Tag -Gedenken

Todestag von Fred Sinowatz – Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gedenkt des großen Bildungsreformers

Am 11. August 2008, ist Alfred „Fred“ Sinowatz in Wien verstorben. Er war Bundesminister für Unterricht und Kunst in der Ära Kreisky und nach dessen Rückzug aus der Politik von 1983 bis 1986 Bundeskanzler der Republik Österreich und von 1983 bis 1988 Bundesparteivorsitzender der SPÖ. „Fred Sinowatz war ein großer Sozialdemokrat und ein überzeugter Humanist. Darüber hinaus war er der Unterrichtsminister, der das Schulwesen in unserem Land entstaubt und modernisiert hat. Durch seine Reformen hat er Kindern und Jugendlichen eine höhere Schulbildung und damit bessere Zukunftsperspektiven ermöglicht. Mit der Errichtung von höheren Schulen in den Bezirkshauptstädten, der Abschaffung der Aufnahmeprüfung für die AHS, der Einführung von Schüler:innenfreifahrt, Gratis-Schulbüchern sowie Schul- und Heimbeihilfen hat er maßgeblich zur Chancengleichheit für Schülerinnen und Schüler beigetragen“, würdigt der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid, den ehemaligen Bundeskanzler und Bildungspolitiker anlässlich dessen 15. Todestages.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, Wolfgang Markytan, fügt hinzu: „Fred Sinowatz war nicht nur ein vorausblickender Unterrichtsminister, sondern als Bundeskanzler war es ihm ein wichtiges Ziel, die Lebensumstände der Menschen zu verbessern. Und das ist ihm mit seiner Politik gelungen. Er ist und bleibt für mich der meist unterschätzte Politiker Österreichs.“

 

10. Todestag von Mag. Karl Duffek: SPÖ-Bildung erinnert an einen prägenden Vordenker der sozialdemokratischen Bildungsarbeit

Anlässlich des 10. Todestages von Mag. Karl Duffek erinnert die SPÖ-Bildung an einen der bedeutendsten Gestalter der sozialdemokratischen Bildungsarbeit in Österreich. Als Bundesbildungssekretär der SPÖ, langjähriger Direktor des Dr.-Karl-Renner-Instituts, Internationaler Sekretär der SPÖ und Vizepräsident der Foundation for European Progressive Studies (FEPS) prägte Duffek über Jahrzehnte die politische Bildungsarbeit sowie die programmatische Entwicklung der österreichischen und europäischen Sozialdemokratie. Prof. Dr. Gerhard Schmid, Bundesbildungsvorsitzender der SPÖ, würdigt Mag. Karl Duffek als einen der prägenden Köpfe der sozialdemokratischen Bildungsarbeit: „Wir haben an Karl Duffek vor allem seine außergewöhnliche Vielseitigkeit geschätzt. Er war Vordenker, Organisator, Brückenbauer und Intellektueller zugleich. Er hat an zahlreichen Grundsatz- und Wahlprogrammen der SPÖ mitgearbeitet, politische Bildungsarbeit auf höchstem Niveau gestaltet und immer dort Verantwortung übernommen, wo seine Kompetenz gefragt war. Sein Anspruch, Wissenschaft, politische Praxis und gesellschaftlichen Dialog miteinander zu verbinden, prägt unsere Arbeit bis heute.“

Wolfgang Markytan, Bundesbildungsgeschäftsführer der SPÖ, erinnert an Duffeks besondere Rolle in der politischen Bildungsarbeit: „Mag. Karl Duffek war über viele Jahre hinweg immer wieder Vortragender in der Wiener Parteischule. Mit seiner beeindruckenden fachlichen Kompetenz, seiner analytischen Klarheit und seinem feinen Humor hat er die Teilnehmer*innen begeistert und nachhaltig geprägt. Es war ihm ein großes Anliegen, politische Zusammenhänge verständlich zu machen und Menschen zum kritischen Denken anzuregen. Viele erinnern sich bis heute an seine Vorträge, die fachlich brillant und zugleich inspirierend waren. Dieses Verständnis von politischer Bildung ist bis heute Vorbild für unsere Arbeit.“

Dr.in Barbara Rosenberg, ehemalige Bundesbildungssekretärin der SPÖ, langjährige stellvertretende Direktorin des Dr. Karl-Renner-Instituts und Wegbegleiterin von Mag. Karl Duffek, erinnert an „Charlie“ Duffek: „‚Charlie‘ Duffek war ein außergewöhnlicher Intellektueller, der politische Bildung mit Leidenschaft und Weitblick gestaltet hat. Er konnte Menschen zusammenbringen, Debatten anstoßen und Räume schaffen, in denen neue Ideen entstehen konnten. Wer mit ihm gearbeitet hat, erinnert sich nicht nur an seine analytische Schärfe, sondern auch an seinen feinen Humor und seine große Menschlichkeit.“

Mag. Karl Duffek verstarb am 7. August 2016 nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von nur 54 Jahren. Sein Wirken war geprägt von intellektueller Klarheit, politischer Integrität und der tiefen Überzeugung, dass politische Bildung die Grundlage einer lebendigen Demokratie ist.

Nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik und Sozialwissenschaften begann Duffek seine Tätigkeit am Karl-Renner-Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Bald übernahm er Führungsverantwortung als stellvertretender Direktor und leitete das Institut ab 1999 als Direktor. Von 1998 bis 2001 war er zudem Bundesbildungssekretär der SPÖ. In all seinen Funktionen setzte er sich dafür ein, politische Bildung als Ort des kritischen Denkens und des Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Dr.-Karl-Renner-Institut zu einem anerkannten Forum für gesellschaftspolitische Debatten.

Mag. Karl Duffek spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des SPÖ-Grundsatzprogramms 1998, initiierte das Diskursprojekt „Netzwerk Innovation – Zukunftsfähige Politikprojekte“ und trug wesentlich dazu bei, den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch zu einer weit über Österreich hinaus anerkannten Auszeichnung weiterzuentwickeln.

Auch auf europäischer Ebene setzte er nachhaltige Impulse. Als Internationaler Sekretär der SPÖ war er treibende Kraft bei der Gründung der Foundation for European Progressive Studies (FEPS), die 2008 ihre Arbeit in Brüssel aufnahm. Bis zu seinem Tod fungierte Duffek als deren Vizepräsident.

Seine Überzeugungen haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Bereits 2013 schrieb Mag. Karl Duffek: „Die Sozialdemokratie muss im Dialog definieren, welche Gesellschaft aus ihrer Sicht wünschenswert wäre. Diese Verantwortung kann ihr nicht abgenommen werden.“ Wenige Monate vor seinem Tod formulierte er in seinem Beitrag Wege aus der Krise. Gedanken zur Lage der europäischen Sozialdemokratie: „Macht und Eigeninteressen werden in der Politik immer eine Rolle spielen, vor allem aber geht es um die Absicht, dem Gemeinwesen zu dienen und zu dessen positiver Weiterentwicklung und auch Veränderung beizutragen. Das mag sich ein wenig utopisch anhören, Utopie gehört aber zum Wesen der Sozialdemokratie. Darauf könnte sie sich vielleicht ein bisschen mehr besinnen.“

Mit dem Gedenken an Mag. Karl Duffek erinnert die SPÖ-Bildung an einen herausragenden Intellektuellen, überzeugten Sozialdemokraten und Europäer, dessen Wirken die politische Bildungsarbeit weit über seine Zeit hinaus geprägt hat. Sein Einsatz für demokratischen Diskurs, kritisches Denken und internationale Vernetzung bleibt Auftrag und Inspiration für die sozialdemokratische Bildungsarbeit.

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid zum Hiroshimatag am 6. August

Vor 80 Jahren, am 6. August 1945, wurde ein neues, erschütterndes und grauenvolles Kapitel der Weltgeschichte aufgeschlagen: Durch den Abwurf einer Atombombe auf Hiroshima und drei Tage später auf Nagasaki durch die USA verloren hunderttausende Menschen ihr Leben. Viele sofort, viele nach jahrelangem Leiden aufgrund der Verstrahlung. Unermessliches Leid und Zerstörung sowie dauerhafte Schäden für die Umwelt waren die Folgen dieser unfassbaren und menschenverachtenden Ereignisse. Angesichts dieser schrecklichen Bilder, die die bis dahin nie dagewesen Gefahr durch nukleare Kriegsführung eindrücklich verdeutlichten, wurde und wird seither um Abrüstung gerungen.

Trotz aller Warnungen vor den Folgen eines Atomkrieges und trotz aller Bemühungen um Abrüstung ist die Welt immer wieder – und in letzter Zeit leider immer öfter – mit Drohgebärden und Machtdemonstrationen von skrupellosen Kriegstreibern konfrontiert. Die Gefahr von nuklearer Kriegsführung ist auch heute nicht gebannt. Umso wichtiger ist es, konsequent für eine atomwaffenfreie Welt und für den Frieden einzutreten. Österreich hat auf Grundlage seiner Neutralität eine lange Tradition als internationaler Vermittler. Diese wichtige Rolle muss besonders in Krisenzeiten aktiv in den Abrüstungsdialog und eine nachhaltige Friedenssicherung eingebracht werden. Nur durch internationale Abrüstung können wir dauerhaft eine friedliche und sichere Zukunft für kommende Generationen gewährleisten.

Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender

Zu 125 Jahre Rosa Jochmann: „Ihr Vermächtnis bleibt Auftrag für Demokratie, Solidarität und politische Bildung“

Am 19. Juli 2026 jährt sich der Geburtstag von Rosa Jochmann zum 125. Mal. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um an ihr außergewöhnliches Leben zu erinnern. Prof. Dr. Gerhard Schmid, SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender und Dritter Präsident des Wiener Landtages, und Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, Mitglied des Bundesrates und Leiter der Wiener Parteischule, betonen dazu: „Wie kaum eine andere Frau steht Rosa Jochmann für Menschlichkeit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit.“

Schmid würdigt Rosa Jochmann als eine Persönlichkeit von zeitloser Bedeutung: „Rosa Jochmann war weit mehr als eine herausragende Gewerkschafterin und Widerstandskämpferin. Sie war eine große Demokratin und eine außergewöhnliche Pädagogin. Ihr gesamtes Leben war eine Lehrstunde darüber, was Haltung bedeutet. Sie zeigte, dass politische Bildung nicht beim Wissen endet, sondern Verantwortung, Mut und Menschlichkeit verlangt. Gerade heute erinnert uns ihr Lebensweg daran, wie gefährlich es ist, wenn demokratische Institutionen geschwächt, gesellschaftlicher Zusammenhalt zerstört und Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Demokratie beginnt nicht erst dort, wo sie verteidigt werden muss – sie muss jeden Tag gelebt werden“, so der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende.

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation verstehe politische Bildung als Auftrag, „demokratische Überzeugungen zu stärken, historisches Bewusstsein zu fördern und Menschen zu befähigen, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten“, so Markytan. Rosa Jochmann sei dabei weit mehr als eine historische Persönlichkeit – „sie ist bis heute Maßstab für Haltung, Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit“, so der SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, der in Rosa Jochmann ein dauerhaftes Vorbild für die politische Bildungsarbeit sieht: „Rosa Jochmann hat uns gezeigt, dass Demokratie niemals selbstverständlich ist. Sie muss gelernt, gelebt und verteidigt werden. Ihr Leben beweist, dass selbst größte persönliche Leiden einen Menschen nicht daran hindern müssen, Hoffnung zu geben und Verantwortung für andere zu übernehmen.“

Gerade deshalb sei es auch eine besondere Ehre, einen Lehrgang der Wiener Parteischule nach Rosa Jochmann benannt zu haben: „Damit erinnern wir nicht nur an ihr beeindruckendes Lebenswerk, sondern machen ihre Werte zum festen Bestandteil unserer politischen Bildungsarbeit“, so Markytan.

Abschließend betonen Schmid und Markytan: „Rosa Jochmann bleibt für uns weit mehr als eine historische Persönlichkeit. Sie ist ein Vorbild, das unsere politische Bildungsarbeit bis heute prägt. Deshalb tragen viele Objekte in unserer Heimat ihren Namen, Preise werden nach ihr benannt und regelmäßig vergeben. Ihr Leben erinnert uns daran, dass Demokratie Mut braucht, Solidarität gelebt werden muss und Menschlichkeit niemals verhandelbar ist. Gerade angesichts der Herausforderungen unserer Zeit stellen wir uns immer wieder die Frage: Was würde Rosa Jochmann heute sagen? Welche Haltung würde sie einnehmen? Diese Frage ist kein Blick zurück, sondern ein Auftrag für die Zukunft. Ihr Vermächtnis verpflichtet uns, Demokratie zu stärken, Institutionen zu schützen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Rosa Jochmann bleibt Teil unserer Ausbildung, Teil unseres Selbstverständnisses und ein Kompass für kommende Generationen.“

Foto: Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen

Gedenkveranstaltung der SPÖ Bildung zum 45. Jahrestag der Ermordung von Heinz Nittel

Am 30. April 2026 gedachte die SPÖ Bildung im 13. Wiener Gemeindebezirk dem sozialdemokratischen Politiker Heinz Nittel, der am 1. Mai 1981 Opfer eines terroristischen Attentats wurde. Die Gedenkveranstaltung wurde von der SPÖ Bildung gemeinsam mit Gerhard Schmid und Wolfgang Markytan organisiert und setzte mit einer würdevollen Feier sowie anschließender Kranzniederlegung beim Heinz-Nittel-Denkmal ein starkes Zeichen des Erinnerns.

