Wie funktioniert Kulturpolitik in Wien – zwischen Spitzenkultur und breiter Teilhabe, zwischen Tradition und Innovation? Dieser Abend ordnet das Wiener Kultursystem ein, erklärt Zuständigkeiten und Finanzierungsstrukturen, beleuchtet aktuelle Herausforderungen wie Publikumsentwicklung, Raumfragen, Digitalisierung und Klimafitheit und diskutiert, wie Kultur in allen Bezirken sichtbar und zugänglich bleiben kann.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Wiener Symphonikern. Das Orchester nimmt eine zentrale Rolle im Wiener Musikleben ein – im Konzerthaus, im Musikverein sowie im Spannungsfeld von Konzertbetrieb, Oper und Festivals. Auch die internationale Präsenz, etwa als Orchestra in Residence bei den Bregenzer Festspielen, wird thematisiert.
„Die Wiener Symphoniker besitzen eine wichtige Stellung in Wien und haben maßgeblich dazu beigetragen, auch Frauen einzubinden. Gerade für andere Orchester haben sie so eine wichtige Vorbildfunktion eingenommen.“
Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags.
Gleichzeitig weitet Gerhard Schmid den Blick auf das Ganze der Kulturstadt Wien: die Theater- und Museumslandschaft, die freie Szene, Kulturarbeit in den Grätzln, Nachwuchs- und Kulturvermittlung sowie Kooperationen zwischen städtischen und bundesnahen Institutionen. Im Zentrum steht die Frage, was gute Kulturpolitik leisten muss, damit Wien auch künftig eine lebendige, vielfältige und international anerkannte Kulturstadt bleibt.
Als Referent führt Prof. Dr. Gerhard Schmid durch den Abend. Er war viele Jahre Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Wien und ist heute Sprecher im Bereich der Wiener Symphoniker. Aus dieser langjährigen kulturpolitischen Praxis heraus verbindet er strategische Einordnung mit konkreten Beispielen und eröffnet Raum für Diskussion und Austausch.
Wann? Montag, 13. April 2026, 18:00 – 21:00 Uhr
Wo? Wiener Bildungszentrum, Praterstraße 25a 1020 Wien
Anmeldung per Mail an: markytan@wiener-bildungsakademie.at