Tag -Gerhard Schmid

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid” #118: Martin Kohlbauer, Architekt

Im aktuellen “ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid” ist der Architekt Martin Kohlbauer zu Gast. Er zählt zu den bedeutendsten Architekt:innen Österreichs und prägt seit Jahrzehnten das Stadtbild von Wien. Im ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid spricht er über aktuelle Herausforderungen der Architektur, über Wohnbau in Wien und über die Zukunft der Stadtentwicklung.

Wie kann leistbarer Wohnraum geschaffen werden, ohne an Qualität zu verlieren? Wie gelingt es, Architektur individuell und identitätsstiftend zu gestalten – statt austauschbar und standardisiert zu bauen?

Martin Kohlbauer gibt persönliche Einblicke in seine Arbeit und beschreibt seinen Zugang zur Planung: Architektur beginnt für ihn immer beim Menschen. Räume müssen erlebbar sein, Bewegung ermöglichen und Lebensqualität schaffen. Dabei spielen Licht, Proportion, Material und der Bezug zum Ort – der sogenannte „Genius Loci“ – eine entscheidende Rolle.

Ein tiefgehendes Gespräch über Architektur als Gestaltung von Lebensräumen – zwischen Funktion, Ästhetik und sozialer Verantwortung.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind auf allen gängigen Kanälen als Video bzw. Podcast abrufbar!

Foto: Richard Tanzer

 

AVISO: Kulturpolitik in Wien. Ein Abend mit Gerhard Schmid – im Fokus: die Wiener Symphoniker und das Ganze der Kulturstadt

Wie funktioniert Kulturpolitik in Wien – zwischen Spitzenkultur und breiter Teilhabe, zwischen Tradition und Innovation? Dieser Abend ordnet das Wiener Kultursystem ein, erklärt Zuständigkeiten und Finanzierungsstrukturen, beleuchtet aktuelle Herausforderungen wie Publikumsentwicklung, Raumfragen, Digitalisierung und Klimafitheit und diskutiert, wie Kultur in allen Bezirken sichtbar und zugänglich bleiben kann.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Wiener Symphonikern. Das Orchester nimmt eine zentrale Rolle im Wiener Musikleben ein – im Konzerthaus, im Musikverein sowie im Spannungsfeld von Konzertbetrieb, Oper und Festivals. Auch die internationale Präsenz, etwa als Orchestra in Residence bei den Bregenzer Festspielen, wird thematisiert.

„Die Wiener Symphoniker besitzen eine wichtige Stellung in Wien und haben maßgeblich dazu beigetragen, auch Frauen einzubinden. Gerade für andere Orchester haben sie so eine wichtige Vorbildfunktion eingenommen.“

Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags.

Gleichzeitig weitet Gerhard Schmid den Blick auf das Ganze der Kulturstadt Wien: die Theater- und Museumslandschaft, die freie Szene, Kulturarbeit in den Grätzln, Nachwuchs- und Kulturvermittlung sowie Kooperationen zwischen städtischen und bundesnahen Institutionen. Im Zentrum steht die Frage, was gute Kulturpolitik leisten muss, damit Wien auch künftig eine lebendige, vielfältige und international anerkannte Kulturstadt bleibt.

Als Referent führt Prof. Dr. Gerhard Schmid durch den Abend. Er war viele Jahre Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Wien und ist heute Sprecher im Bereich der Wiener Symphoniker. Aus dieser langjährigen kulturpolitischen Praxis heraus verbindet er strategische Einordnung mit konkreten Beispielen und eröffnet Raum für Diskussion und Austausch.

Wann? Montag, 13. April 2026, 18:00 – 21:00 Uhr

Wo? Wiener Bildungszentrum, Praterstraße 25a 1020 Wien

Anmeldung per Mail an: markytan@wiener-bildungsakademie.at

 

SPÖ Bundesbildung gratuliert Andreas Babler herzlich zum Ergebnis von 81,5 % beim SPÖ-Bundesparteitag

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 98,5 Prozent der Stimmen in den SPÖ-Bundesparteivorstand gewählt

Der 47. Ordentliche Bundesparteitag der SPÖ war geprägt von großen inhaltlichen Diskussionen, die von Respekt, Verantwortung und Weitsicht getragen wurden. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Institutionen unter Druck geraten und gesellschaftliche Herausforderungen komplexer werden, ist eine lebendige, konstruktive Debatte innerhalb der Sozialdemokratie von besonderer Bedeutung.

