Tag -Gerhard Schmid

SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet 60. Lehrgang der Wiener Parteischule

Jubiläumslehrgang nach Widerstandskämpfer*innen Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak benannt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation eröffnet gemeinsam mit der Wiener Bildungsakademie und dem Karl-Renner-Institut den 60. Lehrgang der Wiener Parteischule, der erstmals nach zwei herausragenden Persönlichkeiten des antifaschistischen Widerstands und der sozialdemokratischen Bildungsarbeit benannt ist: Professorin Käthe Sasso und Friedrich Pollak. Mit der Benennung dieses Jubiläumslehrgangs würdigt die SPÖ zwei Menschen, deren Lebenswege untrennbar mit dem Kampf gegen Faschismus, mit politischer Bildung und mit demokratischer Verantwortung verbunden sind. Die Erinnerung an Prof.in Käthe Sasso, Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, Zeitzeugin und jahrzehntelange Wegbegleiterin der sozialdemokratischen Bildungsarbeit, ist dabei Verpflichtung und Auftrag zugleich. „Käthe Sasso hat ihr Leben dem Widerstand, der Aufklärung und der Menschlichkeit gewidmet. Sie war eine unbeugsame Antifaschistin, die bis zuletzt ihre Stimme erhoben hat – gegen das Vergessen, gegen Relativierung und für eine lebendige Demokratie. Politische Bildung ohne Haltung war für sie undenkbar. Ihr Vermächtnis ist Mahnung und Ermutigung zugleich, gerade in Zeiten, in denen demokratische Werte wieder stärker unter Druck geraten“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid.

Auch die Benennung nach Friedrich Pollak ist ein bewusstes Zeichen der Wertschätzung und der Sichtbarmachung. Pollak war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, engagierter Sozialdemokrat und ein prägender Akteur der Bildungs- und Erinnerungspolitik. Dennoch blieb sein Wirken lange Zeit eher „unter dem Radar“ der breiten öffentlichen Erinnerung. „Friedrich Pollak ist eine jener Persönlichkeiten, die sich ein ehrendes Andenken mehr als verdient haben, die aber im kollektiven Gedächtnis zu wenig präsent waren. Durch die engagierte Aufarbeitung seiner Familie und durch die Arbeit des Lokalhistorikers Alexander Karazman kommt nun neuer Schwung in die Gedenkarbeit. Mit der Benennung dieses Lehrgangs holen wir Pollak bewusst zurück auf unseren Erinnerungsschirm und schenken ihm jene Achtung, die seinem Einsatz für Demokratie und Bildung entspricht“, erklärt SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Besonders bedeutsam war, dass bei der Eröffnung des Lehrgangs auch die Stieftochter Friedrich Pollaks sowie sein Enkel Herbert Oplustil anwesend waren. Ihre Teilnahme unterstrich die persönliche Dimension der Erinnerung und machte deutlich, dass politische Bildungsarbeit immer auch Verantwortung gegenüber den Lebensgeschichten jener trägt, die für Freiheit und Demokratie eingetreten sind.

Die Wiener Parteischule ist eine der traditionsreichsten politischen Bildungseinrichtungen Österreichs. Seit 1947 wird sie ohne Unterbrechung geführt und ist damit eine echte Erfolgsgeschichte sozialdemokratischer Bildungsarbeit. Mehr als 1.000 Absolventinnen und Absolventen haben den Lehrgang bislang abgeschlossen.

Aus der Wiener Parteischule entwickeln sich unterschiedliche Formen politischer Teilhabe. Ein Teil der Absolventinnen und Absolventen übernimmt politische Funktionen oder Mandate: Derzeit haben neun Abgeordnete des Wiener Gemeinderats und Landtags die Wiener Parteischule absolviert – darunter auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Andere wirken als Funktionärinnen und Funktionäre in Partei, Gewerkschaft und Zivilgesellschaft oder tragen demokratische Werte als politisch gebildete Bürgerinnen und Bürger in ihr Umfeld.

