Tag -Gerhard Schmid

Schmid: Das Engelstor in Schönbrunn ist geöffnet!

“Was lange gefordert wurde, ist nun endlich Realität: Das Engelstor in Schönbrunn ist geöffnet”, freut sich der Vorsitzende der SPÖ Hietzing,Dritter Präsident des Wiener Landtages, Prof. Dr. Gerhard Schmid. Die SPÖ Hietzing hat sich über Jahre konsequent für die Öffnung des historischen Engelstors eingesetzt. Mit zahlreichen Aktionen vor Ort, politischem Druck und vor allem mit der Petition „Engelstor jetzt öffnen!“ wurde gemeinsam mit vielen Unterstützer:innen immer wieder auf die Bedeutung dieses Zugangs aufmerksam gemacht.

“Mit der Öffnung des Engelstors wird der Zugang zum Schlosspark verbessert, das stark frequentierte Hietzinger Tor und der schmale Gehweg entlang der Hietzinger Hauptstraße werden entlastet und die Besucher:innenströme können besser verteilt werden”, erklärt Schmid und ergänzt: “Aus einer langjährigen Forderung und unserer Petition ist endlich Realität geworden: Das Engelstor ist offen! Ein wichtiger Erfolg für Hietzing, für die Anrainerinnen und für die vielen Besucherinnen und Besucher von Schönbrunn.”

Mit einem Aufwand von 650.000.-€ wurde im Einvernehmen mit dem Denkmalschutz das neue Portierhaus nach altem Vorbild und die Polleranlage errichtet. Schönbrunn-Group und Tiergarten haben gemeinsam finanziert. Damit ist ein leichterer Zugang von der Kennedy-Brücke zum Schlosspark und zum Tiergarten gegeben. Das wird auch zu einer Entlastung des Eingangsbereiches Hietzinger Tor führen. Und damit wurde auch einer langjährigen Forderung auf kommunaler Ebene entsprochen, vor allem auch meiner SPÖ-Fraktion!

Gemeinsam mit dem Generalsekretär des Wirtschaftsministeriums Dr. Severin Gruber, Bezirksvorsteherin Mag.a Johanna Zinkl, Tiergarten-Direktor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck, dem Geschäftsführer der Schönbrunn-Group Mag. Klaus Panholzer, KHM-Generaldirektor Jonathan Fine PhD und Dipl. Ing. Gerd Koch von den Österreichischen Bundesgärten durchschnitt Prof. Dr. Gerhard Schmid das rote Band.

Fotos:
Schönbrunn-Group
SPÖ Hietzing: Hietzinger Mandatarinnen vor dem Engelstor: Bezirksrät/innen: Andrea Exler, Lukas Kubanek, Helga Baumann, Flavio Schily (alle SPÖ)

Mit Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig im Haus-Hof- und Staatsarchiv der Republik Österreich

“Es ist unglaublich beeindruckend die Zeugnisse unserer historischen Wurzeln zu sehen. Und es verlangt höchsten Respekt mit welcher Expertise und Begeisterung Archivar:innen und Historiker:innen die Schätze und Dokumente unserer Geschichte für die kommenden Generationen bewahren”, betonter der Dritte Präsident des Wiener Landtages und SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid beim besuch des Haus-Hof- und Staatsarchivs der Republik Österreich gemeinsam mit Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. Die bedeutendsten Urkunden wie etwa das Privilegium Maius – eine der geschicktesten Fälschung des Mittelalters zur Absicherung der Habsburger -, Gründungs- und Stiftungsurkunden oder die Schlussakte des Wiener Kongresses 1815 im Original betrachten zu können, bezeichnet er als “unüberschreitbares Gefühl”. Bürgermeister Ludwig hat einmal mehr als Profi-Historiker sein unglaubliches Fachwissen unter Beweis gestellt. “Allen Dank an Generaldirektor Hofrat Dr. Helmut Wohnout, Direktor Hofrat Dr. Thomas Just, und an die Fachexpertin MMag. Kathrin Kininger”, so Schmid.
Foto: Stadt Wien, Christian Jobst.

