Tag -Gerhard Schmid

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #119: Manuel Ortega, Künstler und ehemaliger Song Contest-Teilnehmer

Gast im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist Manuel Ortega, der Österreich 2002 beim Eurovision Song Contest in Tallinn vertrat. Vom Arbeiterkind aus Oberösterreich über den großen Durchbruch mit „El Amor La Vida“ bis auf die Bühne des Eurovision Song Contest: Manuel Ortega spricht offen über seine außergewöhnliche Karriere, den Druck des ESC und warum der Song Contest bis heute eine besondere Bedeutung für ihn hat. Dabei erzählt er ehrlich von Euphorie, Überforderung und den Erfahrungen hinter den Kulissen eines der größten Musikwettbewerbe der Welt.

Aufgenommen wurde das Gespräch im Statt-Beisl im WUK – einem Ort voller Musik, Kultur, Gastfreundschaft und Solidarität. Ein Platz, der seit vielen Jahren Künstler,:innen Musiker:innen und Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammenbringt und damit perfekt zu diesem sehr persönlichen Gespräch passt.

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81 Jahre Österreichische Unabhängigkeitserklärung: Erinnerung und Verantwortung

81 Jahre nach der Österreichischen Unabhängigkeitserklärung steht dieser Tag im Zeichen der Erinnerung an die Gräuel des Zweiten Weltkriegs und das Ende des nationalsozialistischen Unrechtsregimes. Die systematische Unterdrückung, Verfolgung und Vernichtung von Millionen Menschen mahnt bis heute, wohin Demokratiefeindlichkeit und Hass führen können. Gleichzeitig war es der verbindende „Geist der Lagerstraße“ – das solidarische Miteinander politisch Verfolgter in den Konzentrationslagern –, der den Grundstein für den Neubeginn legte und den Wiederaufbau eines freien, demokratischen Österreichs sowie die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg nachhaltig prägte. Professor Gerhard Schmid, Wiener Landtagspräsident und Vorsitzender der SPÖ-Bildung, hebt die historische Tragweite hervor: „Der 27. April 1945 markiert ein wichtiges Datum der österreichischen Geschichte. Im Roten Salon des Wiener Rathauses wurde von Vertretern der SPÖ, der neu gegründeten ÖVP und der KPÖ die Zweite Republik gegründet – eine Erfolgsgeschichte, geprägt von Identitätsfindung, wirtschaftlichem Aufschwung und dem Modell der Sozialpartnerschaft. Nach den furchtbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte war klar, dass das Miteinander – trotz politischer Gegensätze – im Vordergrund stehen muss. Das war ein Grundprinzip der Zweiten Republik.“

Mit Blick auf die Gegenwart ergänzt Schmid: „Gerade angesichts internationaler Entwicklungen ist es entscheidend, für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzutreten und diese Werte zu verteidigen. Ebenso bleiben die Sicherung und Weiterentwicklung des Sozialstaates ein zentraler Auftrag. Die österreichische Sozialdemokratie stand von Beginn an auf der Seite von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – und wird sich auch weiterhin für Frieden und diese Grundwerte, insbesondere im europäischen und internationalen Kontext, einsetzen.“

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung am Wiener Heldenplatz wurde der Jahrestag feierlich begangen, begleitet von der Ehrenkompanie der Garde des Österreichischen Bundesheeres. Wolfgang Markytan, Mitglied des Bundesrates und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, betont die persönliche und politische Dimension des Gedenkens: „Die heutige Gedenkveranstaltung der Regierungsspitze am Heldenplatz wurde in einem würdigen Rahmen begangen, begleitet von der Ehrenkompanie der Garde. Für mich als ehemaliger Gardist – ebenso wie für meinen Sohn – ist es ein besonderes Gefühl, nun auch als Mitglied des österreichischen Parlaments dazu beitragen zu können, dass unser unabhängiges Österreich bestehen bleibt. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass Krieg, Hass und Zerstörung auf unserem Boden niemals wieder die Oberhand gewinnen.“

Abschließend unterstreicht Markytan die internationale Verantwortung: „Diese Haltung endet nicht an den Landesgrenzen – es liegt an uns, diese Werte auch international zu stärken und zu unterstützen.“ Die Unabhängigkeitserklärung von 1945 bleibt damit nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein fortwährender Auftrag, Demokratie, Frieden und soziale Sicherheit aktiv zu sichern und weiterzuentwickeln.

