Autor -Gerhard Schmid

Festtagsvideo der SPÖ-Bundesbildungsorganisation

Im Festtagsvideo blicken SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan auf das vergangene Jahr zurück und geben einen Ausblick auf 2025.

„Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns durch das Jahr begleitet haben, bei allen, die mit uns zusammengearbeitet haben, bei allen, die sich für unsere Arbeit interessieren. Wir freuen uns darauf, auch im Jahr 2025 wieder unser Bestes zu geben, um Bildung und soziales Engagement weiterhin zu stärken. Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Lasst uns gemeinsam auf ein Jahr voller Erfolg, Gesundheit und Glück anstoßen!“

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Internationaler Tag der menschlichen Solidarität

Zum Internationalen Tag der menschlichen Solidarität stellt der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid fest: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, diesen Erinnerungstag wahrzunehmen. Bei unserer ehrenamtlichen Arbeit in der SPÖ-Bundesbildungsorganisation steht für hunderte Funktionärinnen und Funktionäre das soziale Miteinander an oberster Stelle. Damit verbunden sind unser konsequentes Eintreten für die Menschenrechte und für die Unverzichtbarkeit der Demokratie. Wichtige Arbeit im Sinne der Solidarität leisten auch die Gewerkschaften mit ihrem Einsatz für arbeitende Menschen und deren Arbeitsbedingungen. Unser herzlicher Dank gilt all jenen, die sich solidarisch für die Rechte der Menschen einsetzen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Ungerechtigkeiten und Missstände zu beseitigen.”

Der 20. Dezember wurde im Jahr 2005 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als Welttag der Solidarität erklärt. Diese zählt laut erklärter Auffassung der Vereinten Nationen zu den fundamentalsten und wichtigsten Werten der menschlichen Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Dieser Internationale Tag der menschlichen Solidarität soll an die Wichtigkeit erinnern, bei weltweiten Problemen gemeinsam zu agieren. Nur so können diese Herausforderungen gemeistert und Ziele erreicht werden. Die Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Entwicklungsländern um die Armut zu bekämpfen gehört vordringlich dazu.

Idealerweise sollten alle Nationen dies gemeinsam anstreben und unterstützen. Nach dem Prinzip der sozialen Ausgeglichenheit und Gerechtigkeit sollen diejenigen, denen es am besten geht, jenen helfen, denen es am schlechtesten geht. Wer am meisten profitiert, soll auch die größte Hilfe den Schwächsten zukommen lassen. Das wäre Solidarität unter den Menschen und daran soll dieser Welttag vor allem diejenigen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ermahnen und zum Handeln aufrufen.

Info: Internationaler Tag der menschlichen Solidarität

Schmid: Wiener Symphoniker haben Vorbildfunktion

„Die Wiener Symphoniker besitzen eine wichtige Stellung in Wien und haben maßgeblich dazu beigetragen, auch Frauen einzubinden. Gerade für andere Orchester haben sie so eine wichtige Vorbildfunktion eingenommen“, betonte  Dr. Gerhard Schmid, Gemeinderat und Vorsitzender des Gemeinderatsauschusses für Kultur und Wissenschaft in der Sitzung des Wiener Gemeinderats am 17. Dezember.

In der Debatte zur Förderung des Vereins Wiener Symphoniker für das Jahr 2025 erklärte er, dass die Wiener Symphoniker mehr Fördergelder aufgrund der aktuellen Inflation und Teuerung erhalten. Ein Großteil ergebe sich aus Gehaltserhöhungen, die kollektivvertraglich geregelt sind. Weiters müssen auch Pensionserhöhungen durchgeführt werden, so der Abgeordnete. Allerdings bestünden auch zwei Optimierungsmöglichkeiten, so Schmid. Einerseits gebe es aufgrund der Einsparungen wenig Spielraum, da man sich an Rahmenbedingungen halten müsse. Andererseits könne man auch Einnahmen generieren. Denn durch gezielte Investition in das Marketing sowie internationale Verpflichtungen erhöht sich auch die Bekanntheit des Orchesters sowie dessen Marktwert. Das bringe Chancen mehr Gewinn zu generieren

Die Förderung an den Verein Wiener Symphoniker für das Jahr 2025 wurde vom Gemeinderat mehrstimmig angenommen.

