Tag -Bruno Kreisky Preis

Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch an Oliver Jens Schmitt

Die Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises für das politische Buch stand auch heuer ganz im Zeichen von Geschichte, Demokratie und politischer Bildung. Als Mitinitiatorin und Mitveranstalterin war selbstverständlich auch die SPÖ-Bundesbildungsorganisation vertreten. Gemeinsam mit Mitgliedern des Bundesbildungspräsidiums nahm sie an der Preisverleihung im Bruno-Kreisky-Forum für Internationalen Dialog teil.

Mit dem Hauptpreis wurde der Historiker Oliver Jens Schmitt für sein Buch “Moskaus westliche Rivalen. Eine europäische Geschichte vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer” ausgezeichnet. Einen Anerkennungspreis erhielt Martin Prinz für seinen Tatsachenroman “Die letzten Tage”, der Verlag Jung und Jung wurde für seine besonderen verlegerischen Leistungen geehrt.

Neben den ausgezeichneten Werken hinterließen vor allem die Wortmeldungen des Abends einen bleibenden Eindruck. Besonders die abschließenden Gedanken über die Verantwortung von Literatur und Wissenschaft machten deutlich, dass Wissen nicht in Fachkreisen oder wissenschaftlichen Kommentarspalten verbleiben darf. Gute Bücher, verständlich aufbereitete Forschung und politische Bildung müssen möglichst viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen.

Der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation und Dritte Präsident des Wiener Landtags, Prof. Dr. Gerhard Schmid, betonte:

„Der Bruno-Kreisky-Preis zeigt Jahr für Jahr, welche Kraft politische Literatur entfalten kann. Bücher schaffen Orientierung, fördern kritisches Denken und machen Geschichte als Grundlage demokratischen Handelns begreifbar. Deshalb ist dieser Preis auch ein wichtiges Bekenntnis zur politischen Bildung.“

Bundesrat Wolfgang Markytan, Bundesbildungsgeschäftsführer der SPÖ, hob besonders den Schlussgedanken der Veranstaltung hervor:

„Mich hat besonders die Botschaft beeindruckt, dass Wissen nicht für einige wenige geschrieben werden darf. Gute Texte sollen gelesen werden, Forschung muss verständlich vermittelt werden und Erkenntnisse müssen ihren Weg in die Gesellschaft finden. Politische Bildung bedeutet, Wissen zugänglich zu machen – damit möglichst viele Menschen an demokratischen Debatten teilhaben können.“

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert allen Preisträgern herzlich und bedankt sich bei den Organisatorinnen und Organisatoren für eine gelungene Veranstaltung, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie wichtig Literatur, historische Aufklärung und politische Bildung für eine lebendige Demokratie sind.

 

Gerhard Schmid: Herzliche Gratulation an Richard Cocket zum Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2024

Für sein Werk „Stadt der Ideen. Als Wien die moderne Welt erfand“, erhielt der britische Journalist und Historiker Richard Cockett den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2024. Als Laudator fungierte niemand geringerer als Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, selbst ein Historiker. Der Vorsitzende der der SPÖ Bundesbildungsorganisation, Dritter Landtagspräsident von Wien, Gerhard Schmid, würdigt den Preisträger und sein Werk: „Zurecht hat diese Huldigung der Geistesmetropole des 20. Jahrhunderts diesen so wertvollen Preis gewonnen.“

Richard Cockett führt uns in seinem umfassenden Werk „Stadt der Ideen“ auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung Wiens als intellektuelles und kulturelles Zentrum von Weltrang vor Augen. Wien sei eine Innovationsmatrix gewesen, deren Beitrag für die Geistesgeschichte der Welt des 20. Jahrhunderts mit politischer Innovation und gesellschaftlicher Vision nicht zu überschätzen sei.

Dieses Buch ist nicht nur ein Loblied auf Wien, sondern auch ein Plädoyer für die Bedeutung von Städten als Orte des Dialogs, der Kreativität und des Fortschritts. In der geistigen Tradition von Bruno Kreisky betont Cockett die Notwendigkeit eines offenen, pluralistischen, kosmopolitischen und solidarischen Denkens, das weit über nationale Grenzen hinausweist.