Foto: privat

Generationenwechsel bei SPÖ-Landesbildung Niederösterreich: Michael Kögl neuer Vorsitzender – Dank an Beate Raabe-Schasching

Im Rahmen der gestrigen Landesbildungskonferenz der SPÖ Niederösterreich im Palais Niederösterreich (Roter Salon) wurde ein bedeutender Generationenwechsel vollzogen. Nach jahrzehntelangem, prägendem Engagement tritt Beate Raabe-Schasching als Landesbildungsvorsitzende aus der ersten Reihe zurück und übergibt die Funktion an Michael Kögl. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont: „Mit Michael Kögl übernimmt ein junger, dynamischer Politiker mit umfangreicher Erfahrung den Vorsitz. Als Vorsitzender der Jungen Generation Österreichs sowie Vizebürgermeister von St. Pölten steht er für die Verbindung von fundierter inhaltlicher Arbeit und gelebter politischer Praxis. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert herzlich zur Wahl und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit“, so Schmid, der sich bei Beate Raabe-Schasching für ihren großen Einsatz und ihr Engagement bedankt. ****

„Beate Raabe-Schasching ist eine Bildungsexpertin im besten Sinne des Wortes: Lehrerin, Schulverantwortliche und Schulpolitikerin sind nur einige ihrer prägenden Stationen. Über viele Jahrzehnte hinweg hat sie die Entwicklung der österreichischen Bildungslandschaft entscheidend mitgestaltet. Innerhalb der SPÖ Niederösterreich hat sie ihr umfassendes Wissen, ihr Engagement und ihr großes Herzblut – getragen von einer tief verwurzelten sozialdemokratischen Haltung – an zahlreiche junge Funktionärinnen und Funktionäre weitergegeben und dabei stets kritisch-konstruktiv sowie mit großer Leidenschaft ihre Stimme erhoben“, so Schmid.

Raabe-Schasching wird auch weiterhin eine zentrale Rolle in der Bildungsarbeit der Sozialdemokratie einnehmen und bleibt der Bundesbildungsorganisation als stellvertretende Vorsitzende erhalten. Damit wird sie den eingeschlagenen Weg weiterhin aktiv begleiten und mit ihrer Erfahrung maßgeblich zur Weiterentwicklung beitragen. Für ihre Verdienste wurde ihr im Rahmen der Konferenz durch den niederösterreichischen Landesparteivorsitzenden Sven Hergovich die Große Goldene Verdienstnadel der SPÖ Niederösterreich verliehen.

Im Rahmen der Konferenz sprachen neben Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid auch SPÖ-Bundesparteivorsitzender Andreas Babler. In einer Diskussion zum Thema „Solidarität und Demokratie“ wurden zentrale bildungs- und gesellschaftspolitische Herausforderungen erörtert. Wichtige inhaltliche Impulse kamen zudem von Nationalrätin Silvia Kumpan-Takacs, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig sowie der Landessekretärin des ÖGB Niederösterreich, Linda Keizer, die auf die vielfältigen aktuellen Aufgabenstellungen im Bildungsbereich hinwiesen.

Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit der Landesbildungsorganisation Niederösterreich, einer der mitgliederstärksten Organisationen Österreichs, war stets hervorragend. Besonders freut mich, dass im Zuge unserer gemeinsamen Aktivitäten verstärkt länderübergreifende Ausbildungen umgesetzt werden. Beate Raabe-Schasching ist es maßgeblich zu verdanken, dass das Thema Bildung konsequent mit dem Thema Sport verbunden wurde – ein Ansatz, der auch für uns als Bundesbildungsorganisation von großer Bedeutung ist. Mit dem neuen Vorsitzenden Michael Kögl verbindet uns eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit, und wir freuen uns sehr, dass er nun auch in dieser verantwortungsvollen Rolle tätig sein wird.“

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation blickt mit Zuversicht auf die zukünftige Zusammenarbeit und ist überzeugt, dass mit diesem Generationenwechsel die erfolgreiche Bildungsarbeit in Niederösterreich konsequent weitergeführt wird.