Mit dem 60. Lehrgang setzen die SPÖ-Bundesbildungsorganisation, die Wiener Bildungsakademie und das Karl-Renner-Institut ein gemeinsames Zeichen: Politische Bildung, Erinnerungskultur und antifaschistische Haltung gehören zusammen – und sind Voraussetzung für eine starke, solidarische Demokratie.

ZEITGESPRÄCHE – Jahresrückblick 2025: Stimmen, die unsere Gesellschaft prägen

Das Jahr 2025 war ein außergewöhnliches Jahr für die ZEITGESPRÄCHE. In diesem Jahresrückblick blicken wir auf zentrale Themen, prägende Diskussionen und eindrucksvolle Persönlichkeiten zurück, die Wien, Österreich und Europa in Kultur, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft mitgestalten.

Wien hat sich 2025 als eine der wichtigsten Metropolen Europas positioniert – wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. In den ZEITGESPRÄCHEN wurde deutlich, wie sehr Fragen von Stadtentwicklung, Bildung, Klimaschutz, kultureller Verantwortung, sozialem Zusammenhalt und demokratischer Offenheit miteinander verbunden sind.

Zu Gast waren unter anderem:

  • DI Roland Geyer, Intendant des STRAUSS-Jahres 2025 und ehemaliger Direktor des Theaters an der Wien, der über Kultur als identitätsstiftende Kraft sprach.
  • Alexander Wrabetz, ehemaliger ORF-Generaldirektor sowie Präsident des SK Rapid Wien und der Wiener Symphoniker, über Medien, Sport und öffentliche Verantwortung.
  • Kurt Gollowitzer, Generaldirektor der Wien Holding und Präsident des FK Austria Wien, über Wirtschaft, Kultur und Standortpolitik.
  • Michael Stampfer, Geschäftsführer des WWTF, über Forschung, Innovation und die Rolle Wiens als Wissenschaftsmetropole.
  • Ioanna Apostolakis und Thomas Schindl, Betriebsräte der Wiener Symphoniker und Orchestervorstand, über Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Kulturarbeit.
  • Martin Grubinger, Weltstar am Schlagwerk, über Musik, Bildung und gesellschaftliche Wirkung von Kunst.
  • Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums, über Erinnerungskultur, Stadtgeschichte und neue Zugänge zur Geschichte.
  • OSR DI Andreas Januskovecz, Forst- und Klimadirektor der Stadt Wien, über den Wald als wichtigste „Klimaanlage“ der Stadt.
  • Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien, über Stadtentwicklung, soziale Verantwortung und die Rolle Wiens in Europa.
  • Ernst Woller, Erster Präsident des Wiener Landtages, über Demokratie, Kulturpolitik und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Katja Gürtler, Cheftrainerin der Frauenmannschaft des SK Rapid Wien, über Frauenfußball, Nachwuchsarbeit und Chancengleichheit im Sport.
  • Sonja Brandtmaier, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Städtischen Versicherung, über Führung, Unternehmenskultur und Verantwortung.
  • Carla Amina Baghajati, Leiterin des Schulamtes der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs und Religionsinspektorin in Wien, über interreligiösen Dialog, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Martina Sennebogen, CEO von Capgemini Austria, über Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Bildung der Zukunft.
  • -Prof. Dr. Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, über Kunst, Antidiskriminierung und Bildung als soziale Kraft.
  • Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 aspern Development AG, über die Seestadt Aspern als Reallabor für nachhaltige Stadtentwicklung.

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Der Jahresrückblick zeigt eindrucksvoll, wie breit die Themen der ZEITGESPRÄCHE 2025 waren: von Musik und Kunst über Forschung und Technologie, von Klimaschutz und Stadtentwicklung bis hin zu Religion, Sport, Medien und Demokratie. Immer im Mittelpunkt: der Mensch, der Dialog und der Anspruch, gesellschaftliche Entwicklungen verständlich, kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Mit diesem Rückblick endet ein intensives Jahr – und zugleich beginnt der Ausblick auf ein ebenso ambitioniertes Programm 2026 mit neuen Perspektiven, neuen Stimmen und neuen Gesprächen.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid #116: Mag.a Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 AG  

In dieser Ausgabe der ZEITGESPRÄCHE spricht Prof. Dr. Gerhard Schmid mit Mag.a Sabine Müller, Vorständin der Wien 3420 aspern Development AG, über die Entwicklung der Seestadt Aspern – eines der größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas.