Todestag von Fred Sinowatz – Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gedenkt des großen Bildungsreformers

Am 11. August 2008, ist Alfred „Fred“ Sinowatz in Wien verstorben. Er war Bundesminister für Unterricht und Kunst in der Ära Kreisky und nach dessen Rückzug aus der Politik von 1983 bis 1986 Bundeskanzler der Republik Österreich und von 1983 bis 1988 Bundesparteivorsitzender der SPÖ. „Fred Sinowatz war ein großer Sozialdemokrat und ein überzeugter Humanist. Darüber hinaus war er der Unterrichtsminister, der das Schulwesen in unserem Land entstaubt und modernisiert hat. Durch seine Reformen hat er Kindern und Jugendlichen eine höhere Schulbildung und damit bessere Zukunftsperspektiven ermöglicht. Mit der Errichtung von höheren Schulen in den Bezirkshauptstädten, der Abschaffung der Aufnahmeprüfung für die AHS, der Einführung von Schüler:innenfreifahrt, Gratis-Schulbüchern sowie Schul- und Heimbeihilfen hat er maßgeblich zur Chancengleichheit für Schülerinnen und Schüler beigetragen“, würdigt der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid, den ehemaligen Bundeskanzler und Bildungspolitiker anlässlich dessen 15. Todestages.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, Wolfgang Markytan, fügt hinzu: „Fred Sinowatz war nicht nur ein vorausblickender Unterrichtsminister, sondern als Bundeskanzler war es ihm ein wichtiges Ziel, die Lebensumstände der Menschen zu verbessern. Und das ist ihm mit seiner Politik gelungen. Er ist und bleibt für mich der meist unterschätzte Politiker Österreichs.“

 

10. Todestag von Mag. Karl Duffek: SPÖ-Bildung erinnert an einen prägenden Vordenker der sozialdemokratischen Bildungsarbeit

Anlässlich des 10. Todestages von Mag. Karl Duffek erinnert die SPÖ-Bildung an einen der bedeutendsten Gestalter der sozialdemokratischen Bildungsarbeit in Österreich. Als Bundesbildungssekretär der SPÖ, langjähriger Direktor des Dr.-Karl-Renner-Instituts, Internationaler Sekretär der SPÖ und Vizepräsident der Foundation for European Progressive Studies (FEPS) prägte Duffek über Jahrzehnte die politische Bildungsarbeit sowie die programmatische Entwicklung der österreichischen und europäischen Sozialdemokratie. Prof. Dr. Gerhard Schmid, Bundesbildungsvorsitzender der SPÖ, würdigt Mag. Karl Duffek als einen der prägenden Köpfe der sozialdemokratischen Bildungsarbeit: „Wir haben an Karl Duffek vor allem seine außergewöhnliche Vielseitigkeit geschätzt. Er war Vordenker, Organisator, Brückenbauer und Intellektueller zugleich. Er hat an zahlreichen Grundsatz- und Wahlprogrammen der SPÖ mitgearbeitet, politische Bildungsarbeit auf höchstem Niveau gestaltet und immer dort Verantwortung übernommen, wo seine Kompetenz gefragt war. Sein Anspruch, Wissenschaft, politische Praxis und gesellschaftlichen Dialog miteinander zu verbinden, prägt unsere Arbeit bis heute.“

Wolfgang Markytan, Bundesbildungsgeschäftsführer der SPÖ, erinnert an Duffeks besondere Rolle in der politischen Bildungsarbeit: „Mag. Karl Duffek war über viele Jahre hinweg immer wieder Vortragender in der Wiener Parteischule. Mit seiner beeindruckenden fachlichen Kompetenz, seiner analytischen Klarheit und seinem feinen Humor hat er die Teilnehmer*innen begeistert und nachhaltig geprägt. Es war ihm ein großes Anliegen, politische Zusammenhänge verständlich zu machen und Menschen zum kritischen Denken anzuregen. Viele erinnern sich bis heute an seine Vorträge, die fachlich brillant und zugleich inspirierend waren. Dieses Verständnis von politischer Bildung ist bis heute Vorbild für unsere Arbeit.“

