disziplin verlangt der Musicalberuf wirklich? Und wie fühlt es sich an, Teil einer Weltpremiere zu sein?

Ein Gespräch über Leidenschaft, Professionalität und die Kraft starker Frauenfiguren im Musiktheater.

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Hinweis: „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” sind auf allen gängigen Kanälen als Video bzw. Podcast abrufbar!

Foto: Richard Tanzer

“ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid”: Mag.a art. Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)

In dieser Ausgabe der ZEITGESPRÄCHE spricht Gerhard Schmid mit Mag.a art. Ulrike Sych, Sängerin, Gesangspädagogin und Rektorin der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, einer der renommiertesten Kunstuniversitäten weltweit.

Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, welche Rolle Musik- und Kunstbildung für unsere Gesellschaft spielt – weit über künstlerische Exzellenz hinaus. Ulrike Sych erklärt, warum gemeinsames Musizieren soziale Kompetenzen stärkt, Respekt und Vertrauen fördert und nachweislich zu einem besseren Miteinander beiträgt, etwa durch die Prävention von Mobbing.

Und es geht um Antidiskriminierung, Gleichstellung und Frauenförderung, um eine offene, wertschätzende Universitätskultur sowie um die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit der mdw. Dabei wird deutlich, wie wichtig Erinnerung, Sichtbarkeit der Opfer und kulturelles Gedenken für eine demokratische Gesellschaft sind.

Das Gespräch beleuchtet außerdem die gesellschaftliche Wirkung von Kunst – von Musiktherapie für traumatisierte Menschen über Bildungsprojekte bis hin zur aktiven Zusammenarbeit mit Schulen, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Institutionen. Kunst, so Sych, müsse hinaus in die Gesellschaft wirken und Verantwortung übernehmen.

Ein tiefgehendes Gespräch über Haltung, Verantwortung und die Kraft der Kunst.

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Trauer um Kammerschauspielerin Elisabeth Orth: Eine große Stimme für Kunst, Demokratie und Menschlichkeit ist verstummt

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender und SPÖ Wien-Kultursprecher Gerhard Schmid: „Elisabeth Orth war eine Ausnahmekünstlerin und ein moralischer Kompass unserer Republik.“

Mit großer Betroffenheit reagiert der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation und Kultursprecher der SPÖ-Wien, LAbg. Gerhard Schmid, auf den Tod von Kammerschauspielerin Elisabeth Orth. Für ihn ist ihr Ableben ein schmerzlicher Verlust für Wien, für Österreich und für alle, die sich mit der Freiheit der Kunst und einer offenen Gesellschaft verbunden fühlen:

„Mit dem Tod von Elisabeth Orth verliert unser Land nicht nur die Doyenne des Burgtheaters, sondern eine unerschütterliche Kämpferin für Demokratie, Menschlichkeit und soziale Gerechtigkeit. Elisabeth Orth war weit mehr als eine gefeierte Bühnenkünstlerin. Sie war eine mahnende Stimme der Republik, eine Aufrechte, die stets für die Grundwerte unserer Gesellschaft eingestanden ist – mit Haltung, Überzeugung und Mut.“

Über Jahrzehnte hinweg habe Elisabeth Orth das Theater in all seinen Dimensionen mitgeprägt. Ihr Wirken sei – so Schmid – untrennbar mit der kulturellen Identität Wiens und Österreichs verbunden: „Sie hat dem Theater ein unverrückbares Fundament gegeben. Ihre künstlerische Brillanz wurde mit höchsten Auszeichnungen gewürdigt, doch ihr bleibender Wert liegt auch in ihrem unermüdlichen gesellschaftspolitischen Engagement.“

Gerade in einer Zeit, in der die Zweite Republik ihren 80. Geburtstag feiert, erinnere der Tod von Elisabeth Orth daran, wie entscheidend Persönlichkeiten wie sie zur demokratischen Entwicklung beigetragen haben: „Sie war eine der großen moralischen Instanzen unseres Landes, eine Frau, die sich stets Seite an Seite mit den Schwächeren gestellt hat – für ein solidarisches Österreich, für ein lebenswertes Wien.“