Schmid: Fortsetzung der Klima Biennale Wien ist wegweisendes Projekt für eine klimamoderne Zukunft

Die Klima Biennale Wien setzt ein starkes Signal: Für eine gerechte, nachhaltige und zukunftsorientierte Gesellschaft, die Ökologie, Wirtschaft und Wohlstand in Einklang bringt. Anlässlich der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderats unterstreicht Gerhard Schmid, Gemeinderat und Vorsitzender des Gemeinderatsauschusses für Kultur und Wissenschaft, die Bedeutung dieses einzigartigen Projekts, das als Plattform für zukunftsweisende Ideen und Kooperationen dient.

„Wir in Wien haben verstanden, dass die Herausforderungen unserer Zeit nur mit ganzheitlichen Ansätzen gemeistert werden können. Die Klima Biennale Wien zeigt, wie Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenkommen, um konkrete Antworten auf die Klimakrise zu entwickeln“, betont Schmid. „Mit der zweiten Ausgabe im Jahr 2026 führen wir den erfolgreichen Weg fort und machen deutlich: Wien nimmt seine Verantwortung als Vorreiterin in Sachen Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit ernst.“

Zukunft als gemeinsame Gestaltungsaufgabe

Die erste Klima Biennale 2024 brachte mit ihren Ausstellungen, Bildungsprojekten und Aktionen im öffentlichen Raum frischen Wind in die Debatte um Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für die kommende Ausgabe ab 2026 sollen noch mehr Partner*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und sozialen Bereichen eingebunden werden.

„Die Biennale versteht sich als gemeinschaftliches Projekt, das zeigt, wie wir mit Fürsorge, Solidarität und innovativen Ansätzen den Turbo-Kapitalismus und seine zerstörerischen Effekte hinter uns lassen können. Hier geht es nicht nur um Kunst, sondern um eine neue Vision des Zusammenlebens“, so Schmid.

Wien als Knotenpunkt für kulturelle und wissenschaftliche Innovation

Mit dem KunstHausWien als Festival-Zentrale wird die Klima Biennale auch 2026 ein zentraler Motor für kreative und gesellschaftliche Transformation sein. Sie verbindet Wiens Stärke als Wissenschafts- und Forschungsstandort mit künstlerischen Strategien und macht diese international sichtbar.

„Die Klima Biennale Wien ist nicht nur ein Festival, sondern ein Raum für Begegnung, Reflexion und Aktivierung. Sie stärkt den Zusammenhalt in der Stadt, inspiriert zu mutigen Visionen und aktiviert die Menschen. Seite an Seite gestalten wir hier in Wien eine lebenswerte Zukunft“, erklärt der Gemeinderat.

Kulturelle Bildung und Teilhabe im Fokus

Mit einem klaren Schwerpunkt auf kultureller Bildung und sozialen Projekten setzt die Biennale ein starkes Zeichen für Inklusion und Gerechtigkeit. „Jeder Beitrag zählt. Mit der Klima Biennale wollen wir zeigen, dass Wandel möglich ist – wenn wir gemeinsam anpacken“, so Schmid.

Eine Vision für ein klimamodernes Wien

„Die Fortsetzung der Klima Biennale zeigt, dass Wien nicht nur eine lebenswerte Stadt ist, sondern auch eine solidarische und innovative. Gemeinsam werden wir auch in den kommenden Jahren daran arbeiten, unsere Stadt noch lebenswerter zu machen – für uns und für die nächsten Generationen“, schließt Gerhard Schmid.

Schmid: Karl Renner war Architekt der innerparteilichen Bildungsarbeit

Der große Sozialdemokrat Karl Renner wurde am 14. Dezember 1870 geboren. Anlässlich diese Gedenktages würdigt SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid den “bedeutenden Staatsmann und begnadeten Juristen” als „eine der großen Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte und der Sozialdemokratie“. Karl Renner habe „als wichtiger Baumeister beider Republiken“ am Beginn der Ersten und Zweiten Republik Großartiges und Unverrückbares geleistet: „Die heutige Zweite Republik hat sich auf einem von Renner gebauten demokratischen Fundament entwickelt. Ohne ihn hätte die Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik einen anderen Verlauf genommen.“ Renner habe auch in die österreichische Sozialdemokratie ein hohes Maß an Intellektualität und Diskursbereitschaft eingebracht, so Schmid, der auf die bedeutenden Schriften von Karl Renner und dessen großes Anliegen, die Basisarbeit in der Partei ganz im Sinne von Victor Adler, verweist. „Renner war ein Architekt der innerparteilichen Bildungsarbeit“, so der SPÖ-Bildungsvorsitzende.