Dr.in Barbara Rosenberg, ehemalige Bundesbildungssekretärin der SPÖ, langjährige stellvertretende Direktorin des Dr. Karl-Renner-Instituts und Wegbegleiterin von Mag. Karl Duffek, erinnert an „Charlie“ Duffek: „‚Charlie‘ Duffek war ein außergewöhnlicher Intellektueller, der politische Bildung mit Leidenschaft und Weitblick gestaltet hat. Er konnte Menschen zusammenbringen, Debatten anstoßen und Räume schaffen, in denen neue Ideen entstehen konnten. Wer mit ihm gearbeitet hat, erinnert sich nicht nur an seine analytische Schärfe, sondern auch an seinen feinen Humor und seine große Menschlichkeit.“

Mag. Karl Duffek verstarb am 7. August 2016 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von nur 54 Jahren. Sein Wirken war geprägt von intellektueller Klarheit, politischer Integrität und der tiefen Überzeugung, dass politische Bildung die Grundlage einer lebendigen Demokratie ist.

Nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik und Sozialwissenschaften begann Duffek seine Tätigkeit am Karl-Renner-Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Bald übernahm er Führungsverantwortung als stellvertretender Direktor und leitete das Institut ab 1999 als Direktor. Von 1998 bis 2001 war er zudem Bundesbildungssekretär der SPÖ. In all seinen Funktionen setzte er sich dafür ein, politische Bildung als Ort des kritischen Denkens und des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Dr.-Karl-Renner-Institut zu einem anerkannten Forum für gesellschaftspolitische Debatten.

Mag. Karl Duffek spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des SPÖ-Grundsatzprogramms 1998, initiierte das Diskursprojekt „Netzwerk Innovation – Zukunftsfähige Politikprojekte“ und trug wesentlich dazu bei, den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch zu einer weit über Österreich hinaus anerkannten Auszeichnung weiterzuentwickeln.

Auch auf europäischer Ebene setzte er nachhaltige Impulse. Als Internationaler Sekretär der SPÖ war er treibende Kraft bei der Gründung der Foundation for European Progressive Studies (FEPS), die 2008 ihre Arbeit in Brüssel aufnahm. Bis zu seinem Tod fungierte Duffek als deren Vizepräsident.

Seine Überzeugungen haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Bereits 2013 schrieb Mag. Karl Duffek: „Die Sozialdemokratie muss im Dialog definieren, welche Gesellschaft aus ihrer Sicht wünschenswert wäre. Diese Verantwortung kann ihr nicht abgenommen werden.“ Wenige Monate vor seinem Tod formulierte er in seinem Beitrag Wege aus der Krise. Gedanken zur Lage der europäischen Sozialdemokratie: „Macht und Eigeninteressen werden in der Politik immer eine Rolle spielen, vor allem aber geht es um die Absicht, dem Gemeinwesen zu dienen und zu dessen positiver Weiterentwicklung und auch Veränderung beizutragen. Das mag sich ein wenig utopisch anhören, Utopie gehört aber zum Wesen der Sozialdemokratie. Darauf könnte sie sich vielleicht ein bisschen mehr besinnen.“

Mit dem Gedenken an Mag. Karl Duffek erinnert die SPÖ-Bildung an einen herausragenden Intellektuellen, überzeugten Sozialdemokraten und Europäer, dessen Wirken die politische Bildungsarbeit weit über seine Zeit hinaus geprägt hat. Sein Einsatz für demokratischen Diskurs, kritisches Denken und internationale Vernetzung bleibt Auftrag und Inspiration für die sozialdemokratische Bildungsarbeit.

