Tag -Bildung

Schmid: “Mit Alexander Kluge verliert Europa einen der bedeutendsten Intellektuellen der Gegenwart”

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid ist tief betroffen über das Ableben von Alexander Kluge, der am 25. März 2026 verstorben ist. „Mit Alexander Kluge verliert Europa einen der bedeutendsten Intellektuellen der Gegenwart. Als Schriftsteller, Filmemacher, Philosoph und öffentlicher Denker prägte Kluge über Jahrzehnte hinweg den gesellschaftlichen Diskurs und setzte sich intensiv mit Fragen von Demokratie, Öffentlichkeit und Bildung auseinander“, so Schmid, der betont: „Wir verabschieden uns von einem der großen Denker unserer Zeit. Sein Zugang zur Welt – geprägt von Neugier, kritischer Reflexion und einem tiefen Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge – ist heute aktueller denn je. Gerade in einer Zeit, in der Wissen schnelllebig erscheint, müssen seine Werte und sein Denken besonders beachtet werden. Es ist unsere Aufgabe, dieses intellektuelle Erbe lebendig zu halten“, so Schmid..

Schmid verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Bedeutung von Auszeichnungen für intellektuelle Leistungen: „Wir freuen uns, dass wir mit dem ‚Maria-Jahoda-Preis für herausragende wissenschaftliche Erkenntnisse‘ einen Rahmen geschaffen haben, um das Lebenswerk bedeutender Vordenkerinnen und Vordenker zu würdigen. In immer kürzeren Abständen verabschieden wir uns von großen Persönlichkeiten – umso wichtiger ist es, ihr Denken weiterzutragen“, so Schmid.

Wolfgang Markytan, SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer, ergänzt: „Alexander Kluge war Zeit seines Lebens ein kritischer Denker, der unbeirrt nach dem ‚Warum‘ gefragt hat. Es war für ihn selbstverständlich, sich auch gegen den Mainstream zu positionieren und neue Perspektiven einzubringen. Gerade diese Haltung ist für die politische Bildung und Erwachsenenbildung von unschätzbarem Wert.“

Alexander Kluge wurde 2008 mit dem „Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch” für sein publizistisches Gesamtwerk ausgezeichnet – ein Ausdruck seiner herausragenden Bedeutung für den politischen und gesellschaftlichen Diskurs, wie auch der Direktor des Karl-Renner-Instituts Dr. Sascha Obrecht betont: „Alexander Kluge war ein intellektueller Grenzgänger – ein präzise denkender Analytiker gesellschaftlicher Wirklichkeit und demokratischer Prozesse und zugleich ein witziger, oft lakonischer Erzähler, der große politische Fragen in eigensinnige, überraschende Geschichten übersetzte.”

Alexander Kluges Wirken reicht weit über Kunst und Kultur hinaus und hat auch die Erwachsenenbildung nachhaltig beeinflusst. Kluge verstand Bildung stets als offenen, kritischen Prozess – als kontinuierliches Hinterfragen von gesellschaftlichen Entwicklungen und als Einladung zum eigenständigen Denken. Gerade in der Erwachsenenbildung bleibt dieser Zugang von zentraler Bedeutung. „Mit seinem Tod verliert die Öffentlichkeit eine unverwechselbare Stimme. Sein Werk jedoch bleibt – als Aufforderung zum Denken, zum Zweifel und zum Dialog. Wir sagen: Danke und herzliches Adieu“, so Schmid und Obrecht.

Sozialdemokratie trauert um Historikerin Brigitte Pellar

Die Sozialdemokratie trauert um Brigitte Pellar, die am 25. März 2026 im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Brigitte Pellar war über viele Jahrzehnte hinweg in vielfältigen Funktionen innerhalb der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung tätig und hat diese mit ihrem Engagement maßgeblich mitgeprägt. Dr. Gerald Netzl, Bundesvorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer:innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist:nnen, betont: „Mit Brigitte Pellar verlieren wir eine Genossin mit außergewöhnlicher historischer Expertise. Über Jahrzehnte hinweg hat uns eine enge Zusammenarbeit verbunden. Ihr antifaschistischer Standpunkt war stets klar, kompromisslos und von tiefster Überzeugung getragen.“ SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid würdigt die Verstorbene: „Brigitte Pellar war eine große Historikerin, die durch zahlreiche Publikationen und ihre Arbeit wesentlich zur politischen Bildung beigetragen hat. Ihr wissenschaftliches und politisches Wirken wird weit über ihren Tod hinaus Bedeutung haben.“