Sehr erfreulich ist, dass der Antrag der SPÖ-Bundesbildung „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ angenommen wurde. Darin unterstreichen wird die zentrale Rolle politischer Bildung für eine starke, widerstandsfähige Demokratie. Demokratie unterstrichen – sie ist keine Selbstverständlichkeit und muss aktiv geschützt, weiterentwickelt und gelebt werden. Politische Bildung ist dabei ein entscheidender Schlüssel, um demokratische Kompetenz zu stärken, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und antidemokratischen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten.

Herzliche Gratulation an SPÖ-Vorsitzenden, Vizekanzler Andi Babler zu 81,5 Prozent und unserem Bundesbildungsvorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Schmid, der mit 98,5 Prozent in den SPÖ-Bundesparteivorstand gewählt wurde. Dieses herausragende Ergebnis ist ein starkes Zeichen der Anerkennung für sein Engagement in der politischen Bildung und für die Stärkung der sozialdemokratischen Bildungsarbeit.

Die SPÖ-Bundesbildung wünscht Vizekanzler Andreas Babler, Prof. Dr. Gerhard Schmid sowie dem gesamten Team viel Kraft, Mut und Erfolg für die kommenden Aufgaben. Gemeinsam arbeiten wir weiter daran, Demokratie zu stärken, soziale Gerechtigkeit zu sichern und die sozialdemokratischen Werte in unserer Gesellschaft lebendig zu halten.

Herzliche Gratulation an Wolfgang Markytan zu 20 Jahren Leitung der Wiener Parteischule

Bildung als Fundament der sozialdemokratischen Bewegung – 1.000 ausgebildete Funktionär:innen im vergangenen Jahrzehnt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Wolfgang Markytan herzlich zu 20 Jahren als Leiter der Wiener Parteischule. Seit dem 2. März 2006 steht er an der Spitze der traditionsreichen Bildungseinrichtung und prägt seither maßgeblich die politische Aus- und Weiterbildung innerhalb der sozialdemokratischen Bewegung. Gemeinsam mit einem engagierten Team verantwortet Markytan ein umfassendes Bildungsprogramm mit Lehrgängen von ein- bis eineinhalb-jähriger Dauer. Vermittelt werden Grundlagen demokratischer Entwicklung, politische Strukturen Österreichs, aktuelle gesellschaftspolitische Themen sowie professionelle Kommunikations- und Organisationskompetenzen. Allein im vergangenen Jahrzehnt wurden rund 1.000 Funktionärinnen und Funktionäre der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung ausgebildet.

“In den letzten 20 Jahren hat sich die Parteischule kontinuierlich weiterentwickelt: Lehrgänge wurden strukturell angepasst, Einheiten intensiviert, Kommunikationsausbildungen verdichtet und neue Themenschwerpunkte wie Digitalisierung, demokratische Resilienz, Friedenspolitik und Neutralität integriert. Ich bin sehr dankbar, dass ich nun schon den 31. und 32. Lehrgang begleiten darf und freue mich über die Entwicklungen der einzelnen Teilnehmer:innen, die sich auf allen Ebenen des politischen Spektrums wiederfinden“, so SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und Leiter der Wiener Parteischule Wolfgang Markytan. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont: „Wolfgang Markytan steht für Kontinuität und Erneuerung gleichermaßen. Er verbindet die große Tradition der Arbeiter:innen-Bildung mit den Anforderungen einer modernen Demokratie. Für dieses Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz danken wir ihm sehr herzlich.“