Erfolgreiche Premiere der Bregenzer Sommergespräche: Europa braucht Orientierung, Dialog und politische Bildung

Mit dem 1. Bregenzer Sommergespräch ist in Vorarlberg ein neues Forum für den Austausch über internationale Politik, gesellschaftliche Entwicklungen und die Zukunft Europas erfolgreich gestartet. Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Medien und politischer Bildung diskutierten vor zahlreichen interessierten Gästen die großen Herausforderungen unserer Zeit – von geopolitischen Machtverschiebungen über wirtschaftliche Resilienz bis hin zu Demokratie, Sicherheit und internationaler Zusammenarbeit.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Mario Leiter, Vorsitzender der SPÖ Vorarlberg. In seiner Begrüßung betonte er die Bedeutung Vorarlbergs als weltoffenes Bundesland im Herzen Europas und unterstrich, wie wichtig ein breiter gesellschaftlicher Dialog über die großen Zukunftsfragen sei.

Die inhaltliche Einführung gestaltete Prof. Dr. Gerhard Schmid, Bundesbildungsvorsitzender der SPÖ und Dritter Präsident des Wiener Landtages. In seinem Input spannte er den Bogen von den historischen Entwicklungen Europas bis zu den aktuellen internationalen Krisen. Er machte deutlich, dass Europa heute vor tiefgreifenden Veränderungen stehe und politische Bildung eine zentrale Voraussetzung sei, um Demokratie zu stärken, Desinformation entgegenzuwirken und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.

Im anschließenden Podium diskutierten Dr.in Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Deutschland, Dr. Herbert Cordt, Vorsitzender des Aufsichtsrates von RHI Magnesita und langjähriger internationaler Wirtschaftsmanager, sowie Dr.in Daniela Kittner, Journalistin und Medienberaterin. Durch die Diskussion führte der Historiker Flavio Schily, BA.

Im Mittelpunkt standen die geopolitischen Veränderungen einer zunehmend multipolaren Weltordnung, die Rolle Europas zwischen internationalen Machtzentren, wirtschaftliche Abhängigkeiten, Fragen der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der Umgang mit Desinformation und technologischen Umbrüchen. Ein gemeinsamer Tenor der Diskussion war, dass Europa seine Handlungsfähigkeit weiter stärken, strategische Abhängigkeiten reduzieren und gleichzeitig an den Grundwerten von Demokratie, Solidarität und internationaler Zusammenarbeit festhalten müsse.

Darüber hinaus wurde die entscheidende Rolle politischer Bildung hervorgehoben. Nur gut informierte Bürger:innen könnten demokratische Prozesse aktiv mitgestalten und komplexe internationale Entwicklungen einordnen. Die Sommergespräche sollen deshalb künftig regelmäßig Raum für fundierte Debatten über die langfristigen Herausforderungen Europas und der Welt bieten.

Dr.in Bärbel Kofler: “Rückzug und Angst waren noch nie eine Antwort auf Herausforderungen, sondern die Frage ist, wie kann man partnerschaftlich mit anderen Ländern Lösungen für die Herausforderungen finden.“

Dr.in Bärbel Kofler ortet in Europa Rückzug zum Nationalismus. „Und das ist die falsche Antwort. Rückzug und Angst waren noch nie eine Antwort auf Herausforderungen, sondern die Frage ist, wie kann man partnerschaftlich mit anderen Ländern Lösungen für die Herausforderungen finden.“

Dr. Herbert Cordt: “Um es auf den Punkt zu bringen: Europa ist alt, reich und bequem. Und das ist keine gute Kombination, wenn man mit den Trumps, Xis und mit den Putins zu tun hat.“

Dr. Herbert Cordt verwies auf die aktuelle Situation Europas: „Zerstritten und langsam in den Entscheidungsprozessen. Mit Trump, Putin und Xi werden die mächtigsten Staaten der Welt von Autokraten geführt bzw. sind am Weg zur Autokratie. Um es auf den Punkt zu bringen: Europa ist alt, reich und bequem. Und das ist keine gute Kombination, wenn man mit den Trumps, Xis und mit den Putins zu tun hat.“ Dr.in Daniela Kittner hielt fest: „Die nationale Politik hinkt der Globalisierung und den Problemen, die dadurch und durch die Krisen zutage getreten sind, hinterher. Das ist eine ganz massive Verschiebung, die in den letzten Jahren stattgefunden hat.“

Daniela Kittner: „Die nationale Politik hinkt der Globalisierung und den Problemen, die dadurch und durch die Krisen zutage getreten sind, hinterher.

