Autor -Gerhard Schmid

Andreas Babler ist neuer SPÖ-Vorsitzender: Herzliche Gratulation

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender, LAbg. Gerhard Schmid zum Auszählungschaos und der Wahl zum SPÖ-Vorsitzenden beim außerordentlichen Bundesparteitag der SPÖ: „Nach einer unglaublichen Auszählungspanne, für die sich die Sozialdemokratie in aller Öffentlichkeit entschuldigen muss wurde heute das Ergebnis korrigiert: Mit ca. 53 % wurde Bürgermeister Andreas BABLER zum neuen Parteivorsitzenden gewählt. Damit ist er der 13. Vorsitzende in der Geschichte der Partei seit Victor ADLER. Es gilt nun Brücken zu bauen und alle Bereiche der Partei entsprechend einzubinden. Dem gewählten Parteivorsitzenden ist dabei die Loyalität und Solidarität sowie die volle Unterstützung entgegenzubringen. Herzliche Glückwünsche!“

Liebe Pamela, lieber Christian, herzlichen Dank!

Die komplette SPÖ-Bundesbildungsorganisation möchte sich sehr herzlich für die Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken. Vieles konnte mit der speziellen Unterstützung der SPÖ-Parteivorsitzenden Dr.in Pamela Rendi-Wagner umgesetzt werden. Bei vielen gemeinsamen Projekten haben wir einander schätzen lernen dürfen. Die strukturelle Einbindung der SPÖ-Bundesbildungsorganisation durch den ehemaligen Wiener Parteischüler Christian Deutsch hat gezeigt, wir wichtig ihm das Thema unseres Parteireferate ist.

SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Prof. Dr. Gerhard Schmid: „Liebe Pamela, du hast den Vorsitz der SPÖ übernommen, als niemand bereit war, diese Aufgabe zu übernehmen. Du hast unglaubliche Disziplin und Durchhaltekraft bewiesen und die Partei in schwierigen Zeiten mit viel Engagement und Herzblut geführt. Dafür gebührt dir höchster Respekt und vor allem unser Dank! Wir wünschen dir das Allerbeste für deine Zukunft!“

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer Wolfgang Markytan: „Lieber Christian, du hast die SPÖ in turbulenten Zeiten mit ruhiger Hand und klarem Kopf, mit Sorgfalt und Korrektheit gemanagt. Das Wichtigste: Du hast die SPÖ vor der finanziellen Pleite bewahrt und trotz aller Widerstände dafür gesorgt, dass es eine Zukunft für die Partei gibt. Dafür gebührt dir höchster Respekt und unser Dank! Wir wünschen dir das Allerbeste für deine Zukunft!“

Vielen Dank und alles Gute!

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #69: Kid Pex, Hip-Hopper und Obmann von SOS Balkanroute

“Wien, Oida! Beč, Oida!” Zu Gast in den ZEITGESPRÄCHEN ist diesmal ein Ausnahmekünstler, der nicht nur eine Klage von Andreas Gabalier erfolgreich abwenden konnte, sondernder sich entschieden gegen ausländerfeindliche Politik stellt und gegen diese ansingt, oder besser, anrappt. Der kroatisch-stämmige österreichische Hip-Hopper Petar Rosandić gibt als Kid Pex scharfsinnigen und gesellschaftskritischen Rap, oder, wie er selbst sagt, “Tschuschenrap” zum Besten. Letztes Jahr hat er sein neues Album PEXIT herausgebracht und damit breite Anerkennung gefunden. I n einem sehr dynamischen ZEITGESPRÄCHspricht Kid Pex als selbsternannter „Jugoslawiener“ über seine besondere Verbindung zu Wien. Bei Dr. Gerhard Schmid spricht er über seinen unermüdlichen Einsatz für Flüchtlinge, seine Arbeit als Obmann der NGO-Organisation SOS Balkanroute und die aktuellen politischen Entwicklungen in Österreich.
Hier geht es zum Video!
„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind u.a. auf folgenden Kanälen abrufbar:

Zum Anschauen: YoutubeFacebook

Zum Anhören: Podcast Gerhard SchmidSpotifyApple

Foto: Richard Tanzer

Planlosigkeit der Bundesregierung in der Bildungspolitik setzt sich fort

„Schlechtere Ausbildung und geringeres Einkommen für Pädagog*innen, weniger Ferienbetreuung und das Abgehen von verschränktem Unterricht in Ganztagsschulen: Das würde der Entwurf der Bundesregierung zur Novelle des Schulgesetzes bedeuten. Und das können wir weder im Interesse der Schüler*innen noch im Interesse der Pädagog*innen akzeptieren“, betonen der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid, und der SPÖ-Bundesbildungssekretär Wolfgang Markytan in einer Reaktion auf den kürzlich bekannt gewordenen Entwurf zur Schulgesetznovelle. „Die geplante Umstellung von Freizeitpädagog*innen auf so genannte Assistenzpädagog*innen würde einen akuten Personalmangel nach sich ziehen – und das ist genau das Gegenteil von dem, was für ein modernes Bildungssystem erforderlich ist“, so Schmid.