Auch SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan hebt Pellars Rolle in der Bildungsarbeit hervor: „Brigitte Pellar war bis zuletzt eine wichtige Vortragende in der politischen Bildungsarbeit. Sie verstand es, Geschichte lebendig zu vermitteln und politische Zusammenhänge klar und nachvollziehbar darzustellen.“

Brigitte Pellar verbrachte den Großteil ihres Lebens und Wirkens im Alsergrund in Wien. Mit großer Konsequenz, tiefem Verantwortungsbewusstsein und unerschütterlicher Überzeugung setzte sich Brigitte Pellar für die Werte des Sozialismus ein. Besonders die Erinnerungsarbeit und der entschlossene Kampf gegen Faschismus waren ihr ein zentrales Anliegen, dem sie sich mit großer Ernsthaftigkeit und persönlicher Hingabe widmete. Ihr Wirken war getragen von Haltung, Wissen und dem festen Willen, gesellschaftliche Verantwortung nicht nur einzufordern, sondern selbst vorzuleben.

Mit Brigitte Pellar verliert die sozialdemokratische Bewegung eine aufrechte Sozialistin, eine überzeugte Antifaschistin und eine engagierte Kämpferin für historische Verantwortung und politische Bildung. „Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren und in ihrem Sinne weiterarbeiten“, so Schmid und Netzl.

Herzliche Gratulation an Wolfgang Markytan zu 20 Jahren Leitung der Wiener Parteischule

Bildung als Fundament der sozialdemokratischen Bewegung – 1.000 ausgebildete Funktionär:innen im vergangenen Jahrzehnt

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Wolfgang Markytan herzlich zu 20 Jahren als Leiter der Wiener Parteischule. Seit dem 2. März 2006 steht er an der Spitze der traditionsreichen Bildungseinrichtung und prägt seither maßgeblich die politische Aus- und Weiterbildung innerhalb der sozialdemokratischen Bewegung. Gemeinsam mit einem engagierten Team verantwortet Markytan ein umfassendes Bildungsprogramm mit Lehrgängen von ein- bis eineinhalb-jähriger Dauer. Vermittelt werden Grundlagen demokratischer Entwicklung, politische Strukturen Österreichs, aktuelle gesellschaftspolitische Themen sowie professionelle Kommunikations- und Organisationskompetenzen. Allein im vergangenen Jahrzehnt wurden rund 1.000 Funktionärinnen und Funktionäre der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung ausgebildet.

“In den letzten 20 Jahren hat sich die Parteischule kontinuierlich weiterentwickelt: Lehrgänge wurden strukturell angepasst, Einheiten intensiviert, Kommunikationsausbildungen verdichtet und neue Themenschwerpunkte wie Digitalisierung, demokratische Resilienz, Friedenspolitik und Neutralität integriert. Ich bin sehr dankbar, dass ich nun schon den 31. und 32. Lehrgang begleiten darf und freue mich über die Entwicklungen der einzelnen Teilnehmer:innen, die sich auf allen Ebenen des politischen Spektrums wiederfinden“, so SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und Leiter der Wiener Parteischule Wolfgang Markytan. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid betont: „Wolfgang Markytan steht für Kontinuität und Erneuerung gleichermaßen. Er verbindet die große Tradition der Arbeiter:innen-Bildung mit den Anforderungen einer modernen Demokratie. Für dieses Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz danken wir ihm sehr herzlich.“

Bereits am 8. Dezember 1867 wurde mit dem Arbeiterbildungsverein Gumpendorf der erste organisierte Bildungsverein der Arbeiter:innenbewegung gegründet. Auf dessen Grundlage sowie auf den Schultern zahlreicher Bildungs- und Sportvereine formierte sich die sozialdemokratische Bewegung – zunächst 1874 in Neudörfl und schließlich 1888/89 am Hainfelder Einigungsparteitag zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Bildung war damit von Beginn an ein zentraler Bestandteil sozialdemokratischer Politik. Besonders nach der Gründung der Republik 1918 wurden entscheidende Weichen für eine demokratische, soziale und bildungsorientierte Gesellschaft gestellt. Die konsequente Umsetzung dieses Projekts konnte jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgen – getragen von der historischen Erkenntnis, dass nur ein friedliches Zusammenleben und demokratische Strukturen nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung ermöglichen. In diesem Geist wurde 1947 die Wiener Parteischule gegründet. Sie gilt heute als die traditionsreichste Ausbildungseinrichtung der sozialdemokratischen Arbeiter:innenbewegung weltweit. „Bildung ist in der Sozialdemokratie und in der Arbeiter:innenbewegung eines der höchsten Güter, die wir haben. Sie stand an der Wiege unserer Bewegung und ist bis heute ihr Fundament“, so Schmid abschließend.