Mit dem 1. Bregenzer Sommergespräch wurde ein erfolgreicher Auftakt geschaffen. Die Veranstalter sehen darin den Beginn eines neuen Dialogformats, das Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft zusammenbringt und einen Beitrag zu einer offenen, informierten und demokratischen Debattenkultur leisten soll.

 

 

Zu 125 Jahre Rosa Jochmann: „Ihr Vermächtnis bleibt Auftrag für Demokratie, Solidarität und politische Bildung“

Am 19. Juli 2026 jährt sich der Geburtstag von Rosa Jochmann zum 125. Mal. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um an ihr außergewöhnliches Leben zu erinnern. Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender und Dritter Präsident des Wiener Landtages, und Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, Mitglied des Bundesrates und Leiter der Wiener Parteischule, betonen dazu: „Wie kaum eine andere Frau steht Rosa Jochmann für Menschlichkeit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit.“

Schmid würdigt Rosa Jochmann als eine Persönlichkeit von zeitloser Bedeutung: „Rosa Jochmann war weit mehr als eine herausragende Gewerkschafterin und Widerstandskämpferin. Sie war eine große Demokratin und eine außergewöhnliche Pädagogin. Ihr gesamtes Leben war eine Lehrstunde darüber, was Haltung bedeutet. Sie zeigte, dass politische Bildung nicht beim Wissen endet, sondern Verantwortung, Mut und Menschlichkeit verlangt. Gerade heute erinnert uns ihr Lebensweg daran, wie gefährlich es ist, wenn demokratische Institutionen geschwächt, gesellschaftlicher Zusammenhalt zerstört und Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Demokratie beginnt nicht erst dort, wo sie verteidigt werden muss – sie muss jeden Tag gelebt werden“, so der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende.

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation verstehe politische Bildung als Auftrag, „demokratische Überzeugungen zu stärken, historisches Bewusstsein zu fördern und Menschen zu befähigen, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten“, so Markytan. Rosa Jochmann sei dabei weit mehr als eine historische Persönlichkeit – „sie ist bis heute Maßstab für Haltung, Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit“, so der SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, der in Rosa Jochmann ein dauerhaftes Vorbild für die politische Bildungsarbeit sieht: „Rosa Jochmann hat uns gezeigt, dass Demokratie niemals selbstverständlich ist. Sie muss gelernt, gelebt und verteidigt werden. Ihr Leben beweist, dass selbst größte persönliche Leiden einen Menschen nicht daran hindern müssen, Hoffnung zu geben und Verantwortung für andere zu übernehmen.“

Gerade deshalb sei es auch eine besondere Ehre, einen Lehrgang der Wiener Parteischule nach Rosa Jochmann benannt zu haben: „Damit erinnern wir nicht nur an ihr beeindruckendes Lebenswerk, sondern machen ihre Werte zum festen Bestandteil unserer politischen Bildungsarbeit“, so Markytan.

Abschließend betonen Schmid und Markytan: „Rosa Jochmann bleibt für uns weit mehr als eine historische Persönlichkeit. Sie ist ein Vorbild, das unsere politische Bildungsarbeit bis heute prägt. Deshalb tragen viele Objekte in unserer Heimat ihren Namen, Preise werden nach ihr benannt und regelmäßig vergeben. Ihr Leben erinnert uns daran, dass Demokratie Mut braucht, Solidarität gelebt werden muss und Menschlichkeit niemals verhandelbar ist. Gerade angesichts der Herausforderungen unserer Zeit stellen wir uns immer wieder die Frage: Was würde Rosa Jochmann heute sagen? Welche Haltung würde sie einnehmen? Diese Frage ist kein Blick zurück, sondern ein Auftrag für die Zukunft. Ihr Vermächtnis verpflichtet uns, Demokratie zu stärken, Institutionen zu schützen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Rosa Jochmann bleibt Teil unserer Ausbildung, Teil unseres Selbstverständnisses und ein Kompass für kommende Generationen.“