Zahlreiche Teilnehmer:innen folgten der Einladung, darunter Parteischüler:innen der SPÖ Bildung, Vertreter:innen des 13. Bezirks sowie engagierte Sozialdemokrat:innen und Wegbegleiter:innen. Die breite Teilnahme unterstrich die anhaltende Bedeutung des Gedenkens und die gemeinsame Verantwortung, das Vermächtnis Heinz Nittels lebendig zu halten.

In den Beiträgen wurde das Leben Heinz Nittels als beispielhaft für eine Politik der Haltung und der Menschlichkeit gewürdigt. Als Nationalratsabgeordneter, Wiener Landes- und Kommunalpolitiker sowie Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien prägte er über Jahrzehnte das politische und gesellschaftliche Leben. Sein Einsatz galt insbesondere der sozialen Gerechtigkeit, dem Ausbau von Bildungschancen und einem solidarischen Miteinander. Gleichzeitig war er eine klare und mutige Stimme gegen Antisemitismus, gegen Hass und gegen jede Form der Ausgrenzung.

Besonders hervorgehoben wurde seine Fähigkeit, Brücken zu bauen – zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, zwischen Religionen und Kulturen. Heinz Nittel verkörperte eine Politik, die den Dialog suchte und die Überzeugung lebte, dass Demokratie nur durch Respekt, Zusammenhalt und aktives Engagement bestehen kann.

Erinnert wurde auch an die Umstände seines gewaltsamen Todes. Das Attentat war nicht nur ein Angriff auf einen einzelnen Menschen, sondern ein gezielter Angriff auf die Grundwerte der Demokratie. Diese Erkenntnis verlieh der Gedenkveranstaltung eine besondere Tiefe und machte deutlich, dass Erinnerung immer auch Verantwortung bedeutet.

Die Teilnahme der Parteischülerinnen zeigte eindrucksvoll, dass das Vermächtnis Heinz Nittels weitergetragen wird. Gerade für jüngere Generationen bleibt sein Leben ein Auftrag, sich aktiv für eine gerechte, offene und solidarische Gesellschaft einzusetzen und entschieden gegen Extremismus und Gewalt aufzutreten.

Im Anschluss an die Gedenkfeier fand die Kranzniederlegung beim Heinz-Nittel-Denkmal statt. In einem stillen und würdevollen Moment wurde innegehalten, um dem Opfer des Terrors zu gedenken und ein klares Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

45 Jahre nach seiner Ermordung bleibt Heinz Nittel unvergessen. Sein Wirken ist Mahnung und Inspiration zugleich – für eine Politik der Menschlichkeit, für den Mut zur Haltung und für die unermüdliche Verteidigung unserer demokratischen Werte.

Gerhard Schmid im Gedenken an Professorin Käthe Sasso

Professorin Käthe Sasso (1926-2024) wäre heute 100 Jahre alt geworden. Meine mütterliche Freundin und mein Vorbild an Aufrichtigkeit und Zivilcourage. Eine große Patriotin, die Ihr Leben nach den schrecklichen Erlebnissen der NS Zeit in den Dienst der Aufklärung gestellt hat.

Käthe Sasso, am 18.3.1926 als Käthe Smudits in Wien- Favoriten geboren, war während der Zeit des Nationalsozialismus im politischen Widerstand aktiv. Die Eltern von Käthe Sasso waren bereits in der Zeit des Austrofaschismus im Widerstand tätig. Beide waren überzeugte Antifaschisten. Das Terror-Regime der Nationalsozialisten veranlasste sie schließlich im politischen Widerstand zu arbeiten und somit auch den Aktivismus ihrer Eltern fortzusetzen. Sie arbeitete bis zu ihrer Verhaftung in der Widerstandsgruppe “Gustav Adolf Neustadl”.

Wie so viele wurde auch sie von einem Spitzel der Gestapo denunziert. Sie wurde am 21. August 1942 verhaftet. Die Anklage lautete “Hochverrat”. Als eine der jüngsten Widerstandskämpferinnen erlitt sie mit nur 16 Jahren die brutalen Verhöre und Torturen der Gestapo. Sie musste miterleben, wie nahezu alle aus ihrer Widerstandsgruppe hingerichtet wurden. Nach jahrelangen Aufenthalten in Gefängnissen der Nationalsozialisten wird sie 1944 in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 28. April 1945 gelingt ihr in der ersten Nacht die Flucht im Zuge eines “Todesmarsches” in das Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Käthe Sasso lebte in Winzendorf und setzte sich unermüdlich für das Andenken der hingerichteten Widerstandskämpfer:innen der “Gruppe 40” ein. Ihrem Engagement ist die Sanierung der Gräberanlage in der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof und die Schaffung einer Nationalen Gedenkstätte (2013) zu verdanken. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit Berufstitel „Professorin“ und dem “Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich” ausgezeichnet (12.10.2011).