Bereits am 8. Dezember 1867 wurde mit dem Arbeiterbildungsverein Gumpendorf der erste organisierte Bildungsverein der Arbeiter:innenbewegung gegründet. Auf dessen Grundlage sowie auf den Schultern zahlreicher Bildungs- und Sportvereine formierte sich die sozialdemokratische Bewegung – zunächst 1874 in Neudörfl und schließlich 1888/89 am Hainfelder Einigungsparteitag zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Bildung war damit von Beginn an ein zentraler Bestandteil sozialdemokratischer Politik. Besonders nach der Gründung der Republik 1918 wurden entscheidende Weichen für eine demokratische, soziale und bildungsorientierte Gesellschaft gestellt. Die konsequente Umsetzung dieses Projekts konnte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgen – getragen von der historischen Erkenntnis, dass nur ein friedliches Zusammenleben und demokratische Strukturen nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung ermöglichen. In diesem Geist wurde 1947 die Wiener Parteischule gegründet. Sie gilt heute als die traditionsreichste Ausbildungseinrichtung der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung weltweit. „Bildung ist in der Sozialdemokratie und in der Arbeiter:innenbewegung eines der höchsten Güter, die wir haben. Sie stand an der Wiege unserer Bewegung und ist bis heute ihr Fundament“, so Schmid abschließend.

Gedenken an den 12. Februar 1934 – Erinnerung, Auftrag und Verantwortung

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid appellierte bei Gedenkveranstaltung: „Durchflutung aller Lebensbereiche mit Demokratie, um sie zu festigen“

Bei der Gedenkveranstaltung zu den Februarkämpfen 1934 am Goldmarkplatz am Mittwochabend wurde nicht nur der Opfer gedacht, sondern auch der bleibende Auftrag für Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt gestellt. Das Erinnern an die Ereignisse des Jahres 1934 ist mehr als ein historischer Rückblick – es ist Mahnung, Verpflichtung und politischer Auftrag zugleich. Nach der Begrüßung durch den Wiener SPÖ-Bildungsvorsitzenden und stellvertretenden SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden Mag. Marcus Schober eröffneten Gesprächsrunden den Abend. Der Vorsitzende der Freiheitskämpferorganisation Dr. Gerald Netzl sowie die Vorsitzenden der Wiener Jugendorganisationen – Sozialistische Jugend und Junge Generation – spannten den Bogen von den dramatischen Ereignissen des Februar 1934 hin zu den Herausforderungen unserer Zeit. Besonders hervorgehoben wurde die Verantwortung der jungen Generation, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit aktiv zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Vizekanzler und SPÖ-Bundesparteivorsitzender Andreas Babler wurde unter großem Beifall begrüßt. Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte Prof. Dr. Gerhard Schmid, Landtagspräsident und Vorsitzender der SPÖ-Bundesbildungsorganisation. Er erinnerte an die Opfer der Februarkämpfe – an Todesurteile, Hinrichtungen und politische Verfolgung, exemplarisch an Karl Münichreiter, Georg Weissel, Koloman Wallisch sowie an den Sozialistenprozess und die Haft Bruno Kreiskys. Zugleich stellte er die zentrale Frage: Wie sichern wir heute das Vermächtnis der Freiheitskämpfer?

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Verteidigung von Demokratie und Rechtsstaat gegen ihre schleichende Erosion – durch Angriffe auf die Gewaltenteilung, Verschwörungsmythen, rechtsextreme Vernetzungen, politische Polarisierung und eine wachsende Repräsentationslücke im Parlament. Ebenso warnte er vor neuen Gefahren durch Künstliche Intelligenz, Desinformation, Deepfakes, Microtargeting, digitale Abhängigkeiten von internationalen Technologiekonzernen sowie vor der Schwächung des Qualitätsjournalismus. Sein Appell mündete in ein eindringliches Bekenntnis zur aktiven Demokratie: „Wo die Demokratie im Inneren zerstört wird, wird sie auch im Äußeren beseitigt. Darum kann sie nur gefestigt werden, wenn man sie ununterbrochen in Bewegung hält – durch eine Durchflutung aller Lebensbereiche mit Demokratie. Die Zeit der schrecklichen Vereinfacher ist noch nicht vorbei. Umso mehr gilt: Das wichtigste Gut der Menschheit ist die geistige und individuelle Freiheit in einem sozialen Zusammenhang. Das heißt, bei den Menschen zu sein – auch wenn es unbequem ist und wir unsere Blase verlassen müssen. Eine klare politische Linie ist immer besser als keine. Den Anfängen wehren – niemals vergessen.“