Sabine Müller gibt Einblicke in die strategische Gestaltung eines neuen Stadtteils für rund 25.000 Bewohner:innen und zahlreiche Arbeitsplätze. Im Mittelpunkt stehen nachhaltige Stadtentwicklung, leistbarer Wohnraum, moderne Mobilität, Bildungseinrichtungen sowie die Bedeutung von Freiräumen, Grünflächen und Kunst im öffentlichen Raum.

Das Gespräch zeigt, dass Stadtentwicklung weit mehr ist als das Errichten von Gebäuden: Es geht um Lebensqualität, soziale Durchmischung, wirtschaftliche Perspektiven und die Frage, wie Städte zukunftsfit, klimaresilient und lebendig gestaltet werden können. Sabine Müller spricht zudem über internationale Aufmerksamkeit für die Seestadt, über Herausforderungen bei Wirtschafts- und Arbeitsplatzansiedlungen sowie über neue Technologien als Grundlage für die Stadt der Zukunft.

Ein ZEITGESPRÄCH über Verantwortung, Visionen und darüber, wie urbaner Raum zum Lebensraum wird.

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Foto: Richard Tanzer

“ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid”: Mag.a art. Ulrike Sych, Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw)

In dieser Ausgabe der ZEITGESPRÄCHE spricht Gerhard Schmid mit Mag.a art. Ulrike Sych, Sängerin, Gesangspädagogin und Rektorin der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, einer der renommiertesten Kunstuniversitäten weltweit.

Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, welche Rolle Musik- und Kunstbildung für unsere Gesellschaft spielt – weit über künstlerische Exzellenz hinaus. Ulrike Sych erklärt, warum gemeinsames Musizieren soziale Kompetenzen stärkt, Respekt und Vertrauen fördert und nachweislich zu einem besseren Miteinander beiträgt, etwa durch die Prävention von Mobbing.

Und es geht um Antidiskriminierung, Gleichstellung und Frauenförderung, um eine offene, wertschätzende Universitätskultur sowie um die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit der mdw. Dabei wird deutlich, wie wichtig Erinnerung, Sichtbarkeit der Opfer und kulturelles Gedenken für eine demokratische Gesellschaft sind.

Das Gespräch beleuchtet außerdem die gesellschaftliche Wirkung von Kunst – von Musiktherapie für traumatisierte Menschen über Bildungsprojekte bis hin zur aktiven Zusammenarbeit mit Schulen, sozialen Einrichtungen und öffentlichen Institutionen. Kunst, so Sych, müsse hinaus in die Gesellschaft wirken und Verantwortung übernehmen.

Ein tiefgehendes Gespräch über Haltung, Verantwortung und die Kraft der Kunst.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #114: Mag.a Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende von Capgemini Österreich

In dieser Ausgabe der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist Mag.a Martina Sennebogen, Vorstandsvorsitzende von Capgemini Österreich, zu Gast – eine der führenden Persönlichkeiten an der Schnittstelle von Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Gespräch bietet einen spannenden Einblick in ihre berufliche Reise, beginnend in Kärnten über Stationen im Marketing, der Selbstständigkeit und einem prägenden Abschnitt bei Microsoft, bis hin zu ihrer heutigen Führungsposition in einem globalen Beratungsunternehmen.

Sennebogen erklärt, warum KI nicht nur eine technologische, sondern auch eine gesellschaftliche Revolution darstellt – und warum Unternehmen lernen müssen, ihre Mitarbeiter mitzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und ethisch zu handeln. Im Gespräch geht es auch darum, wie sich Beratung verändert, warum unser Bildungssystem Kinder und Jugendliche besser auf digitale Kompetenzen vorbereiten muss, und es geht um weibliches Leadership und die Herausforderungen, die auch an der Spitze eines internationalen Unternehmens bestehen.

