Autor -Gerhard Schmid

“75 Jahre Wiener Parteischule”: Festveranstaltung 7. September 2022

“75 Jahre Wiener Parteischule”: Festveranstaltung 7. September 2022

Die 1947 von Karl Czernetz gegründete Wiener Parteischule feiert heuer ihren 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass fand am 7. September eine Festveranstaltung in der Kulturgarage der Volkshochschule in der Seestadt Aspern statt. Mit zahlreichen Ehrengästen, Teilnehmer*innen der Wiener Parteischule und ranghohen Vertreter*innen der SPÖ. Und natürlich den Verantwortlichen und Mitarbeiter*innen der Wiener Parteischule. Die Moderation übernahm – charmant und professionell wie immer – Mag.a Sonja Kato. Für die musikalische Begleitung sorgten Romy-Preisträger Mosa Sisic und Band.

Hier ein Bericht der kurzweiligen Veranstaltung:  

In seiner Begrüßung bedankte sich der Direktor der Wiener Bildungsakademie, Mag. Marcus Schober, bei allen, die dazu beitragen, dass die Wiener Parteischule seit 75 Jahren kontinuierlich durchgeführt werden kann: „Ohne diese Arbeit im Hintergrund wäre die Wiener Parteischule nicht möglich. Wir sind in Europa einzigartig und können heute den Teilnehmer*innen von 3 Lehrgängen ihre Diplome überreichen und gleichzeitig die Teilnehmer*innen dreier neuer Lehrgänge begrüßen!“

Für Prof. Dr. Gerhard Schmid, dem Vorsitzenden der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, steht fest: „Eine Arbeit der SPÖ Bundesbildung ohne Wiener Bildung ist undenkbar. Das, was hier von der Wiener Bildung seit Jahrzehnten mit der Wiener Parteischule vorgegeben wird an inhaltlichen Levels, an Begeisterung, an Perspektive, auch an gutem Miteinander, geschieht in einer wunderbaren Verbindung. Es geht nämlich auch um das Miteinander: Dass man gemeinsam Exkursionen unternimmt, dass man gemeinsam im Ausland tätig ist und dass man den eigenen Horizont erweitern kann.“ Und Gerhard Schmid stellte klar: „SPÖ-Bundesbildung, Wiener Parteischule, Wiener Bildungsakademie und Renner Institut bilden eine Einheit, auch hier steht das Miteinander, die Zusammenarbeit, im Vordergrund. Ich danke allen für das große Engagement und freue mich, dass ich als Referent dazu beitragen darf.“

SPÖ-Bundesparteivorsitzende Dr.in Pamela Rendi-Wagner sprach die gute Stimmung der Veranstaltung an: „Man spürt die Begeisterung aller, die mit der Parteischule zu tun haben.“ Und sie erinnerte daran, dass bereits zu Beginn der Arbeiterbewegung zwei Schwerpunkte im Vordergrund standen: „Organisiert euch!“ und „Bildet euch!“.  „Diese wichtige Tradition, sich maßgeblich als Bildungsorganisation zu verstehen, gilt bis heute und auch in Zukunft“, so Rendi-Wagner, die die Arbeit der Wiener Parteischule so zusammenfasste: „Es geht um die Vermittlung von sozialdemokratischem Bewusstsein einerseits – und da rede ich auch von Selbstbewusstsein, und das spürt man hier. Aber es geht hier auch um zeitgemäßes politisches Verständnis. Und es geht vor allem auch um politisches Handwerk, um Instrumente, um das Handwerkszeug. Und all das steht bis heute im Zentrum der Wiener Parteischule.“ Einerseits seien unzählige politische Talente in den letzten 75 Jahren aus dieser Parteischule hervorgegangen, und andererseits hätten auch unzählige bedeutende Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihr Können dieser Parteischule und den Absolvent*innen zur Verfügung gestellt. Rendi-Wagner: „Weitergeben: darum geht es. Diese wichtige Tradition ist klugen, weitsichtigen und engagierten sozialdemokratischen Bildungsfunktionärinnen und -funktionären zu verdanken, die persönlich nicht nur viel Energie, Zeit, Engagement, Hirnschmalz, Herzblut und Lebenszeit in diese Bildungs-Basis-Arbeit investierten, sondern viel, viel mehr. Wir können stolz sein auf diese Tradition, auf diese engagierten Funktionärinnen und Funktionäre, Genossinnen und Genossen, auf diese Parteischule!“