Wir werden Ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren !

SPÖ-Bildung gedachte Gedeon Rohonczy und Professorin Käthe Sasso in Oberpullendorf und Nebersdorf

Schmid: „Erinnerung ist kein Rückblick aus Pflichtgefühl, sondern ein aktiver Teil unserer demokratischen Haltung“

Die SPÖ-Bildung hat in Oberpullendorf und Nebersdorf gemeinsam mit dem Lokalhistoriker Alexander Karazman ein deutliches Zeichen für eine lebendige und dauerhafte Erinnerungskultur gesetzt. Im Mittelpunkt stand der Besuch des Denkmals für den Roma-Retter György Gedeon Rohonczy in Oberpullendorf sowie das Gedenken an Professorin Käthe Sasso in Nebersdorf. In würdigem Rahmen wurden die Gedenkorte besucht und Blumen niedergelegt. Damit wurde nicht nur an außergewöhnliche Taten der Menschlichkeit erinnert, sondern auch an die Verantwortung, Gedenken im öffentlichen Raum sichtbar und kontinuierlich zu halten. „Erinnerung ist kein Rückblick aus Pflichtgefühl, sondern ein aktiver Teil unserer demokratischen Haltung“, betont SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid, der ergänzt: „Menschen wie György Gedeon Rohonczy und Professorin Käthe Sasso haben gezeigt, dass Solidarität, Mut und klare Haltung selbst unter schwersten Bedingungen möglich waren. Diese Orte stehen dafür, dass Menschlichkeit stärker ist als Hass – und dass wir solche Vorbilder dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein verankern müssen.“

György Gedeon Rohonczy rettete während der NS-Diktatur mehr als hundert Roma und Romnja vor Deportation und Tod. Das Denkmal in Oberpullendorf würdigt damit nicht nur eine einzelne historische Persönlichkeit, sondern erinnert zugleich an die Verfolgung der Roma und Romnja und an die Verpflichtung, Antiziganismus, Rassismus und jede Form von Ausgrenzung entschieden zurückzuweisen. Gerade ein solcher Ort der Erinnerung macht deutlich: Gedenken darf nicht auf Jahrestage beschränkt bleiben, sondern muss im Alltag präsent sein – als Mahnung und als Orientierung. Wolfgang Markytan, SPÖ Bundesbildungsgeschäftsführer, unterstreicht die Bedeutung dieser Gedenkarbeit für die politische Bildung: „Gedenken braucht Orte, an denen Geschichte greifbar wird. In Oberpullendorf und Nebersdorf sehen wir, wie wichtig ein ständiges Erinnern ist – nicht als Symbol, das man einmal im Jahr besucht, sondern als Teil unseres Alltags. Politische Bildung heißt auch, die Geschichten von Mut, Menschlichkeit und demokratischer Verantwortung weiterzutragen und daraus eine klare Haltung für heute abzuleiten.“

Begleitet wurde der Besuch in Oberpullendorf von Alexander Karazman, der die Geschichte Rohonczys und die regionale Bedeutung des Gedenkortes einordnete. Er hob dabei hervor, welche Rolle Rohonczys Persönlichkeit für die damalige Rettung spielte: „György Gedeon Rohonczy war eine Persönlichkeit mit Gewicht. Er war jemand, dessen Wort zählte. Genau diese Stellung hat er damals genutzt, um für die verfolgten Roma einzutreten. Er wirkte auf die Lagerleitung so überzeugend, dass seinem Wunsch stattgegeben wurde, und dadurch konnten viele Menschen gerettet werden. Für Oberpullendorf ist Rohonczy damit nicht nur eine historische Figur, sondern ein großer Sohn dieser Gemeinde. Sein Handeln steht für Zivilcourage und Menschlichkeit. Dieses Denkmal erinnert uns dauerhaft daran, was es heißt, in dunklen Zeiten nicht wegzusehen.“

Auch das Gedenken an Professorin Käthe Sasso in Nebersdorf knüpfte an diesen Anspruch an: Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart zu verstehen und demokratische Haltung im Alltag zu stärken. In diesem Sinne setzt die SPÖ-Bildung ihre Arbeit auch in Wien fort: Am 18. März 2026 wird das zweite Professorin Käthe Sasso Symposium stattfinden. Wie schon beim ersten Symposium liegt der Schwerpunkt der Diskussionen klar auf den Herausforderungen an die Demokratie. Zugleich soll die Veranstaltung ausdrücklich dazu beitragen, parteiübergreifend wieder eine große Plattform herzustellen, die sich mit demokratischer Resilienz, Verantwortung und dem Schutz der Menschenrechte auseinandersetzt.