„In der Biografie des großen Staatsmannes Karl Renner spiegelt sich die dramatische Geschichte Österreichs der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit ihren großen Umbrüchen, Zäsuren und Widersprüchen“, so Schmid. Renner stand an der Spitze der Ersten Republik und hat den Übergang von der Monarchie auf die Republik gestaltend beeinflusst. Später fungierte Renner als Nationalratsabgeordneter und Nationalratspräsident und wurde nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 erster Bundespräsident der Zweiten Republik. Schmid betont dabei, dass die heute geläufigen Begriffe von der „Ersten und Zweiten Republik auf Karl Renner zurückgehen“.

Schmid zum Ableben von Hannes Androsch: Ein Visionär und Kämpfer für ein modernes Bildungssystem ist von uns gegangen

Tief betroffen vom Ableben des früheren Finanzministers Hannes Androschs zeigte sich der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, Gerhard Schmid: „Er war ein Visionär, ein politischer Mensch im besten Sinne, einer, der seinen Überzeugungen immer treu geblieben ist, und er war ein erfolgreicher Wirtschaftstreibender mit sozialem Gewissen.“ Schmid würdigte den Verstorbenen als vehementen Verfechter eines zukunftsorientierten Bildungssystems und verwies in diesem Zusammenhang auf das von Androsch initiierte Bildungsvolksbegehren: „Hannes Androsch wurde nicht müde, eine echte Bildungsreform einzufordern. Bildung bezeichnete er als die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort. Für die SPÖ-Bildungsorganisation war er immer ein aktiver Mitstreiter für eine progressive Bildungspolitik. Wir werden seine Ideen und seine Forderungen in seinem Sinn mit aller Kraft weiter verfolgen“, so Schmid, und abschließend: „Im Namen der SPÖ-Bundesbildungsorganisation möchte ich seiner Familie in diesen schweren Stunden unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.“

VIDEO – Rückblick auf die Festveranstaltung zum 100. ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid

Seit dem Start des damals neuen Kommunikationsformats „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ im Juni 2020 bittet der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende Gerhard Schmid Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft zum Interview. Nach 99 Folgen war es an der Zeit, die Erfolgsgeschichte dieses Gedankenaustausches gebührend zu feiern: Das 100. ZEITGESPRÄCH fand daher am 14. November in Form einer Festveranstaltung in der Wiener Urania statt, zu der zahlreiche der bisherigen Gesprächspartner*innen von Gerhard Schmid gekommen waren. Der Abend stand ganz im Zeichen von Demokratie und Dialog, dementsprechend widmeten sich die Bühnengespräche, moderiert von Sonja Kato, nicht nur der Bedeutung des Dialogs auf Augenhöhe, den die ZEITGESPRÄCHE bieten, sondern auch sehr intensiv der Relevanz von demokratischen Werten und gesellschaftlichem Engagement. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer und der frühere Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn, waren unter den politischen Schwergewichten, die ihre Ansichten und Erfahrungen teilten. Sie beleuchteten die ständigen Herausforderungen und die Notwendigkeit, die Demokratie aktiv zu gestalten und zu verteidigen.

Ein weiteres Highlight des Abends war der Auftritt von Michaela Kotaskova, Weltmeisterin im Boxen, die über die verbindende Kraft des Sports sprach und wie dieser zur sozialen Integration beiträgt. Ihre Ansichten über Respekt und Zusammenarbeit im Sport boten eine wertvolle Perspektive für die Übertragung dieser Werte in den Alltag. Die künstlerische Note des Abends wurde unter anderem durch Sabine Wiedenhofer, eine renommierte bildende Künstlerin, gesetzt. Sie diskutierte die Rolle der Kunst beim Ansprechen politischer und gesellschaftlicher Themen und wie Künstler durch ihre Werke zum gesellschaftlichen Dialog beitragen können.