Foto: SPÖ Bildung NÖ, v.l. Gerhard Schmid, Beate Raabe-Schasching, Michael Kögl, Wolfgang Markytan

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #118: Martin Kohlbauer, Architekt

Im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist der Architekt Martin Kohlbauer zu Gast. Er zählt zu den bedeutendsten Architekt:innen Österreichs und prägt seit Jahrzehnten das Stadtbild von Wien. Im ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid spricht er über aktuelle Herausforderungen der Architektur, über Wohnbau in Wien und über die Zukunft der Stadtentwicklung.

Wie kann leistbarer Wohnraum geschaffen werden, ohne an Qualität zu verlieren? Wie gelingt es, Architektur individuell und identitätsstiftend zu gestalten – statt austauschbar und standardisiert zu bauen?

Martin Kohlbauer gibt persönliche Einblicke in seine Arbeit und beschreibt seinen Zugang zur Planung: Architektur beginnt für ihn immer beim Menschen. Räume müssen erlebbar sein, Bewegung ermöglichen und Lebensqualität schaffen. Dabei spielen Licht, Proportion, Material und der Bezug zum Ort – der sogenannte „Genius Loci“ – eine entscheidende Rolle.

Ein tiefgehendes Gespräch über Architektur als Gestaltung von Lebensräumen – zwischen Funktion, Ästhetik und sozialer Verantwortung.

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Foto: Richard Tanzer

 

AVISO: Kulturpolitik in Wien. Ein Abend mit Gerhard Schmid – im Fokus: die Wiener Symphoniker und das Ganze der Kulturstadt

Wie funktioniert Kulturpolitik in Wien – zwischen Spitzenkultur und breiter Teilhabe, zwischen Tradition und Innovation? Dieser Abend ordnet das Wiener Kultursystem ein, erklärt Zuständigkeiten und Finanzierungsstrukturen, beleuchtet aktuelle Herausforderungen wie Publikumsentwicklung, Raumfragen, Digitalisierung und Klimafitheit und diskutiert, wie Kultur in allen Bezirken sichtbar und zugänglich bleiben kann.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Wiener Symphonikern. Das Orchester nimmt eine zentrale Rolle im Wiener Musikleben ein – im Konzerthaus, im Musikverein sowie im Spannungsfeld von Konzertbetrieb, Oper und Festivals. Auch die internationale Präsenz, etwa als Orchestra in Residence bei den Bregenzer Festspielen, wird thematisiert.

„Die Wiener Symphoniker besitzen eine wichtige Stellung in Wien und haben maßgeblich dazu beigetragen, auch Frauen einzubinden. Gerade für andere Orchester haben sie so eine wichtige Vorbildfunktion eingenommen.“

Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags.

Gleichzeitig weitet Gerhard Schmid den Blick auf das Ganze der Kulturstadt Wien: die Theater- und Museumslandschaft, die freie Szene, Kulturarbeit in den Grätzln, Nachwuchs- und Kulturvermittlung sowie Kooperationen zwischen städtischen und bundesnahen Institutionen. Im Zentrum steht die Frage, was gute Kulturpolitik leisten muss, damit Wien auch künftig eine lebendige, vielfältige und international anerkannte Kulturstadt bleibt.

Als Referent führt Prof. Dr. Gerhard Schmid durch den Abend. Er war viele Jahre Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Wien und ist heute Sprecher im Bereich der Wiener Symphoniker. Aus dieser langjährigen kulturpolitischen Praxis heraus verbindet er strategische Einordnung mit konkreten Beispielen und eröffnet Raum für Diskussion und Austausch.

Wann? Montag, 13. April 2026, 18:00 – 21:00 Uhr

Wo? Wiener Bildungszentrum, Praterstraße 25a 1020 Wien

Anmeldung per Mail an: markytan@wiener-bildungsakademie.at

 

SPÖ Bundesbildung gratuliert Andreas Babler herzlich zum Ergebnis von 81,5 % beim SPÖ-Bundesparteitag

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 98,5 Prozent der Stimmen in den SPÖ-Bundesparteivorstand gewählt

Der 47. Ordentliche Bundesparteitag der SPÖ war geprägt von großen inhaltlichen Diskussionen, die von Respekt, Verantwortung und Weitsicht getragen wurden. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Institutionen unter Druck geraten und gesellschaftliche Herausforderungen komplexer werden, ist eine lebendige, konstruktive Debatte innerhalb der Sozialdemokratie von besonderer Bedeutung.