SPÖ-Babler und Seltenheim gratulieren Gerhard Schmid herzlich zur Wiederwahl als Bundesbildungsvorsitzender

Babler: „Gerhard Schmids Einsatz für lebendige Bildungsarbeit ist beispielgebend“ – Seltenheim: „Schmid verfügt über große Expertise und viel Herzblut für Bildung“

Bei der SPÖ-Bundesbildungskonferenz wurde gestern, Samstag, Gerhard Schmid als Bundesbildungsvorsitzender wiedergewählt. SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Vizekanzler Andreas Babler und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim gratulieren Gerhard Schmid herzlich zur Wiederwahl. „Gerhard Schmid hat die Bildungsarbeit der SPÖ in den letzten Jahren entscheidend geprägt und weiterentwickelt. Sein Einsatz für eine lebendige Bildungsarbeit, für demokratiepolitische Bildung, Erinnerungsarbeit als Beitrag zur Demokratie und innerparteiliche Aus- und Weiterbildung sind beispielgebend. Bildungsarbeit ist ein zentrales Fundament der Sozialdemokratie – und bei Gerhard Schmid und der SPÖ-Bundesbildungsorganisation ist sie in den besten Händen“, betonte SPÖ-Bundesparteivorsitzender Babler gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Seltenheim würdigt das Wirken Schmids: „Gerhard Schmids Wiederwahl mit eindrucksvollen 96,56 Prozent der Stimmen ist eine klare Bestätigung seiner erfolgreichen Arbeit und seines großen Engagements. Gerhard Schmid verfügt nicht nur über große Expertise, sondern auch über ganz viel Herzblut für Bildung, soziale Gerechtigkeit, Wissenschaft und Kultur. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, so Seltenheim.

Foto: Christian Bader

SPÖ-Bundesbildungskonferenz – Schmid: Klare Positionen sind besser als keine Positionen – Babler plädiert für wehrhafte Demokratie

SPÖ-Bundesbildungskonferenz „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ in Innsbruck – SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid mit 96,56 Prozent wiedergewählt

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz am Samstag in Innsbruck stand unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“ Auf dem Programm standen Reden von u.a. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem stellte, und SPÖ-Vorsitzendem, Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte kamen von LH-Stv., gf. Tiroler SPÖ-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth, der Präsidentin des Karl-Renner-Instituts, Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (per Videobotschaft) und der SPD-Bildungsvorsitzenden Meike Jensen. Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidat:innen mehr als 95 Prozent der Stimmen. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

Die SPÖ-Bundesbildungskonferenz stand am Samstag, 31. Jänner 2026, in Innsbruck unter dem Motto „Wie sichern wir unsere Demokratie?“. Etwa 150 Delegierte und 69 Gäste diskutierten aktuelle demokratiepolitische Herausforderungen und die Rolle politischer Bildungsarbeit. In der über 150-jährigen Geschichte der Bildungsorganisation fand die Bundeskonferenz erstmals in Tirol, konkret in Innsbruck, statt.

Auf dem Programm standen unter anderem Reden von SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Schmid, der sich der Wiederwahl stellte, sowie von SPÖ-Bundesparteivorsitzendem und Vizekanzler Andreas Babler, MSc. Grußworte überbrachten LH-Stv. und Tiroler SPÖ-Vorsitzender Philip Wohlgemuth, Dritte Nationalratspräsidentin und Präsidentin des Karl-Renner-Instituts Doris Bures (per Videobotschaft) sowie Meike Jensen, Bildungsvorsitzende der SPD.

Bei der Wahl des Vorstandes der SPÖ-Bundesbildungsorganisation erhielten alle Kandidatinnen und Kandidaten mehr als 95 Prozent der Stimmen. Prof. Dr. Gerhard Schmid wurde mit 96,56 Prozent erneut zum SPÖ-Bundesbildungsvorsitzenden gewählt. SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan wurde einstimmig in seiner Funktion bestätigt.

SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler betonte in seiner Rede die zentrale Rolle von Bildung für die Demokratie und das sozialdemokratische Selbstverständnis: „Bildungsgerechtigkeit schafft die Voraussetzung dafür, sich zu verwirklichen und Träume zu ermöglichen.“ Demokratie beruhe auf zwei Säulen – der liberalen und der sozialen. „Nur im Zusammenspiel dieser beiden Säulen entwickelt sie ihre volle Kraft. Eine wehrhafte Demokratie braucht standhafte Organisationen“, so Babler. Politik müsse nicht nur reden, sondern handeln. Als Beispiele nannte er unter anderem die geplante weisungsfreie Bundesstaatsanwaltschaft, den Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen sowie die Neuausrichtung der Medienförderung auf Qualitätskriterien.

Der wiedergewählte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid unterstrich die zunehmenden Gefährdungen demokratischer Strukturen. Umso wichtiger sei es, sich geografisch wie thematisch zu vernetzen und Bildungsarbeit breit aufzustellen:
„Im Kampf gegen Populismus müssen wir über den Tellerrand schauen. Klare Positionen sind besser als keine Positionen.“ Aufgabe der Bundesbildungsorganisation sei es daher auch, kontroverse gesellschaftliche Fragen aufzugreifen – wie etwa bei der Enquete zur Neutralität im Oktober des Vorjahres. Die SPÖ-Bundesbildung werde sich auch künftig mit wissenschaftlicher Unterstützung intensiv mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz war der Rückblick auf die umfangreiche Bildungsarbeit der vergangenen Jahre, den Gerhard Schmid in seiner Rede sowie in einem rund 20-minütigen Video präsentierte. Zahlreiche Projekte konnten gemeinsam mit der SPÖ-Bundesgeschäftsführung, den Landesbildungsorganisationen, dem Karl-Renner-Institut, der Wiener Bildungsakademie sowie weiteren Partnerinnen und Partnern umgesetzt werden.

„Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass wir gemeinsam mit so vielen Partnerinnen und Partnern zahlreiche großartige Projekte und wertvolle Veranstaltungen realisieren konnten. Bildungsarbeit heißt für uns, Menschen innerhalb und außerhalb der Partei zum Denken, zur Weiterentwicklung und zum gesellschaftlichen Dialog anzuregen“, so Schmid.

Für die kommenden Jahre sind sowohl die Fortführung bewährter Projekte – etwa der „Zeitgespräche“ – als auch neue Beteiligungsformate geplant.

Talk „Wie sichern wir die Demokratie?“

Im Rahmen eines Talks diskutierten Selma Yildirim (Nationalratsabgeordnete und SPÖ-Justizsprecherin des SPÖ Parlamentsklub), Elisabeth Fleischanderl (Klubobfrau SPÖ Tirol), Nicole Heinlein, MA (SPÖ-Tirol-Landesbildungssekretärin), Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny (ehem. OeNB-Gouverneur) sowie Prof. Dr. Gerhard Schmid. Einigkeit bestand darüber, dass Bildung eine zentrale Voraussetzung für demokratische Teilhabe ist und Bildungseinrichtungen die Aufgabe haben, Menschen zur gleichberechtigten Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben zu befähigen.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan zog eine äußerst positive Bilanz der Konferenz:
„In der 150-jährigen Geschichte unserer Bildungsorganisation, die bis zum 8. Dezember 1867 zurückreicht, konnten wir erstmals eine Bundeskonferenz in Tirol und in Innsbruck abhalten. Dass dies in so hervorragender Zusammenarbeit – insbesondere mit der SPÖ Tirol und der Tiroler Bildungsorganisation – gelungen ist, erfüllt mich mit großer Freude.“

Alle Fotos: Christian Bader

Alle Fotos der SPÖ-Bundesbildungskonferenz gibt es hier

 

 

Gedenken an Bruno Kreisky: SPÖ-Bundesbildungsorganisation würdigt „großen Sozialdemokraten und visionären Staatsmann“

Schmid und Markytan: „Kreisky hat Österreich gerechter, moderner und chancenreicher gemacht“ – Fortschrittliche Bildungspolitik als Reformmotor der Kreisky-Ära