„Für Bundesländer, in denen Ganztages- und Ferienbetreuung derzeit kaum vorhanden sind, mag die Novelle Verbesserungen enthalten. Aber man sollte bei Neuerungen niemals von einem Minimalstandard ausgehen, sondern sich an den Best Practice-Modellen orientieren. Wien ist auch hier, wie in vielen anderen Bereichen, Vorreiterin und verfügt über ein gut organisiertes System der Ganztagesbetreuung mit bestens ausgebildeten Freizeitpädagog*innen. Die von der Bundesregierung geplante Novelle würde vor allem für Wien eine enorme Verschlechterung bedeuten“, stellt Schmid klar. Die geplante Verkürzung der Ausbildungszeit für die neu geschaffenen Assistenzpädagog*innen bedeute schlechtere Ausbildung, geringere Bezahlung und schlechtere Arbeitsbedingungen als es derzeit der Fall ist. „Leidtragende wären sowohl die Betreuer*innen, die unter schlechteren Konditionen arbeiten müssten, als auch die Schüler*innen, deren Betreuung nicht mehr auf dem derzeitigen Niveau erfolgen könnte. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, den Entwurf entsprechend zu überarbeiten und dem Standard des 21. Jahrhundert anzupassen“, so Schmid und Markytan abschließend.

Hinweis:

Die Wiener SPÖ hat eine Petition für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit gestartet. Unterschreiben kann man hier: https://www.spoe.wien/ganztagsschule-in-gefahr

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #68: Paulus Manker – Schauspieler, Regisseur und Autor

Mit Paulus Manker hat Dr. Gerhard Schmid eine der schillerndsten wie erfolgreichsten Persönlichkeiten der österreichischen Kulturlandschaft zu Gast, die das hiesige Theater- und Filmschaffen als Schauspieler, Regisseur und Autor maßgeblich prägt. Paulus Manker hat in Filmen von Oscar-Preisträger Michael Haneke u.a. gemeinsam mit Juliette Binoche vor der Kamera gestanden, war an der Seite von Michel Piccoli in der Verfilmung „Das weite Land“ von Luc Bondy zu sehen, ebenso hat er bei filmischen Werken von Alexander Kluge, Joseph Vilsmaier oder Michael Glawogger mitgewirkt.

Am Theater war Paulus Manker beim legendären Kunstprojekt „Ausländer Raus!“ von Christoph Schlingensief beteiligt und spielte als Ensemblemitglied unter Claus Peymann zahlreiche Rollen am Wiener Burgtheater. Im August 2022 feierte seine mehrfach ausgezeichnete Inszenierung ALMA über das Leben der Komponistin und Künstlermuse Alma Mahler-Werfel ihr 25-jähriges Jubiläum, über 500 Vorstellungen wurden im In- und Ausland gegeben. Vergangenes Jahr ist mit „Das große Alma Mahler Album“ Mankers umfangreiches Buch über diese Ausnahme-Inszenierung erschienen.

Darüber und die Wichtigkeit der Unmittelbarkeit beim Theatererlebnis sprechen Paulus Manker und Dr. Gerhard Schmid in einem ZEITGESPRÄCH, das inspiriert, anregt und miterleben lässt.

Hier geht es zum Video

Hoch der 1. Mai!

Am 1. Mai 2023 erleben wir die Folgen aus mehreren Krisen. Aus der Katastrophe, die uns die Natur vermittelt hat, folgt eine Krise der Wirtschaft und der sozialen Absicherung. Die Armut trifft immer mehr Menschen ! Der Krieg in unserer Nachbarschaft trifft uns alle auf vielfältigste Weise. Die Energiekrise ist für die meisten Haushalte spürbar. Klimakrise und Klimawandel begleiten uns ständig !

Und daher ist gerade zum 1. Mai 2023 die Botschaft der Sozialdemokratie so wichtig! Die Kosten der Krisen dürfen nicht auf dem Rücken unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger getragen werden. Soziale Gerechtigkeit, die Bekämpfung der Armut und die Sicherung und Schaffung von Arbeit sind nach über 130 Jahren noch immer die zeitgemäßen Forderungen der Sozialdemokratie. Für unsere Kinder den besten Zugang zur Bildung, für die Frauen die wirtschaftliche Gleichstellung und die Vereinbarkeit von Familie und Berufs und besonders auch für die Älteren die beste medizinische Versorgung und die beste Pflege. Nur im Sinne des Miteinanders in einer offenen und toleranten Gesellschaft können wir die Voraussetzungen für ein gutes Leben schaffen.