Foto: Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen

Schmid: Wien bleibt Brücke für Frieden und Dialog

Das Wiener Bezirksblatt berichtet über die Rede des Dritten Wiener Landtagspräsidenten Gerhard Schmid im Wiener Landtag zur österreichischen Neutralität und die Bedeutung Europas:

Schmid: Wien bleibt Brücke für Frieden und Dialog

Im Wiener Landtag hat der Dritte Präsident des Landtages, Gerhard Schmid (SPÖ), die Bedeutung Europas, der österreichischen Neutralität und Wiens als internationalen Standort des Dialogs betont. Anlass war die Mitteilung von Vizebürgermeisterin Barbara Novak zum Thema „Starke Städte und Regionen. Starkes Europa.“.

Für Schmid ist die Europäische Union vor allem ein Friedensprojekt. Die europäische Einigung sei geschaffen worden, um nationale Konflikte zu überwinden und die Zusammenarbeit zwischen den Staaten zu stärken. Gerade angesichts der Geschichte Europas komme der EU dabei eine besondere Rolle zu.

Neutralität und EU schließen einander nicht aus

Schmid verwies darauf, dass Österreich bereits bei seinem Beitrittsgesuch zu den Europäischen Gemeinschaften seine Neutralität ausdrücklich festgehalten habe. Der EU-Beitritt im Jahr 1995 sei daher unter klaren Voraussetzungen erfolgt.

Für den Landtagspräsidenten stehen Neutralität und europäische Zusammenarbeit nicht im Widerspruch. Auch eine sicherheitspolitische Kooperation innerhalb Europas sei mit der österreichischen Neutralität vereinbar. Gleichzeitig könne sich Österreich weiterhin an humanitären Einsätzen, Rettungsmissionen und friedenserhaltenden Maßnahmen beteiligen.

Wien profitiert von seiner Rolle als Dialogstandort

Besonders hob Schmid die internationale Bedeutung der Bundeshauptstadt hervor. Wien habe sich über Jahrzehnte als Ort des Austauschs etabliert und sei heute Sitz zahlreicher internationaler Organisationen wie der UNO, der OSZE, der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) und der OPEC. Diese Entwicklung sei eng mit dem neutralen Status Österreichs verbunden.

Nach Ansicht Schmids bringe die Neutralität auch heute eine Verantwortung mit sich. Sie bedeute nicht Passivität, sondern aktives Engagement für Frieden und internationale Zusammenarbeit. Konflikte könnten nicht durch Krieg gelöst werden, sondern nur durch Dialog und Diplomatie.

Bekenntnis zu aktiver Außenpolitik

Abschließend sprach sich Schmid für eine aktive österreichische Außenpolitik im Rahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union aus. Gleichzeitig bekannte er sich zur umfassenden Landesverteidigung und einem starken Milizsystem. Neutralität und EU-Mitgliedschaft seien heute beide in der Bundesverfassung verankert und würden sich gegenseitig nicht ausschließen, sondern gemeinsam die Grundlage für Österreichs Rolle in Europa bilden.

Quelle: Wiener Bezirksblatt, Ausgabe 8. Juli 2026

https://wienerbezirksblatt.at/schmid-oesterreichische-neutralitaet/?fbclid=IwY2xjawS7B8RleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEe9QosI0bqj2–W-n2lBSu8CmqJ_hjVsuQ5YlgM8t7RzuFATMrTKvtcTWb_dA_aem_0hE-9Xtdo1LTbyTX6FLYAg

Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch an Oliver Jens Schmitt

Die Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch stand auch heuer ganz im Zeichen von Geschichte, Demokratie und politischer Bildung. Als Mitinitiatorin und Mitveranstalterin war selbstverständlich auch die SPÖ-Bundesbildungsorganisation vertreten. Gemeinsam mit Mitgliedern des Bundesbildungspräsidiums nahm sie an der Preisverleihung im Bruno-Kreisky-Forum für Internationalen Dialog teil.