Ein weiterer Höhepunkt war die Rede von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. Er erinnerte an den 12. Februar 1934 als Symbol für den Widerstand gegen autoritäre Entwicklungen und für den Einsatz um Demokratie und soziale Rechte. Gleichzeitig richtete er den Blick auf die aktuelle politische Situation und betonte, dass Solidarität kein abstrakter Begriff sei, sondern gelebte Praxis. Es sei leicht, „bei Sonnenschein“ nebeneinanderzustehen und Unterstützung zu bekunden. Entscheidend sei jedoch das solidarische Zusammenstehen in schwierigen Zeiten – und in solchen befänden wir uns derzeit. Als Vorsitzender der Wiener SPÖ unterstrich er sein klares solidarisches Verhalten gegenüber den demokratisch gewählten Vertreterinnen und Vertretern – innerhalb der Partei ebenso wie darüber hinaus. Demokratie lebe vom Respekt vor demokratischen Entscheidungen und vom gemeinsamen Eintreten für ihre Werte.

Einen besonderen Akzent setzte die künstlerische Gestaltung des Abends. SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan betonte: „Das Gedenken an den 12. Februar 1934 ist nicht nur ein Erinnern, ein Zurückblicken, sondern auch ein Blick in die Gegenwart – oder sogar in die Zukunft. Darum ist es wichtig, dieses Gedenken nicht immer nur mit denselben traditionellen Elementen zu verbinden. Heute wurde eine künstlerische Performance dargeboten, die sehr beeindruckend war. Nina Abrahamczik trat als die Witwe, Bernd Herger als einer der Söhne von Karl Münchreiter auf. Sie präsentierten eine Lesung, unterstützt vom Performancekünstler Adrian Dorfmeister-Pölzer. Das ist genau die gelungene Art und Weise, wie ein solches Gedenken gelebt werden soll – mit klarem Fokus auf die Geschichte und zugleich mit der Frage, was wir für heute mitnehmen können – nicht als anbetende Asche, sondern als Weitergabe des Feuers.“

Die Veranstaltung machte deutlich: Das Gedenken an den 12. Februar 1934 ist kein ritualisierter Blick zurück, sondern ein lebendiger Beitrag zur Stärkung demokratischer Kultur. Erinnerung wird so zur Haltung – mit Klarheit, mit Solidarität und mit dem festen Willen, Demokratie aktiv zu gestalten.

Alle Fotos: Christian Bader

SPÖ-Babler und Seltenheim gratulieren Gerhard Schmid herzlich zur Wiederwahl als Bundesbildungsvorsitzender

Babler: „Gerhard Schmids Einsatz für lebendige Bildungsarbeit ist beispielgebend“ – Seltenheim: „Schmid verfügt über große Expertise und viel Herzblut für Bildung“

Bei der SPÖ-Bundesbildungskonferenz wurde gestern, Samstag, Gerhard Schmid als Bundesbildungsvorsitzender wiedergewählt. SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Vizekanzler Andreas Babler und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim gratulieren Gerhard Schmid herzlich zur Wiederwahl. „Gerhard Schmid hat die Bildungsarbeit der SPÖ in den letzten Jahren entscheidend geprägt und weiterentwickelt. Sein Einsatz für eine lebendige Bildungsarbeit, für demokratiepolitische Bildung, Erinnerungsarbeit als Beitrag zur Demokratie und innerparteiliche Aus- und Weiterbildung sind beispielgebend. Bildungsarbeit ist ein zentrales Fundament der Sozialdemokratie – und bei Gerhard Schmid und der SPÖ-Bundesbildungsorganisation ist sie in den besten Händen“, betonte SPÖ-Bundesparteivorsitzender Babler gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Seltenheim würdigt das Wirken Schmids: „Gerhard Schmids Wiederwahl mit eindrucksvollen 96,56 Prozent der Stimmen ist eine klare Bestätigung seiner erfolgreichen Arbeit und seines großen Engagements. Gerhard Schmid verfügt nicht nur über große Expertise, sondern auch über ganz viel Herzblut für Bildung, soziale Gerechtigkeit, Wissenschaft und Kultur. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so Seltenheim.