Anlässlich des Geburtstags des ehemaligen Bundeskanzlers und langjährigen SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Bruno Kreisky hat die SPÖ-Bundesbildungsorganisation die Bedeutung des „großen Sozialdemokraten und visionären Staatsmanns Bruno Kreisky und seines umfassenden Reformwerks“ betont. „Bruno Kreisky war nicht nur der ‚Jahrhundertkanzler‘, sondern er war ein Ausnahmepolitiker, der Österreich mit seinen beispiellosen Reformen gerechter, moderner und chancenreicher gemacht hat“, sagte SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid, der unterstrich, dass „fortschrittliche und chancengerechte Bildungspolitik Kernelement und Reformmotor der Kreisky-Ära“ gewesen sei. „Mit Bruno Kreisky ist die österreichische Arbeiterbewegung in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist sein politisches Vermächtnis und unsere Verpflichtung. Bruno Kreisky wird immer im Zentrum unserer Parteigeschichte stehen“, sagten SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Schmid würdigte auch die Errungenschaften Kreiskys in Sachen Sozialstaat: „Getragen von einer tiefen sozialdemokratischen Grundhaltung, die sehr stark von den großen Denkern wie Otto Bauer und seinen persönlichen, dramatischen und tragischen Erfahrungen mit beiden Faschismen geprägt war, war der Aufbau des Sozial-und Wohlfahrtsstaates für Kreisky das zentrale und wesentliche Kriterium für Demokratie und Freiheit. Kreisky und sein Team haben das neutrale Österreich aus der provinziellen, kleingeistigen und kulturellen Abgeschiedenheit herausgeführt und zu einem weltoffenen, international wahrgenommenen Partner für Frieden und Demokratie gemacht und Österreich und vor allem Wien als Ort der Begegnung positioniert“, so Schmid.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Markytan unterstrich Kreiskys unentwegtes Streben nach Demokratie und vor allem sozialer Demokratie: „Dieses Streben nach mehr Demokratie hat mit der Gründung der Politischen Akademien wie dem Dr. Karl-Renner-Institut eine ganz neue Dimension erhalten. „Politische Bildungsarbeit auf der Höhe der Zeit, den intellektuellen Dialog und Austausch zu fördern und in die Ausbildung von MandatarInnen und FunktionärInnen zu investieren – all das war Kreiskys zutiefst sozialdemokratisches Anliegen“, so Markytan.

Gratulation an den neuen SPÖ-Landesbildungsvorsitzenden der Steiermark, Ernst Führer

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation begrüßt die personelle und programmatische Neuaufstellung der steirischen Landesbildungsorganisation und sieht darin ein wichtiges Signal für eine zukunftsorientierte sozialdemokratische Bildungsarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei der Dank an den bisherigen Vorsitzenden Wolfgang Moitzi, die Gratulation an den neu gewählten Landesbildungsvorsitzenden Ernst Führer sowie ein klarer inhaltlicher Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre. Der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildung Gerhard Schmid betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Steiermark: „Die Kooperation mit der steirischen Landesbildungsorganisation hat in den vergangenen Jahren hervorragend funktioniert. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche braucht es starke sozialdemokratische Bildungsarbeit – vor Ort und bundesweit. Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“

Dank an Wolfgang Moitzi für prägende Arbeit

Mit großem Respekt würdigt die SPÖ-Bundesbildungsorganisation Wolfgang Moitzi, der die steirische Landesbildungsorganisation über viele Jahre maßgeblich geprägt hat und als Abgeordneter zum Nationalrat tätig ist. „Wolfgang Moitzi hat die Landesbildungsorganisation Steiermark mit enormem Engagement, politischer Klarheit und organisatorischer Stärke weiterentwickelt. Unter seiner Führung wurde ein neues Bildungsprogramm für die SPÖ Steiermark erarbeitet – eine starke Grundlage für die kommende Arbeit. Für seine Verantwortung im Nationalrat wünschen wir ihm viel Kraft und Erfolg“, so Schmid.