Auch zur politischen Gegenwart nahm die SPÖ-Bundesvorsitzende Stellung: „Wir leben in krisengebeutelten Zeiten. Eine Krise folgt der anderen und sie überlappen sich. Und gleichzeitig haben wir eine nicht krisenfeste Bundesregierung. Und diese Nichtkrisenfestigkeit einer Bundesregierung drückt sich natürlich in einem sehr tragischen Muster aus. Einem tragischen politischen Handlungsmuster, unter dem nicht wir als Opposition leiden, nein, es geht nicht um uns. Es geht um das Land, es geht um die Arbeitsplätze. Es geht um die Industrie, die Wirtschaft, unsere Zukunft, die Kinder. Krisenbewältigung ist für die Bundesregierung anscheinend immer zweitrangig. Erstrangig für die Regierung ist es, politisches Kleingeld aus der Situation zu schlagen. Es geht ihr darum, politische Freunde zuerst zu bedienen bevor die Krisenbewältigung für unser Land im Mittelpunkt steht. Und genau dieses Verhalten führt zu einer gewissen Ignoranz und zu einem nachhaltigen – und ich meine – gefährlichen Kleinreden der Problemlagen, vor denen wir stehen, in denen wir schon seit Monaten und Jahren stehen. Dieses Kleinreden führt zu einem massiven Zeitverlust wenn es um Problemlösung geht. In einer Krise geht es bei der Lösung um Zeit: wer schnell hilft, hilft doppelt. Dieses Verschleppen guter Problemlösungen führt zur Verschleppung guter Ideen. Und das ist eine Misere. Gehandelt wird erst wenn der Hut brennt, wenn der Schaden, der durch diese Verschleppung verursacht wurde, schon sehr groß ist. Aber das Problem ist: Das Vertrauen in die Politik, auch das leidet natürlich darunter. Gehandelt wird immer pendelnd zwischen zu wenig und zu viel. Beides ist ein Problem. Gehandelt wird dann in hektischer Maßlosigkeit, und es wird am Ziel oft vorbeigeschossen. Das ist keine kluge und verantwortungsvolle Politik, gerade in Krisenzeiten. Was kann das Fazit nur sein: Es braucht die Sozialdemokratie mehr denn je, gerade in Krisenzeiten wie diesen. Denn wir haben die Lösungen und wir haben den Willen, diese Lösungen auch umzusetzen. Nicht für uns, sondern für das Land und die Zukunft Österreichs. Und gemeinsam stellen wir den Führungsanspruch in der Republik und für die Republik.“

Ernst Woller, Vorsitzender der Wiener SPÖ-Bildung, wurde live aus Quebec zugeschaltet, wo er an einer Tagung des UNESCO-Welterbekomitees teilnimmt. „Die Wiener SPÖ Bildung hat in den Zeiten der Pandemie sehr rasch auf digitale Bildung umgestellt und hat im Bildungszentrum hervorragende Voraussetzungen für digitale Bildungsarbeit geleistet. Wir sind sehr stolz darauf, dass das Bildungszentrum in der Praterstraße so viel Kompetenz auf diesem Feld hat, und ich darf auch sehr stolz vermelden, dass wir nächstes Jahr im Bildungszentrum unser 100jähriges Bestehen feiern werden“, freute sich Woller und fügte hinzu: „Als Karl Czernetz und Stella Klein-Löw 1947 die Wiener Parteischule gegründet haben, konnten sie nicht damit rechnen, dass 75 Jahre später die Wiener Parteischule noch existiert, und zwar so erfolgreich existiert, dass wir im Jahr 2022 drei Lehrgänge gestartet haben mit insgesamt 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Wiener Parteischule ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte und sie ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Partei jung und lebendig geblieben ist, und fest auf den Grundsätzen unserer Bewegung steht. 1500 Parteischüler*innen haben in den 75 Jahren die Parteischule absolviert.“