Foto: Christian Bader

Bischofsweihe und Amtseinführung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl

Am 24. Jänner fand im Wiener Stephansdom die feierliche Bischofsweihe und Amtseinführung des neuen Erzbischofs von Wien, Josef Grünwidl stett. Unter den zahlreichen Gästen dieser bewegenden Feier war auch der Dritte Landtagspräsident von Wien und SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid. Schmid, der sich seit Jahren für einen Dialog der Religionen und für ein Miteinander aller Konfessionen im Sinne von Gerechtigkeit und Humanität einsetzt, betonte nach den Feierlichkeiten:”Kardinal Christoph Schönborn hat in einer unglaublich berührenden Weise mit vielen Kindern und Jugendlichen und unter größter öffentlicher Aufmerksamkeit den neuen Bischof geweiht. Die besten Wünsche an den begeisterten Musiker und Seelsorger Josef Grünwidl für dieses wichtige Amt und für ein großes Miteinander im Kampf um Humanität und für soziale Gerechtigkeit in einer Welt voller Spannungen.”
Foto: Copyright Erzdiözese Wien/Florian Feuchtner

Gedenken an Bruno Kreisky: SPÖ-Bundesbildungsorganisation würdigt „großen Sozialdemokraten und visionären Staatsmann“

Schmid und Markytan: „Kreisky hat Österreich gerechter, moderner und chancenreicher gemacht“ – Fortschrittliche Bildungspolitik als Reformmotor der Kreisky-Ära

Anlässlich des Geburtstags des ehemaligen Bundeskanzlers und langjährigen SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Bruno Kreisky hat die SPÖ-Bundesbildungsorganisation die Bedeutung des „großen Sozialdemokraten und visionären Staatsmanns Bruno Kreisky und seines umfassenden Reformwerks“ betont. „Bruno Kreisky war nicht nur der ‚Jahrhundertkanzler‘, sondern er war ein Ausnahmepolitiker, der Österreich mit seinen beispiellosen Reformen gerechter, moderner und chancenreicher gemacht hat“, sagte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid, der unterstrich, dass „fortschrittliche und chancengerechte Bildungspolitik Kernelement und Reformmotor der Kreisky-Ära“ gewesen sei. „Mit Bruno Kreisky ist die österreichische Arbeiterbewegung in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist sein politisches Vermächtnis und unsere Verpflichtung. Bruno Kreisky wird immer im Zentrum unserer Parteigeschichte stehen“, sagten SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Schmid würdigte auch die Errungenschaften Kreiskys in Sachen Sozialstaat: „Getragen von einer tiefen sozialdemokratischen Grundhaltung, die sehr stark von den großen Denkern wie Otto Bauer und seinen persönlichen, dramatischen und tragischen Erfahrungen mit beiden Faschismen geprägt war, war der Aufbau des Sozial-und Wohlfahrtsstaates für Kreisky das zentrale und wesentliche Kriterium für Demokratie und Freiheit. Kreisky und sein Team haben das neutrale Österreich aus der provinziellen, kleingeistigen und kulturellen Abgeschiedenheit herausgeführt und zu einem weltoffenen, international wahrgenommenen Partner für Frieden und Demokratie gemacht und Österreich und vor allem Wien als Ort der Begegnung positioniert“, so Schmid.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Markytan unterstrich Kreiskys unentwegtes Streben nach Demokratie und vor allem sozialer Demokratie: „Dieses Streben nach mehr Demokratie hat mit der Gründung der Politischen Akademien wie dem Dr. Karl-Renner-Institut eine ganz neue Dimension erhalten. „Politische Bildungsarbeit auf der Höhe der Zeit, den intellektuellen Dialog und Austausch zu fördern und in die Ausbildung von MandatarInnen und FunktionärInnen zu investieren – all das war Kreiskys zutiefst sozialdemokratisches Anliegen“, so Markytan.

SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet 60. Lehrgang der Wiener Parteischule

Jubiläumslehrgang nach Widerstandskämpfer*innen Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak benannt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie und dem Karl-Renner-Institut den 60. Lehrgang der Wiener Parteischule, der erstmals nach zwei herausragenden Persönlichkeiten des antifaschistischen Widerstands und der sozialdemokratischen Bildungsarbeit benannt ist: Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak. Mit der Benennung dieses Jubiläumslehrgangs würdigt die SPÖ zwei Menschen, deren Lebenswege untrennbar mit dem Kampf gegen Faschismus, mit politischer Bildung und mit demokratischer Verantwortung verbunden sind. Die Erinnerung an Prof.in Käthe Sasso, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, Zeitzeugin und jahrzehntelange Wegbegleiterin der sozialdemokratischen Bildungsarbeit, ist dabei Verpflichtung und Auftrag zugleich. „Käthe Sasso hat ihr Leben dem Widerstand, der Aufklärung und der Menschlichkeit gewidmet. Sie war eine unbeugsame Antifaschistin, die bis zuletzt ihre Stimme erhoben hat – gegen das Vergessen, gegen Relativierung und für eine lebendige Demokratie. Politische Bildung ohne Haltung war für sie undenkbar. Ihr Vermächtnis ist Mahnung und Ermutigung zugleich, gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte wieder stärker unter Druck geraten“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid.

Auch die Benennung nach Friedrich Pollak ist ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung und der Sichtbarmachung. Pollak war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, engagierter Sozialdemokrat und ein prägender Akteur der Bildungs- und Erinnerungspolitik. Dennoch blieb sein Wirken lange Zeit eher „unter dem Radar“ der breiten öffentlichen Erinnerung. „Friedrich Pollak ist eine jener Persönlichkeiten, die sich ein ehrendes Andenken mehr als verdient haben, die aber im kollektiven Gedächtnis zu wenig präsent waren. Durch die engagierte Aufarbeitung seiner Familie und durch die Arbeit des Lokalhistorikers Alexander Karazman kommt nun neuer Schwung in die Gedenkarbeit. Mit der Benennung dieses Lehrgangs holen wir Pollak bewusst zurück auf unseren Erinnerungsschirm und schenken ihm jene Achtung, die seinem Einsatz für Demokratie und Bildung entspricht“, erklärt SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Besonders bedeutsam war, dass bei der Eröffnung des Lehrgangs auch die Stieftochter Friedrich Pollaks sowie sein Enkel Herbert Oplustil anwesend waren. Ihre Teilnahme unterstrich die persönliche Dimension der Erinnerung und machte deutlich, dass politische Bildungsarbeit immer auch Verantwortung gegenüber den Lebensgeschichten jener trägt, die für Freiheit und Demokratie eingetreten sind.

Die Wiener Parteischule ist eine der traditionsreichsten politischen Bildungseinrichtungen Österreichs. Seit 1947 wird sie ohne Unterbrechung geführt und ist damit eine echte Erfolgsgeschichte sozialdemokratischer Bildungsarbeit. Mehr als 1.000 Absolventinnen und Absolventen haben den Lehrgang bislang abgeschlossen.

Aus der Wiener Parteischule entwickeln sich unterschiedliche Formen politischer Teilhabe. Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen übernimmt politische Funktionen oder Mandate: Derzeit haben neun Abgeordnete des Wiener Gemeinderats und Landtags die Wiener Parteischule absolviert – darunter auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Andere wirken als Funktionärinnen und Funktionäre in Partei, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft oder tragen demokratische Werte als politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger in ihr Umfeld.