Ernst Führer neuer Landesbildungsvorsitzender

Besonders erfreut zeigt sich die Bundesbildungsorganisation über die Wahl von Ernst Führer zum neuen Landesbildungsvorsitzenden der SPÖ Steiermark. „Mit Ernst Führer übernimmt ein Teamplayer mit großer Bildungskompetenz diese zentrale Aufgabe. Gemeinsam mit seinem Team wird er wichtige Konzepte im schulbildungspolitischen Bereich erarbeiten und dafür sorgen, dass Bildungsthemen auch innerparteilich stärker verankert und politisch umgesetzt werden“, erklärt Schmid.

Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation sagt dem neuen Vorsitzenden volle Unterstützung zu: „Lieber Ernst, dir und deinem Team wünschen wir alles Gute. Wir stehen jederzeit für gemeinsame Projekte bereit – denn Bildungsarbeit ist das Fundament unserer Bewegung.“

Markytan: Bildung, Arbeit und Demokratie gehören zusammen

Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan unterstrich in seinem Referat die zentrale Rolle der Bildungsorganisationen für die sozialdemokratische Parteigeschichte und die Zukunft der Demokratie. Markytan erinnerte daran, dass die Sozialdemokratie historisch aus den Bildungsorganisationen hervorgegangen ist und Bildungspolitik daher immer ein Kernauftrag der SPÖ bleibt. Die Steiermark, so Markytan, sei dabei seit jeher eine besonders starke Säule der Bewegung.

Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung:

Markytan betonte den sozialdemokratischen Auftrag, den Wert der Arbeit sichtbar zu machen: Eine Lehre mit Weiterbildung müsse gesellschaftlich und politisch genauso anerkannt sein wie der klassische Maturaweg. Angesichts des Fachkräftemangels sei das eine zentrale Gerechtigkeits- und Zukunftsfrage.

Demokratie unter Druck – neue Herausforderungen wie KI und Kommunalfinanzen:

Künstliche Intelligenz verändere Öffentlichkeit, Wissen und politische Meinungsbildung rasant. Daraus entstünden Chancen, aber auch Risiken durch undemokratische, rein kommerzielle Steuerung von Information. Gleichzeitig wachse der Druck auf Gemeinden durch chronische Unterfinanzierung – eine Entwicklung, die demokratische Gestaltungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene gefährde. Bildungsarbeit müsse daher auch demokratische Resilienz stärken und junge Menschen für politisches Engagement gewinnen.

Gemeinsamer Arbeitsauftrag

Mit der personellen Weichenstellung und dem neuen Bildungsprogramm der SPÖ Steiermark sieht die SPÖ-Bundesbildungsorganisation eine starke Basis für kommende Projekte. Ziel ist es, schulische Bildungspolitik, berufliche Aufstiegschancen, demokratische Bewusstseinsbildung und innovative Themen wie KI fest in der Bildungsarbeit der Partei zu verankern.

SPÖ-Bildung trifft Tiroler Landespartei: Zusammenarbeit im Zeichen der Bildung

Der Bundesbildungsvorsitzende der SPÖ, Prof. Dr. Gerhard Schmid, traf kürzlich den neuen Landesparteivorsitzenden der SPÖ Tirol, den 1. Landeshauptmann-Stellvertreter, Philip Wohlgemuth zu einem intensiven Austausch über die künftige Bildungsarbeit innerhalb der Tiroler Landesorganisation. Im Zentrum des Gesprächs stand die Frage, wie die Bildungsaktivitäten in Tirol weiter gestärkt und inhaltlich vertieft werden können. Beide Seiten zeigten sich überzeugt: Bildung ist ein zentrales Fundament für eine moderne, soziale und zukunftsorientierte Parteiarbeit.

Besonders hervorgehoben wurde die bereits jetzt sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Bildungsabteilungen der SPÖ Wien, Tirol und des Bundes. Diese solle auch künftig weiter intensiviert werden – mit dem Ziel, Synergien zu nutzen, Inhalte gemeinsam zu entwickeln und die politischen Bildungsangebote in allen Regionen zu stärken.

 

Tourismus, Kultur, Sport – Bildung als verbindendes Thema

Neben parteiinternen Fragen wurden auch gesellschaftliche Themen wie Tourismus, Kultur und Sport angesprochen. Gerade in einem Bundesland wie Tirol, das stark vom Tourismus geprägt ist, brauche es aus Sicht beider Gesprächspartner:innen ein klares Bildungsprofil, das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte zusammendenkt.