Die SPÖ Bildung versteht Erinnerungskultur als wesentlichen Bestandteil demokratischer Bildung. Die gemeinsamen Besuche in Oberpullendorf und Nebersdorf sind Ausdruck eines kontinuierlichen Engagements, das „Nie wieder“ mit Inhalt füllt: durch historisches Bewusstsein, klare Werteorientierung und ein sichtbares Eintreten für Menschenrechte, Solidarität und Demokratie. Die Gedenkorte für György Gedeon Rohonczy und Professorin Käthe Sasso sollen daher nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern als dauerhafte Zeichen für die Zukunft wirken.

Gedenken an Prof. Rudolf Gelbard

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid: „Rudi Gelbard hat als Mahner wider das Vergessen Unschätzbares für die Erinnerungskultur geleistet“

Der am 24. Oktober 2018 verstorbene österreichische Antifaschist, Zeitzeuge und KZ-Überlebende Rudolf Gelbard hätte am 4. Dezember seinen Geburtstag gefeiert. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation hat aus diesem Anlass dem unvergesslichen Rudolf Gelbard gedacht. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid betonte, dass „Rudi Gelbard ein wichtiger Mitstreiter der SPÖ-Bundesbildungsorganisation war. Als aktiver Zeitzeuge hat er seine Erfahrungen und sein Wissen an Schulen in ganz Österreich vermittelt. Rudi Gelbard hat als unermüdlicher Mahner wider das Vergessen Unschätzbares für die so wichtige Erinnerungskultur geleistet“, so Schmid.

Auch Ernst Woller, Vorsitzender der SPÖ Wiener Bildung, erinnerte an das Wirken von Rudolf Gelbard: „Rudolf Gelbard hat mit seinem beeindruckenden Engagement enorm viel für die Demokratie, die Erinnerungsarbeit und die antifaschistische Arbeit in Schulen geleistet“, so Woller beim Gedenken an den Freund der SPÖ-Bildungsorganisation.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan: „Aus all diesem Anlass haben wir uns entschlossen, ein regelmäßigen ‚Prof. Rudolf Gelbard-Symposium‘ ins Leben zu rufen, um seine Ideen und Ideale weiterleben und weiterdiskutieren zu können. Am 9. Mai 2022 wurde das ‚1. Prof. Rudolf-Gelbard-Symposium: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ein Kampf, der nie zu Ende geht‚ und am 29. Jänner 2024 das ‚2. Prof. Rudolf Gelbard Symposium – Dialog der Religionen‘ erfolgreich durchgeführt. Erst vor wenigen Tagen am Mittwoch, 26. November 2025 wurde das ‚3. Prof. Rudolf-Gelbard-Symposium: Wie sicher ist unsere Demokratie‚ durchgeführt. Rudi, der 1956 bis 1958 die Wiener Parteischule besuchte und seit dieser Zeit als steter Vortragender erhalten blieb, fehlt!“

Rudolf Gelbard – KZ-Überlebender und Zeitzeuge

Rudolf Gelbard wurde am 4. Dezember 1930 in Wien geboren. 1942 wurde er mit seinen Eltern ins KZ Theresienstadt deportiert und überlebte als eines der wenigen Kinder. Nach seiner Befreiung engagierte er sich als Mitglied der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und setzte sich unermüdlich für die Aufklärung über NS-Verbrechen ein. Er hielt Vorträge an Schulen, Universitäten und auf Symposien und war Mitglied der Kulturkommission der Israelitischen Kultusgemeinde.

Für seine Verdienste wurde Gelbard mit dem Berufstitel Professor sowie weiteren Auszeichnungen, darunter die Joseph-Samuel-Bloch-Medaille, geehrt. Seit 2008 wird der „Rudolf Gelbard Preis“ für den Einsatz gegen Faschismus und Antisemitismus verliehen. In der Spielzeit 2013/14 wirkte er an der Theaterproduktion Die letzten Zeugen mit, die international Anerkennung fand.