Ein Gespräch über KI, digitale Transformation und die Zukunft unserer Arbeitswelt – und darüber, wie Führung heute wirklich funktioniert.

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„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind u.a. auf folgenden Kanälen abrufbar:

 

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Eine Stadt – ein Buch: Arno Geiger „Der alte König in seinem Exil“

Anlässlich des Starts der Aktion „Eine Stadt – ein Buch“ fand im Wiener Rathaus eine Gala statt, zu der der Dritte Landtagspräsident von Wien, Prof. Dr. Gerhard Schmid, in Vertretung von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig mehr als 400 Gäste begrüßte. Allen voran der Autor und Literatur-Weltstar Arno Geiger und die Grande Dame der deutschsprachigen Literatur Elke Heidenreich. Im Gespräch mit Moderatorin Lilian Klebow verwies Schmid gemeinsam mit Wien-Energie Chef Michael Strebl  auf die Bedeutung dieses großartigen Projektes der Stadt Wien gemeinsam mit dem ECHO-Medienhaus. „Weltliteratur zu einem sehr ernsten Thema, das uns auch in Wien in den Bereichen der medizinischen Diagnostik, Behandlung, Forschung und Pflege fordert“, betonte der Landtagspräsident, und freute sich, dass bereits im 24. Jahr „dieser international einmaligen Aktion auch heuer wieder 100.000 Bücher in Wien gratis verteilt werden“.

Gerhard Schmid zum Buch: „In diesem 2011 erschienenen Buch schildert der inzwischen in Wien lebende Autor den Umgang der Familie mit der Alzheimererkrankung seines Vaters August, beginnend in den 90er-Jahren. Zunächst sind alle Betroffenen ratlos, erst nach und nach gelingt es Arno Geiger zu verstehen, wie sich der 1926 Geborene durch die Krankheit verändert. Dabei werden die großen Schwierigkeiten und Missverständnisse nicht verschwiegen. Aber die Angehörigen können im Umgang mit dem Vater schließlich auch Glücksmomente erleben. Denn am Schluss des Buches heißt es: ‚Wer lange genug wartet, kann König werden.‘“

„Der alte König in seinem Exil“ war eines der ersten Bücher, das sich mit dem immer wichtiger werdenden Thema Alzheimer auseinandersetzte. Das Buch wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und ist ein großer Bestseller.

Fotos: ECHO-Medienhaus

Gratulation an den neuen SPÖ-Landesbildungsvorsitzenden der Steiermark, Ernst Führer

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation begrüßt die personelle und programmatische Neuaufstellung der steirischen Landesbildungsorganisation und sieht darin ein wichtiges Signal für eine zukunftsorientierte sozialdemokratische Bildungsarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei der Dank an den bisherigen Vorsitzenden Wolfgang Moitzi, die Gratulation an den neu gewählten Landesbildungsvorsitzenden Ernst Führer sowie ein klarer inhaltlicher Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre. Der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildung Gerhard Schmid betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Steiermark: „Die Kooperation mit der steirischen Landesbildungsorganisation hat in den vergangenen Jahren hervorragend funktioniert. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche braucht es starke sozialdemokratische Bildungsarbeit – vor Ort und bundesweit. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“

Dank an Wolfgang Moitzi für prägende Arbeit

Mit großem Respekt würdigt die SPÖ-Bundesbildungsorganisation Wolfgang Moitzi, der die steirische Landesbildungsorganisation über viele Jahre maßgeblich geprägt hat und als Abgeordneter zum Nationalrat tätig ist. „Wolfgang Moitzi hat die Landesbildungsorganisation Steiermark mit enormem Engagement, politischer Klarheit und organisatorischer Stärke weiterentwickelt. Unter seiner Führung wurde ein neues Bildungsprogramm für die SPÖ Steiermark erarbeitet – eine starke Grundlage für die kommende Arbeit. Für seine Verantwortung im Nationalrat wünschen wir ihm viel Kraft und Erfolg“, so Schmid.