Im Namen der sozialdemokratischen Bewegung spricht Gerhard Schmid der Familie und den Freund*innen von Elisabeth Orth tief empfundene Anteilnahme aus: „Wir nehmen Abschied von einer einzigartigen Künstlerin, einer mutigen Demokratin und einer wahren Patriotin. Ihr Andenken wird uns Auftrag und Verpflichtung zugleich sein.“

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #107: Dr. Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums

Wie wird ein Museum zum Ort für alle? Dr. Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, spricht mit Gerhard Schmid über die Transformation eines traditionsreichen Hauses mitten in der Stadt – architektonisch, digital und sozial. Im Gespräch geht es unter anderem um diese Fragen: Warum ist Wien damit europaweit Vorreiter? Wie bringt man über 100.000 Objekte online? Was bedeutet kulturelles Erbe im digitalen Zeitalter?

Mitten am Karlsplatz wurde das Museum nicht nur generalsaniert, sondern durch das spektakuläre „Schwebe-Geschoss“ erweitert. Der Eintritt ist dauerhaft kostenlos – ein starkes kulturpolitisches Signal. Dr. Bunzl gibt persönliche Einblicke in seine Rückkehr aus den USA, spricht über Teamarbeit, Museumspädagogik, Inklusion und die nächsten Projekte – darunter die Renovierung des Schubert-Geburtshauses bis 2028.

Die Stadt Wien schafft mit Investitionen, Weitblick und dem klaren Ziel kultureller Teilhabe den Rahmen für diese Entwicklung. Das Wien Museum zeigt, wie moderne Kulturvermittlung funktioniert – offen, zugänglich und relevant.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #105: Ioanna Apostolakos und Thomas Schindl von den Wiener Symphonikern

Heuer feiern die Wiener Symphoniker ihr 125-jähriges Bestehen! Im aktuellen ZeitGespräch blickt Dr. Gerhard Schmid gemeinsam mit den Ensemblemitgliedern Ioanna Apostolakos (Violine) und Thomas Schindl (Schlagzeug) hinter die Kulissen des weltbekannten Orchesters. Die Beiden schildern den Alltag der Orchesterarbeit, der sich zwischen Proben, Auftritten und Tourneen in den bekanntesten Konzertsälen der Welt abspielt. Und sie verraten, was es mit dem Applaus für ein Triangel-Solo in der Elbphilharmonie auf sich hat.

Und es geht auch um die Frage: Welchen Wert hat Musikvermittlung im 21. Jahrhundert – für den Einzelnen und für die Gesellschaft? Über den sozialen Auftrag der Wiener Symphoniker berichtet Violinistin Ioanna Apostolakos und spricht dabei auch über ihre persönliche Entwicklung als Musikerin. Schlagzeuger Thomas Schindl gibt Einblicke in seine Rolle als Orchestervorstand und erklärt, weshalb klassische Musik auch ins Beisl, in Schulen oder in Pflegeheime gehört.

Ein Gespräch über Leidenschaft, Verantwortung, Gleichberechtigung und den Klang einer Weltstadt.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #102: Alexander Wrabetz, Präsident des SK Rapid und der Wiener Symphoniker

Gast in der aktuellen Ausgabe der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist Alexander Wrabetz, Präsident des österreichischen Rekordmeisters SK Rapid und der Wiener Symphoniker. Als langjähriger Generaldirektor des ORF hat er außerdem Maßstäbe im Bereich der Medien gesetzt. Wrabetz gibt Einblicke in seine Karriere im Medienbereich, schildert seine Begeisterung für die klassische Musik und erläutert seine Visionen und die Herausforderungen bei Rapid. Er erzählt von der Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, dessen große Reichweite für die Präsenz auch weniger bekannter Sportarten wichtig ist und dafür sorgt, dass klassische Musik für ein breiteres Publikum zugänglich ist.