Sehr erfreulich ist, dass der Antrag der SPÖ-Bundesbildung „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ angenommen wurde. Darin unterstreichen wird die zentrale Rolle politischer Bildung für eine starke, widerstandsfähige Demokratie. Demokratie unterstrichen – sie ist keine Selbstverständlichkeit und muss aktiv geschützt, weiterentwickelt und gelebt werden. Politische Bildung ist dabei ein entscheidender Schlüssel, um demokratische Kompetenz zu stärken, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und antidemokratischen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten.

Herzliche Gratulation an SPÖ-Vorsitzenden, Vizekanzler Andi Babler zu 81,5 Prozent und unserem Bundesbildungsvorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Schmid, der mit 98,5 Prozent in den SPÖ-Bundesparteivorstand gewählt wurde. Dieses herausragende Ergebnis ist ein starkes Zeichen der Anerkennung für sein Engagement in der politischen Bildung und für die Stärkung der sozialdemokratischen Bildungsarbeit.

Die SPÖ-Bundesbildung wünscht Vizekanzler Andreas Babler, Prof. Dr. Gerhard Schmid sowie dem gesamten Team viel Kraft, Mut und Erfolg für die kommenden Aufgaben. Gemeinsam arbeiten wir weiter daran, Demokratie zu stärken, soziale Gerechtigkeit zu sichern und die sozialdemokratischen Werte in unserer Gesellschaft lebendig zu halten.

Herzliche Gratulation an Wolfgang Markytan zu 20 Jahren Leitung der Wiener Parteischule

Bildung als Fundament der sozialdemokratischen Bewegung – 1.000 ausgebildete Funktionär:innen im vergangenen Jahrzehnt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Wolfgang Markytan herzlich zu 20 Jahren als Leiter der Wiener Parteischule. Seit dem 2. März 2006 steht er an der Spitze der traditionsreichen Bildungseinrichtung und prägt seither maßgeblich die politische Aus- und Weiterbildung innerhalb der sozialdemokratischen Bewegung. Gemeinsam mit einem engagierten Team verantwortet Markytan ein umfassendes Bildungsprogramm mit Lehrgängen von ein- bis eineinhalb-jähriger Dauer. Vermittelt werden Grundlagen demokratischer Entwicklung, politische Strukturen Österreichs, aktuelle gesellschaftspolitische Themen sowie professionelle Kommunikations- und Organisationskompetenzen. Allein im vergangenen Jahrzehnt wurden rund 1.000 Funktionärinnen und Funktionäre der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung ausgebildet.

“In den letzten 20 Jahren hat sich die Parteischule kontinuierlich weiterentwickelt: Lehrgänge wurden strukturell angepasst, Einheiten intensiviert, Kommunikationsausbildungen verdichtet und neue Themenschwerpunkte wie Digitalisierung, demokratische Resilienz, Friedenspolitik und Neutralität integriert. Ich bin sehr dankbar, dass ich nun schon den 31. und 32. Lehrgang begleiten darf und freue mich über die Entwicklungen der einzelnen Teilnehmer:innen, die sich auf allen Ebenen des politischen Spektrums wiederfinden“, so SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und Leiter der Wiener Parteischule Wolfgang Markytan. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont: „Wolfgang Markytan steht für Kontinuität und Erneuerung gleichermaßen. Er verbindet die große Tradition der Arbeiter:innen-Bildung mit den Anforderungen einer modernen Demokratie. Für dieses Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz danken wir ihm sehr herzlich.“

Bereits am 8. Dezember 1867 wurde mit dem Arbeiterbildungsverein Gumpendorf der erste organisierte Bildungsverein der Arbeiter:innenbewegung gegründet. Auf dessen Grundlage sowie auf den Schultern zahlreicher Bildungs- und Sportvereine formierte sich die sozialdemokratische Bewegung – zunächst 1874 in Neudörfl und schließlich 1888/89 am Hainfelder Einigungsparteitag zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Bildung war damit von Beginn an ein zentraler Bestandteil sozialdemokratischer Politik. Besonders nach der Gründung der Republik 1918 wurden entscheidende Weichen für eine demokratische, soziale und bildungsorientierte Gesellschaft gestellt. Die konsequente Umsetzung dieses Projekts konnte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgen – getragen von der historischen Erkenntnis, dass nur ein friedliches Zusammenleben und demokratische Strukturen nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung ermöglichen. In diesem Geist wurde 1947 die Wiener Parteischule gegründet. Sie gilt heute als die traditionsreichste Ausbildungseinrichtung der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung weltweit. „Bildung ist in der Sozialdemokratie und in der Arbeiter:innenbewegung eines der höchsten Güter, die wir haben. Sie stand an der Wiege unserer Bewegung und ist bis heute ihr Fundament“, so Schmid abschließend.