Ernst Führer neuer Landesbildungsvorsitzender

Besonders erfreut zeigt sich die Bundesbildungsorganisation über die Wahl von Ernst Führer zum neuen Landesbildungsvorsitzenden der SPÖ Steiermark. „Mit Ernst Führer übernimmt ein Teamplayer mit großer Bildungskompetenz diese zentrale Aufgabe. Gemeinsam mit seinem Team wird er wichtige Konzepte im schulbildungspolitischen Bereich erarbeiten und dafür sorgen, dass Bildungsthemen auch innerparteilich stärker verankert und politisch umgesetzt werden“, erklärt Schmid.

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation sagt dem neuen Vorsitzenden volle Unterstützung zu: „Lieber Ernst, dir und deinem Team wünschen wir alles Gute. Wir stehen jederzeit für gemeinsame Projekte bereit – denn Bildungsarbeit ist das Fundament unserer Bewegung.“

Markytan: Bildung, Arbeit und Demokratie gehören zusammen

Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan unterstrich in seinem Referat die zentrale Rolle der Bildungsorganisationen für die sozialdemokratische Parteigeschichte und die Zukunft der Demokratie. Markytan erinnerte daran, dass die Sozialdemokratie historisch aus den Bildungsorganisationen hervorgegangen ist und Bildungspolitik daher immer ein Kernauftrag der SPÖ bleibt. Die Steiermark, so Markytan, sei dabei seit jeher eine besonders starke Säule der Bewegung.

Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung:

Markytan betonte den sozialdemokratischen Auftrag, den Wert der Arbeit sichtbar zu machen: Eine Lehre mit Weiterbildung müsse gesellschaftlich und politisch genauso anerkannt sein wie der klassische Maturaweg. Angesichts des Fachkräftemangels sei das eine zentrale Gerechtigkeits- und Zukunftsfrage.

Demokratie unter Druck – neue Herausforderungen wie KI und Kommunalfinanzen:

Künstliche Intelligenz verändere Öffentlichkeit, Wissen und politische Meinungsbildung rasant. Daraus entstünden Chancen, aber auch Risiken durch undemokratische, rein kommerzielle Steuerung von Information. Gleichzeitig wachse der Druck auf Gemeinden durch chronische Unterfinanzierung – eine Entwicklung, die demokratische Gestaltungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene gefährde. Bildungsarbeit müsse daher auch demokratische Resilienz stärken und junge Menschen für politisches Engagement gewinnen.

Gemeinsamer Arbeitsauftrag

Mit der personellen Weichenstellung und dem neuen Bildungsprogramm der SPÖ Steiermark sieht die SPÖ-Bundesbildungsorganisation eine starke Basis für kommende Projekte. Ziel ist es, schulische Bildungspolitik, berufliche Aufstiegschancen, demokratische Bewusstseinsbildung und innovative Themen wie KI fest in der Bildungsarbeit der Partei zu verankern.

Bildungsvorsitzender Gerhard Schmid dankt Ernst Woller für 50 Jahre Engagement – Marcus Schober neuer Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung

Im Rahmen der Wiener Bildungskonferenz hat die SPÖ-Bildung das jahrzehntelange Engagement von Landtagspräsident a. D. Ernst Woller gewürdigt. Seit mehr als fünfzig Jahren prägt er die sozialdemokratische Bildungsarbeit maßgeblich und nachhaltig. Mit großem Stolz betont die SPÖ-Bildung die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit Woller über viele Jahrzehnte hinweg. Die Wiener SPÖ-Bildung zählt seit langem zu den wichtigsten Partnern der SPÖ-Bundesbildungsorganisation. Eine Vielzahl an Programmen und Initiativen wäre ohne das enge Zusammenwirken nicht entstanden oder umsetzbar gewesen.