Die musikalische Untermalung des Abends erfolgte durch die talentierte Pianistin und Komponistin Alma Deutscher. Ihre Darbietungen ergänzten nicht nur die festliche Atmosphäre, sondern unterstrichen auch die kulturelle Vielfalt und das kreative Talent, das die ZEITGESPRÄCHE zu fördern suchen. Das 100. „ZEITGESPRÄCH mit Gerhard Schmid“ war nicht nur eine Rückbesinnung auf die vergangenen Diskussionen und deren Beiträge zur Förderung des öffentlichen Diskurses, sondern auch ein Blick nach vorne, auf die Wege, wie man die Prinzipien der Aufklärung und des Humanismus weiterhin fördern und verteidigen kann. Gerhard Schmid betonte die Bedeutung des fortwährenden Engagements und des Dialogs, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie zu stärken.

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Abschied von Fritz Edlinger

Mit Fritz Edlinger verliert die politische Bildungs- und Friedensarbeit in Österreich einen bedeutenden Vordenker und Akteur. Der 75-Jährige, der am 4. Dezember 2024 verstarb, hinterlässt ein beeindruckendes Lebenswerk, das geprägt war von seinem Engagement für Dialog und Verständigung, insbesondere in konfliktreichen Regionen wie dem Nahen Osten. Zeit seines Lebens war er ein wichtiger Teil der sozialdemokratischen Arbeiter*innen-Bewegung, der er sich schon in jungen Jahren anschloss und in der es sich bis zum Lebensende treu und intensiv engagierte. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid: „Fritz Edlinger war langjähriger Generalsekretär der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen und setzte sich intensiv für Frieden und Gerechtigkeit im arabischen Raum ein. Sein umfassendes Wissen und sein Netzwerk machten ihn zu einem unverzichtbaren Brückenbauer zwischen den Kulturen. Er kritisierte vehement die einseitige Berichterstattung über den Nahen Osten und widmete sich mit der von ihm herausgegebenen Zeitschrift International einer ausgewogenen Darstellung globaler politischer Zusammenhänge. Diese Publikation gilt als einzigartige Quelle kritischer Analyse und hat Generationen von Politikern, Journalisten und Wissenschaftlern geprägt.“

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan erinnert sich: „Neben seiner journalistischen Tätigkeit organisierte Edlinger zahlreiche Konferenzen und Veranstaltungen, die den Diskurs über Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit förderten, viele davon in den Räumlichkeiten der Bildungsorganisationen der SPÖ. Er war bekannt für seine klare Haltung gegen Krieg und Imperialismus, was sich in seinen Reden und Schriften widerspiegelt.“ Seine Beiträge zur österreichischen und internationalen Friedensbewegung sowie sein Einsatz für eine differenzierte Sicht auf die arabische Welt werden unvergessen bleiben. Fritz Edlinger hinterlässt eine große Lücke, nicht nur in der politischen Landschaft, sondern auch in den Herzen all jener, die ihn als Mentor, Kollegen und Freund geschätzt haben.

“Lieber Fritz, einige Jahre nachdem wir schon deinen Bruder Rudi unerwartet verloren haben, müssen wir nun auch von dir Abschied nehmen. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation bedankt sich für deine Zusammenarbeit, deine Loyalität und deine so unzähligen, wertvollen Beiträge für eine gerechtere und Friedliche Welt”, so Gerhard Schmid.

Foto: https://www.nachdenkseiten.de/

Rudi Gelbard war Mahner wider das Vergessen

Der am 24. Oktober 2018 verstorbene österreichische Antifaschist, Zeitzeuge und KZ-Überlebende Rudolf Gelbard hätte am 4. Dezember seinen Geburtstag gefeiert. Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation hat aus diesem Anlass dem unvergesslichen Rudolf Gelbard gedacht. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid betonte: „Rudi Gelbard war ein wichtiger Mitstreiter der SPÖ-Bundesbildungsorganisation. Als aktiver Zeitzeuge hat er seine Erfahrungen und sein Wissen an Schulen in ganz Österreich vermittelt. Rudi Gelbard hat als unermüdlicher Mahner wider das Vergessen Unschätzbares für die so wichtige Erinnerungskultur geleistet“, so Schmid.