Dr. Franz Leichter, ehemaliger New York State Senator und Sohn von Dr.in Käthe Leichter, wurde live aus New York zugeschaltet: „Es ist wunderbar, dass es die Wiener Parteischule bereits 75 Jahre gibt. Ich hatte die Ehre, 2014 den Lehrgang, der nach meiner Mutter Käthe Leichter benannt wurde, zu besuchen. Ich möchte mit Ihnen die guten Neuigkeiten teilen, dass die Universität Heidelberg entschieden hat, ihr Absolvent*innen-Center nach meiner Mutter zu benennen, deren Doktorats-Diplom unter der Nazi-Herrschaft aberkannt wurde.“ Franz Leichter bezeichnete in seinem Statement seine Eltern als seine „Parteischule“: „Viele der Prinzipien stammen aus dem Roten Wien und wurden Vorbild für andere Länder. Diese Prinzipien sind die Prinzipien, die die Wiener Parteischule in den 75 Jahren an ihre Schüler weitergegeben hat. Eine großartige Leistung!“

Weitere Videobotschaften gab es von Dennis Buchner, Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, aus Berlin und Dr. Georg Dornauer, dem Vorsitzenden der SPÖ Tirol, der sich im Tiroler Wahlkampf befindet und betonte: „Die Bildung ist seit jeher ein fixer Bestandteil der sozialdemokratischen Bewegung. Die Wiener Bildung war immer die Avantgarde für die Bundespartei. Wir haben uns in unserer parteipolitischen Arbeit immer an ihr orientiert. Dafür danke ich und gratuliere herzlich.“

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Landesparteivorsitzender der SPÖ Wien und langjähriger Bildungsfunktionär zog in seiner Rede unter anderem ein Resümee der Bildungsarbeit: „Ich bin jetzt seit über vier Jahrzehnten Bildungsfunktionär der SPÖ Wien und ich bin stolz darauf. Und ich war mir immer bewusst, dass das Rückgrat der sozialdemokratischen Bewegung in Wien und weit darüber hinaus die Absolventinnen und Absolventen der Wiener Parteischule sind. Ich habe vierzehn Jahre als Leiter der Parteischule fungiert, siebzehn Jahre als Bildungssekretär. Ich bin stolz, dass viele Absolventinnen und Absolventen aus dieser Zeit in vielen Bereichen der Politik, Wirtschaft, Verwaltung tätig sind. Und dass wir uns gemeinsam nicht auseinanderdividieren lassen und gemeinsam auch gegen den politischen Mitbewerber auftreten. Das war immer die Stärke der Wiener Bildungsorganisation und der Parteischule. Und das werden wir auch fortsetzen.“  

Ludwig nannte drei wesentlichen Ziele, die die Parteischule immer erreichen wollte: „Wir wollten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel an Inhalten vermitteln, vor allem an Ideologie, Ideengeschichte, das was man an Fachwissen benötigt aber auch an politischer Kraft um es im politischen Mitbewerb einzusetzen. Wir wollten zweitens den Teilnehmer*innen immer die Gelegenheit bieten, sich mit Frauen und Männern aus der sozialdemokratischen Bewegung im Zuge der Vorträge und Seminare zu begegnen, Kontakte zu knüpfen. Das Dritte war, dass wir auf Disziplin geachtet haben, um eine Gemeinschaft zu formen. Denn eine Gemeinschaft kann nur entstehen, wenn man regelmäßig teilnimmt an den Abenden, an den Wochenendseminaren und damit überhaupt die Voraussetzung schafft, eine Gruppe herzustellen. Was mich freut, ist, dass auch Jahre später, auch wenn ein Lehrgang abgeschlossen worden ist, diese Netzwerke auch über Bezirksgrenzen hinweg gut funktionieren. Und das ist auch ein ganz wichtiges Prinzip: dass man auch lernt, in schwierigen Phasen zusammenzustehen, sich wechselseitig zu unterstützen und zu stärken. Es hat in der Parteischule auch von Beginn an Prinzipien gegeben, die wir bis heute vertreten: Karl Czernetz hat vor allem das Grundprinzip des Internationalismus vertreten. Und von Beginn an war der Antifaschismus ein Grundprinzip unserer Bewegung. Das ist auch der Grund, warum wir als Bildungsorganisation auch immer gesagt haben: Keine Koalition mit der FPÖ. Nicht in Wien und nicht im Bund.“

An das Publikum gewandt, stellte der SPÖ Wien-Vorsitzende klar: „Die Parteischule war und ist die Avantgarde der Sozialdemokratie. Und wir werden euch ganz dringend brauchen, wenn es darum geht, das Rote Wien zu verteidigen. Aber vorher haben wir noch einen gemeinsamen Kampfauftrag, nämlich dass wir sicherstellen, dass die nächste Bundesregierung anders ausschaut und dass wir gemeinsam dafür kämpfen, dass die erste sozialdemokratische Bundeskanzlerin, dass die du bist, Pamela Rendi-Wagner. Schulter an Schulter werden wir das gemeinsam erreichen. Es muss für den jetzigen Bundeskanzler eine besondere Niederlage sein, dass eine Oppositionsführerin im Vertrauensindex besser liegt als der amtierende Bundeskanzler.“ Mit diesen kämpferischen Worten schloss Ludwig seine Rede und erntete dafür lebhaften Applaus.