Mit seinem Engagement bei den Wiener Symphonikern und dem österreichischen Rekordmeister SK Rapid Wien befindet er sich an der Schnittstelle zwischen Kultur und Sport. Beide Institutionen haben eine große Bedeutung für das Selbstverständnis Österreichs, in beiden Bereichen ist es wichtig, im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, ohne sich in die Fänge von Investoren zu begeben. Bei Rapid hebt Wrabetz hervor, wie wichtig die Identität des Vereins und dessen Traditionen für die Fans sind. Wrabetz‘ Wunsch: Die Qualität und die gesellschaftliche Relevanz beider Bereiche – Kultur und Sport – zu sichern, um Österreich als Kulturland stark zu halten und die Leidenschaft der Fans zu fördern.

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Die „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ gibt es ab sofort auch auf Bluesky

 

Schmid: “Wien investiert in Kultur – für eine lebenswerte Stadt und eine starke Wirtschaft“

„Kultur ist ein Lebenselixier für eine demokratische Gesellschaft. Sie verbindet Menschen, regt zum Nachdenken an und macht unsere Stadt lebendig. Gleichzeitig schafft sie Arbeitsplätze und trägt wesentlich zum Wirtschaftsstandort Wien bei“, betont der Wiener SPÖ-Gemeinderat, Ausschussvorsitzender für Kultur und Wissenschaft sowie Kultursprecher des Roten Rathausklubs, Gerhard Schmid.

Die Stadt Wien setzt mit ihrem Kulturbudget ein starkes Zeichen: Für 2024 wurden 338 Millionen Euro für Kultur und Wissenschaft veranschlagt – eine Steigerung von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt Wien die Kulturmetropole Europas und beweist, dass Kunst und Kultur keine Nebensache sind, sondern essenzielle Säulen unserer Gesellschaft und Wirtschaft.

Investitionen in Kultur sind Investitionen in Wiens Zukunft

Die Stadt Wien verfolgt eine klare Linie: Kultur muss leistbar und zugänglich bleiben. Gerade in Zeiten multipler Krisen ist es notwendig, dass Kultur nicht zum Luxus wird. Dank einer vorausschauenden Kulturpolitik bleibt der Zugang zu Kunst und Kultur für alle Wiener*innen leistbar – von Gratiseintritten in Museen bis hin zu dezentralen Kulturveranstaltungen in den Bezirken.

Ein besonderes Highlight ist die Eröffnung des Wien Museums 2023, das modernste Museum des Landes, das bei freiem Eintritt die Geschichte Wiens für alle erlebbar macht. Gleichzeitig wird mit Projekten wie dem nachhaltigen Pratermuseum in Holzbauweise die Verbindung zwischen Kultur und Klimaschutz vorangetrieben.

„Wien ist nicht nur eine Stadt der Kunst, sondern auch der Künstlerinnen und Künstler. Faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen sind uns ein zentrales Anliegen. Kulturpolitik bedeutet nicht nur, Institutionen zu fördern, sondern vor allem auch jene, die die Kulturlandschaft tagtäglich gestalten“, hebt Schmid hervor.

Kultur als Wirtschaftsfaktor – Tourismus profitiert massiv

Dass Kultur ein bedeutender Wirtschaftsmotor ist, belegen die Zahlen eindrucksvoll: 75 % der Wien-Gäste geben Kultur als Hauptgrund für ihren Besuch an. Von den historischen Sehenswürdigkeiten über Oper, Theater und Museen bis hin zu zeitgenössischen Festivals – Wien zieht kulturinteressierte Besucher*innen aus aller Welt an.