Gespräch mit Innsbrucks Vizebürgermeisterin Elli Mayr

Im Rahmen seines Besuchs traf der Bundesbildungsvorsitzende auch Innsbrucks Vizebürgermeisterin Elli Mayr. Thema war unter anderem die aktuelle Lage im Schulwesen. Diskutiert wurden Herausforderungen im Bildungsbereich, Fragen der Kinderbetreuung sowie der Elementarpädagogik. Letztere sei, so der Tenor des Gesprächs, ein Schlüsselbereich für mehr Bildungsgerechtigkeit, soziale Integration und frühe Förderung – und müsse bundesweit stärker in den politischen Fokus rücken.

Vorfreude auf den ESC 2026

Ein weiteres Thema, das bei allen Gesprächen für Begeisterung sorgte, war der Eurovision Song Contest 2026. Österreich wird Gastgeber sein – und sowohl Wien als auch Innsbruck sind im Rennen als mögliche Austragungsorte. Ein solches Event sei nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung, betonten die Beteiligten, und könne für beide Städte enorme Impulse bringen.

Treffen mit Elli Fleischanderl und René Zumtobel

Abschließend kam es noch zu einem Gespräch mit der Klubvorsitzenden der SPÖ Tirol, Elli Fleischanderl, und Landesrat René Zumtobel. Im Fokus standen dabei Fragen rund um die Wohnsituation in Tirol. Die steigenden Mieten, fehlender leistbarer Wohnraum und die soziale Lage vieler Menschen stellen große Herausforderungen dar. Auch der Tourismus und die Infrastruktur wurden thematisiert – beides Bereiche, die eng mit sozialer Gerechtigkeit, nachhaltiger Entwicklung und regionaler Lebensqualität verknüpft sind.

Der Besuch machte einmal mehr deutlich: Bildung ist ein Querschnittsthema, das viele Lebensbereiche berührt – und ein zentrales Anliegen sozialdemokratischer Politik. In Tirol ebenso wie im ganzen Land. Wir bedanken uns sehr herzlich für die Organisation des Austausch mit weiteren Funktionär:innen der SPÖ Innsbruck sowie Tirol bei der SPÖ-Landesbildungssekretärin Nicole Heinlein.

 

Schmid zum Ableben von Hannes Androsch: Ein Visionär und Kämpfer für ein modernes Bildungssystem ist von uns gegangen

Tief betroffen vom Ableben des früheren Finanzministers Hannes Androschs zeigte sich der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, Gerhard Schmid: „Er war ein Visionär, ein politischer Mensch im besten Sinne, einer, der seinen Überzeugungen immer treu geblieben ist, und er war ein erfolgreicher Wirtschaftstreibender mit sozialem Gewissen.“ Schmid würdigte den Verstorbenen als vehementen Verfechter eines zukunftsorientierten Bildungssystems und verwies in diesem Zusammenhang auf das von Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren: „Hannes Androsch wurde nicht müde, eine echte Bildungsreform einzufordern. Bildung bezeichnete er als die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort. Für die SPÖ-Bildungsorganisation war er immer ein aktiver Mitstreiter für eine progressive Bildungspolitik. Wir werden seine Ideen und seine Forderungen in seinem Sinn mit aller Kraft weiter verfolgen“, so Schmid, und abschließend: „Im Namen der SPÖ-Bundesbildungsorganisation möchte ich seiner Familie in diesen schweren Stunden unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.“

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #84: Mag. Daniel Landau, Bildungskoordinator der Bundesregierung

Heutiger Gast der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ ist Mag. Daniel Landau, Pädagoge und Bildungskoordinator der Bundesregierung. Im Gespräch geht es unter anderem um die Stärkung der Gemeinschaft durch Bildung, um persönliche Überzeugungen und Glauben. Und es geht auch um Missstände im Bildungssystem, um Druck auf Schüler*innen und Lehrende. Landau beschreibt, wie wichtig Solidarität und individuelle Förderung sind und fordert eine breite gesellschaftliche Zusammenarbeit, um bessere Bildung für alle zu gewährleisten. Bildung und offene Kommunikation sind für den Pädagogen essenziell im Kampf gegen Vorurteile. Neben vielen weiteren Themen wird auch die verbindende Kraft der Musik angesprochen, denn: Daniel Landau ist auch ausgebildeter Dirigent.

Ein inspirierendes Gespräch voller Einblicke und Perspektiven für eine bessere Zukunft.

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Foto: Richard Tanzer