Hoch der 1. Mai !

Hier geht es zum Video!

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid“ #67: Mag.a Dr.in Johanna Schwanberg, Leiterin des Dom Museum Wien

Bei der 67. Ausgabe der ZEITGESPRÄCHE begrüßt Dr. Gerhard Schmid mit Mag.a Dr.in, Univ.-Lekt.in Johanna Schwanberg eine ungemeine Kennerin der österreichischen Kunstszene. Ihre ausgeprägte Leidenschaft für Kunst begleitet sie seit ihrer Studienwahl für Kunst- und Literaturwissenschaft sowie Malerei und Kunsterziehung an der Universität Wien und der Universität für angewandte Kunst. Als Leiterin des Dom Museum Wien setzt sie seit 2013 passioniert Maßstäbe fürs Museum der Erzdiözese Wien, welches 2020 mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet wurde. Seit November vergangen Jahres steht Johanna Schwanberg als Österreich-Präsidentin dem internationalen Museumsrat (ICOM) vor.

Gemeinsam mit Dr. Gerhard Schmid erörtert Mag.a Dr.in, Univ.-Lekt.in Johanna Schwanberg den Stellenwert der Kunst in Österreich und internationalen Umfeld, sie teilt ihre Inspirationsquellen sowie Erfahrungswerte und gibt einen Ausblick auf ihre Pläne für das Dommuseum und die ICOM.

Hier geht es zum Video

„ZEITGESPRÄCHE mit Gerhard Schmid sind u.a. auf folgenden Kanälen abrufbar:

Zum Anschauen: Youtube, Facebook

Zum Anhören: Podcast Gerhard Schmid, Spotify, Apple

Gerhard Schmid – Gedanken zur Unabhängigkeitserklärung Österreichs vom 27. April 1945

Die Unabhängigkeitserklärung Österreichs vom 27. April 1945 stellt einen wichtigen Meilenstein zur Unabhängigkeit Nachkriegs-Österreichs und die Grundlage eines neuen, demokratischen Österreich dar. Hier Gedanken von SPÖ-Bundesbildungsvorsitzendem, LAbg. Gerhard Schmid zu diesem denkwürdigen Datum:

Als in Teilen Wiens noch Krieg geführt wurde (Panzergefecht in Floridsdorf z.B) und die Kapitulation der deutschen Wehrmacht noch nicht absehbar war, haben sich im Roten Salon des Wiener Rathauses österreichische Patrioten der Sozialdemokratie, der früheren christlich-sozialen Partei und der Kommunisten, also die erbitterten Gegner der Ersten Republik zusammengefunden und die Unabhängigkeitserklärung als Grundlage des neuen und freien und demokratischen Österreichs erarbeitet und am 27.4.1945 unterfertigt ( veröffentlicht am 29.4.1945). In diesen Tagen war auch klar, dass diese Zweite Republik nur funktionieren kann wenn es möglich ist, die Gräben der Ersten Republik zu überwinden und für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit den Sozial-und Wohlfahrtsstaat einzutreten, das heißt das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Mit der Gründung der weltweit beispiellosen und erfolgreichen Österreichischen Sozialpartnerschaft wurde dieses Fundament der Prosperität gelegt.

Die Sozialdemokratie ist von der ersten Stunde an mit großer Verantwortung ans Werk gegangen. Vergessen wir nicht die großen Männer dieser Zeit wie Karl Renner, Theodor Körner, Karl Seitz, Adolf Schärf u.v.a.m. Vergessen wir aber auch nicht die großen Frauen, die dieses Aufbauwerk der 2. Republik getragen haben, vor allem möchte ich an die große Rosa Jochmann erinnern, die in diesen Tagen im April 1945 die Befreiung im Konzentrationslager Ravensbrück erlebt hat.