„Der Tourismus lebt von der kulturellen Strahlkraft Wiens. Wer hierherkommt, besucht nicht nur Museen, sondern geht ins Kaffeehaus, in Konzerte und ins Theater. Das bringt nicht nur internationale Aufmerksamkeit, sondern auch wirtschaftliche Stabilität für die Stadt“, so Schmid.

Mit über 18,8 Millionen Nächtigungen im Jahr 2024 markiert Wien einen neuen Höchststand im Städtetourismus. Die Umsätze steigen rasant – bereits im Oktober wurde die Marke von 1 Milliarde Euro Nächtigungsumsatz überschritten. „Das zeigt: Wiens Investitionen in die Kultur zahlen sich aus – für die Menschen, für die Wirtschaft und für eine lebenswerte Stadt“, bekräftigt Schmid. 

Wiens Kulturstrategie: Zukunftsorientiert und inklusiv

Wien ruht sich nicht auf Erfolgen aus, sondern denkt Kulturpolitik langfristig. Die Stadt setzt mit ihrer Kulturstrategie 2030 auf nachhaltige Entwicklung, Diversität und Digitalisierung. Vom Atelierhaus am Otto-Wagner-Areal bis hin zu neuen Initiativen zur Wissenschaftsvermittlung – Kunst und Kultur müssen mit der Zeit gehen, um lebendig zu bleiben.

„Kulturpolitik ist kein Selbstzweck, sondern eine soziale Verantwortung. Wien bleibt eine Stadt, in der Kunst Raum bekommt, in der Künstlerinnen und Künstler gefördert werden und in der Kultur für alle zugänglich ist – unabhängig vom Einkommen. Das ist unser Wiener Weg“, so Schmid abschließend.

„Kultur und Wissenschaft als Herzstücke der lebenswertesten Stadt der Welt“

In der Sitzung des Wiener Gemeinderats am 21. Jänner betonte SPÖ-Gemeinderat, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft und Kultursprecher Gerhard Schmid, die untrennbare Verbindung von Kultur und Wissenschaft für die Weiterentwicklung Wiens als lebenswerte Metropole. „Kultur und Wissenschaft sind keine getrennten Welten, sondern greifen ineinander und machen Wien zu einem Ort der Innovation, Solidarität und Lebensqualität. Unsere Kulturpolitik legt das Fundament für Kreativität und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Schmid.

Wien investiert Rekordsummen in Kultur

Mit einem Kulturbudget von 338 Millionen Euro pro Jahr für die Jahre 2024 und 2025 widmet die Fortschrittskoalition beachtliche 1,7 % des Gesamtbudgets Kunst, Kultur und Wissenschaft. Das bedeutet eine Steigerung um über 50 % seit 2018, als das Budget noch bei 224 Millionen Euro lag. „Diese kontinuierliche Steigerung zeigt, dass Wien auch in herausfordernden Zeiten fest zu seinen Kulturschaffenden und wissenschaftlichen Institutionen steht“, betont Schmid.

Projekte für kulturelle Vielfalt und Teilhabe

Foto Arsenal Wien: Ein Zentrum für Fotografie mit internationaler Strahlkraft

Mit Frühling 2025 geplant, eröffnet das Foto Arsenal Wien im Kulturcluster Arsenal. Mit 1.000 m² Ausstellungsfläche wird es das neue österreichische Zentrum für Fotografie und lens-based Media. Es präsentiert ein vielfältiges Programm – von jungen Talenten bis zu renommierten Künstler*innen – und bietet jährlich bis zu 12 Ausstellungen sowie Vermittlungsangebote wie Workshops und analoge Dunkelkammern. „Das Foto Arsenal wird ein Ort der Begegnung und des Austauschs, an dem Tradition und Innovation Hand in Hand gehen“, betont Schmid.