Neben seiner Vortragstätigkeit beobachtete er Neonaziprozesse und dokumentierte Zeitgeschichte als Redakteur. Sein antifaschistisches Engagement umfasste Proteste gegen Holocaustleugner*innen und den Kampf gegen rechtsextreme Ideologien. Gelbard betonte stets die Verantwortung der Überlebenden, die Erinnerung wachzuhalten und kommende Generationen zu sensibilisieren. Sein Lebenswerk wurde in mehreren Dokumentationen und Theaterstücken gewürdigt, darunter Der Mann auf dem Balkon und Die letzten Zeugen. 2022 wurde ein Teilabschnitt des 12.-Februar-Platzes im Döblinger Karl-Marx-Hof in der Rudolf-Gelbard-Gasse benannt.

 

Bild: Von Christian Michelides – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36768091

 

 

2. November: Gedenken an den Terroranschlag in Wien

Am heutigen Tag gedenken wir der Opfer des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt in der Nacht vom 2. auf den 3. November 2020. Dieser Tag markiert nicht nur einen tiefen Einschnitt in die Geschichte unserer Stadt, sondern ist auch eine Mahnung an Solidarität, Zusammenhalt und Wachsamkeit.

Bei dem Anschlag wurden vier Menschen getötet und mehr als zwanzig teils schwer verletzt. Der Täter wurde wenige Minuten nach Beginn der Tat durch Einsatzkräfte gestoppt. Die Überlebenden und ihre Angehörigen tragen bis heute die Folgen dieser grausamen Nacht – physisch, psychisch und emotional.

Wir erinnern uns an die Opfer, deren Namen nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Wir würdigen die Einsatzkräfte und all jene, die in einer Extremsituation Mut und Zivilcourage bewiesen haben. Der Anschlag hat uns gezeigt, wie verletzlich unsere Gesellschaft sein kann – aber auch, wie stark das gemeinsame „Wir“ ist, wenn wir einander beistehen. Trotz Terror und Gewalt wollen wir als offene und solidarische Gemeinschaft leben.

Fünf Jahre nach dieser schrecklichen Nacht bleibt die Aufgabe, aus der Erinnerung heraus Verantwortung zu übernehmen. Bildung und Prävention müssen gestärkt werden, um Radikalisierung – besonders im digitalen Raum – frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Ebenso wichtig ist eine lebendige Erinnerungskultur, die Raum für Gedenken, Aufarbeitung und Unterstützung für Betroffene schafft.

Auch die Zivilgesellschaft spielt eine zentrale Rolle: Jede und jeder Einzelne kann durch Haltung, Mitmenschlichkeit und Wachsamkeit dazu beitragen, dass sich solche Taten nicht wiederholen. Der Schutz unserer Demokratie, die Bewahrung von Vielfalt, Meinungsfreiheit und Respekt, sind keine Selbstverständlichkeit – sie müssen täglich neu gelebt und verteidigt werden.

Heute sind unsere Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und allen, die sich seit jenem Tag mit Engagement und Mitgefühl für eine sichere und solidarische Gemeinschaft einsetzen. Wir lassen uns nicht durch Gewalt spalten. Wir stehen füreinander ein – heute, morgen und in Zukunft.

SPÖ-Bundesbildungsorganisation: Politische Bildung muss mehr in den Fokus rücken

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan fordern nach dem erschütternden Terroranschlag in Wien, die politische Bildung und die demokratiepolitische Erziehung in Österreich zu stärken: „Der furchtbare Terroranschlag in Wien war ein Angriff auf unsere Demokratie und unsere Werte wie Humanität, Respekt, Toleranz und Weltoffenheit. Die schrecklichen Ereignisse haben uns eindringlich vor Augen gehalten, wie sehr wir ständig für Demokratie kämpfen und bereit sein müssen, diese zu schützen und zu verteidigen.“ Schmid betont: „Hass und Intoleranz dürfen niemals Platz in unserer Gesellschaft finden. Das Recht auf Meinungsfreiheit etwa ist ein wesentlicher Eckpfeiler der demokratischen Verfassung, die von den Generationen vor uns mit Blut und Leid erkämpft wurden.“ Diese Werte müssen daher in besonderer Weise geschützt werden. „Neben allen Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung sind Bildungsmaßnahmen wie Demokratieerziehung und Wertevermittlung von essenzieller Bedeutung“, bekräftigt Markytan.