Im nächsten Programmpunkt nannten Parteischulleiter Wolfgang Markytan und Parteischulleiterin Magdalena Martha Maria Schneider exemplarisch Absolvent*innen der bisherigen Parteischul-Lehrgänge, die heute in der Politik tätig sind.

Wolfgang Markytan erzählte, dass er vor vielen Jahren den 27. Lehrgang als Teilnehmer absolviert hat, und dann vom damaligen Wiener Bildungssekretär Michael Ludwig gefragt wurde, ober er nicht den nächsten Lehrgang leiten möchte. Das Ergebnis: Markytan leitet seit dem 28. Lehrgang die Wiener Parteischule. Und er konnte stolze Zahlen vermelden: 1500 Teilnehmer*innen haben seit 1947 die Wiener Parteischule besucht, 750 Absolvent*innen der Parteischule sind als Mandatar*innen in ganz Österreich tätig.

Es folgten die Überreichung der Diplome an die Absolvent*innen des 47., 48. und 49. Lehrgangsund die Begrüßung des 50., 51. und 52. Lehrgangs der Wiener Parteischule durch Parteischulleiter Wolfgang Markytan. Der Schlusspunkt der Festveranstaltung war die Überreichung des Karl-Czernetz-Preises durch Bürgermeister Dr. Michael Ludwig an den langjährigen Leiter der Wiener Parteischule, Dr. Peter Heindl.

Zeit.Gespräche heute mit dem Kinderkrebsforscher Univ.-Prof. DDr. Thomas Lion

In dem Format „Zeit.Gespräche mit Gerhard Schmid“ kommen Persönlichkeiten zu Wort, die Wien gestaltet haben und gestalten. Es sind MedizinerInnen, Wirtschaftstreibende, KünstlerInnen, sowie PolitikerInnen, PhilosophInnen oder DenkerInnen.

„Miterlebte Todesfälle von Kindern aufgrund von Virus- oder Pilzinfektion motivierten mich, einen großen Teil meiner Foschung dieser Problematik zu widmen”, sagt Univ.-Prof. DDr. Thomas Lion, MSc., der unter anderem am St. Anna Kinderspital aktive Forscher und Wissenschafter, im Gespräch mit Gerhard Schmid.

Krebs bei Kindern zu besiegen ist eines der zentralen Themen bei dem nächsten ZeitGespräch mit dem Kinderkrebsforscher Univ.-Prof. DDr. Thomas Lion. Weitere Inhalte sind der Fortschritt bei Impfungen, Österreich als Standort für Spitzenforschung und die Rolle der Volksbildung. Schauen Sie sich das an!

Hier geht es zum Video

“Zeit.Gespräche mit Gerhard Schmid” ist ein Blog des SPÖ Bundesbildungsvorsitzenden GR LAbg. Gerhard SCHMID in Kooperation mit dem Dr.-Karl-Renner Institut.

Dialog-Wanderung im Lainzer Tiergarten

Zahlreiche Wanderfreund*innen waren am 10. September der Einladung von LAbg. Prof. Dr. Gerhard Schmid und dem Kulturverein Hietzing Dialog-Wanderung im Lainzer Tiergarten gefolgt. Auch Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Wiens Forstdirektor Andreas Januskovecz und Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky nahmen an der Wanderung teil.