Im Dialog mit den Menschen: Bezirkskonferenz der SPÖ Hietzing

„Im Vordergrund steht die Öffnung der Partei und der intensive Dialog mit der Bevölkerung. Das ist gerade in schwierigen Zeiten unabdingbar notwendig. Wir haben auf allen Ebenen gegen die Armut zu kämpfen und es muss immer unser Ziel sein, die bestmögliche gesundheitliche Versorgung, Pflege, leistbares Wohnen und den Zugang zur Bildung zu ermöglichen“, betonte der Vorsitzende der SPÖ Hietzing, LAbg. Gerhard Schmid bei der Bezirkskonferenz der SPÖ Hietzing, die am 20. April im Haus der Begegnung in Liesing stattfand. Und Schmid stellte klar: „Angesichts vieler innenpolitischer Entwicklungen muss klargestellt werden, dass die Sozialdemokratie immer für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit in einem sozialen Zusammenhang gestanden ist, steht und stehen wird.“

Mit den Themen Arbeit, Bildung, Gesundheit, Klima sowie mit der Forderung nach einer Millionärssteuer konnte SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner die über 140 Anwesenden begeistern. In ihrer Rede kritisierte sie die Bundesregierung für die fehlenden Maßnahmen zur Teuerung und forderte einen Miet- oder Gaspreisdeckel, wie auch die Aussetzung der Mietpreiserhöhung. Nach ihrem Referat überreichte Pamela Rendi-Wagner der langjährigen Bezirkssekretärin Bezirksrätin Andrea Exler die höchste Auszeichnung der Sozialdemokratie, die Victor-Adler-Plakette. Exler war seit 1985 bei der SPÖ Hietzing beschäftigt und führte von 1993 bis zu ihrer Pensionierung im März 2023 als Bezirkssekretärin die Geschäfte der SPÖ Hietzing.

Gerhard Schmid resümierte das vergangene Jahr und skizzierte die vorrangigen Projekte der Bezirkspartei für die nächste Zukunft: Die Erneuerung der Verbindungsbahn ist ein wichtiges Projekt für den Bezirk. Es gilt, im Dialog mit den Menschen dieses Projekt umzusetzen, die Schranken, die den Bezirk trennen, zu beseitigen. Weitere Themen sind leistbares Wohnen, Bildung, Pflege und Gesundheitswesen sowie Mobilität.

Bei der Wahl des Vorstandes wurde Bezirksparteivorsitzender Dr. Gerhard Schmid mit 88,1 Prozent bestätigt, auch die restlichen Vorstandsmitglieder, allen voran die Stellvertreterinnen und Stellvertreter Schmids, Evelyn Bauer, Mag. Stephan Grundei, Mag. Marcel Höckner, Ing. Harald Höckner, Michaela Lauks, Katharina Mayer-Egerer und Prof. Alexander Rinnerhofer erfreuten sich exzellenter Wahlergebnisse.

Die aktuelle Mitgliederbefragung und der Neumitgliederzuwachs wurden auch thematisiert. Über 40 Neumitglieder folgten der Einladung der SPÖ Hietzing zur Bezirkskonferenz und wurden herzlich empfangen. Trotz turbulenter Zeiten müsse man aus der Befragung und aus dem daraus resultierenden Zuwachs an neuen Sozialdemokrat*innen, sowie aus dem Input, den diese neuen Mitglieder einbringen das Beste herauszuholen und diese als eine Chance zu sehen, betonte Juraj Veres, der erstmals auch in seiner neuen Funktion als Bezirkssekretär begrüßt wurde.

Die Bezirkskonferenz behandelte außerdem sieben Anträge. Die Themen reichten von kommunalpolitischen Fragen über frauenpolitische Anliegen oder Gedenk- und Erinnerungskultur bis hin zu mehr Mitbestimmung für junge Menschen.

Theodor Körner: Gedenken zum 150. Geburtstag

„Heute vor 150 Jahren wurde einer der prägendsten Persönlichkeiten der Österreichischen Sozialdemokratie geboren: Theodor Körner. Von 1945 bis 1951 war er Wiens Bürgermeister und von 1951 bis 1957 erster direkt vom Volk gewählter Bundespräsident. Als Bürgermeister organisierte er den Wiederaufbau und gestaltete das Nachkriegs-Wien, und als Bundespräsident war er maßgeblich an der Entstehung des Staatsvertrages beteiligt. Diesem großen Staatsmann wollen wir heute, am 24. April, gedenken“, betont der Vorsitzende der SPÖ-Bundesbildungsorganisation, LAbg. Gerhard Schmid.