Wien Museum: Gratiseintritt als Erfolgsgarant

Die Generalsanierung des Wien Museums zeigt eindrucksvoll, wie Zugänglichkeit die Kultur belebt: Mit Gratiseintritt hat sich die Zahl der Besucher*innen verfünffacht – jährlich besuchen nun 650.000 Menschen die Dauerausstellung „Wien. Meine Geschichte“ und Sonderausstellungen. „Das Wien Museum steht exemplarisch für eine Kulturpolitik, die allen Wiener*innen zugutekommt“, erklärt Schmid.

Kunsthalle Wien: 9,6 Millionen Euro Förderung für 2025-2026

Die Kunsthalle Wien erhält für die Jahre 2025 und 2026 eine Förderung von 9,6 Millionen Euro, um weiterhin gesellschaftliche Fragen durch zeitgenössische Kunst zu reflektieren. Das Programm umfasst unter anderem die Ausstellung „Radical Software. Women, Art & Computing 1960-1991“, die sich mit Kunst und Informatik aus feministischer Perspektive befasst, sowie Einzelausstellungen von Ibrahim Mahama und Nicola L. Ein besonderer Fokus liegt auf der barrierefreien Vermittlungsarbeit, um Kunst für alle zugänglich zu machen. „Die Kunsthalle Wien bleibt damit ein bedeutender Akteur in der internationalen Kunstlandschaft und ein Ort der Reflexion und Innovation“, freut sich Schmid.

Wissenschaft ist der Schlüssel zu Wiens Zukunft

Anknüpfend an die kulturellen Erfolge hob SPÖ-Gemeinderätin und Wissenschaftssprecherin Ewa Samel, die Rolle Wiens als Wissenschaftsmetropole hervor. „Wissenschaft ist nicht nur ein Motor für technologische Innovation, sondern auch ein wesentlicher Teil der kulturellen Identität unserer Stadt. Wien vereint Fortschritt mit Menschlichkeit und stellt den Menschen in den Mittelpunkt“, betont Samel in ihrer Rede.

Wien stärkt Spitzenforschung und internationale Zusammenarbeit

  • WWTF – Wiener Wissenschaftsfonds: Der Fonds wurde von 2022 bis 2024 mit 10 Millionen Euro jährlich gefördert und unterstützt Spitzenforschung und talentierte Wissenschaftler*innen.
  • Ludwig Boltzmann Institut für Pandemievorsorge: Mit 1,2 Millionen Euro für die Jahre 2024 bis 2028 fördert die Stadt ein neues Institut. Ziel ist es, Pandemien vorzubeugen und die Wissenschaftskommunikation zu stärken.
  • ME/CFS- und Long Covid-Forschung: Wien investiert 700.000 Euro in sieben internationale Forschungsprojekte zu ME/CFS und Long Covid. „Das ist ein wichtiger Schritt, um 100.000 Betroffenen in Österreich neue Perspektiven zu geben“, informiert Samel.

Digitale Innovation: Humanismus im Mittelpunkt

Mit dem Digitalen Humanismus setzt Wien ein starkes Zeichen: Technologische Innovation wird mit humanistischen Werten verbunden. Ein zentraler Baustein ist das neue Doktoratskolleg, das internationale Anerkennung genießt. „Wien zeigt, wie Fortschritt und Menschlichkeit Hand in Hand gehen“, betont Samel.

Wien als Vorbild für Kultur und Wissenschaft

„Kultur und Wissenschaft sind die Herzstücke unserer Stadt. Sie stehen für Innovation, Solidarität und eine gemeinsame Zukunft“, fassen Gerhard Schmid und Ewa Samel abschließend zusammen.

Mit Rekordinvestitionen, innovativen Projekten und einer klaren Strategie bleibt Wien eine lebenswerte Stadt, die kulturelle Vielfalt und wissenschaftlichen Fortschritt fördert. „Wir in Wien arbeiten Schulter an Schulter mit unseren Künstler*innen, Forscher*innen und Wissenschaftler*innen daran, dass Wien die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt – für heutige und zukünftige Generationen“, so Schmid und Samel unisono.