Hier ein paar Eindrücke (Fotos: PID)

Schmid und Markytan: Gratis-Schulbuchaktion ist ein zentrales Element sozialdemokratischer Bildungspolitik

„Es ist erfreulich, dass Bildungsminister Polaschek und Familienministerin Raab die unter Bundeskanzler Bruno Kreisky eingeführte Gratis-Schulbuchaktion als ‚bildungs- und familienpolitische Erfolgsgeschichte‘ würdigen. Damit haben sie auch vollkommen Recht. Diese Maßnahme ist ein zentrales Element sozialdemokratischer Bildungspolitik und eine wesentliche Errungenschaft der Ära Kreisky mit dem Ziel, jedem Schüler, jeder Schülerin die gleichen Bildungschancen zu ermöglichen, unabhängig vom Geldbörsel der Eltern. Die Sozialdemokratie steht von Beginn an für den Abbau von Bildungsbarrieren und für uneingeschränkte Chancengleichheit in der Bildung“, unterstreichen der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid und SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan in Replik auf Aussagen von Polaschek und Raab. „Schade nur, dass unter ÖVP-Minister*innen das Prinzip der Chancengleichheit für alle Schüler*innen keine Rolle mehr spielt“, so Schmid und Markytan.

Information zur Schulbuchaktion:

Die österreichische Schulbuchaktion ist eine familienpolitische und bildungspolitische Leistung. Als Leistung des Familienlastenausgleichs dient die Schulbuchaktion zur finanziellen Entlastung der Eltern und ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Ausbildung und Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen dieser Aktion werden seit 1972 Schülerinnen und Schüler an österreichischen Schulen unentgeltlich mit den notwendigen Unterrichtsmitteln ausgestattet. Die Schulbuchaktion wird vom Bundeskanzleramt (BKA) und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) getragen.

Das BKA ist für die Organisation, den Ablauf und die Finanzierung der Schulbuchaktion zuständig. Das BMBWF koordiniert die pädagogischen Angelegenheiten, didaktischen Richtlinien und Lehrplanerfordernisse. Weitere Projektpartner sind der Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft der WKÖ, der die Schulbuchverlage und den Schulbuchhandel repräsentiert. Für die IT-Dienstleistungen sorgt im Auftrag der Projektpartner das Bundesrechenzentrum (BRZ).

Anspruch auf die Sachleistung “Schulbuchaktion” haben alle ordentlichen Schülerinnen und Schüler, die eine öffentliche oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestattete Pflichtschule, mittlere oder höhere Schule in Österreich besuchen oder die allgemeine Schulpflicht an einer Privatschule oder in häuslichem Unterricht erfüllen.

Gerhard Schmid zu “75 Jahre Wiener Parteischule”

Die 1947 von Karl Czernetz gegründete Wiener Parteischule feiert heuer ihren 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass fand am 7. September eine Festveranstaltung in der Kulturgarage der Volkshochschule in der Seestadt Aspern statt. Mit zahlreichen Ehrengästen, Teilnehmer*innen der Wiener Parteischule und ranghohen Vertreter*innen der SPÖ. Und natürlich den Verantwortlichen und Mitarbeiter*innen der Wiener Parteischule. Für die musikalische Begleitung sorgten Romy-Preisträger Mosa Sisic und Band.

In seiner Rede zur Eröffnung der Festveranstaltung hielt der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, Prof. Dr. Gerhard Schmid, fest: „Eine Arbeit der SPÖ Bundesbildung ohne Wiener Bildung ist undenkbar. Das, was hier von der Wiener Bildung seit Jahrzehnten mit der Wiener Parteischule vorgegeben wird an inhaltlichen Levels, an Begeisterung, an Perspektive, auch an gutem Miteinander, geschieht in einer wunderbaren Verbindung. Es geht nämlich auch um das Miteinander: Dass man gemeinsam Exkursionen unternimmt, dass man gemeinsam im Ausland tätig ist und dass man den eigenen Horizont erweitern kann.“ Und Gerhard Schmid stellte klar: „SPÖ-Bundesbildung, Wiener Parteischule, Wiener Bildungsakademie und Renner Institut bilden eine Einheit, auch hier steht das Miteinander, die Zusammenarbeit, im Vordergrund. Ich danke allen für das große Engagement und freue mich, dass ich als Referent dazu beitragen darf.“

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Hinweis: Der vollständige Bericht der Veranstaltung mit Statements von SPÖ-Bundesparteivorsitzende Dr.in Pamela Rendi-Wagner, SPÖ Wien-Vositzendem, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, dem Vorsitzenden der Wiener Bildung, Landtagspräsident Ernst Woller, dem Direktor der Wiener Bildungsakademie, Mag. Marcus Schober und weiteren Redner*innen folgt in Kürze! Ebenso ein Video-Zusammenschnitt der gesamten Veranstaltung!