Mit dem Hauptpreis wurde der Historiker Oliver Jens Schmitt für sein Buch “Moskaus westliche Rivalen. Eine europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer” ausgezeichnet. Einen Anerkennungspreis erhielt Martin Prinz für seinen Tatsachenroman “Die letzten Tage”, der Verlag Jung und Jung wurde für seine besonderen verlegerischen Leistungen geehrt.

Neben den ausgezeichneten Werken hinterließen vor allem die Wortmeldungen des Abends einen bleibenden Eindruck. Besonders die abschließenden Gedanken über die Verantwortung von Literatur und Wissenschaft machten deutlich, dass Wissen nicht in Fachkreisen oder wissenschaftlichen Kommentarspalten verbleiben darf. Gute Bücher, verständlich aufbereitete Forschung und politische Bildung müssen möglichst viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen.

Der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation und Dritte Präsident des Wiener Landtags, Prof. Dr. Gerhard Schmid, betonte:

„Der Bruno-Kreisky-Preis zeigt Jahr für Jahr, welche Kraft politische Literatur entfalten kann. Bücher schaffen Orientierung, fördern kritisches Denken und machen Geschichte als Grundlage demokratischen Handelns begreifbar. Deshalb ist dieser Preis auch ein wichtiges Bekenntnis zur politischen Bildung.“

Bundesrat Wolfgang Markytan, Bundesbildungsgeschäftsführer der SPÖ, hob besonders den Schlussgedanken der Veranstaltung hervor:

„Mich hat besonders die Botschaft beeindruckt, dass Wissen nicht für einige wenige geschrieben werden darf. Gute Texte sollen gelesen werden, Forschung muss verständlich vermittelt werden und Erkenntnisse müssen ihren Weg in die Gesellschaft finden. Politische Bildung bedeutet, Wissen zugänglich zu machen – damit möglichst viele Menschen an demokratischen Debatten teilhaben können.“

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert allen Preisträgern herzlich und bedankt sich bei den Organisatorinnen und Organisatoren für eine gelungene Veranstaltung, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie wichtig Literatur, historische Aufklärung und politische Bildung für eine lebendige Demokratie sind.

 

Europa und Neutralität gemeinsam als Fundament für Frieden und Dialog verstehen

Dritter Landtagspräsident Prof. Dr. Gerhard Schmid betont Wiens besondere Verantwortung als Ort des internationalen Dialogs und die Bedeutung einer aktiven Außenpolitik

Anlässlich der Mitteilung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Barbara Novak zum Thema „Starke Städte und Regionen. Starkes Europa“ hat der Dritte Präsident des Wiener Landtages, Gerhard Schmid, die Bedeutung der europäischen Einigung, der österreichischen Neutralität und Wiens als internationaler Standort des Dialogs hervorgehoben. Für Schmid ist die europäische Idee vor allem ein Friedensprojekt.

Der Dritte Landtagspräsident verwies darauf, dass Österreich seinen Neutralitätsstatus bereits im Beitrittsgesuch zu den Europäischen Gemeinschaften ausdrücklich hervorgehoben habe und unter diesen Voraussetzungen am 1. Jänner 1995 der Europäischen Union beigetreten sei. Die Neutralität und die europäische Zusammenarbeit seien dabei kein Widerspruch.

„Die europäische Integration ist schon immer angedacht worden als Überwindung, als ein Modell zur Überwindung nationaler Konflikte“, betonte Schmid. Gerade vor dem Hintergrund der Geschichte Europas sei die Europäische Union ein entscheidender Beitrag für Frieden und Zusammenarbeit.