Gedenken an den 12. Februar 1934 – Erinnerung, Auftrag und Verantwortung

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid appellierte bei Gedenkveranstaltung: „Durchflutung aller Lebensbereiche mit Demokratie, um sie zu festigen“

Bei der Gedenkveranstaltung zu den Februarkämpfen 1934 am Goldmarkplatz am Mittwochabend wurde nicht nur der Opfer gedacht, sondern auch der bleibende Auftrag für Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt gestellt. Das Erinnern an die Ereignisse des Jahres 1934 ist mehr als ein historischer Rückblick – es ist Mahnung, Verpflichtung und politischer Auftrag zugleich. Nach der Begrüßung durch den Wiener SPÖ-Bildungsvorsitzenden und stellvertretenden SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden Mag. Marcus Schober eröffneten Gesprächsrunden den Abend. Der Vorsitzende der Freiheitskämpferorganisation Dr. Gerald Netzl sowie die Vorsitzenden der Wiener Jugendorganisationen – Sozialistische Jugend und Junge Generation – spannten den Bogen von den dramatischen Ereignissen des Februar 1934 hin zu den Herausforderungen unserer Zeit. Besonders hervorgehoben wurde die Verantwortung der jungen Generation, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit aktiv zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Vizekanzler und SPÖ-Bundesparteivorsitzender Andreas Babler wurde unter großem Beifall begrüßt. Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte Prof. Dr. Gerhard Schmid, Landtagspräsident und Vorsitzender der SPÖ-Bundesbildungsorganisation. Er erinnerte an die Opfer der Februarkämpfe – an Todesurteile, Hinrichtungen und politische Verfolgung, exemplarisch an Karl Münichreiter, Georg Weissel, Koloman Wallisch sowie an den Sozialistenprozess und die Haft Bruno Kreiskys. Zugleich stellte er die zentrale Frage: Wie sichern wir heute das Vermächtnis der Freiheitskämpfer?

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Verteidigung von Demokratie und Rechtsstaat gegen ihre schleichende Erosion – durch Angriffe auf die Gewaltenteilung, Verschwörungsmythen, rechtsextreme Vernetzungen, politische Polarisierung und eine wachsende Repräsentationslücke im Parlament. Ebenso warnte er vor neuen Gefahren durch Künstliche Intelligenz, Desinformation, Deepfakes, Microtargeting, digitale Abhängigkeiten von internationalen Technologiekonzernen sowie vor der Schwächung des Qualitätsjournalismus. Sein Appell mündete in ein eindringliches Bekenntnis zur aktiven Demokratie: „Wo die Demokratie im Inneren zerstört wird, wird sie auch im Äußeren beseitigt. Darum kann sie nur gefestigt werden, wenn man sie ununterbrochen in Bewegung hält – durch eine Durchflutung aller Lebensbereiche mit Demokratie. Die Zeit der schrecklichen Vereinfacher ist noch nicht vorbei. Umso mehr gilt: Das wichtigste Gut der Menschheit ist die geistige und individuelle Freiheit in einem sozialen Zusammenhang. Das heißt, bei den Menschen zu sein – auch wenn es unbequem ist und wir unsere Blase verlassen müssen. Eine klare politische Linie ist immer besser als keine. Den Anfängen wehren – niemals vergessen.“

Ein weiterer Höhepunkt war die Rede von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. Er erinnerte an den 12. Februar 1934 als Symbol für den Widerstand gegen autoritäre Entwicklungen und für den Einsatz um Demokratie und soziale Rechte. Gleichzeitig richtete er den Blick auf die aktuelle politische Situation und betonte, dass Solidarität kein abstrakter Begriff sei, sondern gelebte Praxis. Es sei leicht, „bei Sonnenschein“ nebeneinanderzustehen und Unterstützung zu bekunden. Entscheidend sei jedoch das solidarische Zusammenstehen in schwierigen Zeiten – und in solchen befänden wir uns derzeit. Als Vorsitzender der Wiener SPÖ unterstrich er sein klares solidarisches Verhalten gegenüber den demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertretern – innerhalb der Partei ebenso wie darüber hinaus. Demokratie lebe vom Respekt vor demokratischen Entscheidungen und vom gemeinsamen Eintreten für ihre Werte.