Im Gedenken an Rudolf Gelbard hat die SPÖ-Bundesbildungsorganisation das  ‚Prof. Rudolf Gelbard-Symposium‘ ins Leben gerufen, um seine Ideen und Ideale weiterleben und weiterdiskutieren zu können. Am 9. Mai 2022 fand das 1. Prof. Rudolf-Gelbard-Symposium unter dem Titel “Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Ein Kampf, der nie zu Ende geht” statt‚ und am 29. Jänner 2024 das 2. Prof. Rudolf Gelbard Symposium unter dem Motto “Dialog der Religionen”.

 

Gerhard Schmid: „Dank an alle, die bereit sind, über den Tellerrand zu schauen“

Festveranstaltung zur 100. Ausgabe der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“

Anlässlich der 100. Ausgabe der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ lud die SPÖ-Bundesbildungsorganisation zu einer Festveranstaltung in die Wiener Urania. Neben zahlreichen Gesprächspartner*innen der ersten 99 Episoden waren unter anderem Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, der frühere Außenminister von Luxemburg Jean Asselborn und Bundespräsident a.D. Heinz Fischer zu Gast. Für musikalische Glanzpunkte sorgte die international gefeierte Pianistin Alma Deutscher – auch eine der bisherigen Gesprächspartner*innen von Gerhard Schmid. Entsprechend dem Motto des Abends „Demokratie sichern – Demokratie gestalten“ verstand sich das Fest ebenso wie die Zeitgespräche als deutliches Statement für Demokratie und Dialog.

Moderatorin Sonja Kato bat sowohl Gerhard Schmid als auch einige der bisherigen Gäste der Zeitgespräche zum Kurzinterview auf die Bühne. Gerhard Schmid, Vorsitzender der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, erzählte über die Entstehung des Projekts, das als lose Interview-Reihe geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie dann aber als Online-Plattform auf Facebook startete und sich auf Anhieb über viele Zuseher*innen freuen konnte. Mittlerweile sind die Zeitgespräche sowohl als Video als auch als Podcast auf allen gängigen Kanälen abrufbar. Schmid sei die Vernetzung von Menschen aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft ein großes Anliegen, sein Dank gelte daher allen Gesprächspartner*innen, die bereit waren und sind, gemeinsam mit ihm „über den Tellerrand zu schauen“, betonte Schmid. Einige Gespräche, etwa mit der Widerstandskämpferin Käthe Sasso oder dem Journalisten Hugo Portisch, seien sehr berührend gewesen, andere wiederum sehr unterhaltsam, alle aber sehr spannend, zeigten sie doch Einblicke in das Leben interessanter Persönlichkeiten.

Alma Deutscher kann mit ihren 19 Jahren auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken und beeindruckt durch ihre Vielfältigkeit: Sie ist nicht nur eine hervorragende Pianistin, sondern auch als Komponistin und Dirigentin erfolgreich – vor kurzem hat sie in den USA die Zauberflöte dirigiert, wie sie erzählte. Drei ihrer Eigenkompositionen gab die junge Künstlerin an diesem Abend – zur Freude des Publikums – zum Besten.

„Demokratie steht immer vor Herausforderungen, momentan vor besonderen Herausforderungen“, unterstrich Bundespräsident a.D. Heinz Fischer in seinem Statement. Demokratie brauche daher Menschen, die Demokratie ernst nehmen und denen Friede und Gerechtigkeit wichtig seien.

Die bildende Künstlerin Sabine Wiedenhofer wies darauf hin, dass Kunstschaffende eine gewisse Narrenfreiheit hätten: „Man kann den Finger auf politische Wunden legen, ohne dass jemand deshalb böse ist.“ Ihre Installation „So sorry – Alea Iacta Est“ auf der diesjährigen Biennale in Venedig entspricht diesem Vorsatz.