Besonders hob Schmid die internationale Bedeutung Wiens hervor. Als Sitz zahlreicher internationaler Organisationen habe sich die Bundeshauptstadt über Jahrzehnte als Ort der Begegnung und des Austauschs etabliert. Die Ansiedlung internationaler Organisationen wie der OSZE, der UNO, der IAEA und auch der OPEC wäre ohne den neutralen Status Österreichs nicht möglich gewesen.

In seiner Rede widmete sich Schmid auch dem Verhältnis von österreichischer Neutralität und europäischer Zusammenarbeit. Dabei stellte er klar: „Eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene auch im sicherheitspolitischen Sinn steht nicht im Widerspruch zur Neutralität. Im Gegenteil, erst die Kooperation mit unseren europäischen Partnerländern und der gemeinsame europäische Appell an den Multilateralismus im Sinne der europäischen Werte, das sind wirklich die tatsächlichen Garanten für die Beständigkeit der österreichischen Neutralität.“ Für Schmid sei klar, dass sich auch ein neutrales Österreich vorbehaltlos an humanitären Aufgaben und Rettungseinsätzen sowie friedenserhaltenden Maßnahmen beteiligen kann. Die wesentlichen Bestimmungen der Neutralität sind mit dem Gemeinschaftsrecht und daraus resultierenden Verpflichtungen vereinbar.

Zugleich verwies Schmid darauf, dass Neutralität auch heute aktives internationales Engagement bedeute. „Neutralität muss heute nach wie vor Friedensgesinnung bedeuten und die Überzeugung, dass Probleme durch Krieg nicht gelöst werden können, sondern dass sie durch Krieg nur verschärft und verschlimmert werden können“, sagt Schmid.

Abschließend sprach sich Schmid für eine aktive österreichische Außenpolitik im Rahmen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union aus: „Die Neutralität steht auch aktuell in keinerlei Widerspruch zu einer aktiven Außenpolitik und sollte sich meiner Auffassung nach sehr stark im System der Vereinten Nationen orientieren.“ Dabei solle die Rolle Wiens als Sitz der Vereinten Nationen nicht vernachlässigt werden. Österreich habe sich stets zur militärisch bewaffneten und umfassenden Landesverteidigung mit starkem Milizsystem bekannt. Die Verteidigungsidee habe dabei die gesamte Bevölkerung zu erfassen und muss unverrückbarer Teil des demokratischen Gesellschaftsgefüges sein. „Heute sind die Neutralität und auch die EU-Mitgliedschaft in unserer Verfassung verankert und wir verstehen unser konstruktives Mitwirken an einer gemeinsamen europäischen Außenpolitik nicht als Gegensatz zur Neutralität”, schloss Schmid.

Das Video der Rede des Dritten Landtagspräsidenten von Wien, Prof. Dr. Gerhard Schmid im Wiener Landtag (26.6.2026):

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #119: Manuel Ortega, Künstler und ehemaliger Song Contest-Teilnehmer

Gast im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist Manuel Ortega, der Österreich 2002 beim Eurovision Song Contest in Tallinn vertrat. Vom Arbeiterkind aus Oberösterreich über den großen Durchbruch mit „El Amor La Vida“ bis auf die Bühne des Eurovision Song Contest: Manuel Ortega spricht offen über seine außergewöhnliche Karriere, den Druck des ESC und warum der Song Contest bis heute eine besondere Bedeutung für ihn hat. Dabei erzählt er ehrlich von Euphorie, Überforderung und den Erfahrungen hinter den Kulissen eines der größten Musikwettbewerbe der Welt.

Aufgenommen wurde das Gespräch im Statt-Beisl im WUK – einem Ort voller Musik, Kultur, Gastfreundschaft und Solidarität. Ein Platz, der seit vielen Jahren Künstler,:innen Musiker:innen und Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammenbringt und damit perfekt zu diesem sehr persönlichen Gespräch passt.

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