Zeit.Gespräche heute mit Dr. Harvey Dzodin, Anwalt, Medienexperte und Journalist

In dem Format „Zeit.Gespräche mit Gerhard Schmid“ kommen Persönlichkeiten zu Wort, die Wien gestaltet haben und gestalten. Es sind MedizinerInnen, Wirtschaftstreibende, KünstlerInnen, sowie PolitikerInnen, PhilosophInnen oder DenkerInnen.

Dr. Harvey Dzodin ist einer der bekanntesten politischen Anwälte in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie ein Medienexperte und Journalist. Dr. Gerhard Schmid unterhält sich in englischer Sprache mit ihm über die aktuelle Situation in Europa sowie in den USA und über das Vermächtnis von Michail Sergejewitsch Gorbatschow.

„Der US-Präsident Jimmy Carter war zwar nicht der beste US-Präsident, aber er ist wahrscheinlich der beste Ex-Präsident”, sagt Dr. Harvey Dzodin, Publizist, Diplomat und ehemaliger Berater des US-Präsidenten Jimmy Carter. Dzodin hat lange in Wien gelebt und er erlebt “Wien heute stärker und als eine Metropole des 21. Jahrhunderts.”

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“Zeit.Gespräche mit Gerhard Schmid” ist ein Blog des SPÖ Bundesbildungsvorsitzenden GR LAbg. Gerhard SCHMID in Kooperation mit dem Dr.-Karl-Renner Institut.

Zeit.Gespräche heute mit dem Cyber-Crime-Spezialisten Dr. Cornelius Granig

In dem Format „Zeit.Gespräche mit Gerhard Schmid“ kommen Persönlichkeiten zu Wort, die Wien gestaltet haben und gestalten. Es sind MedizinerInnen, Wirtschaftstreibende, KünstlerInnen, sowie PolitikerInnen, PhilosophInnen oder DenkerInnen. “Es gibt mittlerweile eine Digitalisierung der Kriminalität. Weit mehr als zehn Prozent aller Anzeigen in Österreich kommen heute aus dem Bereich Computerkriminalität. Das größte Problemthema ist der Betrug über das Internet”, sagt Dr. Cornelius Granig, Experte für Cyberkriminalität und Präsident der Ukrainehilfe, im Zeit.Gespräch mit Gerhard Schmid. Er spricht über die boomende Online-Kriminalität, wie man sich dagegen schützen kann und über die kommende Gefahr von Deep Fakes. Weitere Themen dieses Zeit.Gesprächs: Das Darknet, Kryptowährungen, Deep Fakes und der Krieg in der Ukraine. Hier geht es zum Video “Zeit.Gespräche mit Gerhard Schmid” ist ein Blog des SPÖ Bundesbildungsvorsitzenden GR LAbg. Gerhard SCHMID in Kooperation mit dem Dr.-Karl-Renner Institut.

Dialog-Wanderung im Lainzer Tiergarten

LAbg. Prof. Dr. Gerhard Schmid und der Kulturverein Hietzing laden zur Dialog-Wanderung in den Lainzer Tiergarten. 

Ehrenschutz: Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Wann? Samstag, 10. September 2022, ab 14:00 Uhr

Wo? Treffpunkt: Eingang Lainzer Tor – Hermesstraße, 1130 Wien

Die Highlights der familienfreundlichen Dialog-Wanderung:

Ab 14:00 Uhr: Gespräche

15:30 Uhr: Weinverkostung mit Wienblick

Ab 17:30 Uhr: Gemütliches Beisammensein im Teichhaus nahe Lainzer Tor mit Live-Musik und zünftigem Buffet

Freier Eintritt

Gerhard Schmid zum Hiroshima-Gedenktag 6. August

Am 6. August 1945 wurde die erste Atombombe über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen, drei Tage später die zweite über Nagasaki. Zum Internationalen Hiroshima-Gedenktag 77 Jahre danach gedenkt die SPÖ-Bundesbildungsorganisation der Toten und macht auf die Gefahren aufmerksam, die noch immer von Atomwaffen ausgehen.