Ernst Woller war über Jahrzehnte hinweg als stellvertretender Bundesbildungsvorsitzender im Bundesbildungspräsidium aktiv und begleitete die Organisation auch durch herausfordernde Zeiten – insbesondere in Phasen, in denen die Bildungsarbeit von nur wenigen Engagierten getragen wurde. Er galt stets als eine der verlässlichsten, stärksten und wirkungsvollsten Stützen der sozialdemokratischen Bildungsbewegung.

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid unterstrich in seinen Dankesworten: „Ich möchte meinen aufrichtigen Dank an Ernst Woller aussprechen, der über viele Jahrzehnte hinweg nicht nur ein Freund, sondern auch ein unverzichtbarer Begleiter der sozialdemokratischen Bildungsarbeit war. Es ist bemerkenswert, dass die Wiener Bildungsorganisation in 80 Jahren nur drei Vorsitzende hatte – nach Karl Czernetz und Ernst Nedwed nun seit über 30 Jahren Ernst Woller. Diese Ära endet heute zwar formal, doch wird er der politischen Bildungsarbeit weiterhin verbunden bleiben. Wir danken ihm herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit und freuen uns, ihn in anderen Funktionen oder in seinem wohlverdienten Unruhestand wiederzusehen.“

Zum neuen Vorsitzenden der Wiener SPÖ-Bildung wurde LAbg. GR Mag. Marcus Schober gewählt, der bereits als langjähriger Bildungssekretär die politische Erwachsenenbildung entscheidend mitgestaltet hat. Mit seiner langjährigen Erfahrung, organisatorischem Geschick und einem tiefen Verständnis für politische Bildungsarbeit übernimmt er nun die Verantwortung für die zukünftige Weiterentwicklung und Modernisierung der Wiener SPÖ-Bildung.

Die Delegierten der Wiener Bildungskonferenz wurden durch Prof. Dr. Gerhard Schmid begrüßt. Anschließend widmete sich die Konferenz ihrem thematischen Schwerpunkt: dem Gespräch „Zukunft der Bildung. Zukunft der Demokratie. Zukunft der Partei.“ An der Diskussion nahmen Landesparteivorsitzender und Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Ernst Woller, Mag. Marcus Schober sowie Bildungssekretärin Martina Canori-Buchhart, MA, teil.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan erklärte: „Mit Marcus Schober wurde heute ein neuer Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung gewählt. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Seit nahezu zwei Jahrzehnten kennen wir Marcus als engagierten, kreativen und äußerst verlässlichen Bildungsfunktionär. Wir sind überzeugt, dass er die Bildungsarbeit der sozialdemokratischen Bewegung nicht nur in Wien, sondern hoffentlich auch als zukünftiger stellvertretender Vorsitzender der SPÖ-Bundesbildungsorganisation entscheidend voranbringen wird. Ich bedanke mich persönlich und im Namen der gesamten Bundesbildungsorganisation und freue mich darauf, bereits in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam neue Projekte umzusetzen.“

Nach Bekanntgabe des für alle Angetretenen ausgezeichneten und eindeutigen Wahlergebnisses sowie der offiziellen Verabschiedung fand die Konferenz ihren Ausklang in einem musikalischen Rahmen.

Fotos: Sibrawa und Hofer

SPÖ-Bundesbildungsorganisation zu Besuch in Hamburg und Berlin

Der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Prof. Dr. Gerhard Schmid besuchte gemeinsam mit dem SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan sowie Mitarbeiter Dieter Hammer Hamburg und Berlin, um sich mit sozialdemokratischen Politikerinnen und Politikern über aktuelle bildungspolitische Themen auszutauschen.