Mit dem 60. Lehrgang setzen die SPÖ-Bundesbildungsorganisation, die Wiener Bildungsakademie und das Karl-Renner-Institut ein gemeinsames Zeichen: Politische Bildung, Erinnerungskultur und antifaschistische Haltung gehören zusammen – und sind Voraussetzung für eine starke, solidarische Demokratie.

ZEITGESPRÄCHE – Jahresrückblick 2025: Stimmen, die unsere Gesellschaft prägen

Das Jahr 2025 war ein außergewöhnliches Jahr für die ZEITGESPRÄCHE. In diesem Jahresrückblick blicken wir auf zentrale Themen, prägende Diskussionen und eindrucksvolle Persönlichkeiten zurück, die Wien, Österreich und Europa in Kultur, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft mitgestalten.

Wien hat sich 2025 als eine der wichtigsten Metropolen Europas positioniert – wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. In den ZEITGESPRÄCHEN wurde deutlich, wie sehr Fragen von Stadtentwicklung, Bildung, Klimaschutz, kultureller Verantwortung, sozialem Zusammenhalt und demokratischer Offenheit miteinander verbunden sind.

Zu Gast waren unter anderem:

  • DI Roland Geyer, Intendant des STRAUSS-Jahres 2025 und ehemaliger Direktor des Theaters an der Wien, der über Kultur als identitätsstiftende Kraft sprach.
  • Alexander Wrabetz, ehemaliger ORF-Generaldirektor sowie Präsident des SK Rapid Wien und der Wiener Symphoniker, über Medien, Sport und öffentliche Verantwortung.
  • Kurt Gollowitzer, Generaldirektor der Wien Holding und Präsident des FK Austria Wien, über Wirtschaft, Kultur und Standortpolitik.
  • Michael Stampfer, Geschäftsführer des WWTF, über Forschung, Innovation und die Rolle Wiens als Wissenschaftsmetropole.
  • Ioanna Apostolakis und Thomas Schindl, Betriebsräte der Wiener Symphoniker und Orchestervorstand, über Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Kulturarbeit.
  • Martin Grubinger, Weltstar am Schlagwerk, über Musik, Bildung und gesellschaftliche Wirkung von Kunst.
  • Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, über Erinnerungskultur, Stadtgeschichte und neue Zugänge zur Geschichte.
  • OSR DI Andreas Januskovecz, Forst- und Klimadirektor der Stadt Wien, über den Wald als wichtigste „Klimaanlage“ der Stadt.
  • Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien, über Stadtentwicklung, soziale Verantwortung und die Rolle Wiens in Europa.
  • Ernst Woller, Erster Präsident des Wiener Landtages, über Demokratie, Kulturpolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Katja Gürtler, Cheftrainerin der Frauenmannschaft des SK Rapid Wien, über Frauenfußball, Nachwuchsarbeit und Chancengleichheit im Sport.
  • Sonja Brandtmaier, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, über Führung, Unternehmenskultur und Verantwortung.
  • Carla Amina Baghajati, Leiterin des Schulamtes der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs und Religionsinspektorin in Wien, über interreligiösen Dialog, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Martina Sennebogen, CEO von Capgemini Austria, über Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Bildung der Zukunft.
  • -Prof. Dr. Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, über Kunst, Antidiskriminierung und Bildung als soziale Kraft.
  • Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 aspern Development AG, über die Seestadt Aspern als Reallabor für nachhaltige Stadtentwicklung.

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Der Jahresrückblick zeigt eindrucksvoll, wie breit die Themen der ZEITGESPRÄCHE 2025 waren: von Musik und Kunst über Forschung und Technologie, von Klimaschutz und Stadtentwicklung bis hin zu Religion, Sport, Medien und Demokratie. Immer im Mittelpunkt: der Mensch, der Dialog und der Anspruch, gesellschaftliche Entwicklungen verständlich, kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Mit diesem Rückblick endet ein intensives Jahr – und zugleich beginnt der Ausblick auf ein ebenso ambitioniertes Programm 2026 mit neuen Perspektiven, neuen Stimmen und neuen Gesprächen.

Hinweis: „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind auf allen gängigen Kanälen als Video bzw. Podcast abrufbar!