„Wenn wir Kriege und gewaltsame Auseinandersetzungen verhindern wollen, wie sie gerade in der Welt und nahe vor unseren Grenzen passieren, dann müssen wir die Voraussetzungen für Konfrontationen, für Konflikte und für Gewalt einschränken. Und wie kann uns das in einer herausfordernden Zeit gelingen? Es gibt nur eine Antwort: Es muss ein unerschütterliches Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit geben, zu politischer Kontrolle, zu einem funktionierenden parlamentarischen System. Das Leid das die Menschen trifft, ist immer mit einer Missachtung demokratischer Werte verbunden gewesen“, betonte der SPÖ-Bildungsvorsitzende, LAbg. Gerhard Schmid und fügt hinzu: „Der Jahrestag von Hiroshima muss uns eindringlich ins Bewusstsein rufen, wie wichtig der Einsatz für Demokratie und Frieden ist.“

Hier geht es zur Videobotschaft

Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures – Herzliche Gratulation zum 60. Geburtstag

„Wir gratulieren der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures herzlich zum 60. Geburtstag. Für ihre Professionalität, Souveränität und ihren Einsatz für Gerechtigkeit wird Doris Bures über alle Parteigrenzen hinweg geschätzt und von der Bevölkerung geachtet. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist sie ein Vorbild: Solidarität, Chancengleichheit und Fairnes sind für sie keine leeren Floskeln, sondern gelebte Demokratie“, betonen der SPÖ-Bundesbildungsvorsitzende, LAbg. Gerhard Schmid und der SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan.

Doris Bures ist am 3. August 1962 in Wien als viertes von sechs Kindern geboren und fand über die ANTI-Atombewegung und die österreichische Friedensbewegung sehr jung ihren Weg in die Politik.

Nach einer Ausbildung zur zahnärztlichen Assistentin wechselte Bures 1980 ins Bundessekretariat der Sozialistischen Jugend Österreichs. Von 1985 bis 1986 betreute Bures ein Projekt mit arbeitslosen Jugendlichen. Ab 1987 war sie im Wiener Landesjugendreferat tätig. Zwischen 1988 und 1994 arbeitete sie als Verbandssekretärin der sozialistischen Gemeinde- und Bezirksvertreter in Wien. Danach wechselte sie in die Mietervereinigung Österreichs, wo sie zuerst als Generalsekretärin und von 1997 bis 2007 als Präsidentin beschäftigt war.

Ihr erstes politisches Amt übernahm Bures 1987 als sie zur Bezirksrätin in ihrem Heimatbezirk Wien/Liesing gewählt wurde, wo sie von 1995 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei war. Seit März 2009 ist sie Parteivorsitzende der SPÖ Liesing.

Doris Bures kann auf langjährige Erfahrung im Nationalrat zurückblicken: Sie gehörte insgesamt 17 Jahre – nämlich von November 1990 bis Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 – als Abgeordnete dem Nationalrat an. In dieser Zeit war sie u.a. Wohnbausprecherin ihrer Partei und Vorsitzende des parlamentarischen Bautenausschusses.

Von 2000 bis Anfang Jänner 2007 und von Juni bis Anfang Dezember 2008 war Doris Bures außerdem Bundesgeschäftsführerin der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ).

Bures bekleidete zudem zwei Ministerinnen-Ämter: Von Jänner 2007 bis Juni 2008 war sie Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlicher Dienst. Ab Dezember 2008 übte sie knappe sechs Jahre das Amt der Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie aus.

Am 2. September 2014 wurde Doris Bures zur Präsidentin des Nationalrates gewählt, um – wie sie in ihrer Antrittsrede unterstrich – “allen Abgeordneten eine gute, faire und überparteilich agierende Präsidentin zu sein”. Das Parlament ist für die Nationalratspräsidentin der Ort, wo vorgelebt werden müsse, was Demokratie ist: “Nämlich die leidenschaftliche Auseinandersetzung mit konkurrierenden Interessen, Überzeugungen, Zielen und Ansprüchen, aber auch die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Kompromiss und zur friedlichen Beilegung von Konflikten.” Bures wünscht sich “ein offenes, ein lebendiges und ein arbeitendes Parlament, in dem wir ein Bild der Politik zeichnen, auf das alle Österreicherinnen und Österreicher stolz sein können”.

Am 9. November 2017 wurde Doris Bures in der konstituierenden Sitzung der XXVI. Gesetzgebungsperiode zur Zweiten Präsidentin des Nationalrates gewählt. Am 23. Oktober 2019 wurde Doris Bures in diesem Amt bestätigt und zur Zweiten Präsidentin des Nationalrates wiedergewählt.

Quelle: https://www.parlament.gv.at/