„Es war ermutigend zu sehen, wie sehr die Bevölkerung und die Einsatzkräfte nach dem Anschlag ein funktionierendes und couragiertes Miteinander gezeigt haben“, sagt Markytan. Um unsere funktionierende, gelebte Demokratie nachhaltig zu schützen, müssen die Anstrengungen im Bereich der politischen Bildungsarbeit aber verstärkt werden. „Die Forderung nach mehr politischer Bildung in Österreich ist aktueller denn je!“, so Markytan.

Demokratiepolitische Bildung ist ein wesentlicher Pfeiler der Arbeit der SPÖ-Bildungsorganisation. Schmid fordert, die politische Bildung sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich sowie in der Erwachsenenbildung in Zukunft noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken: „So wie Bruno Kreisky einst in Anspielung auf den großen französischen Staatsmann und Philosophen Herriot gemeint hat: Die Demokratie sichert man am besten, indem man sie ununterbrochen in Bewegung hält.“ Er stellt klar: „Jeder Mensch, der unsere Gesellschaft zerstören möchte, soll wissen, dass er an der Macht der Demokratie und der Kraft des Verstandes scheitern wird.“

Gedenkmarsch für die Opfer des Widerstands – Erinnerung als Auftrag für die Zukunft

Am 1. November gedachten der Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der SPÖ, der Wiener SPÖ-Bildung, den Sozialdemokratischen Frauen, der Sozialistischen Jugend, der Jungen Generation sowie dem VSStÖ den mutigen Frauen und Männern, die im Widerstand gegen Austrofaschismus und Nationalsozialismus ihr Leben riskierten und verloren.

Der traditionelle Gedenkmarsch begann am Johann-Hatzl-Platz beim zweiten Tor des Wiener Zentralfriedhofs. Von dort führte der Weg vorbei am Grab von Rosa Jochmann sowie Barbara Prammer, einer der Namensgeberinnen des aktuellen Lehrgangs der Wiener Parteischule, und weiter zum Mahnmal der Stadt Wien für die Opfer für ein freies Österreich 1934–1945. Dort sprach Vizebürgermeisterin und Stadträtin Kathrin Gaàl Worte des Gedenkens und der Mahnung.

Im Anschluss gedachte die Versammlung beim Mahnmal für die Opfer der NS-Justiz und der NS-Kindereuthanasie „Am Spiegelgrund“ (Steinhof) jener Menschen, die in dieser Zeit unsägliches Leid erfahren mussten. Bezirksvorsteherin Mag.a Stefanie Lamp hielt dort eine eindrucksvolle Gedenkrede, die an das Unrecht erinnerte und den Wert von Menschlichkeit und Solidarität betonte.

Wie jedes Jahr gedachte die sozialdemokratische Bewegung in diesem Rahmen auch der großen Persönlichkeiten des österreichischen Widerstands und der sozialistischen Bewegung: Victor Adler, Karl Seitz, Otto Bauer, Helene Bauer, Friedrich Adler und Engelbert Pernerstorfer. Der Gedenkmarsch endete im Ehrenhain für die Februar- und Spanienkämpferinnen und -kämpfer, wo Michael Kögl, Vorsitzender der Jungen Generation in der SPÖ, die Abschlussrede hielt.

Auch die SPÖ-Bundesbildungsorganisation war wie immer bei dieser wichtigen Veranstaltung vertreten. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan nahmen am Gedenkmarsch teil und gratulierten Irmtraut Karlsson, der an diesem Tag am Wiener Zentralfriedhof die Otto-Bauer-Plakette verliehen wurde, zu dieser besonderen Auszeichnung. Diese Plakette wird nicht nur für langjähriges Engagement und Verdienste verliehen, sondern auch für den besonderen Einsatz im Kampf gegen Rechtsradikalismus und Faschismus – ein Engagement, das Irmtraut Karlsson seit Jahrzehnten mit großem Mut und Überzeugung verkörpert.

Besonders erfreulich war, dass auch der ehemalige Bundesbildungsvorsitzende und heutige Wiener Bürgermeister Dr. Michael Ludwig an der Gedenkveranstaltung teilnahm und damit die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns unterstrich.

Die Wiener SPÖ-Bildungsorganisation ist nicht nur Mitveranstalterin dieses traditionellen Gedenkmarsches, sondern schafft es jedes Jahr aufs Neue, viele engagierte Menschen – darunter zahlreiche Parteischülerinnen und Parteischüler – zur Teilnahme zu motivieren. Damit wird ein starkes Zeichen gesetzt: Erinnerung ist keine Pflicht aus der Vergangenheit, sondern ein lebendiger Auftrag für Demokratie, Solidarität und Menschlichkeit.

Foto: Christian Bader