Einen besonderen Akzent setzte die künstlerische Gestaltung des Abends. SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan betonte: „Das Gedenken an den 12. Februar 1934 ist nicht nur ein Erinnern, ein Zurückblicken, sondern auch ein Blick in die Gegenwart – oder sogar in die Zukunft. Darum ist es wichtig, dieses Gedenken nicht immer nur mit denselben traditionellen Elementen zu verbinden. Heute wurde eine künstlerische Performance dargeboten, die sehr beeindruckend war. Nina Abrahamczik trat als die Witwe, Bernd Herger als einer der Söhne von Karl Münchreiter auf. Sie präsentierten eine Lesung, unterstützt vom Performancekünstler Adrian Dorfmeister-Pölzer. Das ist genau die gelungene Art und Weise, wie ein solches Gedenken gelebt werden soll – mit klarem Fokus auf die Geschichte und zugleich mit der Frage, was wir für heute mitnehmen können – nicht als anbetende Asche, sondern als Weitergabe des Feuers.“

Die Veranstaltung machte deutlich: Das Gedenken an den 12. Februar 1934 ist kein ritualisierter Blick zurück, sondern ein lebendiger Beitrag zur Stärkung demokratischer Kultur. Erinnerung wird so zur Haltung – mit Klarheit, mit Solidarität und mit dem festen Willen, Demokratie aktiv zu gestalten.

Alle Fotos: Christian Bader

SPÖ-Babler und Seltenheim gratulieren Gerhard Schmid herzlich zur Wiederwahl als Bundesbildungsvorsitzender

Babler: „Gerhard Schmids Einsatz für lebendige Bildungsarbeit ist beispielgebend“ – Seltenheim: „Schmid verfügt über große Expertise und viel Herzblut für Bildung“

Bei der SPÖ-Bundesbildungskonferenz wurde gestern, Samstag, Gerhard Schmid als Bundesbildungsvorsitzender wiedergewählt. SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Vizekanzler Andreas Babler und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim gratulieren Gerhard Schmid herzlich zur Wiederwahl. „Gerhard Schmid hat die Bildungsarbeit der SPÖ in den letzten Jahren entscheidend geprägt und weiterentwickelt. Sein Einsatz für eine lebendige Bildungsarbeit, für demokratiepolitische Bildung, Erinnerungsarbeit als Beitrag zur Demokratie und innerparteiliche Aus- und Weiterbildung sind beispielgebend. Bildungsarbeit ist ein zentrales Fundament der Sozialdemokratie – und bei Gerhard Schmid und der SPÖ-Bundesbildungsorganisation ist sie in den besten Händen“, betonte SPÖ-Bundesparteivorsitzender Babler gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Seltenheim würdigt das Wirken Schmids: „Gerhard Schmids Wiederwahl mit eindrucksvollen 96,56 Prozent der Stimmen ist eine klare Bestätigung seiner erfolgreichen Arbeit und seines großen Engagements. Gerhard Schmid verfügt nicht nur über große Expertise, sondern auch über ganz viel Herzblut für Bildung, soziale Gerechtigkeit, Wissenschaft und Kultur. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so Seltenheim.

Foto: Christian Bader

Bischofsweihe und Amtseinführung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl

Am 24. Jänner fand im Wiener Stephansdom die feierliche Bischofsweihe und Amtseinführung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl stett. Unter den zahlreichen Gästen dieser bewegenden Feier war auch der Dritte Landtagspräsident von Wien und SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid. Schmid, der sich seit Jahren für einen Dialog der Religionen und für ein Miteinander aller Konfessionen im Sinne von Gerechtigkeit und Humanität einsetzt, betonte nach den Feierlichkeiten:”Kardinal Christoph Schönborn hat in einer unglaublich berührenden Weise mit vielen Kindern und Jugendlichen und unter größter öffentlicher Aufmerksamkeit den neuen Bischof geweiht. Die besten Wünsche an den begeisterten Musiker und Seelsorger Josef Grünwidl für dieses wichtige Amt und für ein großes Miteinander im Kampf um Humanität und für soziale Gerechtigkeit in einer Welt voller Spannungen.”
Foto: Copyright Erzdiözese Wien/Florian Feuchtner