Theodor Körner entstammte einer Offiziers- und Beamtenfamilie und kam 1884 mit seinen Eltern nach Wien, wo sein Vater zunächst im Kriegs-, später im Finanzministerium arbeitete. Körner absolvierte die Technische Militärakademie, wurde Pionier und 1899 dem Generalstab zugeteilt. Im Ersten Weltkrieg, den er größtenteils an der italienischen Front erlebte, war er seit 1917 Generalstabschef der Isonzo-Armeen. 1918 wurde Körner Abteilungsleiter im Staatsamt für Heereswesen, jedoch 1924 wegen seiner kritischen Haltung bei gleichzeitiger Beförderung zum General in den Ruhestand versetzt. Noch im gleichen Jahr trat Körner der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei bei, mit der er schon lange in enger Verbindung stand und wurde Mitglied der Zentralleitung des Republikanischen Schutzbundes, wo er allerdings bald mit anderen Führungsmitgliedern, v.a. mit Julius Deutsch und Alexander Eifler, in Konflikt geriet, weil er die Auffassung vertrat, dass der Schutzbund nur in enger Verbindung mit der gesamten Arbeiterbewegung erfolgreich agieren könne. Körner trennte sich deshalb vom Schutzbund und konzentrierte sich auf seine Tätigkeit im Bundesrat, dem er seit 1924 angehörte und dessen Vorsitzender er noch im Februar 1934 war.

Theodor Körner, der seinen Genossen von einem gewaltsamen Widerstand gegen die austrofaschistische Diktatur dringend abgeraten hatte, verbrachte 1934 insgesamt 11 Monate ohne Prozess in Haft. Später arbeitete er als Wissenschafter im Kriegsarchiv, was ihm 1943 jedoch ebenfalls verboten wurde. Nach dem missglückten Attentat auf Hitler im August 1944 wurde Theodor Körner vorübergehend festgenommen.

Im April 1945 wurde Körner von den Sozialdemokraten als provisorischer Bürgermeister von Wien vorgeschlagen. Die Gemeinderatswahl vom 25. November 1945 brachte der SPÖ die absolute Mehrheit, und Körner wurde als Bürgermeister offiziell bestätigt. Die sechs Jahre seiner Amtszeit bis 1951 waren die schwierigste Periode des Wiederaufbaus. Körner, der auch Russisch sprach, bemühte sich besonders gegenüber der sowjetischen Besatzungsmacht um Hilfsmaßnahmen für die notleidende Wiener Bevölkerung und um die Heimkehr der Kriegsgefangenen.

Neben seiner Tätigkeit als Wiener Bürgermeister war Theodor Körner von 1945 bis 1951 auch Abgeordneter zum Nationalrat. Nach dem Tod Karl Renners 1950 nominierte ihn die SPÖ als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl. In einer Stichwahl am 27. Mai 1951 gewann er unerwartet gegen Heinrich Gleißner, den Kandidaten der ÖVP. Damit war Körner der erste vom Volk gewählte Bundespräsident Österreichs. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Abschluss des Staatsvertrages im Jahr 1955. Als Staatsoberhaupt vermittelte er im politischen Streit, förderte die Zusammenarbeit zwischen den Großparteien und verhinderte 1953 den von Teilen der ÖVP gewünschten Eintritt des VdU in eine Konzentrationsregierung.

Körner kamen in seinem Amt als Bürgermeister und dann als Bundespräsident bei den Verhandlungen mit den Besatzungsmächten seine Sprachkenntnisse und seine Eigenschaft als ehemaliger General des Bundesheeres, der sich im I. Weltkrieg nichts zuschulden kommen hat lassen, sehr zugute.

Ein Jahr nach Unterzeichnung des Staatsvertrages erlitt Körner am 28. Juli 1956 im Sommersitz der Österreichischen Bundespräsidenten in Mürzsteg einen Schlaganfall und musste lernen, mit der linken Hand zu schreiben. Als er nach einer physikalischen Therapie seinem Arzt zeigen wollte, wie gut er wieder gehen könne, sank er am 4. Jänner 1957 plötzlich tot zusammen.

Körner wurde im offenen Sarg im Festsaal des Wiener Rathauses aufgebahrt und am 10. Jänner 1957 unter den Klängen der Wiener Philharmoniker nach einem Trauergeleit über die Ringstraße, mit einem Halt vor dem Parlament, in der Gruft der Österreichischen Bundespräsidenten auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Körner war bekannt dafür, dass er immer, auch im Winter, im Anzug, aber ohne Hut und Mantel ausging. Ein Hut kam nur bei besonderen zeremoniellen Anlässen zum Einsatz, wenn es unvermeidlich war. Bei offiziellen Reisen per Bahn sprang er als Bundespräsident anfangs noch aus dem noch fahrenden Zug, da er den auf dem Bahnsteig ausgerollten roten Teppich vermeiden wollte; später hielten ihn seine Berater davon ab.

Bei einer Veranstaltung saß er neben Kardinal Innitzer, der Kardinalspurpur trug. Aus dieser Begegnung soll sein Ausspruch stammen: “Eminenz, diesmal sind Sie der Rote und ich bin der Schwarze”.