Austausch in Hamburg

In Hamburg kam es zu einem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Hamburgischen Bürgerschaft, Frank Schmitt, sowie mit dem Landtagsabgeordneten Arne Platzbecker. Im Kurt-Schumacher-Haus fand zudem ein Gespräch mit der stellvertretenden SPD-AfB (Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD) Bundesvorsitzenden Meike Jensen statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen der Bildungspolitik und der Demokratieförderung. Besonders diskutiert wurde, wie es gelingen kann, demokratiefeindlichen Tendenzen in der Gesellschaft entgegenzutreten und gemeinsame Strategien zu entwickeln, um diese nachhaltig zu überwinden. Abends wurde ein Zusammentreffen mit den in der Elbphilharmonie auftretenden Wiener Symphonikern ermöglicht.

Begegnungen in Berlin

Am zweiten Tag führte die Reise nach Berlin. Dort standen Gespräche mit dem Vizepräsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Dennis Buchner, sowie mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Bärbel Kofler, auf dem Programm.

Im Deutschen Bundestag wurden zahlreiche gemeinsame Projekte und künftige Kooperationen besprochen, die in den kommenden Monaten weiterentwickelt werden sollen. Ebenso wurden in einem Austausch mit dem Leiter der SPD-Parteischule Klaus Tovar aktuelle Herausforderungen im parteipolitischen Bildungsbereich besprochen und auf gemeinsame Projekte hingewiesen.

Zum Abschluss nahm die Delegation an einer sportpolitischen Veranstaltung in der Parlamentarischen Gesellschaft teil. Der Austausch in Hamburg und Berlin unterstrich die Bedeutung des Dialoges zwischen sozialdemokratischen Bildungsorganisationen, um voneinander zu lernen, gemeinsame Herausforderungen zu erkennen und gemeinsame Wege für die Zukunft festzulegen.

Fotos: Wolfgang Markytan/SPÖ Bildung

 

Neutralitäts-Enquete der SPÖ-Bildung – Schmid: „Neutralität unverzichtbare Grundlage der österreichischen Politik und Neutralität“

Die SPÖ-Bundesbildung lud zu Enquete „Neutralität im Wandel der Zeit“ mit u.a. SPÖ-Bildungsvorsitzendem Gerhard Schmid, Direktor des Renner-Instituts Sascha Obrecht und Expert:innen

Am 24. Oktober hat die SPÖ-Bundesbildung zu einer großen Enquete zum Thema „Neutralität im Wandel der Zeit“ in die Wiener Bildungsakademie geladen. SPÖ-Bildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid, Direktor des Renner-Instituts Dr. Sascha Obrecht und renommierte Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Friedensforschung haben sich darüber ausgetauscht, wie Neutralitätspolitik in Zeiten internationaler Spannungen und zunehmender geopolitischer Verflechtungen verstanden und gelebt werden kann. Vor 70 Jahren, am 26. Oktober 1955, wurde das Bundesverfassungsgesetz über die österreichische Neutralität beschlossen. Die Enquete, die rund 50 Gäste besuchten, hat spannende Perspektiven geboten und war ein voller Erfolg. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid betonte bei der Eröffnung der Enquete: „Die Neutralität ist heute nach wie vor eine unverzichtbare Grundlage der österreichischen Politik und Identität.

Schmid sagte, dass „Neutralität unter ständigem Angriff von verschiedenen politischen Seiten steht. Man muss die Neutralität unter den heutigen Rahmenbedingungen wieder mit einer aktiven Außenpolitik gestalten und ihr einen offensiven völkerverbindenden Stellenwert geben. Das ist auch aus Wiener Sicht als Ort des Dialogs und der Verantwortung als UNO-Sitz von besonderer Bedeutung. In offensiver Weise kann eine aktive Neutralitätspolitik ein wertvoller Beitrag für Völkerverständigung, Frieden und Demokratie sein und die Türen als Ort der Begegnung öffnen.“

Bundespräsident a. D. Heinz Fischer erinnerte in einer Videobotschaft an die Errungenschaften Bruno Kreiskys für die Neutralität Österreichs: „Kreisky war ein besonders engagierter Verfechter und Befürworter der Neutralität und einer Neutralitätspolitik mit verfassungsrechtlicher Grundlage. Wir können froh darüber sein, dass Kreisky so entschieden für die Neutralität eingetreten ist.“ Fischer begrüßte zudem, dass im aktuellen Regierungsprogramm mehrfach das Bekenntnis zur Neutralität festgeschrieben wurde.