Für Boxweltmeisterin Michaela Kotásková ist Sport eine gute Möglichkeit, Menschen besser kennenzulernen. Sport verbinde Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen. „Im Sport geht es um Respekt und um ein Miteinander“, stellte sie fest.

Luxemburgs Außenminister a.D. Jean Asselborn berichtete, dass er in Bezug auf die USA an Machiavelli denkt: Macht mit allen Mitteln und um jeden Preis. Bei Europa denkt er an Kant: Aufklärung sei das Einzige, wodurch sich der Mensch aus seiner Unmündigkeit befreien kann. „Kant ist noch immer stärker als Machiavelli“, konstatierte Asselborn.

Journalistin Margaretha Kopeinig verwies auf klassischen Journalismus, dessen Aufgabe und Anspruch es sei, Fakten richtig darzustellen, sachlich zu informieren und die Demokratie zu unterstützen. Diese Ansprüche gingen aber immer mehr verloren. Starke Verbindungen zwischen Politik und Medien sowie extensive Inseratenpolitik würden der Demokratie schaden. Dass der britische „Guardian“ aus Protest aus „X“ ausgestiegen ist, bewertet sie daher sehr positiv.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sieht in den Zeitgesprächen einen wichtigen Beitrag im Sinne von lebenslangem Lernen. „Mit allen Menschen zu reden, den Diskurs zu führen: Das entspricht ganz dem Sinn der Aufklärung und des Humanismus“, stellte er fest und verwies in diesem Zusammenhang auf die Aufgaben von Politik und Medien: Diskutieren, was Wahrheit ist. Immer mehr Menschen würden nicht mehr sagen: „Ich glaube“, sondern: „Ich weiß“. Den Verschwörungstheorien von Menschen, die glauben, zu wissen, müssten Fakten entgegengesetzt werden. Ludwig ortet eine „Zuschauerdemokratie“: Die Menschen würden gerne in einer Demokratie leben, würden aber nichts dazu beitragen wollen. Umso wichtiger sei der Diskurs. Wiens Bürgermeister wies auch darauf hin, dass Wien zur „Demokratiehauptstadt Europas 2024/25“ gewählt worden ist und in den nächsten Tagen die Staffel von Barcelona übernehmen wird. Dies sei ein Ansporn für weitere Initiativen in Wien, neben den bereits bestehenden wie Kinder- und Jugendparlamente in der Stadt und in den Bezirken, dem Projekt „Rein ins Rathaus“ und weiterer Projekte.

Info: ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid

Im Juni 2020 hat die SPÖ-Bundesbildungsorganisation in Zusammenarbeit mit der SPÖ-Bundesgeschäftsstelle, dem Karl-Renner-Institut, dem Roten Rathausklub und der Wiener Bildungsakademie das neue Kommunikationsformat „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ gestartet. Gastgeber all dieser Gespräche ist SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid. Zu Wort kommen Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft, Sport, Religion, Politik, Wirtschaft und Medien. Bisherige Gesprächspartner*innen waren unter anderem Bundeskanzler a.D. Franz Vranitzky, Widerstandskämpferin Käthe Sasso, Autor und Journalist Hugo Portisch, Journalistin Daniela Kittner, Genetiker Josef Penninger, die Vorsitzende der Bioethikkommission Christiane Druml, Mediziner und Theologe Johannes Huber, Nationalfonds-Generalsekretärin Hannah Lessing, Musiker Roman Gregory, Schauspieler Cornelius Obonya, Schauspielerin Andrea Eckert, Schauspielerin und Autorin Chris Lohner, Kickbox-Weltmeisterin Nicole Trimmel, Fußballer Steffen Hofmann, Snowboarderin Julia Dujmovits, Maler Christian Ludwig Attersee, PEN-Club-Präsidentin Marion Wisinger, Kulturmanagerin Waltraud Barton, Unternehmer Atilla Ceylan sowie zahlreiche Vertreter*innen der Religionsgemeinschaften. Mittlerweile sind bereits zwei Bände der „ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ erschienen.

Alle ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ sind auf https://zeitgespraeche-gerhard-schmid.at abrufbar sowie auf allen gängigen Podcast-Kanälen nachzuhören.

Fotos: Markus Sibrawa