Dr. Sascha Obrecht, Direktor des Renner-Instituts, sagte in seinem Statement: „Die Neutralität ist tief mit der österreichischen Identität verwoben und ein hohes Gut. Gerade in Zeiten zunehmender internationaler Konflikte bietet sie die Möglichkeit, Instrument selbstbestimmter und aktiver Außen- und Friedenspolitik zu sein.“

In ihrer Keynote zum Thema „Österreichs Neutralität zwischen außenpolitischer Positionierung und aktiver Neutralitätspolitik“ warnte Univ.-Prof.in Dr.in Lucile Dreidemy, MA von der Universität Wien: „Wenn wir von einer Zunahme der antidemokratischen Kräfte in der Welt ausgehen, frage ich mich, wie die Welt aussehen würde, wenn wir diesen aufgerüstete Waffenarsenale mitgeben.“

Privatdozent Mag. Dr. Thomas Roithner, Friedensforscher an der Universität Wien, sagte beim Expert*innengespräch zum Thema „Aktive Neutralitätspolitik und ihre Chancen“: „Ein neutraler Staat verpflichtet sich, an keinem Krieg teilzunehmen, auf keiner Seite. Neutral sein heißt aber nicht, nichts zu tun. Wie können wir global und im EU-Rahmen friedenspolitische Gestaltungsräume wahrnehmen? Österreichs Neutralität muss glaubwürdig und nützlich sein. Ein positives Beispiel ist Österreichs Engagement bei der humanitären Abrüstung und Rüstungskontrolle. Stellvertretend steht hier der völkerrechtliche Atomwaffenverbotsvertrag.“

Mag. Dr. Florian Wenninger, Leiter des Instituts für Historische Sozialforschung, betonte: „Wenn wir über die Abkehr von der Neutralität debattieren, müssen wir offen aussprechen, was die Alternative wäre: Der Beitritt zu einem Verteidigungsbündnis – in Ermangelung einer Europäischen Sicherheitsarchitektur wäre das realiter die NATO. Dies würde die Aufstockung der zu erwartenden Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des BIP bedeuten, was nachhaltige Einschnitte in das österreichische Sozialsystem unvermeidlich machen würde. Eine durchaus fragwürdige Steigerung der äußeren Sicherheit ginge also einher mit einer massiven Schwächung der sozialen Sicherheit. Zudem ist die Hoffnung, die Konjunktur mithilfe von Rüstungsausgaben anzukurbeln, verfehlt: Volkswirtschaftlich wirken Rüstungsausgaben wie Konsumausgaben, sie lösen keine nachhaltigen Effekte aus, zudem wandern sie zu mehr als zwei Dritteln ins Ausland. Demgegenüber wären Infrastrukturinvestitionen, etwa im Bereich der Eisenbahn, wesentlich sinnvoller.“

Dr.in Karin Moser, Historikerin und Moderatorin des Gesprächs, betonte: „Die aktuelle internationale geopolitische Situation stellt uns vor neue Herausforderungen, sie bietet uns aber auch neue Chancen im Sinne einer aktiven österreichischen Neutralitätspolitik, wie z.B. ein globales Engagement in Fragen der sozialen Sicherheit, in Gleichstellungsfragen, im Bereich der digitalen Sicherheit oder der Sicherung der Pressefreiheit.“

SERVICE: Fotos von der Enquete stehen in Kürze auf der Flickr-Seite der SPÖ-Bildung unter https://www.flickr.com/people/196943159@N03/ zum Download zur Verfügung.

Foto v. links n. rechts: Mag. Dr. Florian Wenninger, Dr.in Karin Moser, Mag. Dr. Thomas Roithner, Univ.-Prof.in Dr.in Lucile Dreidemy, MA Foto: SPÖ Bundesbildung